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Homophobe und transfeindliche Übergriffe sind alltäglich

Verfasst: Mo 5. Dez 2022, 12:33
von Olivia
Ob wir wollen oder nicht, leider ist es so:

"Homosexuellen- und transfeindliche Übergriffe gehören in Berlin zum Alltag. ..."

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/p ... 97b979ec5a

Re: Homophobe und transfeindliche Übergriffe sind alltäglich

Verfasst: Mo 5. Dez 2022, 13:14
von ExUserIn-2026-04-08
Die Zahlen scheinen eine klare Sprache zu sprechen, aber inwieweit ist dem wirklich so ? Sind hier möglicherweise mehr Taten angezeigt worden als früher ? Möglicherweise sind heute mehr Menschen bereit, Straftaten zur Anzeige zu bringen. Weiß hier jemand genaueres ?

Das Fatale daran wäre, dass unnötigerweise ein Klima der Angst geschürt wird, das so intensiv gar nicht sein muss. Ich werde mich jedenfalls nicht davon beherrschen lassen.

Re: Homophobe und transfeindliche Übergriffe sind alltäglich

Verfasst: Mo 5. Dez 2022, 14:23
von Martina-NB
Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 5. Dez 2022, 13:14 Möglicherweise sind heute mehr Menschen bereit, Straftaten zur Anzeige zu bringen. Weiß hier jemand genaueres ?
Das Fatale daran wäre, dass unnötigerweise ein Klima der Angst geschürt wird, das so intensiv gar nicht sein muss. Ich werde mich jedenfalls nicht davon beherrschen lassen.
Tja das ist halt das Problem mit den Statistiken, einfache Zahlen sind weitgehend wertlos, sollten wir doch während Corona gelernt haben. Es gibt noch ein paar denkbare Erklärungen, das müsste man halt alles genauer betrachten:
- Die Zahl der Straftaten insgesamt hat zugenommen, dann trifft es logischerweise auch mehr queere Personen.
- Die Zahl der trans* Personen hat zugenommen, dann steigt auch automatisch die Zahl der Straftaten gegen solche.
- Oder natürlich wie geschrieben, es wird mehr zur Anzeige gebracht.

Man kann nun natürlich sagen: Ist doch egal woran es liegt, die Zahlen sind zu hoch. Stimmt. Aber wenn man nicht nach den Hintergründen fragt, ist jede Diskussion eigentlich sinnlos. - Zumal das mit dem Angst schüren ja tatsächlich auch ein Problem ist für viele. - Die meisten können halt leider mit Zahlen, Statistiken und Wahrscheinlichkeiten nicht wirklich umgehen. Das Problem sieht man ja x anderen Stellen auch.

Re: Homophobe und transfeindliche Übergriffe sind alltäglich

Verfasst: Mo 5. Dez 2022, 14:58
von Anne-Mette
SPIEGEL:

Berliner Monitoringbericht Anzahl trans- und homophober Gewalttaten erreicht neuen Höchststand

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/ ... b7fbe39c1a

Re: Homophobe und transfeindliche Übergriffe sind alltäglich

Verfasst: Mo 5. Dez 2022, 16:08
von conny
Aus "Der Spiegel"
"Der ansteigende Trend erstreckt sich sowohl auf Gewaltdelikte als auch auf andere Taten wie Beleidigungen oder Bedrohungen. Er kann dem Bericht zufolge auch als Hinweis auf eine gestiegene Anzeigebereitschaft interpretiert werden."
Aber (aus dem 1. Link):
"Die bei der Polizei angezeigten Straftaten konzentrieren sich häufig auf Ausgeh- und Wohnviertel der queeren Community."
Und nicht in den ansonsten für ihre Kriminaltät gegen "andere" berüchtigten Bezirken.
Da geht bei vielen wohl ein Stück Unbekümmertheit in ihrem gewohnten Umfeld verloren, denn die absolute Zahl der Vorfälle, ob trendmäßig steigend oder nicht, kann man nicht beiseite wischen.

Re: Homophobe und transfeindliche Übergriffe sind alltäglich

Verfasst: Mo 5. Dez 2022, 17:44
von Momo58
Die genannten Zahlen sind leider nicht repräsentativ, da es nur im Bundesland Berlin einen solchen Monitoringbericht gibt. Wie es in allen anderen Bundesländern aussieht, kann man/frau nur im Kaffeesatz lesen. Selbst für Berlin sind die Zahlen erschreckend. Wichtiger als Zahlen sind Präventionsmaßnahmen zur Aufklärung über das Thema Trans und zwar bundesweit. Wichtiger ist die Stärkung unserer Menschenrechte, da wir noch immer eine transphob verfolgte Minderheit in Deutschland sind.