Malvine hat geschrieben: So 30. Okt 2022, 21:43
Dafür habe ich ein paar Worte...
In dem Bericht wird eindeutig darauf hingewiesen, dass eine Geschlechtsumwandlung bei Minderjährigen eine größerer Gefahr darstellt als dass es dem Betroffenen helfen kann....da muß ich mich mich jetzt einfach mal auf die Statistik verlassen, die hier angeführt wird. Auch der Hinweis auf das britische Geschäftsmodel der Klinik sollte beachtet werden.
Die Problematik fängt da an, wo wir uns als Gesellschaft überlegen müssen, wie viel Eigenverantwortung können wir Minderjährigen bei so wichtigen Entscheidungen zugestehen, wie lassen sich solche Entscheidungen "überprüfen". Wie weit geht die Verantwortung der Erziehenden gegenüber ihren Kindern.
Eine pauschale Regelung durch ein allgemeines Verbot währe wohl nicht der richtige Weg - eher eine individuelle Einzelfallprüfung - nach welchen Kriterien auch immer....
Malvine
Also. Mal abgesehen von der Wortwahl. Nicht nur in der Schweiz, sondern quasi weltweit, wo von trans Versorgung irgendwie die Rede sein kann, werden
körperlich angleichende Maßnahmen nur nach ausführlicher psychologischer und medizinischer Untersuchung durchgeführt.
Insbesondere bei Minderjährigen.
Wie angeblichen Fakten in dem Artikel sind, soweit ich mich auskenne, sämtlich falsch oder mindestens stark irreführend. Die Empfehlungen in Schweden sind Empfehlungen, keine Verbote. Ebenso in Finnland. Beiden liegt
keine fachlicher Erkenntnis zugrunde, sondern rein politische Ideologie von meist angeblich "christlichen" Aktivistys mit einer strikt trans feindlichen und antiliberalen Agenda.
Der offene Brief in Frankreich kommt von Nicht-Auskennenden der Marke Birgit Kelle, Alice Schwarzer oder fachfremdem Medizinys, die vom Thema keine Ahnung haben. Die Tavistock-Klinik wurde gesponsort von einer transfeindlichen Gruppe verklagt, was im Einzelfall gescheitert ist. Daraufhin wurde von gleicher Seite politischer Druck auf den NHS ausgeübt. Da steckt also auch keinerlei medizinische oder psychologische Sachkenntnis hinter.
Es gibt auch kein "Geschäftsmodell", wie immer mal wieder geraunt wird; Ärztys oder Kliniken, die aus Profitinteressen angleichende OPs machen. Das ist Unfug. Wer im Medizinsystem Geld verdienen will, macht selbstbezahlte kosmetische OPs, keine Kassenleistungen. Und schon gar keine, die so wenig Ertrag bringen.
Die angeblich gestiegene Zahl von "Bereuenden" ist frei erfunden. Die Quote ist konstant bei ~1%. Die allermeisten (~80%) dieses einen Prozents "bereuen" nicht ihre Entscheidung, sondern beugen sich dem Druck ihrer Umgebung, weil sie nicht als sie selbst akzeptiert werden.
Es werden generell keine Operationen bei Menschen U18 durchgeführt. In D ist die Zahl meines Wissens seit Jahren Null. Auch da wird vorher der ganze therapeutische Aufwand getrieben um möglichst sicher zu gehen.
Zu den "irreversiblen Folgen von Pubertätsblockern". Das ist zum Teil schlicht falsch, zum Teil übertrieben und zum Teil trivial. Die Risiken sind bekannt und werden durch die medizinische Begleitung sehr gut aufgefangen. Bekannt sind sie deshalb, weil diese Medikamente (GnRH Analoga) SEIT 40 JAHREN an CIS KINDER gegeben werden, deren Pubertät (nach medizinischer / psychologischer Meinung) zu früh einsetzt.
Die Ansicht der med/psych Fachverbände ist, dass in den Fällen wo sie trans Personen U18 gegeben werden, die Vorteile für die seelische Gesundheit und Entwicklung der Kinder die (beherrschbaren) Risiken überwiegen.
Es gibt eine obskure Studie, die von Gegnys angeführt wird:
[1]. Zum Beispiel kritiklos zitiert in
[2], das für seine transfeindlichen Artikel leider bekannt ist (T.R.Amelung ist deren "trans Experte").
Diese "Studie" wurd erstellt von Michael Biggs. Professor für Soziologie. Kein Mediziny, keinerlei fachliche Expertise auf dem Gebiet, weder medizinisch, noch psychologisch. Er wurde als Autor transfeindlicher Tweet unter Pseudonymen enttarnt
[3].
Der Inhalt der Studie ist, wie gesagt teilweise falsch, teilweise übertrieben, teilweise trivial und wurde meines Wissens bereits von Expertys als Unfug dekunked. Die körperliche Entwicklung hinkt hinterher: Ja, gegenüber Kindern/Jugendlichen, die in die Pubertät kommen. Logisch, oder? Das kann nachgeholt werden. Die sexuelle Entwicklung hinkt hinterher: Ja, weil die Kids noch nicht "im richtigen Körper" dafür sind. Auch logisch. Osteoporose/Knochendichte wird inzwischen überwacht und kompensiert. Wird auch nachgeholt.
Wir reden auch nicht von jahrzehntelanger Anwendung pro Person, sondern von zwei bis drei Jahren, bis die seelische Entwicklung so klar ist, dass die
richtige, die
gewollte Pubertät nachgeholt werden kann.
Und zum Erfolg der ganzen Sache:
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(Sophie Labelle auf tumblr https://assignedmale.tumblr.com/post/699263957313241088)
Fazit: Ein Verein mit diversen reaktionären, anti-liberalen und abwegig populistischen Forderungen ("Einführung der Scharia verhindern") haut blanken Unfug raus, der von einem bekannten, reaktionären, antiliberalen, "christlichen" Portal repliziert wird.
Das sind die üblichen Strohpuppen und Schein- und Falschbehauptungen. Fallt da nicht drauf rein. Informiert euch über die Realität.