"Genderleicht. Wie Sprache für alle elegant gelingt“
Verfasst: Fr 20. Jan 2023, 12:27
Lassen Sie uns darüber reden
Am 17. Januar 2022 kam "Genderleicht. Wie Sprache für alle elegant gelingt" in die Buchläden. Zahlreiche Interviews, Rezensionen und Podcast-Aufnahmen haben das Buch bekannt gemacht. An die 8000 Exemplare wurden bisher verkauft; es gehört bereits zum Bestand vieler Stadtbibliotheken. Über 30 Impulsvorträge, Präsentationen und Schulungen folgten an vielen Orten Deutschlands und sogar in Großbritannien, Italien und Österreich. Für 2023 sind weitere Veranstaltungen in Planung. Zum Beispiel laden die Cornelsen Informationszentren Lehrkräfte für Deutsch oder Gesellschaftslehre/Politik zu meinen Impulsvorträgen ein: "Genderleicht — Geschlechtergerechte Sprache für Schule und Alltag" am 9. März in Frankfurt am Main, auch in Köln (7.3.), Berlin (22.3.), München (20.4.), Leipzig (9.5.) und Hannover (11.5.). Das Gendersternchen ist bisher nicht rechtschreibkonform. Gegendert wird trotzdem in vielen Schulen. Wie passt das eine zum anderen? Lassen Sie uns darüber reden!
Im politischen Raum kannten wir ablehnende Äußerungen zum Gendern bisher nur von Rechtskonservativen oder auch mal von Bayerns Ministerpräsident Söder. Nun hat der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg ebenfalls sein Unbehagen zum Gendern in der Schule rausposaunt — Winfried Kretschmann warnte vor einer Überforderung der Schulkinder. Das Sprachgendern sei zwar nicht rückgängig zu machen. Aber man sollte es wenigstens nicht übertreiben, sagte er und schob versöhnlich hinterher: "Es wäre gut, wenn wir insgesamt wieder kreativer mit unserer eigenen Sprache umgehen würden, statt mit Doppelpunkt und Unterstrich nicht sprechbare Dinge zu schreiben."
"Das Gendern erhitzt die Gemüter", findet Ben Krischke, Redakteur des Cicero, und lud die Vorsitzende des Journalistinnenbundes Friederike Sittler zwischen den Jahren zum Streitgespräch. "Kontrovers aber heiter geht das", so sein Fazit über den Schlagabtausch zu aktuellen Fragen von Geschlechtervielfalt bis zum Gendern in den Medien. Auf Ben Krischkes Standardkritik des Partizips Studierende erklärte Friederike Sittler: "Ich höre aus Ihrer Frage, dass Sie diese Form nicht in Ordnung finden. Dann benutzen Sie sie nicht. Sie können auch "alle, die an der Uni studieren" sagen. Dann haben Sie auch alle gemeint. Wir haben so viele Möglichkeiten in der deutschen Sprache, damit umzugehen. Wogegen ich mich zur Wehr setze, ist, Sprache lustlos zu verwenden". Kleine Fortbildung in Sachen geschlechtergerechten Schreibens gab es also inklusive. Allerdings steht der Artikel hinter einer Bezahlschranke. Sittler weiter: "Ich bin übrigens auch keine Freundin des generischen Femininums. "In Journalistinnenbund steckt drin, was draufsteht: Frauen in den Medien. Wir meinen keine Männer mit."
"Feministisch, vielfältig, engagiert" lautet das Motto des jb!
Christine Olderdissen
Projektleitung Genderleicht
Am 17. Januar 2022 kam "Genderleicht. Wie Sprache für alle elegant gelingt" in die Buchläden. Zahlreiche Interviews, Rezensionen und Podcast-Aufnahmen haben das Buch bekannt gemacht. An die 8000 Exemplare wurden bisher verkauft; es gehört bereits zum Bestand vieler Stadtbibliotheken. Über 30 Impulsvorträge, Präsentationen und Schulungen folgten an vielen Orten Deutschlands und sogar in Großbritannien, Italien und Österreich. Für 2023 sind weitere Veranstaltungen in Planung. Zum Beispiel laden die Cornelsen Informationszentren Lehrkräfte für Deutsch oder Gesellschaftslehre/Politik zu meinen Impulsvorträgen ein: "Genderleicht — Geschlechtergerechte Sprache für Schule und Alltag" am 9. März in Frankfurt am Main, auch in Köln (7.3.), Berlin (22.3.), München (20.4.), Leipzig (9.5.) und Hannover (11.5.). Das Gendersternchen ist bisher nicht rechtschreibkonform. Gegendert wird trotzdem in vielen Schulen. Wie passt das eine zum anderen? Lassen Sie uns darüber reden!
Im politischen Raum kannten wir ablehnende Äußerungen zum Gendern bisher nur von Rechtskonservativen oder auch mal von Bayerns Ministerpräsident Söder. Nun hat der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg ebenfalls sein Unbehagen zum Gendern in der Schule rausposaunt — Winfried Kretschmann warnte vor einer Überforderung der Schulkinder. Das Sprachgendern sei zwar nicht rückgängig zu machen. Aber man sollte es wenigstens nicht übertreiben, sagte er und schob versöhnlich hinterher: "Es wäre gut, wenn wir insgesamt wieder kreativer mit unserer eigenen Sprache umgehen würden, statt mit Doppelpunkt und Unterstrich nicht sprechbare Dinge zu schreiben."
"Das Gendern erhitzt die Gemüter", findet Ben Krischke, Redakteur des Cicero, und lud die Vorsitzende des Journalistinnenbundes Friederike Sittler zwischen den Jahren zum Streitgespräch. "Kontrovers aber heiter geht das", so sein Fazit über den Schlagabtausch zu aktuellen Fragen von Geschlechtervielfalt bis zum Gendern in den Medien. Auf Ben Krischkes Standardkritik des Partizips Studierende erklärte Friederike Sittler: "Ich höre aus Ihrer Frage, dass Sie diese Form nicht in Ordnung finden. Dann benutzen Sie sie nicht. Sie können auch "alle, die an der Uni studieren" sagen. Dann haben Sie auch alle gemeint. Wir haben so viele Möglichkeiten in der deutschen Sprache, damit umzugehen. Wogegen ich mich zur Wehr setze, ist, Sprache lustlos zu verwenden". Kleine Fortbildung in Sachen geschlechtergerechten Schreibens gab es also inklusive. Allerdings steht der Artikel hinter einer Bezahlschranke. Sittler weiter: "Ich bin übrigens auch keine Freundin des generischen Femininums. "In Journalistinnenbund steckt drin, was draufsteht: Frauen in den Medien. Wir meinen keine Männer mit."
"Feministisch, vielfältig, engagiert" lautet das Motto des jb!
Christine Olderdissen
Projektleitung Genderleicht