Seite 1 von 2

Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Mi 5. Okt 2022, 15:36
von Laila-Sarah
Hallo Forum,

Seit dem ich immer mehr und mehr täglich meine weibliche Seite lebe verändern sich auch Sachen im täglichen Leben. Vieles zu Positiven. Aber da sind auch einige Probleme mit dabei.

Das ich ängstlicher, introvertierter und harmoniebedürftiger geworden bin kann ich verstehe und akzeptieren.

Jedoch macht mir die Art und Weise wie ich mittlerweile prokastiniere (also Sachen aufschiebe) erheblich Sorgen. Ich habe meine Therapeutin (Transitions begleitend) konsultiert. Sie meint "Ist halt so bei Frauen. Sie habe es ja auch.".

Kennt ihr das Problem? Ist es wirklich etwas was man so hinnehmen muss. Oder gibt es vielleicht Strategien um produktiver zu werden ?

LG von de verzweifelten Sarah

Re: Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Mi 5. Okt 2022, 15:49
von Fen
Hi Sarah,

Du bist doch hoffentlich nicht allzu verzweifelt.
Ich kämpfe auch täglich, stündlich, mit dem inneren Schweinehund.
Zwecks Strategien: ich habe mal irgendwo gelesen, dass Leute, die nicht aufschieben, glücklicher sind. Und dass man unangenehmes zuerst erledigen soll, damit es nicht wie ein Damoklesschwert über einem hängt.

Seitdem frage ich mich, ob ich lieber glücklicher sein will, oder ob ich lieber aufschieben möchte. Je nachdem wie die Antwort ausfällt,darf ich dann mit den Konsequenzen leben.

To do-Listen helfen mir kaum beim Bekämpfen des Aufschiebend., weil ich unangenehme Dinge entweder dort nicht aufführe oder mir denke: "ach das steht auf dem Zettel, also ist es ja schon erledigt." Dann hat das Schreiben auf einem Zettel geholfen, das Ding aus dem Kopf zu haben. Aber mich der Lösung des Problems keinen Schritt weiter gebracht.

Liebe Grüße
Fen

Re: Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Mi 5. Okt 2022, 16:00
von Olivia
Laila-Sarah hat geschrieben: Mi 5. Okt 2022, 15:36 Ist halt so bei Frauen.
Hallo Laila-Sarah,

ich weiß nicht, ob Dich das beruhigt: Ich bin Mann und habe das auch! Prokrastinieren (Aufschieben) ist meiner Meinung nach völlig "normal". Man/frau muss nicht alles immer sofort und gleich erledigen, vieles wird nicht schlimmer, wenn man/frau es etwas verschiebt. Bei vielen Dingen schadet es nicht wirklich, etwas zu warten - und wenn dann die Zeit gekommen ist, wird es tatsächlich erledigt! Lass Dich nicht verrückt machen.

Liebe Grüße von

Olivia

Re: Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Mi 5. Okt 2022, 17:12
von Annette
Hallo Sarah

Erst einmal, mach dir da nicht zu sehr einen Kopf. Ich kannte und kenne das Problem zur Genüge, immer noch. Vor, während, und nach der Transition... Liegt wohl an den ganzen Hormonen, besonders das Hormon Prokrastinol hat es in sich! Zuviel davon führt zu massiver Aufschieberitis! Und dagegen scheint kein Kraut gewachsen zu sein.

Aber im Ernst: Ich prokrastiniere was das Zeug hält, schon immer. Auch jetzt als Frau. Zumeist wenn es sich um notwendiges Zeug handelt, das mich aber nicht interessiert, und davon gibt es viel. Das einzige Mal in meinem Leben, wo ich nichts aufgeschoben, sondern die Dinge mit absoluter Entschlossenheit angepackt habe, war während den letzten zwei Jahren. Alles musste sofort erledigt werden, ich habe mir diese Selbstdisziplin regelrecht aufgezwungen, alles was auch nur im entferntesten Sinne mit meiner Transition zu tun hatte, durfte auf keinen Fall warten. So habe ich mein Lebensziel in knapp zwei Jahren harter Arbeit erreichen können, und das zu grossem Teil wegen meinem selbst auferlegten Prokrastinationsverbot!

Und jetzt? Tja, meine liebe,... was nun? Ich bin rundum glücklich und frei von Stress und Leidensdruck. Wie manifestiert sich das? Richtig! Pro-kra-sti-nie-ren! Notorische Prokrastination! In allen Bereichen. Es sei denn, es hat mit meiner eigenen Karriere als Künstlerin zu tun, da werd ich nix anbrennen lassen, weil mir das sehr am Herzen liegt. Und alles andere?

Na, was wohl, a-b-w-a-r-t-e-n... morgen und übermorgen und über-über-über... sind auch noch Tage...

Und nun, liebe Sarah, möchte ich doch klarstellen, dass mein etwas satirisch angehauchter Beitrag keinesfalls dazu beitragen soll, die Ernsthaftigkeit deines Anliegens zu schmälern. Es ist nur so: Prokrastinieren ist menschlich und meines Erachtens völlig unabhängig vom Geschlecht. Kümmer dich um die Belange in deinem Leben die dir persönlich extrem wichtig sind. Und um solche Sachen die du eben sofort tun musst! (finanzielles, amtliches, usw...) Alles andere kann doch noch einen Tag warten. Oder zwei, drei, vier... Und wie anfangs gesagt, bloss keinen Kopf darüber machen.

Ich wünsche dir alles Gute!
Annette CS

Re: Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Mi 5. Okt 2022, 19:00
von Momo58
In meiner Ehe ist das schon geschlechtsspezifisch. Seit ich Östrogen bekomme, geht es mir genau so, ängstlich, introvertiert, harmoniebedürftig und natürlich schiebe ich vieles auf. Bei meinem Partner ist es durch Testo genau anders herum.
Ich schiebe vieles bis der Leidensdruck mich antreibt. Seit Juni habe ich die Kontoauszüge nicht abgeheftet, heute habe ich es erledigt. Die Fensterdichtung hätte ich schon vor 2 Monaten austauschen können, aber ich habe gewartet, bis es mir zu kalt wurde. Auto putzen ist als nächstes dran, denn mit einem schmutzigen Auto schäme ich mich. Die Heizung will gestrichen werden, zum Glück ist sie noch nicht durchgerostet, aber das kommt irgendwann noch dran. Im Keller ist fast kein Platz mehr, also wird nächste Woche ausgeräumt.
To do Listen haben mir nicht geholfen. Mir war wichtig, auch Zeit für mich selbst zu haben und nicht nur zu funktionieren. Ich muss nicht perfekt sein. Nur in meinem Reich (Küche) da bin ich sehr penibel. Da hat alles seinen Platz, so dass ich es blind finden kann.

LG Manuela

Re: Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Mi 5. Okt 2022, 19:10
von Susi T
Hallo,
schon komisch, aber bei mir scheint es eigentlich genau umgekehrt zu sein. Ja auf der weiblichen Seite bin ich Ausgeglichener und mach mir kein Stress damit etwas sofort machen zu müssen. Aber ich schaffe die Dinge viel besser und kontinuierlicher weg zu arbeiten, während ich früher lieber alles verdrängt habe. Also mehr Arbeitsvolumen ohne das mich das belastet und aus der Ruhe bringt.
Liebe Grüße Tira (flo)

Re: Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Mi 5. Okt 2022, 19:51
von Valerie Bellegarde
Hallo Mädels,
Wieder mal was neues gelernt. Wußte vorher gar nicht, dass es so etwas gibt.
P r o k a s t i n a t i o n, was für ein Wortungetüm! Und ich finde, es klingt gefährlich und auch etwas gemein, wenn man es zum ersten mal hört, denkt ihr nicht auch so? Aber jetzt mal im Ernst, ich hab das auch, ich schiebe auch immer alles raus.
Alles, was schwierig ist oder mir schwierig scheint. Deshalb ist mein Schreibtisch auch voller Zettel, Merkzettel. Da steht drauf, was noch zu tun ist, wozu ich aktuell aber zu faul war. To-do-Liste, nennt sich das neuerdings. Auf Listen und Zetteln steht drauf, was ich noch heute unbedingt erledigen muss, (Rot gemarkert) wozu ich aber im Moment gerade überhaupt keine Lust hatte. Dieses ist noch zu machen, jenes zu erledigen, und, ach ja, das alles gehört schon längst einmal erledigt. Mein Schreibtisch ist groß, und der Zettel sind viele. Manches, was auf den Zetteln steht, erledigt sich auch von alleine, wenn man es nur. lange genug ignoriert.

Aber nochmals und ernsthaft: Ich wußte nicht, dass das Krankheitsbild offenbar mit meiner Verweiblichung zu tun hat. Danke deshalb an die thread-Starterin für die Aufklärung. Ich werde die Sache an mir selbst weiter beobachten und mindestens genauso gewissenhaft dokumentieren wie bisher mein Busenwachstum und meine Oberweite.

Lieben Gruß, Valerie :)p

Re: Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Mi 5. Okt 2022, 20:41
von Patricia
Ich schließe mich Tira an,

seit ich ich selbst sein darf, schiebe ich manche Sachen deutlich weniger auf. Eventuell weil ich deutlich mehr Energie dazu habe unliebsame dinge zu erledigen. Früher ging diese Energie auf das Aufrechterhalten des Mannsbildes auf....
Ebenso kenne ich genug Frauen die Sachen nur ungerne verschieben, also ist es nicht wirklich so ein Frauending :)


LG
Patricia

Re: Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Mi 5. Okt 2022, 22:12
von Nico
Momentan schiebe ich auch viel zu viele Sachen auf. Definitiv nicht gut und für mich nicht dauerhaft hinnehmbar. Ich glaube aber nicht, dass es irgendwas mit dem Geschlecht zu tun hat. Jeder Mensch macht es mal mehr und mal weniger.

Wenn es wirklich mit den Hormonen oder Weiblichkeit zu tun hat, wird es für mich langsam höchste Zeit davon Abschied zu nehmen. :lol:

Re: Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Mi 5. Okt 2022, 22:21
von Blossom
Mir geht es da wie Tira ... zwar war ich auch schon vorher ein recht organisierter Mensch, so hat das jetzt doch noch einen zusätzlichen Schub bekommen. Und zwar in Punkto Haushalt, denn da konnte ich früher ungestört mal drüber wegsehen ... aber ich empfinde es als durchaus positiv ... und meine Lebensgefährtin eh ... hihi

Re: Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Mi 5. Okt 2022, 23:10
von Helga
Liebe Laila,
vielen Dank! Mal wieder ein neues Fremdwort gelernt!
Ich schätze aber, dass ich es sehr schnell wieder vergessen werde, da das Wort selbst sehr viel bedrohlicher klingt als das, was es beschreiben möchte.
Um mich meinen VorrednerInnen anzuschließen: Was soll daran typisch weiblich sein? Selbst die einschlägigen Geschlechterklischees sagen hierüber nichts aus.
Dinge aufzuschieben ist weder weiblich noch männlich, sondern menschlich. Im Besonderen ist es auch der modernen Zeit geschuldet, in der wir ständig und von allen Seiten mit irgendwelchen Forderungen bombardiert werden, die wir beim besten Willen nicht erfüllen können. Um dabei nicht vor die Hunde zu gehen (auf Neudeutsch: Burnout), bleibt uns nichts anderes übrig als einen Teil dieser "ToDos" zu verschieben. Ganz grob lassen sich diese in folgende Gruppen einteilen:
1. Dinge, die objektiv sofort erledigt werden müssen
2. Dinge, die derzeit nicht zeitkritsch sind
3. Dinge, die auf gar keinen Fall in blindem Aktionismus oder vorauseilendem Gehorsam sofort erledigt werden dürfen, sondern in Ruhe überdacht werden müssen.
4. Dinge, die besser liegen bleiben, weil sie sich nach einer gewissen Zeit von selbst erledigt haben werden.
Die Kunst besteht darin Dinge, die an uns herangetragen werden wirklich zutreffend in diese Kategorien einzuteilen, und auch darin einzuschätzen für welche Personen wir Anforderungen vielleicht auch mal vorrangig bearbeiten. (Eigentlich wollte ich heute Abend meine Steuererklärung machen, mir erschien es dann aber doch wichtiger auf deinen Post zu antworten).

Da wir so oft einer Meinung gewesen sind, darf ich dir hoffentlich ein offenes Wort gönnen. Ich lese aus vielen Beiträgen von Menschen in oder vor der Transition den Versuch heraus Indizien oder Beweise für die eigene Transsexualität zu finden. Da ist als Selbstrechtfertigung sicherlich verständlich, aber:
Laila-Sarah hat geschrieben: Mi 5. Okt 2022, 15:36 Das ich ängstlicher, introvertierter und harmoniebedürftiger geworden bin kann ich verstehe und akzeptieren.
Sorry, liebe Laila, damit bist du auf dem Holzweg. Eigentlich solltest du hier lange genug im Forum "unterwegs" gewesen sein, um nicht auf diese Klischees von Weiblichkeit hereinzufallen. Die beschriebenen Veränderungen können (ich bitte im Voraus um Entschuldigung) ganz einfach auf das zunehmende Alter zurückzuführen sein. Dies sind Entwicklungen, die viele Menschen durchmachen, völlig unabhängig vom Geschlecht.
Laila-Sarah hat geschrieben: Mi 5. Okt 2022, 15:36
Ich habe meine Therapeutin (Transitions begleitend) konsultiert. Sie meint "Ist halt so bei Frauen. Sie habe es ja auch.".
Solche Ausdrücke aus dem Mund von (angeblichen) Fachmenschen finde ich immer wieder erschütternd. Gerade eine Therapeutin, die sich ja wohl auf Trans- Menschens spezialisiert hat, sollte sich nicht auf Geschlechterklischees zurückziehen, die dann auch noch falsch sind. Erzähl ihr das nächste Mal, dass du dir ein rotes Auto gekauft hast. Wenn sie erwidert, dass dies "typisch weiblich" sei, qualifiziert sie sich damit selbst als Klischee- Denkerin ab.
Interessant wäre allerdings zu lesen, wie sie reagiert, wenn du im nächsten Schritt offenbarst, dass das rote Auto ein Porsche ist.
Ich weiß wie wichtig das Vertrauensverhältnis zu therapeutischem Personal ist, aber mir sind Fachpersonen, die uns (TransX) beurteilen und begutachten sollen, aber in keiner Weise in der Lage sind unsere Gedanken und Gefühle auch nur ansatzweise nachzuempfinden, grundsätzlich suspekt.

Dein vermehrtes Ausweichen in die "Prokastination" dürfte ganz einfach der Tatsache geschuldet sein, dass du im Moment sehr stark mit dir selbst beschäftigt bist und einfach nicht die Kapazitäten frei hast alles andere, was da sonst noch zu tun wäre prompt zu erledigen.

Liebe Grüße
Helga

Re: Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Do 6. Okt 2022, 11:27
von Maike
Hallo zusammen, liebe Sarah,

ich halte die Aussage, dass Prokrastination typisch weiblich und damit eine Folge unserer Transition ist, für "gewagt". Mir ist hier keine belastbare Aussage/Studie bekannt. Aufschieben und Priorisieren von Aufgaben, wie von Helga geschrieben, halte ich sogar für erforderlich. Die Menge an Aufgaben, Informationen, die wir heute abbekommen (im Beruf, durch Medien, Bürokratie etc.), ist einfach zu viel. Gesundes und notwendiges Aufschieben sollte aber unterschieden werden von Prokrastination als massive Störung der Selbststeuerungsfähigkeit, unter der Betroffene und die Umgebung leiden. Hier wird man sicherlich therapeutische Unterstützung (Trainings) benötigen.

In meiner aktuellen Phase - und das liegt nicht an der HRT - empfinde ich auch häufig "depressive Blockaden" - es ist mir einfach alles zu viel und ich schiebe Dinge vor mir her. Mir helfen dabei: sich der Sache bewusst machen und sich auch ohne schlechtes Gewissen Ruhezeiten geben, dann wieder feste Arbeitszeiten einplanen, Unterstützung (Aufgabenteilung) einfordern bzw. gemeinsam Dinge erledigen, klassische To-do-Liste und die "Vorfreude" über geleistete/erledigte Aufgaben. So habe habe ich endlich mein Büro und den Keller geräumt und freue mich nun über diesen Anblick! Das motiviert!

LG Maike

Re: Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Do 6. Okt 2022, 12:31
von ExuserIn-2023-01-07
Die Ursachen von Prokastination sind vielfältig und reichen von AD(H)S über Depression bis hin zu einem anankastischen Persönlichkeitsstil - um nur einige Faktoren zu benennen. Die Geschlechtsidentität, bzw. das biologische Geschlecht spielen hier keine so große Rolle. Allerdings können sich natürlich zum Beispiel depressive Symptome durch HET und/oder soziale Transition ändern. Einen indirekten Einfluss mag es also geben.

Re: Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Do 6. Okt 2022, 17:17
von Laila-Sarah
Hallo ihr Lieben,

Vielen Dank für die Antworten. Die meisten Antworten gehen in die Richtung, als ob hier zentral eine Hypothese aufgestellt worden ist, die Prokastination wäre etwas weibliches. Und was ihr davon haltet? Das war aber nie so formuliert.

Es geht um mein Empfinden und nicht um allgemein gültige Aussagen. Als Randnotiz trotzdem erwähnenswert: Wissenschaftler jedoch sind schon der Meinung: "Östrogen begünstige die Prokastination". Ich könnte später Mal finden wo ich es gelesen hatte und es hier verlinken.

Jedoch geht es wie gesagt hier nur um mich und um Tipps wie man mit diesem Szenario umgeht, wenn man davon betroffen ist. Fen hat einen sehr guten Trick verraten und es scheint auch zu funktionieren.

Ich habe ein wenig nachgedacht und mir fiel folgende Erklärung ein:

In der männlichen Rolle hatte ich nur funktioniert. Mich nur über Erfolg und Leistung definiert. Später als ich dann aufgehört habe mich selbst zu leugnen und zu verdrängen, fing das Leben auf einmal an auf eine sehr aufregende Weise Spaß zu machen. Und beginnt man nach ca. 5 Dekaden auf einmal zu entdecken was einem bis dahin an Freude entgangen ist, wird man süchtig nach dem Augenblick. Das alte Zeug interessiert dann immer weniger und man will sich immer mehr den Freunden widmen.

So erkläre ich meine neue Prokastination die parallel zu meiner Transition sich manifestierte. Nur so als Beispiel: die Steuererklärung von 2020 wäre 10.2021 fällig gewesen. Ich habe sie 03.2022 eingereicht.

Das würde ich halt gerne normalisieren und deshalb habe ich euch nach Strategien gefragt und wieder einmal eine Grundsatzdiskussion in Kraft getreten (Irgendwie sehr typisch für dieses Forum).

Aber einige gute Tipps waren schliesslich ja auch mit dabei. Und die von Fen scheint zu funktionieren. Und vielleicht kommt ja noch weiteres an Knowhow.

In diesem Sinne,

LG

Re: Die weibliche Seite und die Prokastination

Verfasst: Do 6. Okt 2022, 17:29
von ExuserIn-2023-01-07
Laila-Sarah hat geschrieben: Do 6. Okt 2022, 17:17 Vielen Dank für die Antworten. Die meisten Antworten gehen in die Richtung, als ob hier zentral eine Hypothese aufgestellt worden ist, die Prokastination wäre etwas weibliches. Und was ihr davon haltet? Das war aber nie so formuliert.
Naja. Du zitierst ja im Eingangspost Deine Therapeutin. Und diese behauptet ja offensichtlich ganz klar, Prokastination sei etwas typisch weibliches. Und nun bringst Du noch Östrogen als Ursache ins Spiel (der Link zur Studie würde mich tatsächlich interessieren).