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Jamie ist nicht„binär und trans* „ von Ärzt*innen nicht gut aufgehoben gefühlt
Verfasst: Do 1. Dez 2022, 15:06
von Anne-Mette
Re: Jamie ist nicht„binär und trans* „ von Ärzt*innen nicht gut aufgehoben gefühlt
Verfasst: Mi 14. Dez 2022, 15:25
von Christel_Inter
Der Kernsatz bleibt wohl tatsächlich "Ein Gesundheitssystem, das auf zwei Geschlechter ausgelegt ist, ist für nicht-binäre Personen ein Problem" - - ein EndoKrinologe bestätigte mir vor drei Jahren beim Inter*-Tag in Rostock, dass schon der Verzicht auf die generell duale Differenzierung einen ganzen Blick auf alle Patienten erfordert und damit einen tatsächlich individuellen med. Einsatz ermöglicht. - - damit bleibt die (von mir schon lange gestellte) Frage, warum leistet sich die Medizin immer wieder eine durchaus riskante Pauschalzuordnung?
Nur mal ganz banal mein eigenes Beispiel:
zwischen dem 6ten und 11ten Lebensjahr verordnete mir irgendein überschlauer Schularzt 2x eine Kinderkur damit ich endliche vom Untergewicht weg-käme und ein 3tes Mal (in der Frühphase der Pubertät) ging es wegen Übergewicht wieder zur Kur. Der Schularztbeuirk war der Selbe, also die Akte war auch die Selbe. Allein in diesem kleinen Vorfall wird bereits eine ganz andere "Störung" erkennbar. - Und das lese ich in einem Patientenratgeber 1994 (da war ich 44Jahre alt), der mir empfohlen wurde, als man mich ganz zufällig zu einem Facharzt für Lebererkrankungen überwies... und der erkannte nach zwei Tagen Diagnostik: genetisch bedingte Leberunterfunktion - und dann lese ich weiter, dass diese Anomalie sich auf den geschlechtlichen Status des betroffenen Menschen auswirkt... - - wie sagte ich schon früher: ich lebe zwischen den Stühlen. -
Abgeleitet von einem Versuch, der erbrachte, dass Männer sich in einem eher sterilen Raum, in dem viele gleiche Stühle stehen aber sonst keine Person zu sehen ist, sich bevorzugt nahezu ausnahmslos auf den Stuhl setzen, auf dem kurz zuvor eine Frau gesessen hatte (und umgekehrt!) - eine wirkliche Erklärung war damals nicht zu finden, es wurde versuchsweise mit Pheromonen begründet.
Re: Jamie ist nicht„binär und trans* „ von Ärzt*innen nicht gut aufgehoben gefühlt
Verfasst: Do 15. Dez 2022, 01:55
von Karla