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NZZ | Wenn du fett und trans bist...

Verfasst: Mi 28. Dez 2022, 17:21
von Anne-Mette
...hast du keine Chance auf eine vollständige Geschlechtsumwandlung. Das ist diskriminierend

Zum Artikel über Bappie Kortram: https://www.nzz.ch/feuilleton/transsexu ... ld.1717923

Re: NZZ | Wenn du fett und trans bist...

Verfasst: Mi 28. Dez 2022, 23:51
von Michi
Ist es jetzt schon Bodyshaming, wenn Ärzte eine nicht akut lebensnotwendige OP ablehnen, weil sie im erhebliche Übergewicht einen ernstzunehmenden Risikofaktor sehen, und nicht bereit sind, sich dafür haftbar zu machen?!

Der für die OP empfohlene BMI-Grenzwert von 35 ist immer noch weit weg von einem "schlanken Schönheitsideal".

Re: NZZ | Wenn du fett und trans bist...

Verfasst: Mi 28. Dez 2022, 23:58
von Salmacis
Ich finde, dass dies keine Diskriminierung ist. Es wird begründet, dass ab einem BMI von 35 (Adipositas Grad 2) eine Wundheilung bzw die Vernarbung gestört sein können. Hier wird nicht gesagt "du bist zu dick also machen wir das nicht" sondern "wir sind auf Grund deines Gewichts besorgt um deine Gesundheit, wenn wir den Eingriff in Genitalbereich durchführen"

Re: NZZ | Wenn du fett und trans bist...

Verfasst: Do 29. Dez 2022, 22:49
von Helga
Für Bappie hat sich ja nun schlussendlich alles zum Guten gewendet, schlimm finde ich aber die marktschreierische Überschrift: Trans und fett mag es beides geben, aber wer sich halbwegs ernsthaft mit der Thematik befasst, weiß, dass eine Geschlechts- "Umwandlung" nicht möglich ist. Möglich ist bestenfalls eine Geschlechts- "Anpassung", in Fällen bei denen es nicht so gut läuft vielleicht auch nur eine "Annäherung".
Besonders fragwürdig finde ich den Ausdruck "vollständige Geschlechtsumwandlung". Was soll sich der unbedarfte Leser darunter vorstellen? Welche Erwartungen weckt eine solche Überschrift in den Köpfen von Menschen, die damit beginnen sich mit Widersprüchlichkeiten zwischen Körper und Gefühl auseinander zu setzen?
Wir wissen, dass die Medizin ein sehr breites Repertoire insbesondere chirurgischer Maßnahmen anbietet. Ob und mit welcher Maßnahme eine Vollständigkeit erreicht wird ist aber individuell unterschiedlich und weniger von der Anzahl der OPs sondern in erster Linie von der psychischen Einstellung abhängig. Manche erreichen das Gefühl der Vollständigkeit nie.
Bappie scheint sich wohl auch ohne Penis vollständig zu fühlen.
Liebe Grüße
Helga