Spiegel | Ein Körper, zwei Geister „ Warum viele indigene Gruppen mehr als zwei Geschlechter kennen
Verfasst: So 19. Mär 2023, 07:49
"Männer in Frauenkleidern, mutige Kriegerinnen: In etlichen indigenen Gruppen Nordamerikas waren Geschlechtsidentitäten weniger starr als im Westen. Die europäischen Invasoren hielten das für -»Sodomie-« — und gingen brutal dagegen vor."
Ein interessanter Artikel darüber, wie die First Nations mit "Two-Spirits" umgegangen sind, ihnen wurden teilweise sogar überirdische Kräfte zugesprochen oder sie hatten exponierte Rollen in der Gemeinschaft.
"Two-Spirits existierten in der Vergangenheit in etwa 150 bis 200 indigenen Gruppen, jede hatte unterschiedliche Begriffe und Konzepte: Bei den Blackfoot gab es die Aakii'skassi (-»benimmt sich wie eine Frau-«) beziehungsweise Saahkomaapi'aakiikoan (-»Jungsmädchen-«). Bei den Omaha hieß der biologische Mann in der Frauenrolle Mixu'ga (-»vom Mond unterrichtet-«), bei den Navajo Nadleeh (-»jemand, der sich in einem ständigen Prozess des Wandels befindet-«). Die Cherokee kannten abseits der eindeutigen Männer- und Frauenrolle drei, die Navajo vier und die Cree gar sechs weitere Geschlechter."
Demgegenüber der Umgang der weißen Eindringlinge mit diesen Menschen.
"Auch in Nordamerika, so Smithers, bestraften die Eroberer Two-Spirits mit drakonischen Mitteln. -»Die christlich sozialisierten, aus patriarchalischen Strukturen stammenden Kolonisatoren nahmen die Indigenen mit ihren matrilinearen Gesellschaften und fluiden Geschlechteridentitäten als Bedrohung wahr, die es auszumerzen gelte-«, sagt der Historiker."
Leider hinter der Paywall der gesamte Artikel:
https://www.spiegel.de/geschichte/ein-k ... 0208364221
Interessant finde ich die Bewertung der "matrilinearen Gesellschaften und fluiden Geschlechteridentitäten". Aus meiner Sicht nimmt ein Großteil der Gesellschaft diese Lebensweise nach wie vor als Bedrohung war. Es gab offensichtlich bereits Gesellschaftsformen, die an dieser Stelle progressiver waren.
Ein interessanter Artikel darüber, wie die First Nations mit "Two-Spirits" umgegangen sind, ihnen wurden teilweise sogar überirdische Kräfte zugesprochen oder sie hatten exponierte Rollen in der Gemeinschaft.
"Two-Spirits existierten in der Vergangenheit in etwa 150 bis 200 indigenen Gruppen, jede hatte unterschiedliche Begriffe und Konzepte: Bei den Blackfoot gab es die Aakii'skassi (-»benimmt sich wie eine Frau-«) beziehungsweise Saahkomaapi'aakiikoan (-»Jungsmädchen-«). Bei den Omaha hieß der biologische Mann in der Frauenrolle Mixu'ga (-»vom Mond unterrichtet-«), bei den Navajo Nadleeh (-»jemand, der sich in einem ständigen Prozess des Wandels befindet-«). Die Cherokee kannten abseits der eindeutigen Männer- und Frauenrolle drei, die Navajo vier und die Cree gar sechs weitere Geschlechter."
Demgegenüber der Umgang der weißen Eindringlinge mit diesen Menschen.
"Auch in Nordamerika, so Smithers, bestraften die Eroberer Two-Spirits mit drakonischen Mitteln. -»Die christlich sozialisierten, aus patriarchalischen Strukturen stammenden Kolonisatoren nahmen die Indigenen mit ihren matrilinearen Gesellschaften und fluiden Geschlechteridentitäten als Bedrohung wahr, die es auszumerzen gelte-«, sagt der Historiker."
Leider hinter der Paywall der gesamte Artikel:
https://www.spiegel.de/geschichte/ein-k ... 0208364221
Interessant finde ich die Bewertung der "matrilinearen Gesellschaften und fluiden Geschlechteridentitäten". Aus meiner Sicht nimmt ein Großteil der Gesellschaft diese Lebensweise nach wie vor als Bedrohung war. Es gab offensichtlich bereits Gesellschaftsformen, die an dieser Stelle progressiver waren.