Hallo Heike,
heike65 hat geschrieben: Mi 7. Dez 2022, 22:26
Wie denken denn die Schüler über ihre Hausmeisterin ? Kommen da auch transfeindliche Äusserungen ?
Das wüsste ich auch gerne.
Bisher gab es keinerlei Hinweise, wie sie über Ihre Hausmeisterin denken.
Wobei, diese Aussage ist nicht ganz korrekt.
Letztes Jahr hat der Rektor in der Schulcloud darauf hingewiesen, dass sich ein 5. Klass Schüler am nächsten Tag offiziell als Transjunge outen will und dieser um Hilfe und Aufmerksamkeit der Lehrkräfte bittet, falls es Probleme gibt.
Daraufhin habe ich ihn angeschrieben, mich als Transfrau benannt, und ihm geschrieben, dass er jederzeit zu mir kommen kann, sollte er Irgendwelche Probleme oder Fragen haben.
Seine Reaktion:
Er freut sich auch darüber, dass er täglich sieht, dass er nicht alleine ist.
Den Lehrkräften hatte ich geschrieben, sie sollen mich offen als Transfrau bezeichnen, wenn irgendwie die Rede von mir oder zu mir ist.
Ein Siebtklässler hat mich einmal auf die Filmaufnahmen angesprochen, die vorletztes Jahr mit mir und Bibi gemacht wurden. Die waren für einen Trailer zu der Doku die nächstes Jahr produziert werden soll.
Ansonsten kommen immer nur die Fragen aus der Grundschule, ob ich ein Junge oder Mädchen bin.
In der Regel mit dem Hinweis auf mein Gesicht oder Stimme.
Da antworte ich meist, "Ich bin ein Mädchen, aber als Junge gebohren".
Rückfragen sind selten.
Auf Grund des recht hohen Anteils von Schüler_innen mit Migrationshintergrund hatte ich anderes befürchtet. Sowohl von den Schüler_innen als auch den Eltern.
Ich wurde auch schon von der Schulsozialarbeit gefragt, ob sie auf mich zukommen dürfen, wenn sie Denken, Hilfe in queeren Fragen zu brauchen.
Oder erst in den Herbstferien hat mich eine Lehrerin der 3. Klasse gefragt, ob ich die in der 4. Klasse unterstütze, wenn im Unterricht Diversität behandelt wird.
Zusammengefasst:
Transfeindichkeit habe ich im täglichen Umgang mit den Schüler_innen, Lehrer_innen und Eltern noch nie erfahren.
Dunja