Eine Weihnachtsgeschichte ...
Verfasst: Sa 24. Dez 2022, 18:22
Da saß er still und leise. Er hatte sich hierher verkrochen, weil er einen Schutzraum suchte. Zu viele wollten ihm an den Kragen. Nun saß er hier in der Ecke. Abgehetzt. Gejagt. Gejagt von den Großen, Lauten, Streitsüchtigen und Angebern, angetrieben von Egoismus, Unterdrückung, Habgier und Aggression. Wer ist größer? Wer hat den meisten Einfluss?
All dies wurde dem kleinen Frieden zu viel. Er versteckte sich. Hier in der dunklen Ecke fühlte er sich sicher und konnte sein Friedenslicht in Ruhe flackern lassen, ohne dass es jemand auspusten würde. Warum jagte man den Frieden? Eigentlich wollten ihn alle haben. Und vielleicht war genau das das Problem. Alle wollten ihn besitzen, für die eigenen Zwecke ge- und eventuell sogar missbrauchen. Und das nervte den Frieden sehr. Wenn zwei verschiedene Seiten den kleinen Frieden für die persönlichen Interessen beanspruchten, fühlte er sich zerrissen. Er wurde gejagt, weggedrängt und zog sich zurück. Ein kleiner Frieden auf der Flucht. Manche sagten sogar, sie würden ihn irgendwo hinbringen. Sie sagten, "wir bringen euch Frieden." Dabei hatten sie den Frieden nicht im Gepäck, sondern politische, wirtschaftliche oder militärische Interessen. Den kleinen Frieden hatten sie dabei vertrieben. Andere hatten den Frieden vergessen oder er wurde über die Jahre als selbstverständlich wahrgenommen und nicht mehr mit Leben gefüllt.
So saß der Frieden in der Ecke. Als er begann sich umzugucken, war er plötzlich überrascht: Da waren ja noch andere. Die Liebe, das Vertrauen, die Vergebung, die Rücksicht, der Respekt, die Gleichberechtigung, die Toleranz und auch die Würde. Sie alle und noch viel mehr waren da. Da wollte der Frieden wieder raus aus der Ecke. "Wir sind mehr", sagte er sich. "Mehr als die Lauten und Großen. Wir haben mehr zu sagen. Mehr zu geben."
"Wir müssen los, Freunde", sagte der Frieden und die Hoffnung bestärkte ihn, nicht aufzugeben.<<
(nach Cornelius Schneider)
Damit wünsche ich euch allen schöne und besinnliche Feiertage!
All dies wurde dem kleinen Frieden zu viel. Er versteckte sich. Hier in der dunklen Ecke fühlte er sich sicher und konnte sein Friedenslicht in Ruhe flackern lassen, ohne dass es jemand auspusten würde. Warum jagte man den Frieden? Eigentlich wollten ihn alle haben. Und vielleicht war genau das das Problem. Alle wollten ihn besitzen, für die eigenen Zwecke ge- und eventuell sogar missbrauchen. Und das nervte den Frieden sehr. Wenn zwei verschiedene Seiten den kleinen Frieden für die persönlichen Interessen beanspruchten, fühlte er sich zerrissen. Er wurde gejagt, weggedrängt und zog sich zurück. Ein kleiner Frieden auf der Flucht. Manche sagten sogar, sie würden ihn irgendwo hinbringen. Sie sagten, "wir bringen euch Frieden." Dabei hatten sie den Frieden nicht im Gepäck, sondern politische, wirtschaftliche oder militärische Interessen. Den kleinen Frieden hatten sie dabei vertrieben. Andere hatten den Frieden vergessen oder er wurde über die Jahre als selbstverständlich wahrgenommen und nicht mehr mit Leben gefüllt.
So saß der Frieden in der Ecke. Als er begann sich umzugucken, war er plötzlich überrascht: Da waren ja noch andere. Die Liebe, das Vertrauen, die Vergebung, die Rücksicht, der Respekt, die Gleichberechtigung, die Toleranz und auch die Würde. Sie alle und noch viel mehr waren da. Da wollte der Frieden wieder raus aus der Ecke. "Wir sind mehr", sagte er sich. "Mehr als die Lauten und Großen. Wir haben mehr zu sagen. Mehr zu geben."
"Wir müssen los, Freunde", sagte der Frieden und die Hoffnung bestärkte ihn, nicht aufzugeben.<<
(nach Cornelius Schneider)
Damit wünsche ich euch allen schöne und besinnliche Feiertage!