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Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: Di 21. Mär 2023, 18:31
von Kerstin
Das ist jetzt so ein Thema wo es sich lohnt sich auf zulegen.
Nach der großen Finanzkrise 2007 und 2008 sollte eigentlich alles anders und die Banken stärker reguliert werden. Die entscheidenden Reformen blieben aber aus. Das gesamte Finanzsystem sei weiter instabil, erklärt Gerhard Schick von der Bürgerbewegung Finanzwende. Der Experte erklärt, welche Maßnahmen jetzt am dringendsten sind, um die nächste große Krise noch zu verhindern.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wie-viel ... 01703.html


Nehmt es mir nicht übel Mädels, aber ich bin gerade etwas angefressen.
Positiv formuliert.

LG Kerstin

Re: Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: Fr 24. Mär 2023, 12:05
von Christiane
Hier bei uns sind die Leute stinksauer.
Warum?
Geld für Pflege - Staat: keins da
Geld für Bildung - Staat: keins da
Geld fürs Militär - Staat: keins da
Aber am Wochenende werden mal schnell ein paar Milliarden unter dem Tisch zu einer maroden Bank geschoben - die diese Woche noch dicke Boni auszahlt. (ko) (ko)
Die Meinungen darüber sind ausnahmsweise mal einstimmig!

LG
Christiane

Re: Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: Fr 24. Mär 2023, 16:21
von Jenina
Christiane hat geschrieben: Fr 24. Mär 2023, 12:05 Geld fürs Militär - Staat: keins da
Ich würde eher sagen, dass da etwas zuviel dafür da ist...

jenina

Re: Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: Fr 24. Mär 2023, 18:45
von rika
Naja, 1953 geboren kam ich in einem Krisenjahr auf die Welt ohne die Details gleich zu erkennen. :))b Da tobte der Korea-Krieg und ich hatte keinerlei Einfluss auf ihn. :lol:

1961 kam die Kuba-Krise und ich war im 3. Schuljahr. Sportliche Leistungen waren meine größte Krise :lol:

1974 gab es die Ölkrise, die mir ziemlich egal war, da ich kein Auto hatte.

1985 hatte ich eine Ehekrise, die dazu führte, dass ich 1986 in die USA ging.

1988 bekam ich Nachbarn, deren Namen Griese war und sie ganz ok waren.

2008 kam die W'irtschaftskrise und ich hatte für meine Kolleg/innen kaum noch Arbeit.

2016 habe ich Insolvenz anmelden müssen und das war nicht schön. Krise???

2023 lebe ich frei von Krisen, freue mich auf die baldige Großvaterschaft und appelliere an alle: Lasst euch nicht von diesen sogenannten Krisen herunter ziehen. Sie sind oft fremdgemacht und nützen nur denen, die sie propagieren und ihre Drohzenarienen aufbauen, ohne dass sie Lösungen anbieten.

Die krisenfreie rika )))(:

Re: Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: Fr 24. Mär 2023, 18:50
von chris
Geiler Beitrag - Rika :-)

Re: Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: Fr 24. Mär 2023, 19:56
von Jasmine
Was für eine Zeit. Aber soll ich mich wirklich permanent in Angst versetzen lassen? Grad habe ich das Corona-Desaster überstanden, kam der Krieg in der Ukraine. Jetzt geht es wieder um die Banken. Anfang der Woche las ich noch von einer Corona-Variante in Indien - und nun ist sie schon bei uns nachgewiesen.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/med ... 68603b3074

Ist Deutschland darauf vorbereitet? Nein ich weigere mich mir darüber noch den Kopf zu zerbrechen oder mich in Angst und Schrecken versetzen zu lassen.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/med ... 68603b3074

Zitat: Experten warnen aber vor Panik, noch gebe es kaum belastbare Daten.

Was für ein Spruch. Ich geniesse mein Leben.
Liebe Grüße Jasmine

Re: Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: Fr 24. Mär 2023, 20:10
von rika
Danke Chris.

rika

Re: Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: Fr 24. Mär 2023, 20:43
von Michi
Jenina hat geschrieben: Fr 24. Mär 2023, 16:21
Christiane hat geschrieben: Fr 24. Mär 2023, 12:05 Geld fürs Militär - Staat: keins da
Ich würde eher sagen, dass da etwas zuviel dafür da ist...
Außerhalb der Schweiz .. ja.

Re: Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: Sa 25. Mär 2023, 00:14
von Runa
Hallöchen!
MichiWell hat geschrieben: Fr 24. Mär 2023, 20:43
Jenina hat geschrieben: Fr 24. Mär 2023, 16:21
Christiane hat geschrieben: Fr 24. Mär 2023, 12:05 Geld fürs Militär - Staat: keins da
Ich würde eher sagen, dass da etwas zuviel dafür da ist...
Außerhalb der Schweiz .. ja.
Nix für ungut Mädels, aber was knapp 1000 Kilometer Richtung Osten seit mehr als einem Jahr abgeht habt ihr schon mitbekommen, oder?

Aber fürs Militär ist so lange zu viel Geld da, bis die Russen an eurer Haustür stehen und euch zur Erschießung abholen.

Ohne Kommentar

Runa

Re: Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: Sa 25. Mär 2023, 08:18
von Christiane
Jenina hat geschrieben: Fr 24. Mär 2023, 16:21
Christiane hat geschrieben: Fr 24. Mär 2023, 12:05 Geld fürs Militär - Staat: keins da
Ich würde eher sagen, dass da etwas Zuviel dafür da ist...

jenina
In der Schweiz eher nicht.
Hier kann und darf die/der Bürger*in ziemlich viel mitreden und das Ganze notfalls bei einer Abstimmung versenken.
Hier kann nicht einfach die Regierung zig Milliarden ausgeben.
Da schaut ihr das Volk ziemlich genau und auch sehr argwöhnisch auf die Finger.
Warum das bei der CS so mal schnell und einfach gegangen ist, ist mir auch schleierhaft (kann gerade KEINE/R hier verstehen). :?: :?: :?:
Das kam bei der Bevölkerung auch überhaupt nicht gut an, dass hier sämtliche Mitspracherechte (auch die der Kleinaktionäre) einfach weggewischt wurden.

LG
Christiane

Re: Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: Sa 25. Mär 2023, 09:28
von conny
Christiane hat geschrieben: Sa 25. Mär 2023, 08:18 Warum das bei der CS so mal schnell und einfach gegangen ist, ist mir auch schleierhaft (kann gerade KEINE/R hier verstehen). :?: :?: :?:
Weil die Verunsicherung der Finanzmärkte enorm war und eine Pleite der Bank ungeahnte Folgen für die internationale Wirtschaft nach sich gezogen hätte. Nur dieses schnelle Handeln vor dem nächsten Börsentag konnte schlimmeres verhindern.

Re: Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: Sa 25. Mär 2023, 11:04
von ExUserIn-2026-04-08
Ich denke da anders. Die Banken verhalten sich verantwortungslos und weil sie wissen, dass sie i.d.R. nicht fallen gelassen werden, machen sie weiter mit ihrem verantwortungslosem Handeln. Es ist ein Dogma wie die jungfräuliche Geburt, dass Banken unabdingbar notwendig seien. Politiker und auch wir schauen auf Wirtschaft und Finanzmärkte wie Lakaien auf ihre Herren, dabei ist ihre Macht nur eine Macht unserer Abhängigkeit der abstrakten Vorstellungen, wie die Welt funktioniert.

Ich denke, zu einem verantwortungsvollen Handeln gehört auch die Einsicht, dass sie nicht der Nabel der Welt sind. Im Gegenteil, unsere Form des Wirtschaftens ist gerade ein massiver Quell für Ungerechtigkeit, Hunger, Umweltzerstörung und Klimawandel und indem wir solche Banken stützen, stützen wir auch die unabwendbare Fortsetzung dieser Effekte.

Das bedeutet nicht, dass wir von heute auf morgen alles umstoßen müssen, aber wir müssen heute einen zunehmenden Wandel in den Werten für unser Handel einleiten. Dazu gehört, dass die massiven Gewinne, die auf dem Rücken vieler für wenige erzielt werden, anders verteilt werden. Wozu brauchen wir denn diese massiven Gewinne ? Aus meiner Sicht ist ein Umdenken angesagt.

Re: Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: Sa 25. Mär 2023, 22:18
von conny
Über das alles kann man diskutieren, ändert aber nichts an der Gefahr die vor einer Woche bestand.

Re: Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: Sa 25. Mär 2023, 22:57
von Lana
Das Problem ist, dass diese Diskussion nicht geführt wird. Zumindest nicht wahrnehmbar oder zielführend.
Ähnliche Ereignisse gab es schon 2008. Bankenkrise, die dann flugs zur "Finanzkrise" umfirmiert wurde...

Das ist jetzt fast 15 Jahre her. Passiert ist seitdem nichts, sonst wäre eine Hauruck-Aktion wie die XP-Übernahme nicht nötig gewesen, um das Kartenhaus erneut vor dem Einsturz zu bewahren.

LGL

Re: Wie viel Krise braucht es denn noch?

Verfasst: So 26. Mär 2023, 10:21
von Lana
Oh, Autokorrektur mal wieder:

Natürlich muss es CS-Übernahme heißen, und nicht XP...

LGL