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DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Do 3. Nov 2022, 15:41
von Anne-Mette
https://www.derstandard.de/story/200014 ... s-kaempfen

Nicht nur - Gegnerinnen und Gegner sind in allen politischen Lagern zu finden.

Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Do 3. Nov 2022, 16:03
von Blossom
Schade, dass es das 9Euro-Ticket nicht mehr gibt, einschließlich einer Range bis Moskau ... Dort hätten sie ihren "Führer", keine Presse, über die es sich echauffieren gibt und auch keine Probleme mit LGBTIQ ... Noch besser: Wir schenken ihnen das Ticket für eine Reise ins Paradies auf Erden.

Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Fr 4. Nov 2022, 07:24
von ExUserIn-2026-04-08
Auch in Russland gibt es Transgender.

Ich glaube, wir müssen bei uns, freundlich und bestimmt, diese Scheinargumente als das aufzeigen, was sie sind: Lügen. Wir können diese Agitatoren nicht verändern, aber wir können unser Bestes tun, um ihre Wirkung auf die Gesellschaft einzudämmen. Geistiges Abschieben hilft uns nicht weiter. Sie sind hier und sie gehen nicht weg. Und sie zwingen uns, dass wir uns mit ihren Lügen auseinander setzen.

Ich hätte mir auch besseres gewünscht, aber sie werden gewinnen, wenn wir die Augen zu machen.

Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Fr 4. Nov 2022, 11:16
von Michi
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 4. Nov 2022, 07:24 Ich glaube, wir müssen bei uns, freundlich und bestimmt, diese Scheinargumente als das aufzeigen, was sie sind: Lügen. Wir können diese Agitatoren nicht verändern, aber wir können unser Bestes tun, um ihre Wirkung auf die Gesellschaft einzudämmen. Geistiges Abschieben hilft uns nicht weiter. Sie sind hier und sie gehen nicht weg.
Es sind leider zu wenige, die Interesse an unseren Problemen zeigen, und damit den schweren Weg wählen. Die größere Zahl lässt sich aus Bequemlichkeit von den Lügen der Agitatoren einfangen.

Manchmal denke ich, dass sich dieses Problem nur durch Wegsterben lösen wird. Leider ist das ein langer Weg, und für uns, die wir jetzt leben, keine hilfreiche Lösung.

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 4. Nov 2022, 07:24 Und sie zwingen uns, dass wir uns mit ihren Lügen auseinander setzen.
Vor allem zwingen sie uns ihre Lügen schneller auf, als wir sie widerlegen können. (ko)

Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Fr 4. Nov 2022, 12:38
von ExUserIn-2026-04-08
MichiWell hat geschrieben: Fr 4. Nov 2022, 11:16 Vor allem zwingen sie uns ihre Lügen schneller auf, als wir sie widerlegen können. (ko)
Das liegt in der Natur der Sache. Sie sind der agierende, wir der reagierende Part. Das mag ärgerlich sein, aber wir sollten das auch nicht überbewerten. Die Dinge brauchen ihre Zeit und einen langen Atem. Am Ende zählt, was dabei heraus kommt.

Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Fr 4. Nov 2022, 12:49
von Michi
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 4. Nov 2022, 12:38 Die Dinge brauchen ihre Zeit und einen langen Atem. Am Ende zählt, was dabei heraus kommt.
Zeit ist das, wovon gerade wir (du und ich) mittlerweile nicht mehr so viel haben. Und wenn sich Feministinnen mit Rechten verbünden, wenn der Hass sich gut in der jüngeren Generation etabliert hat, und selbst Teile von uns versuchen, die Weiterentwicklung zu verhindern, dann fällt es mir ehrlich gesagt sehr sehr schwer, noch irgendwie neue Hoffnung zu schöpfen.

Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Fr 4. Nov 2022, 13:22
von Annette
MichiWell hat geschrieben: Fr 4. Nov 2022, 11:16 Es sind leider zu wenige, die Interesse an unseren Problemen zeigen, und damit den schweren Weg wählen. Die größere Zahl lässt sich aus Bequemlichkeit von den Lügen der Agitatoren einfangen.
Weise Worte liebe Michi

Genauso wie du das beschreibst, ist es! Erfolgsgarantie für Demagogen und Diktatoren, Grundfeste allgemeiner Ignoranz und Intoleranz, Salonfähigkeit für Rassismus, Xenophobie und Diskrimination von Minderheiten. Ändern werden sich diese gesellschaftlichen Eigenschaften wohl nie, viel eher kann man ein ständiges Auf und Ab von menschlichen Werten beobachten, in Funktion der jeweiligen sozialen Zufrieden- oder Unzufriedenheit in einem Land.

Ich persönlich glaube nicht an eine endgültige Wendung zum Guten, denn dazu ist die Menschheit als Masse einfach nicht fähig. Zwar haben wir das Glück, in Westeuropa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geboren zu sein, was gleichbedeutend ist mit einer längeren Friedens- und Wohlstandsperiode, doch nun geht es wieder bergab. Die Zeichen häufen sich. Auch was den Fortbestand von Zivilisation und Menscheit betrifft.

Es wäre schön, wenn ich falsch läge...
Annette CS

Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Fr 4. Nov 2022, 14:00
von ExUserIn-2026-04-08
MichiWell hat geschrieben: Fr 4. Nov 2022, 12:49 Zeit ist das, wovon gerade wir (du und ich) mittlerweile nicht mehr so viel haben.
Das stimmt, aber auch wieder nicht. Ich will mich dadurch nicht unter Druck setzen lassen. Immer schön step by step. Wir werden sowieso keine endgültige Lösung finden und deshalb rate ich zu (etwas) Gelassenheit, gerade weil meine Zeit knapper wird und ich mich nicht mehr von den Dingen so stressen lassen will.

Dazu kommt, dass ich hier nicht nur aus meiner Perspektive die Sache betrachte. Das was andere vorher für sich und damit auch für uns getan haben, machen wir heute für die nächsten Generationen. Wir haben ein Geschenk erhalten und geben dieses Geschenk weiter. Und Geschenke machen ist ebenso zufriedenstellend wie Geschenke bekommen.

Wie wir uns fühlen, hat viel mit unserer Einstellung zu tun.

Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Fr 4. Nov 2022, 14:15
von Lavendellöwin
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 4. Nov 2022, 14:00 Dazu kommt, dass ich hier nicht nur aus meiner Perspektive die Sache betrachte. Das was andere vorher für sich und damit auch für uns getan haben, machen wir heute für die nächsten Generationen. Wir haben ein Geschenk erhalten und geben dieses Geschenk weiter. Und geschenke machen ist ebenso zufriedenstellend wie Geschenke bekommen.

Wie wir uns fühlen, hat viel mit unserer Einstellung zu tun.
Danke liebe Vicky,

so viele Daumen nach oben kann ich gar nicht haben!

Wenn ich mich selber nicht befreie, bin ich auch immer "unterdrückt", "nicht anerkannt" und auch "ausgeschlossen"
Die Zeiten sind lange nicht so dunkel wie sie manche herbei reden wollen.
Aber vielleicht auch nicht so hell wie sie sein sollten und könnten.

Worauf ich wirklich gar keine Lust mehr habe ist, das mir manche weiss machen wollen ich würde
am Rande der Gesellschaft stehen, hätte keinen Einfluss darauf was mit mir passiert und das ich mich nur
den "Entscheidungen" anderer zu beugen hätte.

Das ist einfach Kokolores.

Ich wurde so oft gefragt was ich brauche damit es mir gut geht und die Pflastersteine auf dem Weg habe ich
alleine verlegt. Ja, anstrengend, aber jeden kleinen Schritt wert.
Und dabei habe ich auch erkannt was ich mir wert bin.

Alles Liebe Marie (flo)

Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Fr 4. Nov 2022, 20:19
von Michi
Man kann natürlich den Kopf in den Sand stecken, und von Geschenken träumen. Und besonders "witzig" finde ich es, wenn jemand daher redet, sich nicht den Entscheidungen anderer zu beugen, aber doch die ganze Zeit Fremdbestimmung statt Selbstbestimmung propagiert.

Ganz ehrlich, wir waren in bestimmten Punkten schon mal weiter. Vor 100 Jahren gab es .. ohne Bürokratie .. den sogenannten Transvestitenschein, zu einer Zeit, als das Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung verboten war. Wie kann man da eine mehrfache Begutachtung plus Gerichtsverfahren als Fortschritt feiern?!

Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Fr 4. Nov 2022, 21:28
von Lavendellöwin
MichiWell hat geschrieben: Fr 4. Nov 2022, 20:19 Und besonders "witzig" finde ich es, wenn jemand daher redet, sich nicht den Entscheidungen anderer zu beugen, aber doch die ganze Zeit Fremdbestimmung statt Selbstbestimmung propagiert.
Du magst es nicht verstehen Michi, oder?

Was ich bei meiner Thera, bei meinen Ärzten und selbst bei den ja so furchtbar bösen Gutachtern
bekommen habe war für mich Unterstützung auf dem Weg den ich so gehen musste.
Eine Gutachterin hat mich sogar aufgefordert, das ich mich endlich mal durchsetze und meine
Meinung sage.

Keine Person hat da über mich entschieden, ich habe jederzeit den Einfluss gehabt der nötig war,
alle Schreiben vorab als Rohfassung bekommen das ich noch ergänzen konnte was mir wichtig war.
Ich trage an meinen Endo heran was ich gerne haben möchte und er lässt mir fast komplett freie
Hand zu probieren.

Ich schätze was mir möglich gemacht wurde. Und ja, ich bin dafür das an bestimmten Punkten
die Begleitung bleibt, denn so habe ich es erlebt unterstützend, wertschätzend.

Was davon hast du erlebt? Teil doch deine Erlebnisse in den Bereichen hier gerne bevor du von daher reden redest.


Alles Liebe Marie (flo)

Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Fr 4. Nov 2022, 22:47
von Nico
Immer wieder die gleichen Diskussionen. Jemand hetzt gegen trans Menschen. Irgendeine Presse bastelt daraus einen Artikel für Klicks. Von uns wird verlangt, dass wir Rede und Antwort stehen, obwohl sämtliche "Argumente" schon als Bullshit entkräftet wurden. In den Kommenden lassen Personen auf dem Rücken von trans Menschen ihren Frust ab. Menschen, die sich informieren wollen, treffen auf antitrans Seiten und übernehmen teilweise die Ansichten, da sie es nicht besser wissen. Trans Menschen besonders die, die noch keine Supportgruppe haben oder sich unsicher sind, werden noch mehr verunsichert oder bekommen noch mehr Angst sich zu outen, da sie Angst vor Ablehnung haben.

Ich wünsche mir einfach, dass die hetzenden Personen weniger Bildfläche bekommen, da ihre Äußerungen schlichtweg falsch sind, und, dass die Existenz von trans Menschen und deren Rechte kein Diskussionsthema sind, sondern eine Selbstverständlichkeit.

Es hat lange gedauert, bis ich mich selber ernst nehmen konnte. Die polarisierende Berichterstattung ist ein Grund davon. Zudem durfte ich mir schon anhören, wie meine art Stiefbruder trans Personen zu Geisteskranken erklärt hat, mit genau den "Argumenten" der Gegner:innen. Bis dahin, war er eigentlich immer ein guter aufgeschlossener Gesprächspartner. (bin nicht geoutet bei ihm)

Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Sa 5. Nov 2022, 12:55
von Michi
EmmiMarie hat geschrieben: Fr 4. Nov 2022, 21:28 Du magst es nicht verstehen Michi, oder?
Wie kommst du darauf? Du gehst wohl von dir aus.

EmmiMarie hat geschrieben: Fr 4. Nov 2022, 21:28 Teil doch deine Erlebnisse in den Bereichen hier gerne bevor du von daher reden redest.
Trans Frau aus Leipzig, "durfte" sogar 3 statt 2 Gutachten fürs Gericht über sich ergehen lassen, und obwohl bereits ausgiebige Alltagserfahrungen, Homone und GAOP, wurde ihr die Namens- und Personenstandsänderung verwehrt.

Wenn das keine Fremdbestimmung ist?!

Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Sa 5. Nov 2022, 18:38
von Lavendellöwin
MichiWell hat geschrieben: Sa 5. Nov 2022, 12:55 Wie kommst du darauf? Du gehst wohl von dir aus.
Bei meinen Erfahrungen gehe ich natürlich von mir aus.
Und da sage ich wie es war. Und es wäre total nett wenn du Personen
die gute Erfahrungen haben diese auch berichten lässt und ich bin damit auch nicht
alleine.
Es gibt nicht nur schlechte Transitionserfahrungen, lass das bitte zu.

Und bei allem Respekt, ich hatte dich nach deiner ganz persönlichen Erfahrung gefragt
und nicht nach dem was du gehört oder mitbekommen hast.
Also, was ist DEINE Erfahrung mit Gerichten, Gutachtenden und Ärzten?
MichiWell hat geschrieben: Sa 5. Nov 2022, 12:55 Trans Frau aus Leipzig, "durfte" sogar 3 statt 2 Gutachten fürs Gericht über sich ergehen lassen, und obwohl bereits ausgiebige Alltagserfahrungen, Hormone und GAOP, wurde ihr die Namens- und Personenstandsänderung verwehrt.

Wenn das keine Fremdbestimmung ist?!
Du meinst Christiane LE?

Also soweit ich mich erinnern kann, war das eine Mischung aus Verfahrensfehler, einem, ich sage mal, nicht netten
und willkürlichem Richter und auch eigenen Fehlern.

Wenn man den Antrag stellt, kann man Gutachtende vorschlagen, dann warten was sagt das Gericht dazu, wenn die
zu den vorgeschlagenen nein sagen, weisst das Gericht welche zu. Einfach losgehen und ein Gutachten beauftragen
ist einfach Käse. Und das die Gerichte öfter verschiedene Dinge anfordern ist auch bekannt. Deshalb
ist es super cool einfach mal proaktiv vorher nachzufragen was denn nötig ist.
Dazu gab es sogar eine Liste im Netz mal irgendwo.

"Hormone und GAOP"

Du weisst, dass das keinen Anspruch auf eine VÄ/PÄ begründet, ganz im Gegenteil wurde das als Voraussetzung
dafür gekippt und genau das war auch richtig so.

Aber auch das bildet nicht alle Verfahren in ganz Deutschland ab.

Habs gut, Marie (flo)

Re: DerStandard | Warum Rechte nun gegen Transgender statt gegen Feminismus kämpfen

Verfasst: Sa 5. Nov 2022, 21:03
von Michi
EmmiMarie hat geschrieben: Sa 5. Nov 2022, 18:38 Also soweit ich mich erinnern kann, ...
Deine Erinnerungen sind fehlerhaft. Drei statt zwei Gutachten zu beauftragen, und den Antrag einfach abzuschmettern, war Willkür des Richters. Das ist die Fremdbestimmung, die du gut findest. Aber was soll's .. deine Meinung halt .. hinlänglich bekannt, genau wie meine. Darum bedarf das hier keiner weiteren Fortführung.