Ausflug en femme
Verfasst: Mi 31. Mai 2023, 09:34
Altstadtbummel durch Heidelberg mit Kneipenbesuch
Als eingefleischte Stubentranse, die in der Regel gar nicht rausgeht, schon gar nicht bei Tageslicht in eine belebte Innenstadt, hatte ich am vorletzten Wochenende eine aufregende und äußerst eindrückliche Erfahrung, von der ich euch gerne erzählen möchte"¦
Im Rahmen der Mottoparty auf dem Watzenhof im schönen Odenwald (siehe eingehendes Unterkapitel hier im Forum) begann das Wochende am Freitagabend in Heidelberg in der Altstadtkneipe "Mohr!",mitten in der Fußgängerzone. Unser Organisationsteam hatte uns dort als Gruppe angemeldet. Aber dazu mussten wir natürlich erst einmal dort hinkommen. Wir hatten uns also bereits auf dem Hotelzimmer en femme zurecht gemacht und etwas improvisiert geschminkt — so gut wie ich es als absoluter Amateur in der Eile halt vermochte. Dann starteten wir per PKW in die Innenstadt Heidelbergs und begaben uns auf Parkplatzsuche. Bereits das Spazierenfahren durch die belebte Altstadt hatte einen gewissen Charme und ließ meinen Puls erstmals etwas schneller schlagen.. Wir waren insgesamt zu viert unterwegs, drei Forums-Schwestern und eine Biofrau. Alle hübsch zurecht gemacht, aber doch offensichtlich als das erkennbar, was wir halt sind "¦
Das benachbarte Parkhaus vom Mohr war allerdings bereits überbelegt, kein Wunder an so einem schönen Freitagabend im Mai in einem der schönsten badischen Unistädtchen. Das bedeutete natürlich, dass wir etwa anderthalb Kilometer zu Fuß gehen mussten, natürlich mitten durch die belebte und noch taghelle City. Am Anfang war es doch etwas befremdlich und erforderte bei mir einiges an Überwindung, ich versuchte zuerst immer etwas schamhaft den Blickkontakt mit anderen Passanten zu vermeiden. Auffallend war unser kleines Grüppchen aber sowieso, mein Outfit war vielleicht auch etwas auffällig, ich trug einen langen blauen Rock und ein rotes Wollwestchen im Vintagelook, zum Glück — natürlich überall Kopfsteinpflaster - hatte ich mich für flaches Schuhwerk entschieden. Je länger wir unterwegs waren, desto ruhiger und entspannter wurde ich jedoch auch. Tatsächlich wurden wir kaum wirklich beachtet, vielleicht mal ein kurzer irritierter Blick, das war es dann aber auch. Als Grüppchen ist man natürlich auch etwas mutiger, so dass wir sogar keck noch am Universitätsplatz für ein Foto posierten. Schließlich kamen wir im Mohr an, wo schon der Rest der Mädels — wir waren insgesamt ca. 20-25 Teilzeitfrauen unterwegs, teils waren auch die Partnerinnen mit dabei —Teile der Kneipe in Beschlag genommen hatten und uns mit einem lauten Hallo begrüßten. Die urige Altstadtkneipe ist ziemlich eng und verwinkelt. Da die Plätze in unserem Eck bereits gut gefüllt waren, setzten wir Neuankömmlinge uns zunächst einmal an die Theke. Der Großteil der Kneipe war vom "normalen" Freitagabendpublikum in der Unistadt besucht. Aber auch hier gab es keinerlei blöde Kommentare oder finstere Blicke, vielmehr schienen wir völlig uninteressant und ernteten kaum Blicke. Im Fernsehen lief ein Bundesligaspiel mit dem SC Freiburg, was offensichtlich spannender war, als eine Gruppe Kerle in Frauenkleidern"¦Sehr freundlich und professionell verhielt sich auch das Kneipenpersonal, überwiegend junge Wohl studentisches Kellner, die sich nichts anmerken ließen bzw. Äußerst freundlich bedienten. Es war so wohltuend normal und unaufgeregt. Wir aßen etwas und tranken ein erstes Kaltgetränk und der Abend nahm seinen Lauf... Nach einigen sehr netten Gesprächen und Wiedersehenstränchen gingen einige von uns dann nach draußen vor die Kneipe in die belebte Altstadtstraße, wo der Mohr ebenfalls Stehtischchen an der gegenüberliegenden Mauer besitzt. Der Abend war noch hell und wunderbar lauschig warm, zudem war es auf der Straße angenehm ruhig, in der Kneipe wurde relativ laut Musik gespielt. Immer wieder kamen ein paar Schwestern unserer Gruppe dazu, andere gingen wieder rein, einige holten sich in einer benachbarten Eisdiele ein Eis. Wir ratschten sehr schön, einige der Mädels kannte ich bereits vom letzten Jahr. Es war herrlich entspannt und total harmonisch, einfach die normalste Sache der Welt"¦. Wir hatten viel Spaß und fühlten uns nicht im Mindesten fehl am Platz. Einfach eine Gruppe nicht mehr ganz so taufrischer Männer, die sich wie natürlich im Sommerkleidchen, auf Highheels oder in Ballerinas mit Langhaarperücke und dezentem Make-up die Stadt bevölkerten und mit ihrer guten Laune den Abend bereicherten ohne dass es jemand gestört hätte. Immer wieder gab es mal verwirrte Blicke, wenn uns mal ein Grüppchen Rentner oder Jungvolk passierte und die ungewöhnlich tiefen Bassstimmen nicht so ganz zum Gesamtbild der Ladys passen wollten. Ab und an gab es mal ein Grinsen vor allem von Damen, die uns offensichtlich schmunzelnd enttarnt hatten. Ganz lustig war eine kleine Gruppe Rentner, die sich offensichtlich vergewissern mussten, dass wir wirklich keine echten Mädels waren und sich eine Zeitlang in unserer Nähe aufhielten, bis sie schließlich noch ein Selfie mit uns im Hintergrund machen durften. Wir posierten natürlich freundlich dazu. Aber grundsätzlich erregten wir aber tatsächlich auch hier kaum übertriebene Aufmerksamkeit und konnten uns völlig normal bewegen. Ein unglaubliches und völlig ungewöhnliches Gefühl für unsereins, die sich doch sonst lieber etwas von der Öffentlichkeit fernhält. Ich genoss den Abend in vollen Zügen und blieb bestimmt fast zwei Stunden draußen, bis es dann schon dunkel wurde und auch etwas kalt. Schließlich gingen wir alle rein und setzten uns in unsere Ecke. Inzwischen waren die ersten Schwestern aufgebrochen und noch mehr Jungvolk strömte nach und füllte die Kneipe zusehends. Die Musik wurde lauter und wurde partytauglicher. Die Stimmung war super, überall wurde getanzt und geschäkert. Da wir ja am nächsten Tag einen ereignisreichen Tag mit Wanderung, Schminkkurs und Party erwarteten, brachen wir schließlich so gegen -½ 12 auf und überließen den jungen Gästen die Kneipe.
Zum Abschluss machten wir in einer Gruppe von etwa acht aber noch einen nächtlichen Bummel durch Heidelberg mitten durch die gut gefüllte Partymeile der Stadt an Polizeipatrouillen und Jugendgangs vorbei. Auf der Neckarbrücke posierten wir nochmals alle unterhalb des Schlosses und genossen die angenehmen Temperarturen und die Atmosphäre. So endete unser Abend en femme mitten in der Heidelberger Altstadt mit einem unvergesslichen Highlight. Der Ausflug schreit nach baldiger Wiederholung und zeigte mir deutlich, dass wir vielleicht doch nicht so abnormal sind, wie wir doch oft allein in unserem kleinen Kämmerlein denken. Ein Großteil der Leute ist doch sehr tolerant bzw. Interessiert sich nicht weiter für falsche Ladys und akzeptiert Andersartigkeit. Ein sehr beruhigendes und beglückendes Gefühl, eines dass ich hoffentlich bald mal wieder erleben darf"¦
Als eingefleischte Stubentranse, die in der Regel gar nicht rausgeht, schon gar nicht bei Tageslicht in eine belebte Innenstadt, hatte ich am vorletzten Wochenende eine aufregende und äußerst eindrückliche Erfahrung, von der ich euch gerne erzählen möchte"¦
Im Rahmen der Mottoparty auf dem Watzenhof im schönen Odenwald (siehe eingehendes Unterkapitel hier im Forum) begann das Wochende am Freitagabend in Heidelberg in der Altstadtkneipe "Mohr!",mitten in der Fußgängerzone. Unser Organisationsteam hatte uns dort als Gruppe angemeldet. Aber dazu mussten wir natürlich erst einmal dort hinkommen. Wir hatten uns also bereits auf dem Hotelzimmer en femme zurecht gemacht und etwas improvisiert geschminkt — so gut wie ich es als absoluter Amateur in der Eile halt vermochte. Dann starteten wir per PKW in die Innenstadt Heidelbergs und begaben uns auf Parkplatzsuche. Bereits das Spazierenfahren durch die belebte Altstadt hatte einen gewissen Charme und ließ meinen Puls erstmals etwas schneller schlagen.. Wir waren insgesamt zu viert unterwegs, drei Forums-Schwestern und eine Biofrau. Alle hübsch zurecht gemacht, aber doch offensichtlich als das erkennbar, was wir halt sind "¦
Das benachbarte Parkhaus vom Mohr war allerdings bereits überbelegt, kein Wunder an so einem schönen Freitagabend im Mai in einem der schönsten badischen Unistädtchen. Das bedeutete natürlich, dass wir etwa anderthalb Kilometer zu Fuß gehen mussten, natürlich mitten durch die belebte und noch taghelle City. Am Anfang war es doch etwas befremdlich und erforderte bei mir einiges an Überwindung, ich versuchte zuerst immer etwas schamhaft den Blickkontakt mit anderen Passanten zu vermeiden. Auffallend war unser kleines Grüppchen aber sowieso, mein Outfit war vielleicht auch etwas auffällig, ich trug einen langen blauen Rock und ein rotes Wollwestchen im Vintagelook, zum Glück — natürlich überall Kopfsteinpflaster - hatte ich mich für flaches Schuhwerk entschieden. Je länger wir unterwegs waren, desto ruhiger und entspannter wurde ich jedoch auch. Tatsächlich wurden wir kaum wirklich beachtet, vielleicht mal ein kurzer irritierter Blick, das war es dann aber auch. Als Grüppchen ist man natürlich auch etwas mutiger, so dass wir sogar keck noch am Universitätsplatz für ein Foto posierten. Schließlich kamen wir im Mohr an, wo schon der Rest der Mädels — wir waren insgesamt ca. 20-25 Teilzeitfrauen unterwegs, teils waren auch die Partnerinnen mit dabei —Teile der Kneipe in Beschlag genommen hatten und uns mit einem lauten Hallo begrüßten. Die urige Altstadtkneipe ist ziemlich eng und verwinkelt. Da die Plätze in unserem Eck bereits gut gefüllt waren, setzten wir Neuankömmlinge uns zunächst einmal an die Theke. Der Großteil der Kneipe war vom "normalen" Freitagabendpublikum in der Unistadt besucht. Aber auch hier gab es keinerlei blöde Kommentare oder finstere Blicke, vielmehr schienen wir völlig uninteressant und ernteten kaum Blicke. Im Fernsehen lief ein Bundesligaspiel mit dem SC Freiburg, was offensichtlich spannender war, als eine Gruppe Kerle in Frauenkleidern"¦Sehr freundlich und professionell verhielt sich auch das Kneipenpersonal, überwiegend junge Wohl studentisches Kellner, die sich nichts anmerken ließen bzw. Äußerst freundlich bedienten. Es war so wohltuend normal und unaufgeregt. Wir aßen etwas und tranken ein erstes Kaltgetränk und der Abend nahm seinen Lauf... Nach einigen sehr netten Gesprächen und Wiedersehenstränchen gingen einige von uns dann nach draußen vor die Kneipe in die belebte Altstadtstraße, wo der Mohr ebenfalls Stehtischchen an der gegenüberliegenden Mauer besitzt. Der Abend war noch hell und wunderbar lauschig warm, zudem war es auf der Straße angenehm ruhig, in der Kneipe wurde relativ laut Musik gespielt. Immer wieder kamen ein paar Schwestern unserer Gruppe dazu, andere gingen wieder rein, einige holten sich in einer benachbarten Eisdiele ein Eis. Wir ratschten sehr schön, einige der Mädels kannte ich bereits vom letzten Jahr. Es war herrlich entspannt und total harmonisch, einfach die normalste Sache der Welt"¦. Wir hatten viel Spaß und fühlten uns nicht im Mindesten fehl am Platz. Einfach eine Gruppe nicht mehr ganz so taufrischer Männer, die sich wie natürlich im Sommerkleidchen, auf Highheels oder in Ballerinas mit Langhaarperücke und dezentem Make-up die Stadt bevölkerten und mit ihrer guten Laune den Abend bereicherten ohne dass es jemand gestört hätte. Immer wieder gab es mal verwirrte Blicke, wenn uns mal ein Grüppchen Rentner oder Jungvolk passierte und die ungewöhnlich tiefen Bassstimmen nicht so ganz zum Gesamtbild der Ladys passen wollten. Ab und an gab es mal ein Grinsen vor allem von Damen, die uns offensichtlich schmunzelnd enttarnt hatten. Ganz lustig war eine kleine Gruppe Rentner, die sich offensichtlich vergewissern mussten, dass wir wirklich keine echten Mädels waren und sich eine Zeitlang in unserer Nähe aufhielten, bis sie schließlich noch ein Selfie mit uns im Hintergrund machen durften. Wir posierten natürlich freundlich dazu. Aber grundsätzlich erregten wir aber tatsächlich auch hier kaum übertriebene Aufmerksamkeit und konnten uns völlig normal bewegen. Ein unglaubliches und völlig ungewöhnliches Gefühl für unsereins, die sich doch sonst lieber etwas von der Öffentlichkeit fernhält. Ich genoss den Abend in vollen Zügen und blieb bestimmt fast zwei Stunden draußen, bis es dann schon dunkel wurde und auch etwas kalt. Schließlich gingen wir alle rein und setzten uns in unsere Ecke. Inzwischen waren die ersten Schwestern aufgebrochen und noch mehr Jungvolk strömte nach und füllte die Kneipe zusehends. Die Musik wurde lauter und wurde partytauglicher. Die Stimmung war super, überall wurde getanzt und geschäkert. Da wir ja am nächsten Tag einen ereignisreichen Tag mit Wanderung, Schminkkurs und Party erwarteten, brachen wir schließlich so gegen -½ 12 auf und überließen den jungen Gästen die Kneipe.
Zum Abschluss machten wir in einer Gruppe von etwa acht aber noch einen nächtlichen Bummel durch Heidelberg mitten durch die gut gefüllte Partymeile der Stadt an Polizeipatrouillen und Jugendgangs vorbei. Auf der Neckarbrücke posierten wir nochmals alle unterhalb des Schlosses und genossen die angenehmen Temperarturen und die Atmosphäre. So endete unser Abend en femme mitten in der Heidelberger Altstadt mit einem unvergesslichen Highlight. Der Ausflug schreit nach baldiger Wiederholung und zeigte mir deutlich, dass wir vielleicht doch nicht so abnormal sind, wie wir doch oft allein in unserem kleinen Kämmerlein denken. Ein Großteil der Leute ist doch sehr tolerant bzw. Interessiert sich nicht weiter für falsche Ladys und akzeptiert Andersartigkeit. Ein sehr beruhigendes und beglückendes Gefühl, eines dass ich hoffentlich bald mal wieder erleben darf"¦