Enthüllung der Gedenktafel für getötete homosex. Polizisten
Verfasst: Di 12. Apr 2011, 12:56
Mord an vier homosexuellen Polizisten im Jahr 1945 — Enthüllung einer Gedenktafel
Zur Erinnerung an vier wegen des Verdachts der Homosexualität am 24. April 1945 ermordete Polizisten werden Innensenator Dr. Ehrhart Körting und Polizeipräsident Dieter Glietsch am 13. April um 13 Uhr 30 am Dienstgebäude Moritzstraße 10 (Polizeiabschnitt 21), 13597 Berlin, eine Gedenktafel enthüllen.
Nach Recherchen des Kulturrings in Berlin e.V. wurden die vier Polizisten — Otto Jordan, Reinhold Höpfner, Willi Jenoch und Bautz (Vorname unbekannt) - kurz vor Kriegsende inhaftiert und in die damalige Spandauer Moritzkaserne verbracht. Während andere dort wegen unterschiedlicher Delikte einsitzende Polizisten für den "Endkampf" mit der Waffe entlassen wurden, wurden die vier homosexuellen Männer am 24. April 1945 zum Polizeibarackenlager Pionierstraße transportiert, dort erschossen und verscharrt.
Das Grab war nach Kriegsende nicht mehr auffindbar.
Gegen den damals Kommando führenden Revieroberleutnant der Berliner Schutzpolizei wurde in den Jahren 1947/1948 ein Schwurgerichtsverfahren wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit und politisch motivierten Mordes geführt, das mit einem Urteil von 10 Jahren Zuchthaus endete.
In der bis zum 21. April 2011 im Rathaus Spandau laufenden Ausstellung "Ausgrenzung aus der Volksgemeinschaft - Homosexuellenverfolgung in der NS-Zeit", die vom Kulturring in Berlin e.V. initiiert wurde, wird u.a. auch das Schicksal der vier ermordeten Polizisten dargestellt.
Zur Erinnerung an vier wegen des Verdachts der Homosexualität am 24. April 1945 ermordete Polizisten werden Innensenator Dr. Ehrhart Körting und Polizeipräsident Dieter Glietsch am 13. April um 13 Uhr 30 am Dienstgebäude Moritzstraße 10 (Polizeiabschnitt 21), 13597 Berlin, eine Gedenktafel enthüllen.
Nach Recherchen des Kulturrings in Berlin e.V. wurden die vier Polizisten — Otto Jordan, Reinhold Höpfner, Willi Jenoch und Bautz (Vorname unbekannt) - kurz vor Kriegsende inhaftiert und in die damalige Spandauer Moritzkaserne verbracht. Während andere dort wegen unterschiedlicher Delikte einsitzende Polizisten für den "Endkampf" mit der Waffe entlassen wurden, wurden die vier homosexuellen Männer am 24. April 1945 zum Polizeibarackenlager Pionierstraße transportiert, dort erschossen und verscharrt.
Das Grab war nach Kriegsende nicht mehr auffindbar.
Gegen den damals Kommando führenden Revieroberleutnant der Berliner Schutzpolizei wurde in den Jahren 1947/1948 ein Schwurgerichtsverfahren wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit und politisch motivierten Mordes geführt, das mit einem Urteil von 10 Jahren Zuchthaus endete.
In der bis zum 21. April 2011 im Rathaus Spandau laufenden Ausstellung "Ausgrenzung aus der Volksgemeinschaft - Homosexuellenverfolgung in der NS-Zeit", die vom Kulturring in Berlin e.V. initiiert wurde, wird u.a. auch das Schicksal der vier ermordeten Polizisten dargestellt.