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20minuten | Crossdressing: Der 68„jährige Berner Chrigu (68) trägt Frauenkleider

Verfasst: Mo 27. Mär 2023, 08:38
von Anne-Mette

Re: 20minuten | Crossdressing: Der 68„jährige Berner Chrigu (68) trägt Frauenkleider

Verfasst: Mo 27. Mär 2023, 22:06
von Noa
Ein Auszug aus dem Interview mit Chrigu:
Trägst du auch hohe Schuhe?

Aufgrund meiner körperlichen Behinderung kann ich das nicht, aber ich würde schon mal gerne einen kleinen Absatz tragen, wenn es zum Outfit passt. Schmuck gehört für mich aber definitiv dazu. Was ich nicht brauche, ist Schminke oder eine Perücke. Ich rasiere mich auch nicht. Es geht mir ja nicht darum, als Frau zu leben. Ich fühle mich nicht als Teil der LGBTIQ-Gruppierung, weil es auch nichts mit meiner Sexualität oder meinem Geschlecht zu tun hat. Ich verurteile diese Menschen nicht, aber ich bin das nicht.
LGBTIQ, diese Menschen. Chrigu verurteilt sie ausdrücklich nicht. Es scheint ihm wichtig zu sein, das zu sagen. Ebenso, sich von ihnen abzugrenzen.

Haltung eines Crossdressers.

Ich verurteile ihn übrigens nicht. Möchte mich aber davon abgrenzen, so zu reden.

Re: 20minuten | Crossdressing: Der 68„jährige Berner Chrigu (68) trägt Frauenkleider

Verfasst: Di 28. Mär 2023, 09:23
von sbsr
Noa hat geschrieben: Mo 27. Mär 2023, 22:06 LGBTIQ, diese Menschen.
Ist es inzwischen schon nicht mehr politisch korrekt von Menschen zu sprechen?

Noa hat geschrieben: Mo 27. Mär 2023, 22:06 Es scheint ihm wichtig zu sein, das zu sagen. Ebenso, sich von ihnen abzugrenzen.
In dem Zusammenhang wäre mir das auch wichtig. Die Aussage des Artikels ist, er ist nicht trans* und fühlt sich grundsätzlich gut als Mann, zieht aber gerne Frauenkleider an. Was ist verkehrt daran, das explizit zu betonen?

Wenn man sagt, man trägt gerne Frauenkleider, sind das doch genau die üblichen Fragen. Willst du eine Frau sein, bist du schwul, ...

Re: 20minuten | Crossdressing: Der 68„jährige Berner Chrigu (68) trägt Frauenkleider

Verfasst: Di 28. Mär 2023, 23:27
von Lavendellöwin
Sind wir ehrlich..der Artikel hat keinen nennenswerten Informationsgehalt.

Und eben warum muss heute immer explizit betont werden wie und warum man so ist wie man ist?
Halt mich für schwul weil du siehst ich steh auch auf Männer und du magst mich nicht als Frau anerkennen,
deine Sache, ist für mich nicht weiter wichtig. Ich mag vielleicht auch Züge an dir nicht.

Ich sehe mich auch nicht mehr als trans*, denn da wo ich bin fühl ich mich wohl und jetzt kommt eine
weitere Veränderung, die schön ist, aber gar nicht mehr so ins Gewicht fällt.
Ich trage meinen Schoß nicht offen durch die Gegend und werde es auch in Zukunft nicht tun, mein Geschlecht
ist mein Geschlecht. Und in meinem zu 95% Cis-Het-Umfeld geht es mir prächtig. Da sind meine Peers.

Ich würde mich einfach wünschen wenn diese begrenzte Selbstdarstellungseinsortierungswelle einfach
mal ganz gechilled abebbt.

Alles Liebe Marie (flo)

Re: 20minuten | Crossdressing: Der 68„jährige Berner Chrigu (68) trägt Frauenkleider

Verfasst: Mi 29. Mär 2023, 23:52
von Noa
sbsr hat geschrieben: Di 28. Mär 2023, 09:23
Noa hat geschrieben: Mo 27. Mär 2023, 22:06 LGBTIQ, diese Menschen.
Ist es inzwischen schon nicht mehr politisch korrekt von Menschen zu sprechen?
Hallo, Svenja.

Wenn jemand in ein Gespräch mit der Frage einsteigt, ob es mittlerweile schon nicht mehr politisch korrekt sei, dies oder jenes zu sagen, dann steige ich normalerweise eher aus. Ist gewissermaßen ein Signal, diese Frage. Versteht ja auch jeder sofort.
Da ich deine Beiträge sonst gern lese, antworte ich jetzt trotzdem.

Politisch korrekt? Nein, Svenja, ich bin kein Sprachpolizist. Ich bin ein Sensibelchen.
Mir ging es nicht um das Wort Menschen, sondern um das distanzierende diese. Und eigentlich auch nicht um das Wort, sondern den Tonfall. Mit political correctness hat das nichts zu tun. Interessant ist nur, dass du es so, hm, verstehst.
sbsr hat geschrieben: Di 28. Mär 2023, 09:23 Die Aussage des Artikels ist, er ist nicht trans* und fühlt sich grundsätzlich gut als Mann, zieht aber gerne Frauenkleider an. Was ist verkehrt daran, das explizit zu betonen?
Nichts. Es ist natürlich nichts verkehrt daran, das explizit zu betonen.
Mir ging"™s auch dabei nur um die Tonlage. Wie klingt das, wenn ich sage, ich verurteile euch nicht, dich und deinesgleichen? Ein bisschen so, als würde es schon Gründe geben für eine solche Verurteilung.

Mein Gefühl dabei war Folgendes:
Jemand (Chrigu) bewegt sich unter ganz normalen Leuten, die eben gern mal über diese LGB-usw-Leute herziehen. Respektvolles Reden bei diesem Thema eher die Ausnahme. Und er sagt nun explizit: Ich bin einer von euch, nicht von denen. Darum geht es ihm, das zu sagen. Zu bekennen.

Nichtzugehörigkeit zur LGBTIQ-Community kannst du auch anders ausdrücken. Das geht auch ohne solche Untertöne.
Aber wenn dir das gefällt, bitte.

Herzlich,
Noa

Re: 20minuten | Crossdressing: Der 68„jährige Berner Chrigu (68) trägt Frauenkleider

Verfasst: Do 30. Mär 2023, 11:37
von sbsr
Hallo Noa,
Noa hat geschrieben: Mi 29. Mär 2023, 23:52 Mir ging"™s auch dabei nur um die Tonlage.
ehrlich gesagt denke ich, es wird oft viel zu viel zwischen den Zeilen gelesen, obwohl da gar nichts steht. Wir neigen schon auch dazu, immer irgendwas negatives an solchen Artikeln finden zu wollen. Deshalb die provokative Nachfrage, was daran denn jetzt schon wieder nicht stimmt. Nur aus dem Wort "diese" eine Herabwürdigung zu konstruieren, empfinde ich als übertrieben.

Noa hat geschrieben: Mi 29. Mär 2023, 23:52 Wie klingt das, wenn ich sage, ich verurteile euch nicht, dich und deinesgleichen? Ein bisschen so, als würde es schon Gründe geben für eine solche Verurteilung.
Ich tue regelmäßig kund, dass ich zum Beispiel Menschen mit transvestitischem Fetischismus nicht verurteile, möchte mich aber auch bewusst von dieser Gruppe abgrenzen. Das ist einfach nur 1:1 so gemeint. Ich gehöre nicht dazu, aber wem's gefällt soll bitte gerne. Jetzt könnte mir auch unterstellt werden, durch diese Äußerung eine möglicherweise gerechtfertigte Verurteilung solcher Menschen zu implizieren.


Also lasst uns doch glücklich sein, dass es Menschen gibt, die ihre Andersartigkeit/Individualität/*... (* gerne durch sinngemäß geeignete Bezeichnung ersetzen) und die Problemlosigkeit dahinter in unserem Sinne publik machen, ohne immer jedes Wort auf die Goldwaage zu legen.