Insgesamt finde ich den Artikel recht sachlich und unaufgeregt.
Allerdings sehe ich die folgende Passage kritisch:
Die Medikamente könnten sich auch auf die Stimmung, den Kreislauf und vor allem auf die Libido auswirken, sagt Maske. Letzteres sei -«kontraproduktiv-», wenn der Wunsch sei, dass das Kind durch die längere Bedenkzeit doch das biologische Geschlecht akzeptiere. Wenn kein sexuelles Interesse am anderen Geschlecht vorhanden sei, fühle sich das Kind eher bestätigt, dem falschen Geschlecht anzugehören.
Es wird anscheinend unterstellt, dass ein sexuelles Interesse am anderen Geschlecht dazu führt, dass man sich nicht (mehr) dem falschen Geschlecht zugehörig fühlt.
Da frage ich mich: Was bitte hat es für eine Relevanz, ob ein sexuelles Interesse am anderen Geschlecht vorhanden ist?
Wird etwa darauf spekuliert, dass die Betreffenden mögliche homosexuelle Beziehungen ablehnen würden, und sich deswegen entscheiden, in der mit ihrem biologischen Geschlecht verbundenen Geschlechterrolle zu verbleiben, um z.B. als Frauen begehrende Transfrau nicht in einer lesbischen Partnerschaft zu landen?