Ja, sorry, genau das ist das Problem und es ist hochkomplex. Sorry das ich gegackert habe, leichte Lösungen gibt es dabei nicht.
Antidepressiva wirken meist als Serotonin Wirkstoffverstärker, oder als Serotoninabbauhemmer. Aber wo nichts ist, kann nichts verstärkt werden.
Da hilft dann nur die gesamte Biochemie der Stoffwechsel abzuchecken. Das kostet und macht soviel Mühe, das es nicht geleistet wird/werden kann. Deswegen werden lieber Antidepressiva verordnet, die ja zumindest bei einigen sehr gut und bei anderen wenigstens Teilweise wirken.
@Petra: Die Ursachen können vielfältig sein.
Ausgehen vom Tryptophan(Ausgangsstoff vom Serotonin) gibt es allein schon 3 Gründe der Runterregulierung. Aus Tryptophan wird auch Vitamin b3(benötigt bei Infekten), NADH2 (Energiestoffwechsel) und die Kynurensäure gebildet. Die Kynurensäure wird als Ersatz gebraucht wenn das Entgiftungssystem/Antistressystem/Gluthationsystem überlastet ist. (Thema Sauerstoffradikale)
Das einfachste ist sich was gutes zu tun, gesund ernähren und negatives zu reduzieren. Psychischer Stress, Infektionsstress, chemische Belastung...
Bei der Hrt kommt dann aber die Umstellung des Hormonsystems dazu und was vorher sich schon Kompliziert anhört, wird dann noch schwerer. Da hab ich aber keine Ahnung von und bin selber überrascht, wie stark sich bei mir die Umstellung bemerkbar macht. Bei mir gab es scheinbar vom Dopamin auf den Serotonintyp (Denken zu Fühlen) eine üblen "Lost"Phase die mich in der Stärke sehr überrascht hat. So wie ich das hier gelesen habe, aber scheinbar normal.
Hätte aber nicht gedacht, das das so stark bei mir durchschlägt, da ich in den letzten Monaten mein Serotoninstoffwechsel und das vorgelagerte Methylierungs/Gluthationsystem Recht stabil gebessert hatte.
Zeigt mir aber nur das ich keine Ahnung habe und leider die Medizin auch hierbei in den Kinderschuhen steckt.
Infos findet man am ehesten wenn man nach sowas wie stille Entzündungen sucht. Richard von Konynenburg war wohl der Ursprung solcher Komplexen Gedanken, auf die die meisten Theorien heutzutage basieren. Leider gibt es aber nichts von dem ich wüsste, was sich mit unserer Thematik im speziellen befasst. Solange gutes Geld mit Antidepressiva gemacht wird, gibt es auch keine Wirtschaftlichen Intresse daran was zu ändern.
Bleibt also nur sich darüber zu freuen, das das Thema ernst genommen wird und nicht mit schlechter Laune abgetan wird.
Wir selber können am besten schauen das wir es uns gut gehen lassen, damit solche Probleme nicht dauerhaft bestehen.
Natürlich kann auch alles noch andere Gründe haben, der Mensch ist nunmal kompliziert und komplex.
Liebe Grüße Tira
Edit: Danke Martina für den Beitrag, ist gut geschrieben und deckt sich mit meiner Meinung. Antidepressiva haben den gleichen Effekt wir viele Medikamente. Sie belasten den Organismus zusätzlich und verstärken dann häufig die eigendlich Ursachen, nur um die Symptome zu verringern. Also nicht gerade optimal für den Dauereinsatz.
Sport kann gut helfen, wobei regelmäßige leichte Aktivitäten besser sind, als gelegentliche Extreme. Am besten ist natürlich Sex(incl. Solo), das regt die Hormonproduktion und damit auch Serotonin am leichtesten an
