Annette hat geschrieben: Do 19. Jan 2023, 12:47
Na das ging ja schnell!
Luxemburg ist ja etwas kleiner als Deutschland. Da du als Luxemburgerin möglicherweise nicht so oft ans Meer kommst, hast du es vielleicht noch nie gesehen: große Schiffe ändern ihre Richtung langsamer als kleine Boote.
Ok, ist nur eine blöde Metapher. Und im Prinzip hast du ja recht mit der Schelte. Dass es so lange dauert, bis der Bundestag auf die Idee kommt, queere Opfer ans Mikrofon zu lassen (oder genauer, queere Leute im Namen der queeren Opfer), das sagt ja schon einiges. Wenn man sich dazudenkt,
warum das so lange gedauert hat, wird eine Geschichte draus. Aber keine mit Ampel-Gehampel, sondern eher eine mit Nazi-Gerümpel und jahrzehntelangem Ringen um kleinste Fortschritte.
Annette hat geschrieben: Do 19. Jan 2023, 12:47
Ihr denkt und gedenkt, schwafelt belangloses Zeug und ampelt euch durch den (Bundes-) Tag. Wann werdet ihr euren Worten Taten folgen lassen?
Eine Menge Leute halten Geschichtspolitik für belangloses Zeug. Geschwafel eben, folgenlose Reden an Gedenktagen.
Ich wäre da etwas zurückhaltender. Gedenkrituale werden in ihrer Bedeutung vermutlich unterschätzt.
Dass im Bundestag jetzt endlich auch der queeren Opfer gedacht werden soll, ist ein Fortschritt. Auch wenn es längst überfällig ist. Das war vieles andere auch schon, und trotzdem ist es wichtig, dass es dann endlich passiert.
Jeder Fortschritt zählt. Jedes Mehr an Akzeptanz, das die Gesellschaft uns zugesteht, das wir ihr abringen.