"To be seen", Ausstellung
Verfasst: Mo 10. Okt 2022, 09:51
Hallo zusammen,
ich war gestern in der Austellung "To be seen" im NS-Doku-Zentrum in München. Es geht um queeres Leben in Deutschland von 1900 bis in die 50-er Jahre mit Schwerpunkt auf den Zwanzigern in Berlin aber auch insgesamt. Ich kann sie nur empfehlen,
zeigt sie doch, mit welchem Mut manche Betroffene ihre Veranlagung gelebt haben, ungeachtet der Repressionen durch eine katholisch-konservativ geprägte politische Landschaft und dann natürlich auch durch das NS-Regime. So sind z.B. etliche Wochen- und Monatszeitschriften ausgestellt, die sich speziell an die queere Community richten. Ein Beispiel des Mutes: Gerda von Zobeltitz, geboren als Gerhard, arbeitete in den 20ern und 30ern als Damenschneiderin und wehrte sich bei einem Ausflug mit Gleichgesinnten gegen eine Polizeitruppe, die im selben Lokal abgestiegen waren und über die queere Gesellschaft lästerte und diese rausschmeißen wollte. Es gab da schon vor der Christopher-Street eine Schlägerei.
Übrigens bekam sie von Magnus Hirschfeld eine "Transvestiten-Bescheinigung, die sie vor der Anklage wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses schutzen sollte und wohl auch tat.
Kurz, wer auch immer die Gelegenheit, räumlich und zeitlich die Gelegenhait hat, diese Austellung zu besuchen, sollte es tun. Es lohnt sich!
Liebe Grüße von Joa
ich war gestern in der Austellung "To be seen" im NS-Doku-Zentrum in München. Es geht um queeres Leben in Deutschland von 1900 bis in die 50-er Jahre mit Schwerpunkt auf den Zwanzigern in Berlin aber auch insgesamt. Ich kann sie nur empfehlen,
zeigt sie doch, mit welchem Mut manche Betroffene ihre Veranlagung gelebt haben, ungeachtet der Repressionen durch eine katholisch-konservativ geprägte politische Landschaft und dann natürlich auch durch das NS-Regime. So sind z.B. etliche Wochen- und Monatszeitschriften ausgestellt, die sich speziell an die queere Community richten. Ein Beispiel des Mutes: Gerda von Zobeltitz, geboren als Gerhard, arbeitete in den 20ern und 30ern als Damenschneiderin und wehrte sich bei einem Ausflug mit Gleichgesinnten gegen eine Polizeitruppe, die im selben Lokal abgestiegen waren und über die queere Gesellschaft lästerte und diese rausschmeißen wollte. Es gab da schon vor der Christopher-Street eine Schlägerei.
Übrigens bekam sie von Magnus Hirschfeld eine "Transvestiten-Bescheinigung, die sie vor der Anklage wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses schutzen sollte und wohl auch tat.
Kurz, wer auch immer die Gelegenheit, räumlich und zeitlich die Gelegenhait hat, diese Austellung zu besuchen, sollte es tun. Es lohnt sich!
Liebe Grüße von Joa