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Ein Foto das weh tut....
Verfasst: Sa 11. Feb 2023, 19:46
von Kerstin
Quelle: https://apps-cloud.n-tv.de/img/23900774 ... 38P684.jpg
Ein Foto das einfach nur weh tut.
Zwar heißt dieses Unterforum "Fotokunst" doch muss Kunst immer schön sein und gute Gefühle kommunizieren?
Ich denke das Kunst auch weh tun darf, aufrütteln, einen Tritt in den Hintern damit man sich fragt was ist wichtig im Leben.
Dieses Foto ist das traurigste und schmerhafteste Foto seit langem.
Es ist aber auch das stärkste an welches ich mich erinnern kann.
Hier ist die Geschichte dazu.
https://www.n-tv.de/panorama/So-entstan ... 10257.html
Re: Ein Foto das weh tut....
Verfasst: Sa 11. Feb 2023, 20:08
von Lotte
Hallo Kerstin.
Ich habe dieses Foto auch im holländischen Fernsehen gesehen.
Schrecklich und herzzerreißend.
Lotte
Re: Ein Foto das weh tut....
Verfasst: Sa 11. Feb 2023, 22:01
von Inga
Hallo Kerstin,
das Foto, die Geschichte ist aufrüttelnd und macht mich zugleich traurig über die ganze elendliche Lage.
Doch mir geht es so, dass mir eigentlich schon die Worte im Ohr oder geschrieben reichen, die Lage in all ihrer Trausrigkeit und Hoffnungslosigkeit darzustellen. Durch das foto den Schmerz jetzt noch auskosten? Meine Gedanken viel mehr dahin schweifen, wie ich helfen kann, zur Seite stehen kann.
"Geld kann nicht alles". aber eine kleine Spende an eine der Organisationen der Katastrophenhilfe sollte jetzt wenigstens drin sein.
Liebe Grüße
Inga
Re: Ein Foto das weh tut....
Verfasst: Sa 11. Feb 2023, 23:28
von Kerstin
Inga hat geschrieben: Sa 11. Feb 2023, 22:01
....
Doch mir geht es so, dass mir eigentlich schon die Worte im Ohr oder geschrieben reichen, die Lage in all ihrer Trausrigkeit und Hoffnungslosigkeit darzustellen. Durch das foto den Schmerz jetzt noch auskosten? ....
Liebe Grüße
Inga
Grüß dich Inga
Vielen Dank für die interessanten Aspekte und eine durchweg berechtigte Frage.
Für mich kann ich diese Frage aber verneinen.
Im Gegensatz zu dir bin ich sehr visuell geprägt. Die selbe Nachricht, einmal als Text das andere mal als Foto wird von mir völlig verschieden aufgenommen.
Der Text kühl rational, ein Foto (wie jetzt dieses) eher emotional.
Auch kann ich mir bildliche Informationen eher merken als das selbe als Text.
Sollten wir uns einmal auf der Straße sehen ist es gut möglich das ich dich erkennen werde - ohne deinen Namen bereit zu haben.
Durch das Foto den Schmerz auskosten? Nein für mich trifft das definitiv nicht zu.
LG Kerstin
Re: Ein Foto das weh tut....
Verfasst: So 12. Feb 2023, 00:26
von heike65
Ja ein Foto das bewegt, dieses nicht loslassen oder verabschieden koennen ist unheimlich schwer, ich empfinde es allerdings als ziemlich piaetaetlos jemanden dabei zu fotografieren, nichts im Leben ist schlimmer wie das eigene Kind zu verlieren, ein bisschen mehr Distanz waere schoen gewesen
Re: Ein Foto das weh tut....
Verfasst: So 12. Feb 2023, 10:35
von Malvine
heike65 hat geschrieben: So 12. Feb 2023, 00:26
... ein bisschen mehr Distanz waere schoen gewesen
Hallo Heike,
Kerstin hat oben den Link zur Hintergrundgeschichte gepostet. Wenn ich es richtig gelesen habe, dann ist das Bild so vom Vater genehmigt worden.
Jeder von uns hat eine andere Auffassung von Trauer und Privatsphäre und dem Umgang damit. Eine Projektion unserer eigenen Vorstellungen auf andere Menschen? Schwieriges Thema.
Malvine
Re: Ein Foto das weh tut....
Verfasst: So 12. Feb 2023, 11:20
von heike65
Hallo Malvine
ja, ich habe den Text nicht gelesen, das Foto war bekannt, dem konnte man sich ja kaum entziehen.
Unabhängig von der Einwilligung des trauernden Vaters, empfinde ich es als fragwürdig dieses Foto zu veröffentlichen, es ist so ein intimer Moment, und mit ein paar Wochen oder mehr Abstand denkt dieser arme Mann vielleicht völlig anders über diesen Moment und dieses Foto, aber das ist halt meine Meinung, ich wünschte er hätte dieses nicht erleben müssen.
Re: Ein Foto das weh tut....
Verfasst: So 12. Feb 2023, 12:05
von conny
Ich kann Deine Gedanken nachvollziehen und sehe das auch so
Re: Ein Foto das weh tut....
Verfasst: So 12. Feb 2023, 12:29
von Magdalena
Hallo,
ja, das Bild tut weh. Und es drückt mehr aus als unzählige Berichte über das Erdbeben. Man möchte dem Mann helfen, doch kann nicht. Es ist zu spät. Für das Mädchen kommt jede Hilfe zu spät.
Und dann trifft es ein Gebiet, was auch noch unter anderen politischen Spannung leidet. Was helfen unnötig schwerer macht. In den Nachrichten kam ein Bericht, wonach Helfer vor Ort nicht mehr sicher sind. Sie die Hilfe einstellen.
Kommen so Spenden bei den Opfern der Katastrophe an?
Mit nachdenklichen Grüßen Magdalena