Kürzlich in der Umkleidekabine
Verfasst: Mo 3. Apr 2023, 18:38
Hallo, hier handelt es sich um ein privates Bekenntnis.
Kürzlich habe ich wieder mal so was wie ein kleines Resümee für mich selbst gezogen: Was mache ich eigentlich als Frau, wo bringe ich eigentlich meine Zeit zu, wenn ich en femme bin und aushäusig werde, also wenn ich mich im mich im Städtchen bewege? Ihr werdet es wahrscheinlich schon wissen: Valerie bringt ihre meiste Zeit in Klamottenläden zu, das können auch Schuh-outlets sein, sie kann sich dort stundenlang aufhalten, und einige der Verkäuferinnen, die sie dort immer sieht, kennt sie fast schon mit Namen, sicher aber vom Aussehen, was wahrscheinlich auf Gegenseitigkeit beruht. man kennt sich, man freut sich, wenn man sich wieder sieht, zumindest aber respektiert man sich. Schließlich habe ich hier in Narbonne schon etliche Euros in diesen outlets ausgegeben.
Man muß sich die Umkleidezonen dieser shops, z.B. bei "Mode et Accessoires" hier im Textilzentrum von Narbonne oder Béziers oder Perpignan etwas anders vorstellen als man sie von der Heimat her kennt. Vielleicht weniger high class und elegant, aber ganz gemütlich, oft mit einer Couch oder kleinen Sesselchen draußen vor den Kabinen, wo die "Hilfskräfte" die einen beim Holen und Umtauschen der Klamotten unterstützen und die Alternativen in die Kabinen bringen sich auch mal hinsetzen können, schließlich muss man / frau sich auch mal ausruhen und auch ein wenig reden oder sich austauschen. So ein Kleiderkauf ist schließlich aufwendig, braucht Sorgfalt und Zeit. Neuerdings gibt es auch einen Kaffeeautomaten dort.
Was mich selbst betrifft, so habe ich keine Hilfskräfte dabei. Die Frage, die sich für mich dann stellt, wenn ich jetzt mal drei Blusen anprobiert habe und alle sind zu eng: Wer holt mir jetzt die größeren Teile, wer geht in den Laden raus, so halbnackt wie ich bin? Naja, halbnackt ist vielleicht übertrieben, aber zumindest obenrum bin ich ja dann nicht straßentauglich. Kürzlich habe ich erlebt, dass die Frauen, gerade die jüngeren, in dieser Beziehung unbefangener agieren als ich. Natürlich nicht, wenn Männer dabei sind. Sind aber Frauen unter sich (und jetzt rechnen ich mich mal dazu) dann genügt in der Regel ein kurzer taxierender Blick, und man gehört dazu, die ganze Umzieherei verlagert sich aus der engen Kabine mehr ins Freie, d.h. man präsentiert sich auch vor den Kabinen, schließlich muß man auch ein wenig rumgehen im neuen Kleid, sehen ob die neuen Schuhe passen, und so weiter.
Ich glaube einfach nach meiner Erfahrung bis heute, dass Frauen unbefangener sind, wenn sie unter sich sind. Mir gefällt's inzwischen jedenfalls, wenn ich beim Anprobieren auch mal den einen oder anderen taxierenden Blick oder auch Kommentare von dritter Seite mitbekomme, also von Menschen die ich überhaupt nicht kenne, also einen Zuspruch oder ein Kopfnicken und ein Lächeln, das tut gut.
Lieben Gruß, Valerie
Kürzlich habe ich wieder mal so was wie ein kleines Resümee für mich selbst gezogen: Was mache ich eigentlich als Frau, wo bringe ich eigentlich meine Zeit zu, wenn ich en femme bin und aushäusig werde, also wenn ich mich im mich im Städtchen bewege? Ihr werdet es wahrscheinlich schon wissen: Valerie bringt ihre meiste Zeit in Klamottenläden zu, das können auch Schuh-outlets sein, sie kann sich dort stundenlang aufhalten, und einige der Verkäuferinnen, die sie dort immer sieht, kennt sie fast schon mit Namen, sicher aber vom Aussehen, was wahrscheinlich auf Gegenseitigkeit beruht. man kennt sich, man freut sich, wenn man sich wieder sieht, zumindest aber respektiert man sich. Schließlich habe ich hier in Narbonne schon etliche Euros in diesen outlets ausgegeben.
Man muß sich die Umkleidezonen dieser shops, z.B. bei "Mode et Accessoires" hier im Textilzentrum von Narbonne oder Béziers oder Perpignan etwas anders vorstellen als man sie von der Heimat her kennt. Vielleicht weniger high class und elegant, aber ganz gemütlich, oft mit einer Couch oder kleinen Sesselchen draußen vor den Kabinen, wo die "Hilfskräfte" die einen beim Holen und Umtauschen der Klamotten unterstützen und die Alternativen in die Kabinen bringen sich auch mal hinsetzen können, schließlich muss man / frau sich auch mal ausruhen und auch ein wenig reden oder sich austauschen. So ein Kleiderkauf ist schließlich aufwendig, braucht Sorgfalt und Zeit. Neuerdings gibt es auch einen Kaffeeautomaten dort.
Was mich selbst betrifft, so habe ich keine Hilfskräfte dabei. Die Frage, die sich für mich dann stellt, wenn ich jetzt mal drei Blusen anprobiert habe und alle sind zu eng: Wer holt mir jetzt die größeren Teile, wer geht in den Laden raus, so halbnackt wie ich bin? Naja, halbnackt ist vielleicht übertrieben, aber zumindest obenrum bin ich ja dann nicht straßentauglich. Kürzlich habe ich erlebt, dass die Frauen, gerade die jüngeren, in dieser Beziehung unbefangener agieren als ich. Natürlich nicht, wenn Männer dabei sind. Sind aber Frauen unter sich (und jetzt rechnen ich mich mal dazu) dann genügt in der Regel ein kurzer taxierender Blick, und man gehört dazu, die ganze Umzieherei verlagert sich aus der engen Kabine mehr ins Freie, d.h. man präsentiert sich auch vor den Kabinen, schließlich muß man auch ein wenig rumgehen im neuen Kleid, sehen ob die neuen Schuhe passen, und so weiter.
Ich glaube einfach nach meiner Erfahrung bis heute, dass Frauen unbefangener sind, wenn sie unter sich sind. Mir gefällt's inzwischen jedenfalls, wenn ich beim Anprobieren auch mal den einen oder anderen taxierenden Blick oder auch Kommentare von dritter Seite mitbekomme, also von Menschen die ich überhaupt nicht kenne, also einen Zuspruch oder ein Kopfnicken und ein Lächeln, das tut gut.
Lieben Gruß, Valerie