TRIGGERWARNUNG !!! Case Report: Palliative Geburt statt Fetozid
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Anne-Mette
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TRIGGERWARNUNG !!! Case Report: Palliative Geburt statt Fetozid

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Karla
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Re: TRIGGERWARNUNG !!! Case Report: Palliative Geburt statt Fetozid

Post 2 im Thema

Beitrag von Karla »

Zusammen mit meiner Exfrau habe ich eine palliative Geburt erlebt:
Der Gendefekt wurde so spät entdeckt, daß ein sonst gesundes Kind als Frühgeburt evtl. überlebt hätte:
Eine derartige Spätabtreibung - i.d.R. wird der Fötus "in Einzelteilen rausgeholt" - wollten wir nicht!
Daher haben wir auf eine natürliche Geburt gehofft, wollten der Mutter einen 2. Kaiserschnitt ersparen...
...mit intensivmedizinischer Betreuung ist eines der Kinder mit dieser Genetik 6 Monate alt geworden...
...das haben wir inkaufgenommen, auf Intensivmedizin haben wir verzichtet.
...jahrzehntelange Betreuung eines kranken Kindes ist uns erspart geblieben... - und das war zum Glück absehbar ...
Eltern, die jahrzehntelang ein Kind betreuen, das sie dann doch beerdigen müssen ... die Entscheidung ist mehr als schwer!!!

Wir haben uns damals für die (antroposophische) Filderklinik entschieden, die uns dann gut begleitet haben.
...es wurde dann doch ein 2. Kaiserschnitt, da die Mutter in Gefahr war...
Nottaufe im OP, das Kind hat eine knappe Stunde gelebt: Wir haben ihm nichts weggenommen!

Ich hatte ihn bis zum letzten Atemzug auf Brust bzw. Bauch: außer ein bißchen Sauerstoff wurde nichts unternommen, vor allem nichts intensives.

Die Mutter konnte dank PDA (Periduralanästhesie) die Geburt - und die kurze Zeit mit dem Kind - bewußt erleben.
Die "große" Schwester - damals Kindergartenkind - hatte schon Pläne, mit dem Kind zum Fasching zu gehen und hatte vorsorglich per Locher Konfetti produziert...
...das habe ich zusammen mit meiner Tochter nach der Beisetzung der Urne in das Loch hinterhergestreut!

Die Ehe "hat auch nicht überlebt" - es war nicht die einzige Baustelle, aber wohl eine zu viel!

...dennoch würde ich es wieder so machen!
...gut 10 Jahre später kam nochmals eine Erinnerung: unser Sohn wurde zum Konfirmandenunterricht eingeladen...
...die Taufe hatte die Kirche registriert, die Beerdigung offensichtlich nicht! - büschen peinlich für den Pfarrer!!!
Der Pfarrer der Filderklinik hat uns bzgl. Taufe und Beerdigung wirklich gut betreut: Auch hier nochmals ein: Danke!!!

...ein eigenes Kind beerdigen: man/frau fühlt sich wie die eigene Oma/Opa!!!
- wünsche ich keinem Menschen!!!

...aber wenn: dann mit entsprechender Betreuung!!! - hatten wir! ...Beziehung ging trotzdem kaputt...

...die darauf folgende endete nach gut 10 Jahren: "Freund Hein" hatten wir nix mehr entgegenzusetzen!

LG Karla
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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