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Auf dem Lande!
Verfasst: Mi 1. Jun 2022, 21:55
von Magdalena
Hallo,
da ich zum zu Hause sein, Betreuung meiner Mutti verdonnert bin. habe hin und wieder Zeit meiner Phantasie worte zu geben. Es hilft mir auch nicht zu versauern. Und so möchte ich Euch meine neue Geschichte zum Besten geben.
Auf dem Lande!
Nach einer langen Arbeitswoche auf Montage will ich endlich zurück in meine Stadt. Die Meisterschafft im Fußball ging in ihre entscheidende Phase. Meine Kumpels schafften es noch Karten für das Heimspiel unseres Clubs zu bekommen. Rund vier Stunden auf der Autobahn liegen noch vor mir, als ein heftiges Unwetter einsetzt. Die Autobahn ist wegen eines Unfalls gesperrt. Die Polizei leitet die Fahrzeuge von der Autobahn. Doch auch auf den anderen Straßen geht nichts mehr. An der Ausfahrt wird darauf hingewiesen, nicht auf eigene Faust weiterzufahren. Umgestürzte Bäume blockieren viele Straßen. Wir sollen bis zu einem nahe gelegenen Gewerbepark fahren. Da wolle man sich um uns kümmern. Die Meisten halten sich auch daran. Manche versuchen es dennoch irgendwie voran zu kommen. Der Handyempfang ist auch gestört. Auch dass noch, denke ich. Das Spiel morgen kann ich vergessen.
Ich habe keine Lust, hier im Nirgendwo auszuharren. So starte ich mein Auto und fahre von dem großen Parkplatz herunter. Eine Landstraße schien fahrbar zu sein. Mir kommen andere Fahrzeuge entgegen. Einige Kilometer schaffe ich recht zügig. Als dann mitten über der Straße ein riesiger Baum den Weg versperrt. Wenden und zurück, ist meine Handlung. Ich sah nur wenige Meter vorher eine Abzweigung. Richtig, da ist sie. In der Ferne sehe ich ein Licht. Da muss eine Ortschaft sein. Und plötzlich sitze ich fest. Ich steige aus, um gleich darauf der Länge lang im Matsch zu liegen. Als ich aufstehe, bleiben meine Schuhe in dem Moder stecken. Die Straße ist nur ein lockerer Feldweg, den der Regen ordentlich aufgeweicht hat. Mein Auto sitzt fest. Es bewegt sich keinen Meter mehr. Doch ich hatte vorhin ein Licht gesehen. Da will ich hin. Ich habe Mühe mich ohne Schuhe aufrecht zu halten. So beschließe ich, meine Tasche im Auto zu lassen. Ich sehe das Licht wieder. Scheint ganz in der Nähe zu sein. Doch ich soll mich täuschen, oder liegt es daran, dass ich nur mit großer Anstrengung vorwärts komme.
Dann endlich stehe ich vor einem sehr rustikalen alten Haus. Vergebens suche ich nach einer Klingel. Eine Türe gibt langsam nach, als ich sie öffne. Und das Licht scheint heller. Doch was ist das? Wo bin ich? Es ist kein Wohnhaus. Auf dem Boden liegt Heu. Und von einem Ende des Hauses vernehme ich grunzende Geräusche. Es ist ein Stall. Aber ich sehe keine Anzeichen von Menschen, welche hier in der Nähe sein können. Zumindest bin ich dem Regen entkommen und habe erst mal ein Dach über den Kopf. Ich werde mir hier in dem Heu ein Nachtlager bereiten. Morgen wird sicher der Bauer nach den Tieren schauen. Da kann ich sehen, wie ich von hier weg komme.
Mein Schlaf muss tief und fest gewesen sein. Und seltsame Träume begleiteten mich. Als ich meine Augen öffne, stehen zwei Frauen vor mir. "Wie kommen Sie in unseren Stall?" ,fragt mich die Erste. "Und warum haben sie ein Schlammbad genommen? " , starrt mich die andere Frau an. "Mein Auto steckt fest." Staunende Blicke der beiden Frauen."Aha!" "Ich sah ein Licht." "Und da haben sie sich zu unserem Zuchteber gesellt." Die beiden Frauen lachten. "Können sie mir helfen?", flehe ich Frauen an. "Sie brauchen erst mal ein Bad und frische Kleider." In meinem Auto habe ich noch eine Tasche. Wenn wir sie holen könnten." "Sie scherzen!" "Alle Wege sind unpassierbar.", geben mir die Frauen als Antwort. "Kommen sie mit zum Haupthaus." Wir gehen durch den Stall. Da sehe ich den Eber. Das Haupthaus schließt sich an den Stall an. "Bleiben sie hier stehen." , sagt die blonde Frau. Die andere Frau hat brünettes Haar. Wenige Minuten später kommt die brünette Frau mit einer großen Schüssel zurück. "Hier können sie ihre Sachen hineinlegen. So schmutzig kommen sie uns nicht ins Haus." Bis auf meine Unterhose lege ich alles in die Schüssel. "Alles, sagte ich!", dabei stemmt sie ihre schlanken Arme auf ihre Hüften. Wie ein kleines Kind stehe ich vor ihr und senke meinen Kopf zu Boden. Widerwillig lege ich auch meine Unterhose in die Schüssel. "Na, geht doch." lächelt mich die Frau an. "Folgen sie mir ins Bad. Meine Schwester hat schon Wasser in die Wanne eingelassen." Mit meinen Händen verdecke ich mein bestes Stück, während ich der Frau in das Badezimmer hinterher trotte.
"So hier können sie sich gründlich reinigen." Ich steige in die Wanne. Das Wasser hat einen wohlriechenden Duft. Ich denke dabei an den Garten bei meinem Onkel. Er züchtete Rosen. Der gleiche Duft steigt mit hier in die Nase. Neben der Wanne finde ich auch Shampoo. Damit wasche ich mir die Haare. Dazu greife ich zu dem großen Duschkopf neben mir. Ich möchte nicht mit dem ganzen Körper in das Badewasser eintauchen. Und es ist gut, dass ich nicht mit dem Kopf unter Wasser bin. Vorsichtig steige ich aus der Wanne und greife nach einen mit Blumenmotiven gestalteten Badehandtuch. Doch was ist mit meiner Körperbehaarung passiert. Erschrocken wickle ich mir das Handtuch um meinen Körper. Da klopft es an die Tür. "Sind sie fertig?" Und schon öffnet sich die Tür des Bades und die blonde Frau steht vor mir. "Ich habe hier etwas zum Anziehen für sie herausgesucht. Doch was ist das? Das sind Damenhöschen, welche ich gerade in der Hand halte. "So etwas ziehe ich nicht an.", sage ich entschlossen. "Wir haben nichts anderes für sie." , als auch die andere Frau mit weiteren Kleidungsstücken hinzukommt. "Ich lebe hier nur mit meiner Schwester.", bestätigt sie. "Im Adamskostüm können sie jedenfalls nicht ewig hier herumlaufen!" , kommt es von beiden wie aus einem Mund. Die Sachen mit denen ich kam, müssen erst gewaschen werden. OK! Also steige ich vorsichtig in den Damenslip. Was komm nun? ein BH, wozu brauche ich einen BH? Die Frauen können wohl meine Gedanken lesen. "Das gehört alles zusammen!" sagt die Brünette. "Komm ich helfe ihnen.", meint die Blonde "Sie haben ja noch keine Erfahrungen, wie eine Frau einen BH anzieht." "Ich bin keine Frau!", protestiere ich. Ich sehe ein Grinsen in ihren Gesichtern. Und schon kam die Blonde und meine Arme werden durch die Träger des BHs gesteckt. Und hinter meinem Rücken verschließt sie den BH. "Na bald werden Sie es von alleine können.", lächelt sie.
Wo bin ich hier hingeraten. Hätte ich doch lieber in dem Gewerbegebiet auf dem Parkplatz gewartet. Und schon haben sie etwas sehr feines dünnes in der Hand. "Ich zeige Ihnen, wie sie eine Strumpfhose anziehen." Sie rollt die Hose zurück. "Hier vorsichtig mit dem linken Bein und jetzt das rechte Bein. Und ganz langsam hochziehen." Jetzt mit den glatten haarlosen Beinen überkommt mich ein Kribbeln. Dieses Gefühl kann ich nicht einordnen. Es ist anders, als auf den Partys, als ich mit der Hand bei den Mädels über ihre bestrumpften Beine fuhr. Meist, wenn wir schon einiges zu viel getrunken hatten.
Jetzt holten die Frauen noch eine Bluse und einen Rock hervor. Nein, stäubte es sich in mir. "Sein sie nicht so zickig, oder wollen sie sich den ganzen Tag nur in dieser Wäsche vor uns präsentieren?", meinet die Brünette. So griff ich nach der Bluse. Und stieg in den Rock. Die beiden Frauen scheinen sich auf meine Kosten zu amüsieren. Als sie mir auch noch ein Paar Pantoletten mit Keilabsatz hinstellen. "Sie möchten doch nicht, dass Ihre schöne Strumpfhose keine Laufmasche bekommt." , kommt es eher im Scherzton von der Blonden. "Meine Schwester hat schon in der Küche das Frühstück vorbereitet." Mir fällt ein, dass ich seit gestern auf der Baustelle nichts mehr zu mir genommen habe. Ich folge der Frau in eine geräumige Bauernküche. Der Tisch ist schon gedeckt und es riecht nach frischem Kaffee.
"So, da Sie nun bei uns zu Gast sind, möchten wir uns Ihnen vorstellen." , spricht die blonde Frau. "Ich bin Martina und hier ist meine Schwester Rosemarie." Rosemarie ergänzt, " Wir haben den Bauernhof von unseren Eltern übernommen." "Leider wollte keiner der Männer, welche uns gefallen haben, hier mit auf dem Hof leben.", fährt Martina fort. Beide sahen mich jetzt fragend an. "Mein Name ist Peter. Ich bin beruflich viel auf Montage. Und ich wollte nach einer harten Arbeitswoche zurück nach Hause." "Dürfen wir Sie Petra nennen, wenn hier unsere Kleidung tragen?" , fragt jetzt Rosemarie. "Wir sind hier unter uns!" , ergänzt Martina. Ich hole tief Luft. "Von mir aus!", habe ich eine andere Wahl.
"Dann guten Appetit Petra!" ,wünschen mir beide. Zum Brot war verschiedene Wurst und Käse auf dem Tisch. Da Rosemarie und Martina einen Bauernhof bewirtschaften, dürfte vieles davon selbst von dem Hof kommen. Es ist nicht zu vergleichen, was ich vom Supermarkt kenne. " Danke, ich hatte noch nie so gut gefrühstückt." "Das ist ja schön Petra. So gut gestärkt, können wir sicher deine Hilfe in Anspruch nehmen." "Da bräuchte ich aber wieder meine Kleidung." Beide lachten, "Gefällt, dir nicht was du trägst?" "Ich hätte gern wieder etwas aus der Tasche aus meinem Auto." "Und wie willst zu deinem Auto kommen, liebe Petra." Na den Weg, den ich hierhergekommen bin." "Vergessen, das Unwetter gestern?" , mahnt Martina. "Es hat die ganze Nacht angedauert.", bestätigt Rosemarie. "Bevor wir dich im Stall bei unserem Eber gefunden haben, wollten wir selbst den Weg hinunter ins Dorf." "Vom Hang hat es eine Schlammlawine direkt über den Weg geschafft." Martina meint, "Petra, du musst einen Schutzengel gehabt haben."
Diese Worte lassen mich in mich versinken. Dann wäre alles, was in meinem Auto war, verloren. Ausweis, Führerschein und meine Kleidung. Ja mein Handy, wo ist es. Nein!
"Petra, was ist los?" , fragt Martina. Während Rosemarie ihren Arm um mich legt. "Ich bin verloren, ich habe keine Papier und sitze in Frauenkleidung auf einem Bauernhof." "Aber du lebst.", will Rosemarie mich trösten. "Kann ich hier telefonieren?", wende ich mich an die Frauen. "Im Prinzip schon, wenn sie die Leitung wieder hinbekommen." Damit bleibt mir nicht weiter übrig, als hier bei den beiden Schwestern zu bleiben. Da fiel mir ein. sie sagten ich solle den Schwestern helfen. "Gut, da es so sein soll, wie kann ich Euch helfen?" "Wir müssen nach dem Unwetter uns um unserer Tiere kümmern." ,meint Rosemarie. "Oh, von Tieren versehe ich nicht viel.", antworte ich. "Nein, unsere Tiere versorgen wir selber. Es kann für dich gefährlich werden." sagt Rosemarie. "Sie sind nur Frauen gewöhnt.", ergänzt Martina. "Aber hier im Haus ist einiges zu tun." "Petra, kannst du kochen?", und beide schauen mich an. Gerade wenn ich auf Montage war, musste ich mich selbst versorgen. Und nur von Tütensuppen wird man nicht satt. Ich will mich nicht loben, aber ich habe immer eine ordentliche Mahlzeit zu Stande gebracht. "Ja, aber eine Sterneköchin bin ich nicht!" Die beiden nickten. Und ich glaube ein Lächeln um ihre Mundwinkel gesehen zu haben. "Da ist ja alles in Ordnung.", meint Rosemarie. "Du kannst dich hier frei entfalten." Martina und Rosemarie stehen vom Tisch auf. Ich bleibe noch eine Weile sitzen. Ich höre wie die Tür ins Schloss fällt.
Peter, was machst du gerade hier in diesem Haus, geht mir durch den Kopf. Ich sitze in Rock und Bluse in einer mir fremden Küche. Mein Auto, in dem sich meine Papier und meine Kleidung befindet ist unter einer Schlammlawine begraben. Ja die beiden Frauen haben mir geholfen in meiner Not. Ich hole tief Luft. Dann erhebe auch ich mich. Zunächst schaue ich mich in der Küche um. Die Küche hier ist nicht zu vergleichen mit der kleinen Miniküche bei mir zu Hause oder in der Unterkunft, wenn ich auf Montage bin.
Langsam gehe ich durch den Raum. Sie hätten mir ruhig noch zeigen können wo ich alles finde, was ich brauche. Herd und Geschirrspüler finde ich gleich. Ich räume erst mal den Tisch ab. Nach und nach öffne ich alle Schranktüren. Da sind Teller. Daneben in einem größeren Schrank Töpfe und Pfannen. Doch was soll ich kochen. Bauernhäuser haben oft eine Vorratskammer. So öffne ich eine Tür zu einem der Nachbarräume. Nein, dahinter führt eine Treppe nur nach oben. Dann weiter. Die nächste Tür führt mich zu der gesuchten Vorratskammer.
Was kann ich gebrauchen? Ich wähle Kartoffeln aus. Käse und Lauch , dazu etwas von dem Schinken. Einen Auflauf werde ich machen. Gewürze brauche ich noch. Wie ich noch beim Suchen bin, kommt Martina. "Martina, gut dass du da bist." "wo habt ihr die Gewürze?" "Komm mit Petra, wir sind es nicht mehr gewohnt, Besucherinnen zu haben." Dabei zwinkert sie mir zu. "Und dann noch Besucherinnen, welche für uns kochen." Ich werde wieder daran erinnert, was ich gerade an habe. Frauenkleidung! Mir steigt die Röte ins Gesicht. Marina geht zu einem größeren Schrank, den ich wohl übersehen habe. "Hier haben wir die Gewürze, welche aus unserm eigenen Garten sind." Ich rieche es. "Sie sind vom vergangenen Jahr." , sagt Martina. "Auf dem Boden können wir sie schonend trocknen und haltbar machen."
Ich atme den Duft dieser Gewürze ein. Und alles soll hier auf diesem Hof geerntet werden? "Was wir kaufen müssen ist gleich daneben." Dann ist Martina wieder verschwunden. Da will ich mal anfangen. Die Zeit ist mir auf einmal so unwichtig geworden. So schnell komme ich von hier nicht weg. So schäle ich in aller Ruhe die Kartoffeln und putze den Lauch. Den Käse rasple ich klein, damit ich ihn schön über alles verteilen kann. Auch die andern Zutaten bereite ich soweit vor, damit ich die gefettete Auflaufform füllen kann. Dann ist es soweit. Der Auflauf kommt in die Röhre. Wo stelle ich hier die Temperatur und die Zeit ein. So eine moderne Backröhre habe ich hier nicht erwartet. Doch es gelingt mir den Auflauf fertig zu haben, als die beiden Frauen die Küche betreten.
"Was gibt es denn Schönes?", Martina und Rosemarie stehen jetzt hinter mir, als ich die Klappe der Backröhre öffne. Rosemarie reagiert als erste und holt sich große Handschuhe um die heiße Auflaufform auf den Tisch zu stellen. Martina stellt Teller und Besteck dazu. Aus dem Vorratsraum holt Rosemarie noch eine Flasche Most. Gläser finde ich in den Schränken neben dem Herd. Am Morgen hatte ich ja in fast allen Schränken nachgeschaut, um meine Aufgabe zu erfüllen.
Jetzt präsentiere ich den beiden Frauen meinen Auflauf. Ich nehme als Letzte etwas auf meinen Teller. "Lasst es euch schmecken!" Dabei schaue ich in die Gesichter der Beiden. "Guten Appetit!" ,wünschen Martina und Rosemarie. "Wirklich gut!", meint Martina. "Nach der harten Arbeit genau das Richtige." "Petra, du kannst gut kochen." dabei blickt Rosemarie hinüber zu Martina. "Wir stellen dich glatt als Köchin bei uns ein." "Ich habe schon einen Job.", protestiere ich. "Spätestens am Montag wird mich die Firma anrufen, wo ich bliebe!" "Und wo sollen sie dich anrufen?", blickt mich Rosemarie mit ihren blauen Augen an. Ich stütze meinen Kopf in meine Hände. Sie hat recht. Mein Handy liegt unter Schlamm begraben. Und in der Firma weiß keiner, wo ich bin. "Komm Petra, Kopf hoch!", meint Martina. "Du kannst so lange bleiben, bis wir wieder Anschluss an die Außenwelt haben." , bestätigt Rosemarie.
"Ach Petra, wir brauchen deine Hilfe." Martina ergänzt, "Ein Unterstand droht einzustürzen. Und alleine schaffen wir es nicht." "Und die gefährlichen Tiere?", Entsetzten steht auf meinem Gesicht. "Keine Angst Petra, die Kampfsau heben wir schon geschlachtet." lacht Martina. "Glaub nicht alles was wir hier tratschen.", beruhigt mich Rosemarie." Auf der Fläche ist gerade Schonzeit. Wir wechseln immer die Flächen." "Unser Glück, sonst müssen wir jetzt einige Tiere im nahen Wald einfangen."
"Ich hole dir etwas zum anziehen. Der Rock ist dafür ungeeignet." Dann verschwindet Martina, um wenig später mit einer Arbeitshose, Shirt und Jacke wiederzukommen. Ich bin froh, dass es hier auch Hosen gibt. Aber wie soll es anders sein, Damenhosen. Das Shirt hat ein Blumenmuster, es ist deutlich zu sehen, dass ich eine BH trage. Irgendwie komme ich klar, das auch die Knopfleister auf der verkehrten Seite ist, als ich die Jacke anziehe. Dann gehen wir zu dem Unterstand, von der am Tisch geredet wurde. Martina holt noch eine Kettensäge. Mir gibt Rosemarie einen Kanister, in dem Benzin ist. Nach einer halben Stunde erreichen wir den Unterstand ein Baum hielt dem Unwetter nicht Stand. Mit seinem Stamm drückt er auf einen Unterstand. Ja. alleine können es die beiden Frauen unmöglich schaffen.
Am Unterstand hingen verschiedene Seile. "Wir müssen den Stamm sichern." , meint Rosemarie. "Traust du dich auf den Unterstand?", fragt mich Martina. Neben dem Unterstand findet sich eine Leiter. "Ja, ich will versuchen zwei Seile um den Stamm zu schlingen." Ohne groß nachzudenken steige ich auf das Dach des Unterstandes. Direkt an den Stamm des Baumes komme ich nicht. Doch an starken Ästen kann ich jeweils ein Seil festbinden. "Rosemarie, Martina, ich werfe ein Seil nach links und das andere nach rechts." "Petra, kannst Du mit einer Kettensäge umgehen?"
Ehrlich gesagt hatte ich noch nie mit einer Kettensäge gearbeitet. Doch den beiden Frauen wollte ich nicht zumuten diese schwere Arbeit zu erledigen. "Ab und zu.", rufe ich hinunter. "Wir binden die Säge an eines der Seile." ,rief Martina mir zu. So hole ich die Säge zu mir. Dann fange ich an die ersten Äste abzusägen. Der Baum beginnt sich zu bewegen. "Pass auf!" , rufen mir die Frauen entgegen. Sie spannten die Seile inzwischen an in der Nähe stehende Bäume. Nach und nach gelingt es mir weitere Äste von dem Baum zu trennen. Unter mir knirscht der Unterstand. Die Last, welche auf dem Unterstand liegt, wird geringer. Bald lehnt nur noch der astlose Stamm am Unterstand. Einige Stücke des Stammes schneide ich in Scheiben ab. Hier oben auf dem Dach kann ich nichts mehr ausrichten. So steige ich hinunter zu den beiden Frauen.
Doch wie den Stamm noch von dem Unterstand weg bekommen? Die Wurzeln. "Die Wurzeln, können wir den Stamm von den Wurzeln trennen?", schlug ich vor. "Der Boden ist hier noch immer stark aufgeweicht.!", meint Rosemarie. "Da könnte der Stamm doch leicht zu bewegen sein." ,äußert sich Martina. "Gut, ich versuche den Stamm unten zu trennen." "Wo sind die Seile?" gemeinsam binden wir eine Seil sehr weit oben um den Stamm. In diese Richtung wollen wir den Stamm bewegen. so ist unser Plan. Wieder greife ich zur Säge. Ich schneide einen Keil aus. Der Stamm bewegt sich. "Pass auf!" hörte ich die ängstlichen Schrei der Frauen. Gerade noch rechtzeitig kann ich die Maschine ausschalten und zur Seite springen. Dann gibt ein Krachen. Wieder liege ich im Matsch. Und Rosemarie und Martina stehen mit bleichen Gesichtern neben mir.
"Wo ist der Baumstamm?", finde ich als Erste die Worte wieder. "Der Baumstamm, Nein wie geht es dir?" schaut mich Martina an. "Petra, bist du verletzt?" , kommt es von Rosemarie. "Nein, es ist alles in Ordnung. Nur werde ich heute noch einmal ein Bad nehmen müssen." Wieder helfen mir die Frauen aufzustehen. Schnell ist das erste aufgeräumt. Dann machen wir und auf den Rückweg. Dieses Mal warte ich vor der Tür bis eine der Frauen mit einer Schüssel für meine schmutzige Kleidung kommt. Dann höre ich Martina, "Wo bleibst du Petra, oder willst du Wurzeln schlagen!" Meine Stiefel zieh ich aus und nehme sie in die Hand.
"Du weißt noch wo das Bad ist?" "Ja." Ich gehe hinein. Da kommt Martina wieder, "Ich habe dir frische Wäsche mitgebracht." Diesmal lasse ich mir selber das Wasser in die Wanne ein. Aus einem Regal nehme ich mir ein Schaumbad. Und wieder ist das der Duft im Raum, welcher mich an die Rosen meines Onkels erinnert. Ich genieße nach der Arbeit das erfrischende Bad und tauche komplett in das Wasser. Ein kurzer Schreck, und ich greife auf meinen Kopf. Huh, meine Haare auf dem Kopf sind noch da. Was haben mir heute Morgen Martina und Rosemarie in das Badewasser gegeben? Da kommt Rosemarie herein. "Hier habe ich noch eine Lotion für Dich. Es macht die Haut angenehm weich.", dann verlässt sie mich wieder. Um gleich mit frischer Kleidung wiederzukommen.
Die Lotion riecht ebenso nach Rosen. Soll ich sie wirklich benutzen? Etwas Pflege kann meiner Haut sicher nichts schaden. Erstaunlich schnell ist die Lotion eingezogen. So gehe ich zu der bereitgelegten Kleidung. Dass es hier keine Männerkleidung ist, ist mir bewusst. Doch was war es jetzt. Der Slip aus ganz zartem Material und mit Spitze verziert. Genau so ist auch der BH. Auch die Strumpfhose scheint noch feiner zu sein, als die Strumpfhose am Morgen. Was soll das? mir ist klar, wenn ich aus dem Badezimmer herauskommen möchte, muss ich alles anziehen. Die Türe geht auf, "Schick siehst du aus Petra." und Martina steht in der Tür. "Welches Kleid möchtest du?" Mit zwei langen Kleidern, welche ich hier auf dem Bauernhof nicht erwartet hätte, überfällt mich Martina. Und ich sehe, auch Martina hat sich schon in ein festliches langes Kleid gehüllt. "Das linke oder das Rechte?", wartet Martina auf eine Antwort. "Das"¦..Rechte!" "Ich helfe dir das Kleid anzuziehen." "Gute Wahl, Petra, es steht dir." Wie soll mir so ein Kleid stehen? Denke ich so bei mir. "Komm setz dich. Deine Frisur braucht noch etwas Schwung." Mit unzähligen Handgriffen wirbelt sie auf meinem Kopf herum. Dann versinke ich in einer Nebelwand. "Fertig! ,Toll siehst du aus." Martina öffnet die Tür. Ich folge langsam. Doch es geht nicht in die Küche. Wir betreten eine festlich geschmückte Stube. Auf dem Tisch mitten im Zimmer leuchten Kerzen. "Gibt es etwas zu feiern?", frage ich. Martina lächelt mich an. "Deinen Einzug auf unsern Hof, liebe Petra."
Viele liebe Grüße Magdalena
Re: Auf dem Lande!
Verfasst: Mi 1. Jun 2022, 22:47
von Joan Autumn
Liebe Magdalena,
was für eine spannende, schöne und gut geschriebene Geschichte. Vielen Dank. Dürfen wir auf eine Fortsetzung hoffen? Ich hoffe.
Herzliche Grüße
Joan
Re: Auf dem Lande!
Verfasst: Mi 1. Jun 2022, 23:23
von Malvine
Hallo Magdalena,
Hut ab, dass du trotz deiner Belastung dennoch die Muße hast, so eine schöne Geschichte zu verfassen - ich hoffe dieses Ventil hilft dir und vor allem deiner Seele weiter.
Life goes on - und du bist stark!
Grüße
Malvine
Re: Auf dem Lande!
Verfasst: Do 2. Jun 2022, 08:40
von Swenja
Oh ja, tolle Gesichte.
Ich hoffe du schreibst sie weiter,also ich bin gespannt.
LG swenja
Re: Auf dem Lande!
Verfasst: Do 2. Jun 2022, 22:07
von Magdalena
Hallo,
um die Frage zu beantworten, ja das Schreiben der Geschichte hilft mir, mit meiner derzeitigen Situation klar zu kommen. Darum habe weiter an der Geschichte geschrieben.
Regungslos bleibe ich an der Türe stehen. Träume ich oder wache ich? Rosemarie kommt in ihrem festlichen beigen Kleid entgegen. "Petra, Du hast uns heute sehr geholfen." Sie nimmt meine Hand und führt mich an den Tisch. Er gleicht eher einer Tafel. Leuchter aus edlem Porzellan. Die Weingläser sind sicher aus Kristall. Mir verschlägt es die Sprache. "Dies ist ganz sicher nicht wegen mir." ,und ich drehe meinen Kopf zu Rosemarie. "Na, ja!", druckst Martina herum. "Rosemarie feiert heute ihren zweiten neunundzwanzigsten Geburtstag." "Eigentlich haben wir hier befreundete Frauen aus dem Landfrauenbund zu uns eingeladen.", erklärt Rosemarie. "Doch so wie Petra nicht nach Hause kommt, können die Landfrauen nicht zu uns auf den Hof.", erklärt Martina. "So sei wenigstens Du, Petra unser Gast." "Aber ich kann es doch nicht annehmen.", meine ich. "Ein Geschenk kann ich dem Geburtstagskind auch nicht geben.", füge ich hinzu. "Petra, deine Hilfe am Unterstand, nehme ich als Dein Geschenk an.", dann umarmt mich Rosemarie. Und sie gibt mir ein Küsschen auf meine Wange.
"So nun aber, wollen wir uns an den Tisch setzen." ,meint Rosemarie. Martina hat inzwischen den Braten mit Klößen und Blaukraut aus der Küche geholt. Ungläubig schaue ich dem Geschehen zu. Unmöglich, alles in dieser kurzen Zeit zubereitet zu haben. Marina merkt mein Grübeln. "Was ist Petra?" "Wir waren doch zusammen den Unterstand von dem Baum befreien!" "Ja, und." "Das Essen?" Rosemarie lacht, "Natürlich habe wir mit einigen Landfrauen und nicht mit dem Unwetter gerechnet." "Da haben wir schon Tage vorher den Braten und alles weiter vorbereitet." , ergänzt Martina. Sie reichen mir zuerst den Braten. Dann füllt Martina unsere Gläser mit einem Rotwein aus einer Karaffe. "Auf das Geburtstagskind", ruft Martina. "Auf das Geburtstagskind", falle ich ein. Vorsichtig nippe ich an dem Glas. Jetzt lassen wir uns den Braten mit Blaukraut und Klößen schmecken.
Gemeinsam, also Martina und ich räumen den Tisch. Nur die Gläser und die Karaffe mit dem Wein bleiben zurück. Aus der Ferne vernehmen wir das Grollen eines Gewitters. In der guten Stube haben wir wieder an den Tisch gesetzt. Draußen wird es immer dunkler. Und jetzt kommt das Kerzenlicht richtig zur Geltung.
Rosemarie meint, "Jetzt würde ich gerne eine schöne Geschichte hören!" "Oh, ja! Eine schöne Geschichte. " stimmt Martina ein. Und ihre Blicke sind auf mich gerichtet. "Mir fällt nicht sein.", antworte ich, "Was Euch interessieren könnte. "Na dann erzähl etwas aus deinem Leben!", bittet Rosemarie.
Ich überlege kurz wo ich anfangen soll. "Gut. Peter feierte dieses Jahr seinen 32. Geburtstag." "Ich möchte etwas über Petra erfahren.", unterbricht mich Rosemarie. "Petra feierte dieses Jahr seinen 32. Geburtstag." Ich nippe an meinem Weinglas und sehe ein zufriedenes Lächeln auf den Gesichtern der Frauen. "Nach der Schule," solle ich die Zeit beim Bund ausklammern? "Was ist nach er Schule?" , fragt Martina . "Petra wusste nicht was sie werden wolle. Mechaniker wurden gesucht." Nochmal greife ich nach meinem Weinglas. "Da begann ich eine Mechanikerausbildung." Martina meldet sich, "Ja eine Schulfreundin ist sogar auf den Bau gegangen." "Das wäre nichts für mich." gibt Rosemarie zu. "Doch wir haben Petra unterbrochen." flüstert Martina. "In der Firma bin ich geblieben. Weiter Qualifikationen machten es möglich, dass ich bei unseren Kunden unsere Schaltschränke aufbauen kann. So kam Petra viel in unserm Land herum." Wieder nippte ich an meinem Weinglas , um auf die Reaktion von Rosemarie und Martina zu warten. "Und weiter?", fragt jetzt Rosemarie. "Na so ist Petra bei euch gestrandet.", erkläre ich. "Petra, du musst noch viel lernen, um Geschichten zu erzählen, wie wir Frauen sie mögen." , erklärt Martina. "Herz und Seele fehlen in deiner Erzählung.", komplettiert Rosemarie.
"Bei uns muss auch Gefühl und Leidenschaft in einer Geschichte sein." verdreht Rosemarie ihre Augen. Hör mal, "Martina und ich, wir waren hemmungslos in unseren Astronomielehrer verknallt." "Ja ich erinnere mich.", lacht Martina. "Was haben wir unsere Eltern bedrängt eine Fernrohr zu kaufen." "Dabei ist es bei uns auf dem Hof nachts oft neblig." "Da seht ihr doch keine Sterne.", stelle ich fest. "Das wollten wir ja auch nicht.", sagt Rosemarie. "Wozu brauchtet ihr dann das Fernrohr?", frage ich die Beiden. "Petra, den Unterstand, bei dem wir waren, ist noch nicht so alt." , erklärt mit Rosemarie. "Früher hatten wir hier noch Jagdrecht." "Ich verstehen nicht?", gebe ich zu. "Da wo jetzt der Unterstand ist, war einst ein komfortabler Hochsitz." ,sagt Rosemarie. "Die Bäume waren kleiner. Und so konnten wir von dem Hochsitz aus das Haus des Lehrers sehen." , schwärmt Rosemarie in Erinnerungen. "Er war sehr sportlich." , atmet Martina schwer ein. "Und mit dem Fernrohr konnten wir ihn in seinem Garten beobachten." Jetzt bin ich ein wenig erschüttert. "Wusste der Lehrer davon?" , frage ich. "Ich glaube nicht.", meinen Beide zugleich. "Ist der Lehrer noch hier im Ort?", bohre ich weiter. "Seit einigen Jahren ist er hier der Bürgermeister." , sagt Martina. "Und Sport findet jetzt nur noch nach dem Gemeinderat im Wirtshaus statt." "Er hat einen Bierbauch. Nichts erinnert noch daran, dass er einst der Mädchenschwarm im Ort war."
Inzwischen ist es spät geworden. Draußen regnet es noch immer heftig. Es wird Zeit zu Bett zu gehen. "Last uns alles in die Küche bringen." ,übernimmt Martina die Regie. Da wir zu dritt sind, ist es schnell getan. "Komm Petra," ergreift Rosemarie meine rechte Hand, " ich zeige dir dein Zimmer." "Wir sind immer vorbereitet, das Gäste nicht mehr nach Hause können." Gleich neben der Stube öffnet Rosemarie eine Türe. "Hier ist Dein Mädchenzimmer." Sie geht vor mir hinein. "Da auf dem Bett habe ich schon ein Nachthemd für dich ausgesucht." Dann zeigt Rosemarie nach links. "Da in dem Schrank findest du alles was du gebrauchen kannst." "Danke für alles." , sage ich. er Schrank ist ein dreiteiliger Schrank. Die Tür in der Mitte ist auch gleich ein großer Spiegel. Jetzt sehe ich mich zum ersten Mal in dem langen Kleid. Bin ich das wirklich? Ich öffne die linke Türe des Schrankes. An einer Kleiderstange sind auf vielen Bügeln vor allem Röcke, Blusen und Kleider, wie ich es auf dem ersten Blick einschätzen kann. Hinter der mittleren Türe, der Spiegeltür sieht es nach verschiedener Wäsche aus. Ich getraue mir nicht die letzte Türe zu öffnen.
Da geht noch mal die Zimmertüre auf. Es ist Martina, "Petra, ich habe vergessen dir noch eine Gute Nacht zu wünschen." Sie sieht mich an. Willst Du in dem Kleid schlafen?" Nein, nein!", antworte ich, "Ich habe nach einem Kleiderbügel für das Kleid gesucht.", fahre ich fort. "Gute Nacht ,Martina!" Gute Nacht, Petra!" Dann bin ich wieder allein. Gut, dass mich keiner meiner Kumpels so sieht, denke ich, wie ich das Kleid ausziehe und auf einen freien Bügel hänge. Die Strumpfhose, da soll ich Vorsichtig sein. Behutsam streife ich die Hose von meinen Beinen. Doch wie öffne ich diesen blöden BH. Vor dem Spiegel mache ich komische Verrenkungen. Irgendwann gelingt es mir. BH, Slip und das seidige Höschen lege ich auf einen der Stühle. Ich greife nach dem Nachthemd. Darin soll ich in das Bett? Ganz nackt möchte ich aber auch nicht in dieses Bett. Die Bettwäsche unterscheidet sich sehr von dem, was ich zu Hause habe. Es umgibt mich ein Hauch von Luxus. So fahre ich in das Nachthemd. Das Nachthemd reicht mir bis zu den Knien. Es ist ein ungewohntes Gefühl. Ich habe etwa an, und doch fühle ich mich nackt. So leg ich mich zum Schlafen in das Bett. Doch so richtige Ruhe will sich nicht einstellen. Draußen regnet es noch immer. Noch einmal kommen die Erlebnisse der letzten beiden Tage immer wieder durch den Kopf.
Viele liebe Grüße von Magdalena
Re: Auf dem Lande!
Verfasst: Sa 4. Jun 2022, 20:18
von Magdalena
Hallo,
ich hatte genug Zeit um weiter zu schreiben.
Mein Schlaf ist unruhig. Immer wieder wälze ich mich in dem Bett hin und her. Meine innere Stimme sagt mir etwas ist nicht, so wie es sein sollte. Wie spät ist es? Ach ich habe vergessen meinen Wecker zu stellen. Ich öffne meine Augen. Das ist nicht mein Bett. Was habe ich an? Vor der Türe höre ich Schritte. Dann klopft es an der Tür. "Petra, bist du schon wach?", höre ich eine Frauenstimme. Stimmt es also doch, ist es kein Traum. Ich bin auf einen Bauernhof bei zwei lieben Frauen gelandet. Martina und Rosemarie. Noch einmal klopft es an der Türe. "Petra, darf ich zu dir kommen." "Ja, herein!", rufe ich zurück. "Na du Langschläferin, Guten Morgen!" "Guten Morgen, Rosemarie!", ich erinnere mich wieder. "Wie spät ist es?" Gleich um acht!" Ich bewege mich aus dem Bett. "Das Nachthemd steht dir." meint Rosemarie als ich mitten im Raum stehe. "Im Bad kannst du dich frisch machen." "Ja, mache ich." "Dein Frühstück steht in der Küche." Marina ist schon bei unsern Tieren." Als Rosemarie gerade aus dem Zimmer tritt, sagt sie noch, "Petra, wenn es Dir nichts ausmacht, kannst Du bitte die Spuren des gestrigen Abend im Wohnzimmer und der Küche beseitigen. Das ist lieb." Dann bin ich alleine.
Den seidige Slip von gestern Abend greife ich mir. Noch im Nachthemd gehe ich aus dem Zimmer in das Bad. Wie in Trance öffne ich die Tür zum Bad. Auch hier ist ein großer Spiegel. Der ist mir gestern sicher nicht aufgefallen. Vor dem Spiegel steht ein kleiner Koffer. Davor eine Karte mit einem Herz darauf. Für unsere neue Schwester Petra!, steht darauf. Sicher finde ich hier alles um mich zu waschen und meine Zähne zu putzen. Also schaue ich gleich mal in den Koffer. Doch was sehe ich. Verschiedene Pinsel stecken in der Seite des Koffers. Ein Fläschchen mit einem beigen Etwas. Ultra Matte, steht darauf. Dann, das ist Lippenstift. Eine Dose, ich öffne sie. Ich würde es ein Puder nennen, es ist in der gleichen Farbe wie der Inhalt des Fläschchens. Und es ist noch einiges mehr darin, in dem Koffer, mit dem ich nichts anfangen kann. Doch am Waschbecken finde ich, was ich gewohnt bin.
Nach dem ich mich gründlich gewaschen habe, ehe ich wieder auf mein Zimmer, in dem ich wohl noch einige Tage sein werde. In dem Schrank suche ich etwas passendes für den Tag. Eine Hose, und sei es eine Damenhose finde ich nicht. So sehe ich mir die Röcke an, welche auf den Bügeln in dem Schrank hängen. Einige der Röcke haben ein sehr florales Muster. Dann sehe ich einen Rock in Beige mit einem dezenten Karo. Dazu könnte ich eine helle Bluse wählen. Wie ich so die Bluse anziehe, merke ich die Bluse sitzt nicht richtig. Zu eng ist sie nicht. Sollte ich doch vorher einen BH anziehen? Nochmal schaue ich in Schrank bei der Wäsche. Ich greife mir den ersten besten BH. Ich erinnere mich, wie mir gestern die Frauen meinen ersten BH angezogen haben. Also streife ich mir die Träger über die Schulter. Doch hinter meinem Rücken den BH schließen ist unmöglich. Ich versuche jetzt den BH vorne zu schließen und anschließend zu drehen. Mühsam gelingt es mir meine Arme hindurchzuführen. Nun ein zweiter Versuch mit der Bluse. Irgendwie sitzt die Bluse besser. Gut dann in den Rock. Doch wieder ist etwas. es ist nicht so ein angenehmes Gefühl wie gestern. Habe ich gerade, angenehmes Gefühl mit dem Tragen eines Rockes in Verbindung gebracht. Eine Strumpfhose, eine Strumpfhose. Ich ziehe den Rock nochmal aus. Da ist eine Packung mit Strumpfhosen. Wie es mir Martina und Rosemarie gezeigt haben streife ich mir die Strumpfhose über meine Beine. Jetzt ziehe ich nochmal den Rock an. Es ist angenehmer.
Bevor ich aber in die Küche gehe, will ich nochmal in das Bad. Da lag doch eine Bürste. Ich möchte mir noch meine Haare in Ordnung bringen. Auf einmal zieht mich der Koffer magisch an. Was ist bloß in mich gefahren, als ich den Lippenstift in der Hand habe. Vor dem Spiegel probiere ich es aus. Nur ganz leicht. Nun greife ich nach der Bürste. Viel muss ich nicht bürsten. Was haben sie mir gestern bloß auf meine Haare gesprüht. Na ja, hier kennt mich keiner, außer Rosemarie und Martina.
Dann auf in die Küche. Aus einer Thermokanne gieße ich mir Kaffee ein. Der Kaffee tut gut. Viel essen mag ich nach dem gestrigen Essen nicht. Nur eine Scheibe Brot mit Käse. Aber noch eine weitere Tasse Kaffee gönne ich mir.
Es wird Zeit aufzuräumen. Gestern ist noch eine Menge übrig geblieben. Einiges kann ich sicher im Kühlschrank unterbringen. Einiges werde ich einfrosten. Ich hoffe Rosemarie und Martina haben nichts dagegen. Sie haben mir freie Hand gelassen.
Es klinget. Es klingelt nochmal. Es kommt von einem kleinen Beistelltisch neben der Tür zum Wohnzimmer. Dann hört es auf. Um wenige Minuten noch einmal und länger zu klingeln. Es ist das Telefon. Ehe es wieder aufhört greife ich zum Hörer. "Hallo wer ist da?", meldet sich eine tiefe Stimme. "Auf dem Hof bei Martina und Rosemarie. ", antworte ich. "Ja, mit wem sprech ich. Hier ist der Einsatzleiter der Feuerwehr!" Soll ich meinen richtigen Namen sagen? Und wenn man mich in Damenkleidung hier findet.? "Ich bin Petra und bei den beiden zu Gast." "Ist bei euch alles in Ordnung?", fragt der Mann. "Wir sind alle wohlauf.", antworte ich. Ich höre wie der Mann kräftig durchatmet. Dann sagt er weiter, "Es kann dauern, bis der Weg zu eurem Hof wieder frei ist. Erst müssen wir nach verschütteten Personen suchen. Mehrere Schlammlawinen haben einige Autos unter sich begraben." Dann ist Stille. Ich lege auf.
Ich muss mich erst einmal setzten. Den Rock streiche ich glatt und lege die Hände in meinen Schoß. Da muss ich wirklich einen Schutzengel gehabt haben. Gedankenversunken schaue ich aus dem Fenster. So bekomme ich gar nicht mit, wie Rosemarie plötzlich in der Küche steht. "Was ist los mit dir?", fragt sie, als sie mich so sitzen sieht. "Das Telefon geht wieder." "Woher weißt du es?" "Der Einsatzleiter der Feuerwehr rief vorhin an." , sage ich teilnahmslos. "Das ist doch nicht alles, oder?" "Na ja, der Weg hier muss noch warten.", ich wende mein Gesicht zu Rosemarie hinüber. "Sie suchen erst einmal nach Personen, welche durch die Schlammlawinen verschüttet sind." Ich atme tief durch, "Ihr seid meine Schutzengel!" Rosemarie kommt zu mir und nimmt mich in die Arme. "Ist ja alles gut.", tröstet sie mich.
"So, jetzt werde ich beginnen weiter aufzuräumen." ,raffe ich mich auf. "Petra ich helfe dir.", reicht mir Rosemarie die Hand. Gemeinsam räumen wir erst das Wohnzimmer auf. Rosemarie fragt, "Möchtest du lieber staubsaugen oder hier in der Küche weitermachen?" "Da, Rosemarie, wenn du mich so fragst. Nehme ich mir den Staubsauger." "Ich hole ihn dir." "Steckdosen findest Du überall, Petra." Gestern ist doch einiges auf den Teppichboden gefallen. Das Summen des Staubsaugers lässt mich meinen Gedanken nachhängen. Als ich mit dem Wohnzimmer fertig bin, fange ich auch noch an auf dem Gang mit dem Staubsauger zu arbeiten. immerhin sind wir nach der Arbeit am Unterstand nicht geraden sehr sauber in das Haus getreten. da kommt Martina herein. "Du bist aber fleißig.", meint sie. Als Rosemarie aus der Küche kommt. "Wenn ihr wollt, können wir in dreißig Minuten essen.
Am Tisch nehmen Martina und Ich schon unsern Platz ein. Rosemarie bringt gleich jeder ihre Portion an den Platz. "Gibt es was neues?", fragt Martina. Rosemarie antwortet , "Das Telefon funktioniert wieder." "Hast Du es ausprobiert?", will Martina wissen. "Nein! Petra sagte es, als ich eintrat." Beide sehen mich an. "Der Einsatzleiter hatte angerufen. Er wollte wissen ob bei uns alles in Ordnung ist." Martina lehnt sich zurück. "Hat Rudi auch gesagt, wann der Weg zu unserm Hof wieder befahrbar ist." "Wer ist Rudi?, stelle ich die Frage. dann dämmert 's bei mir. "Nein, das konnte er nicht sagen." Rosemarie hilft mir. "Sie suchen in den Schlammlawinen erst nach Verschütteten." "Da muss ich mal mit Brandners telefonieren." , überlegt Martina. "Die wollten dieser Tage zwei Jungtiere abholen." "Es wird Zeit," fügt Rosemarie hinzu, "dass der Weg endlich ausgebaut wird." "Viele Jahre ist es schon versprochen worden.", ergänzt Martina. "Warum fragt ihr nicht euren Mädchenschwarm den Astronomielehrer?", frage ich. "Der!", winkt Rosemarie ab. "Der sitzt jetzt lieber in Wirtshaus." "Was ist das für ein Bürgermeister?" ,frage ich so. "Einfach nur ein Mann, der gern Reden hält!". meint Martina. "Im Wirtshaus lässt es sich gut Wählerstimmen sammeln!", ergänzt Rosemarie. "Nichts ist mehr übrig vom einstigen Mädchenschwarm. Ich sage nur "Männer!", meint Rosemarie.
Ich schaue bedeppert nach unten. Obwohl ich hier im Rock sitze, bin ich ja ein Mann. "Was ist Petra?" "Bin ich nicht auch ein Mann!" "Das haben wir ganz vergessen." meint Martina. "So wie du im Haus wirbelst, liebe Petra!", da kann sich manche andere Frau verstecken. Beide rücken jetzt ganz nah an mich heran. "Ist alles wieder gut!" , kommt es wie aus einem Mund. Ich nicke nur. "Darf ich mal telefonieren?" "Ja!" "Ich möchte meine Eltern anrufen. Ich rufe sie sonst immer an, wenn ich von Montage nach Hause komme." , dabei sehe ich in die Gesichter der beiden Frauen. "Es ist ein Ritual!"
Mit zittriger Hand wähle ich die Telefonnummer. Was soll ich sagen, die Wahrheit. Ich bin auf einem Bauernhof und trage Röcke. Ich höre das Freizeichen. Die Verbindung wird aufgebaut. "Hallo wer ist da?", höre ich die Stimme meiner Mutter. Seit die Werbeanrufe immer lästiger werden, melden sie sich nicht mehr mit ihrem Namen. "Ich bis Pet.." , gerade wollte ich Petra sagen. "Euer Peter!" "Wo steckst du, Junge?" Obwohl ich schon lange meinen Kinderschuhen entwachsen bin, sagen sie immer noch Junge zu mir. "Es gab ein Unwetter.", spreche ich in den Hörer. Wir haben es im Fernsehen gesehen. Es kam in den Nachrichten.", antwortet meine Mutter. "Aber wo bist Du jetzt? Und wann kommst du nach Hause?" "Moment!" sage ich und drehe mich zu den beiden Frauen um. "Wo sind wir hier überhaupt, meine Mutter will es wissen. "Du bist mitten im Spessart." sagt Martina. "Rechtzeitig bin ich auf einem Bauernhof im Spessart untergekommen. Mir geht es gut. Man hat mir auch frische Kleidung gegeben." ,hu das war knapp. Bald hätte ich Kleider gesagt. "Da bin ich erleichtert mein Junge." "Wann ich hier weg komme, kann ich nicht sagen. Die Zufahrt zu dem Hof ist inzwischen unpassierbar." Möchte ich eigentlich von hier weg? "Bitte grüß Vater von mit. Auf Wiederhören." "Auf Wiederhören mein Junge!", dann lege ich auf.
Ich gehe an den Tisch zurück. Jetzt will Martina die Brandners anrufen. Es meldet sich nur der Anrufbeantworter. "Hallo, hier ist Martina! Franz unsere Zufahrt ist noch gesperrt. Ihr könnt die Jungtiere nicht abholen. Ich melde mich. Tschüss!" "Was machen wir jetzt.", stellt Rosemarie die Frage. "Petra kann uns im Stall helfen!" Dann dreht sich Martina zu mir um. "Petra möchtest du?" Gut ich mag zwar Tiere. Doch erinnere ich mich wie sie sagten, die Tiere hören nur auf Frauen. "ist es nicht gefährlich?", schaue ich die Beiden an. "Wieso?" ,staunt Rosemarie. Martina lächelt. "Ach wir hatten gesagt, unser Tiere würden nur auf Frauen hören." "Komm, wir sind ja bei dir, Petra." , antwortet Rosemarie. Marina hat inzwischen eine Latzhose und ein Shirt geholt. So ziehe ich mich gleich in der Küche um. Noch die Gummistiefel und dann nehmen mich die Beiden in die Mitte. Wir gehen nicht in den Stall, in dem ich die erste Nacht auf dem Hof verbracht habe.
Wenige Meter entfernt ist ein zweiter größerer Stall. "Hier haben wir die Muttertiere mit ihren Ferkeln." erklärt mit Martina. "Wir müssen uns desinfizieren, bevor wir den Stall betreten.", fährt Martina fort. Mit unsern Stiefeln gehen wir durch eine Art Wasserbecken. Dann heißt es Hände waschen und Desinfektion auftragen. Jetzt geht es durch eine zweite Türe in den Stall. Ich bleibe erst einmal stehen. So etwas habe ich nicht erwartet. Alles ist hell. Auch rieche ich nichts. "Was ist mit dir Petra?" ,fragt Martina. "Komm weiter.", muntert mich Rosemarie auf. In großen Boxen sind die Sauen mit ihren Ferkeln. Es ist viel Platz für die Tiere. "Schau dich um Petra." , meint Martina. "So habe ich es mir nicht vorgestellt.", staune ich noch immer. "Jedes Muttertier hat seine eigenen Box." erklärt jetzt Rosemarie, "Hier können sich die Sauen zurückziehen." Ich sehe jetzt wie einzelne Tiere durch ein Tor ins Freie gehen. "Was passiert da?", frage ich und zeige auf das Tor. "Unsere Tiere haben die Möglichkeit Tier zu sein." , erklärt Martina. "Sie könne auf die Weide und es die Natur genießen." "Wellness für die Schweine.", meint Rosemarie. "Und es erspart uns Arbeit." ,ergänzt Martina. "Die Tiere , die auf der Weide sind vermissten nicht die Stallung." "Und sind in Bewegung und suchen sich ihr Futter selbst." Ich staune immer mehr. "Und am Fleisch merkt man es. Wir können höhere Preise erzielen." Jetzt schaue ich wohl traurig aus. "Petra, Gestern hat dir der Braten doch geschmeckt .Oder?" "Ja, aber jetzt, wo ich hier alles sehe." Es ist etwas anderes als im Supermarkt an der Fleischtheke." gebe ich zu. Wieder muss ich mich an den Gedanken gewöhnen. Was ich verdrängt habe. "Wir leben davon, Petra." ,sagt Rosemarie. "Doch wir verstehen dich sehr gut, Petra." ,meint Martina. "Darum sollen die Tiere bei uns ein gutes Leben haben." Ich sehe gerade eine Sau, welche ihre Ferkel säugt. Ich sehe ein die Augen der Kleinen, welche mal als Braten in der Küche landen. "Schau Petra, wie mästen unser Tiere nicht. Und sie können die Sonne sehen und den Regen auf dem Fell spüren."
"So nun müssen wir aber noch etwas machen.", mahnt Martina. Einige Boxen sind gerade leer, wie ich sehe. "Hier Petra, da in den leeren Boxen wollen wir neue Einstreu einbringen. Jedem Muttertier stehen bei uns zwei Boxen zur Verfügung. So können wir stressfrei für die Tiere die Boxen reinigen." Zunächst laden wir die verbrauchte Einstreu auf ein an der Seite laufenden Förderband. Ich atme durch. Dachte ich schon mehrere Schubkarren Mist fahren zu müssen. In den jetzt leeren Boxen sehe ich kleine Löcher im Boden. Rosemarie erklärt mit, "Dadurch fließen die Hinterlassenschaften leichter ab, und die Einstreu ist nicht so belastet." Martina kommt jetzt mit einem Gartenschlauch. Zumindest sieht es für mich so aus. Damit wird der Boden mit Wasser gereinigt. "Jetzt kann neue Einstreu aufgetragen werden. Wieder setzt sich ein Förderband in Bewegung. Es ist ein anderes Förderband. Strohballen kommen wie von Geisterhand. Marina zeigt mir wie es geht. Dann liegen in jeder freien Box zwei Ballen Stroh. Mit einer Heugabel verteilen wir das Stroh gleichmäßig. Ich bin geschafft, als ich mit meiner Box fertig bin. Während Martina und Rosemarie die andern Boxen zurecht gemacht haben. Ganz so locker wie Martina und Rosemarie gehe ich nicht mehr. Ich schleiche eher aus dem Stall. Martina lacht, "Da hat sich Petra heute den Feierabend redlich verdient.
Viele liebe Grüße von Magdalena
Re: Auf dem Lande!
Verfasst: So 5. Jun 2022, 11:36
von Swenja
Es liest sich sehr schön ich sauge es förmlich auf.
Aber ich hoffe auch das die Geschichte weiter geht.
LG swenja
Re: Auf dem Lande!
Verfasst: Mi 8. Jun 2022, 22:10
von Magdalena
Hallo,
es geht weiter.
In der Küche hole ich mir meine Sachen. Ich will nur schnell unter die Dusche. Für ein Bad in der Wanne habe ich jetzt keinen Nerv. Wieder zieht es mich zu dem Koffer, welchen mir Rosemarie und Martina hingestellt haben. Mit dem Wenigsten kann ich etwas anfangen. Am besten frage ich die Beiden. Nach dem ich geduscht habe, ziehe ich mich wieder an. Ein kurzer Blick in den Spiegel dann greife ich nach dem Köfferchen und bin gleich darauf in der Küche. Auf der langen Eckbank setzt ich mich hin. Und das Köfferchen stelle ich neben mich. Den Inhalt aus dem Köfferchen hole ich heraus um es vor mir auf den Tisch zu legen. Ich staune wie viel jetzt vor mir liegt. Dabei bemerke ich nicht, dass ich beobachtet werde.
"Wenn du dich schminken willst, Petra, Warum gehst du nicht ins Bad."Da ist ein schöner Kosmetikspiegel!" , lächelt Martina hinter ihrer Hand. "Nein ,nein", sage ich schnell. "Ihr habt mir dieses Köfferchen mit einer Widmung ins Bad gestellt. Was soll ich damit?" , drehe ich mich zu Martina um. "Es ist Rosemaries Idee gewesen.", meint Martina. "Was war meine Idee?", meldet sich Rosemarie, die gerade zu uns in die Küche kommt. Jetzt fällt ihr Blick auf den Küchentisch und den ausgebreiteten Inhalt des Köfferchens. "Ja , Petra, wenn du hier so schön im Rock durchs Haus gehst. Und gestern im Abendkleid sah es so aus, als ob du es genossen hast." ,sagt Rosemarie. "Ja ,und wenn wir hier auch auf dem Lande leben. Jede Frau möchte sich auch mal hübsch zurecht machen. Ein wenig Make-up gehört dazu.", erklärt Rosemarie weiter. "Ich kenn mich mit so etwas nicht aus!", sage ich, "Und wozu soll ich es brauchen.?" "Frau kann nie wissen!", lächelt Rosemarie. Martina ist derweil beschäftigt das Abendbrot vorzubereiten. "Petra, wie wäre es, wenn du deine Schminksachen wieder aufräumst." , meinet Martina. "Morgen habe ich Zeit, Petra, da zeige ich dir wofür dies alles ist." , lächelt mich Rosemarie an. Sie hilft mir den Schminkkoffer aufzuräumen. "Du wirst sehen, dir wird es gefallen.", meint Rosemarie. Ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, was mir daran gefallen könnte? So stelle ich das Köfferchen an die Seite links neben mir.
"Kann mir eine von euch helfen?", fragt jetzt Martina. Ich stehe auf und gehe zu ihr. Dann greife ich mir Teller und Besteck um es auf den Tisch zu legen. Martina hat aus Tomaten, Gurken und einigem mehr einen Salat gezaubert. Rosemarie bringt einen Korb mit Brot. "Was möchtet ihr trinken?" kommt die Frage von Martina. "Wir haben doch den Most noch von der Genossenschaft!", meinet Rosemarie, "Der würde gut zu dem Salat passen." "Denk ich auch!", sagt Martina und kommt mit einer Karaffe wieder. Während die beiden Frauen ihren Most trinken sich den Salat auf ihre Teller geben, bin ich in meinen Gedanken versunken. "Petra, reiche mir mal deinen Teller." sagt Martina. "Ja." und ich schiebe meinen Teller zu Martina. "Was ist mit dir, Petra?", blickt mich Rosemarie an. Ich atme tief durch, "Morgen müsste ich mal in der Firma anrufen!". Ich lege eine Pause ein, "Und ich muss sagen was los ist!" "Es ist doch kein Problem, Petra. du weißt wo das Telefon steht.", versichert Martina. "Das ist es nicht!". "Was dann?", schauen mich beide mit großen Augen an.
"Das Auto, welches jetzt von der Schlammlawine bedeckt ist, ist ein Firmenfahrzeug." Beide sehen mich ungläubig an. "Und?" , fragt Rosemarie. "Da sind nicht nur meine persönlichen Sachen im Auto." "Sondern?", will Rosemarie wissen. "Werkzeuge, elektronische Bauteile und zum Teil Kundenbestellungen." "Petra, aber das Unwetter ist doch nicht deine Schuld.", will mich Rosemarie beruhigen. "Sicher!", antworte ich. "Doch wurde an der Autobahn aufgefordert, nur bis zu einem Parkplatz eines Gewerbegebietes zu fahren." "Ich verstehe!", sagt Martina, "Und du bist auf gut Glück weitergefahren." "Ja!", nicke ich. "Das es so kommt, konntest du doch nicht ahnen.", meinet Rosemarie. "Das Fahrzeug ist doch versichert?" "Aber nur wenn die Fahrer nicht grob fahrlässig handeln.", ergänze ich. "Was könnte dir den passieren.", schauen mich die Frauen an. "Ich müsste für einen Teil des Schadens aufkommen.", schaue ich die beiden an. "Meinen Job bin ich dann sicher auch los." Rosemarie und Martina schauen sich an. Dann nicken sie. "Petra," fängt Rosemarie an, "was den Job angeht, wir bräuchten noch jemanden auf dem Hof." "Aber," fügt Martina ernst hinzu," wir sind eine reiner Frauenbetrieb." Ich schaue den Beiden abwechselnd ins Gesicht. "Was bedeutet es jetzt?" "Wir sind als Frauenbetrieb eingetragen. Und es ist unser Markenzeichen, Produkte aus Frauenhand.", sagt Rosemarie. Du müsstest hier offiziell als Frau leben und arbeiten." Ich schüttle den Kopf , was habe ich mir nur eingebrockt?
Wenn ich auf den Vorschlag eingehe, wie soll es funktionieren? Was sage ich meinen Eltern. Weil ich nicht auf dem Parkplatz gewartet habe bin ich meinen Job los. Dafür arbeite ich jetzt als Bäuerin. Rosemarie und Martina kommen mit dem Rotwein von gestern zurück an den Tisch. Ich habe gar nicht mitbekommen, dass sie aufgestanden sind. "Komm Petra, trink einen Schuck." sagt Martina und reicht mir ein Glas. "Warte doch erst einmal morgen den Anruf ab.", will mich Rosemarie beruhigen. "Ja, ihr habt recht. Danke!", und ich greife nach dem Glas mit dem Rotwein Ich nippe und nehme einen kleinen Schluck zu mir. Dann erzählen mir die Beiden, welche Pläne sie für den Hof haben. Alleine nur mir der Aufzucht der Tier kann der Hof auf Dauer nicht überleben. Sie denken daran zahlende Gäste aufzunehmen. Hier könnte ich ins Spiel kommen. Bevor wir uns für die Nacht verabschiedeten meint Martina, "Überlege es dir Petra." "Ich würde mich freuen.", meint Rosemarie, "Du passt zu uns."
Es wird Zeit ins Bett zu gehen. Wieder ziehe ich mir das Nachthemd an. Und obwohl ich einen, wie ich finde anstrengenden Tag hinter mir habe, will sich der Schlaf bei mir nicht einstellen. Immer wieder gehen meine Gedanken auf das Angebot von den Beiden Frauen zurück. Hier auf dem Hof zu arbeiten, kann ich mir gut vorstellen. Es ist nicht so stressig, wie in meinem derzeitigen Job mit Kundenterminen und ständig auf der Autobahn unterwegs sein. Doch dafür mein Leben grundsätzlich zu ändern? eine Frau zu werden. Wie soll es funktionieren. Nur weil ich ihr erst einmal auf dem Hof untergekommen bin und meine Kleidung im Schlamm begraben ist, trage ich derzeit Frauenkleidung. Ich will mir nicht eingestehen, dass es auch angenehm ist nicht in einer engen Hose eingeengt zu sein. Morgen will mir Rosemarie zeigen Make-up aufzutragen. Meine Gedanken kreisen mir im Kopf herum. Dann sollen hier auf den Hof Gäste aufgenommen werden. Und ich soll sie betreuen. Womöglich soll ich hier die Gastgeberin spielen. Als Gastgeber, also als Mann, käme ich sicher damit klar. Immer wieder wälze ich mich von einer Seite auf die Andere. Durch das Fenster dringen die ersten Sonnenstrahlen. Ich werde aufstehen. Im Bett finde ich doch keine Erholung. Eine Dusche am Morgen soll mir die nötige Frische bringen.
Doch so richtig geholfen hat es auch nicht. Vielleicht hilft ein Spaziergang an der frischen Luft. Es ist noch sehr frisch draußen. So greife ich mir eine Jacke. Ja es tut gut, so am Morgen die Stille der Natur in sich aufzunehmen. Alle Gedanken und Sorgen scheinen auf einmal weit weg. Auf dem Weg zurück zum Haus kommt mir Rosemarie entgegen. "Petra, heute schon so früh aufgestanden?", erinnert mich Rosemarie an meine Gedanken in der Nacht. "Du siehst nicht sehr gut aus heute.", bestätigt Rosemarie, wie ich mich fühle. "Vor allem im Gesicht siehst Du so leer aus." , meint Rosemarie. "Komm mit ins Haus, da werde ich dir zeigen wozu wir Frauen Make-up benötigen." Das Köfferchen steht seit gestern noch auf der Eckbank in der Küche. Ich setzt mich schon mal auf Rosemaries Anweisung an den Tisch. Sie kommt wenig später mit einem Spiegel und einem Handy zu mir. "Ich möchte erst einmal ein Foto machen, wie Du vor dem Auftragende Make-up aussiehst." , und in dem Moment entsteht schon das Bild. "Wenn wir fertig sind, liebe Petra, machen wir noch ein Bild. Da siehst du den Unterschied." Wenn ich an das Telefonat mit der Firma denke, welches unausweichlich ist, lasse ich alles mit mir geschehen. Nun fängt Rosemarie an. Sie erklärt, "Hiermit trage ich eine Grundierung auf." Es ist das Fläschchen mit der Aufschrift , Ultra Matte. "Schau her, Petra, mit dem Pinsel trage ich nun etwas Puder auf. Es saugt ein wenig von der Grundierung auf und damit du nicht so glänzt, auf dem Gesicht. Das Puder kannst du auch tagsüber immer mal wieder auftragen." Dann greift Rosemarie zu einem anderen Pinsel und öffnet eine Dose mit rötlichen Puder, "Das ist Rouge , liebe Petra." , erklärt Rosemarie, " Etwas leicht auf die Wangen und du siehst viel frischer aus." Dann greift Rosemarie nach einem Kästchen mit verschiedenen Farben. Es erinnert mich an den Malkasten aus der Schulzeit. "Nun etwas Lidschatten und auch die Wimpern betonen", meint Rosemarie. "Das ist Wimperntusche!" zeigt sie mir das schmale lange Fläschchen, welches sie öffnet und ein Stäbchen mit einer kleinen Bürste am Ende herausholt. "Halt mal still. "mahnt Rosemarie, während sie mir an den Wimpern mit der Bürste arbeitet. "Nun betonen wir noch deine Augenbrauen." Mit einem Stift malt Rosemarie an meinem Augenbrauen. "So ich bin fertig.", und sie macht erneut ein Foto von meinem Kopf. "Hier schau mal Petra.", freut sich Rosemarie. Sie zeigt mir jetzt die beiden Bilder. Auf dem letzten Bild erkenne ich mich nicht wieder. "Das ist Zauberei!", gebe ich von mir. "Nein, es ist keine Zauberei, nur ein wenig Make-up.", lächelt mich Rosemarie an. "Komm las uns Frühstück machen. Martina wird gleich kommen. "Während ich den Tisch decke, setzt Rosemarie den Kaffee auf. Aus dem Toaster kommt das Brot in den Brotkorb. "Wen haben wir denn da?", fragt Martina als sie mich ansieht. "Guten Morgen." , antworte ich. "Guten Morgen Petra, du siehst gut aus." "Es ist ein Werk von Rosemarie.", antworte ich. "Kommt lasst uns frühstücken.", kommt Rosemarie mit dem frischen Kaffee an den Tisch.
Nach dem wir fertig mit dem Frühstück sind, räume ich hier erst mal auf. Bevor Martina und Rosemarie zu den Tieren gehen, frage ich sie noch, was sie zum Mittag möchten. "Du kannst uns ja mal überraschen!", meint Martina. Als ich die Küche soweit aufgeräumt habe, wird mir flau im Magen. Der Anruf in der Firma, ich kann ihn nicht länger hinausschieben. Besser, ich nehme einen Stuhl mit zum Telefon.
Langsam wähle ich die Nummer des Kundendienstes, zu dem ich gehöre. Es kommt mir unendlich vor, bis ich die Stimme von Yvonne vernehme. Die ersten Worte bekomme ich nicht so richtig. ""¦"¦, sie sprechen mit Yvonne Schneider, was kann ich für sie tun?" Gerade wollte ich mich mit Petra melden. Doch dann sage ich , "Hier ist Peter." "Welcher Peter?" , fragt Frau Schneider zurück. "Peter Beetz, der Monteur!" "Herr Beetz, wo stecken sie?", die Stimme von Frau Schneider klingt mit einmal besorgt. "Man erwartet sie und die Teile, welche sie mitbringen sollen." "Es gibt da ein Problem!", sage ich. "Was für ein Problem, sprechen sie!" , wird Frau Schneiders Stimme lauter. Im Hintergrund höre ich weitere Stimmen. Und ganz leise höre ich wie Frau Schneider sagt, "Hier ist Herr Beetz der Monteur am Telefon." "Geben sie her." ,ist eine Männerstimme zu vernehmen."
"Peter, bist Du es? Hier ist Rainer." Rainer Grützner ist mein direkter Vorgesetzter. "Ich bin auf einem Bauernhof im Spessart." "Machst du eigenmächtig Urlaub, das wird Ärger geben.", Rainer holte Luft, "Setz Dich gefälligst in Dein Auto und komme in die Firma." "Das geht nicht.", sage ich in den Hörer. "Peter, was soll das heißen, es geht nicht?" "Das Auto ist unter einer Schlammlawine begraben." "Hast du wenigstens die Kundenteile bei Dir?", fragt jetzt Rainer ernster. Leise antworte ich, "Alles ist im Auto, und es ist wahrscheinlich unbrauchbar geworden." "Oh, dass wird Ärger geben." meint Rainer. "Wie konnte es passieren?", will Rainer jetzt wissen. "Das Unwetter, auf der Autobahn ging es nicht weiter. Und dann habe ich die Orientierung verloren." "Gut!", meint Rainer, "Sobald , du in die Firma kommen kannst, melde dich." , dann höre ich, wie den andern im Büro was sagen will. "Aber wenn grobe Fahrlässigkeit vorliegt, kann ich dir nicht mehr helfen." "Ja, ich weiß!" , sage ich leise, " Dann kann ich mir einen neuen Job suchen." "Nur hier bei uns in der Region sieht es nicht gerade rosig aus. Ich hoffe, du bist dir darüber im klaren." "Ja, danke dir ,ich weiß." , sage ich, "Ich melde mich. Auf Wiederhören!" "Auf Wiederhören, Peter!" Dann ist das Gespräch zu Ende und ich lege den Höre auf.
Eine Weile sitze ich noch auf meinem Stuhl und reflektiere das Gespräch. So merke ich nicht wie Martina in die Küche gekommen ist. "Und, Petra, wie war's! Ist deine schöner Kopf noch dran!" "Spotte nur." , sage ich. "Es wird so kommen, wie ich es euch gestern schon erklärte. Ich werde meinen Job verlieren." Martina nimmt sich eine Stuhl und setzt sich neben mich. "Sobald ich von hier wieder wegfahren kann, soll ich in die Firma kommen." "Ach, Petra!", dabei nimmt mich Martina in die Arme. "Du hast aber jetzt kein Auto mehr und keine Papiere." "Ja!" "Wie willst Du aber zu deiner Firma fahren." "Keine Ahnung!" "Petra, lass den Kopf nicht hängen. Wir stehen zu unserm Angebot. Und für alles andere gibt es auch eine Lösung." , tröstet mich Martina. "Wir können am Abend zusammen darüber reden." "Danke für alles, ihr seid so lieb." "Nun hör aber auf, sonst werde ich gleich rot wie eine Tomate." "Trotzdem Danke!", antworte ich.
Tomaten hatte Martina gesagt, ich könnte zu Mittag etwas mit Tomaten machen. Spagetti mit Tomaten , ja das ist es. Die Tomaten schneide ich in kleine Stücke. Ich werde sie in einer Pfanne anschmoren und Gewürze gibt es reichlich dazu die Spagetti und etwas Käse darüber. Ja das werde ich machen. Also los geht"™s.
Viele liebe Grüße von Magdalena
Re: Auf dem Lande!
Verfasst: Do 9. Jun 2022, 06:07
von Swenja
Sehr schön das du weitere schreibst,es ist eine schöne Gesichte.
Hoffe dir fallen noch weitere folgen ein.
LG swenja
Re: Auf dem Lande!
Verfasst: Do 9. Jun 2022, 18:46
von Magdalena
Hallo,
der heutige Teil ist etwas kürzer geraten.
Den Nachmittag habe ich für mich. Wie lange werden wir hier auf dem Bauernhof noch von der Außenwelt abgeschnitten sein. Ich will vorbereitet sein, wenn ich zurück in meine altes Leben zurück gehe. In einer der Schubladen finde ich einen Schreibblock und einen Kugelschreiber. Ich will die Ereignisse der Fahrt aufschreiben, Wie ich hier auf den Bauernhof gekommen bin. Ich hoffe so, etwas zu meiner Entlastung in der Hand zu haben. Nur schwer kann ich meine Gedanken in Worte fassen. Meine Fahrt auf der Autobahn und die Aufforderung zu einem Gewerbegebiet zu fahren, soweit ist alles klar. Doch wie begründe ich meine Entscheidung zu versuchen auf der Landstraße weiter zu kommen. Viel habe ich nicht geschrieben. Und doch hoffe ich glimpflich davon zu kommen.
Martina und Rosemarie kommen früher als die anderen Tage von ihrer Arbeit zurück. Rosemarie sieht mich als erste, wie ich vor auf das Blatt Papier schaue. "Nun Petra," darf ich fragen, was du schönes schreibst?" "Ach , ich will mir nur notieren, was passiert ist. " , blicke ich zu Rosemarie. "Ich will vorbereitet sein, wenn ich wieder in die Firma komme!". "Das ist immer gut, liebe Petra." , bestärkt mich Rosemarie. "Aber viel habe ich nicht auf 's Papier gebracht!" , stöhne ich. "Ich denke, ein Roman soll es nicht werde. Wichtig nur, du kannst darlegen warum du dich entschieden hast weiterzufahren." In dem Moment klingelt das Telefon. "Willst Du ran gehen? Petra! Ich möchte erst noch unter die Dusche bevor Martina kommt." "Ja!", antworte ich und gehe ans Telefon. "Bei Martina und Rosemarie!", melde ich mich, "Ich bin Petra, und zur Zeit bei den Beiden zu Gast." "Und hier ist Bernd Richter vom Bauhof.", antwortet der Mann am anderen Ende. "Ich will Bescheid geben, dass wir bis Montag wieder einen Zugang zu eurem Hof herstellen werden. Es ist aber erst mal nur provisorisch." "In Ordnung, ich werde es ausrichten." "Auf Wiederhören!", schnell hat der Mann aufgelegt.
Also Montag! Dann muss ich diesen Hof verlassen. Ich gehe wieder an den Tisch wo noch immer das Blatt Papier liegt. Als Rosemarie mich fragt, "Wer war es? Was wichtiges?". "Ein Herr Richter vom Bauhof hatte angerufen." "Und was wollte er?" "Am Montag soll es wieder einen Zugang zum Hof geben. Aber erst einmal nur provisorisch." Ich blicke zur Türe, da Martina gerade herein kommt. "Da werde ich euch verlassen müssen." "Wir wissen doch alle, Petra, dass du die Angelegenheit klären musst." , sagt Martina. "Doch unser Haus steht dir jederzeit offen, das weißt du auch.", fügt Rosemarie hinzu. "Ich brauche meine alte Kleidung wieder.", sage ich. "Oh!", antwortet Martina. "Da war nichts mehr zu retten." Martina geht hinaus und kommt mit einem kleinen Beutel wieder. "Das ist alles.", sie holt den Inhalt des Beutels heraus. Der Autoschlüssel und mein Wohnungsschlüssel, mehr ist nicht in dem Beutel. "Wo ist meine Jeans und das T-Shirt?", frage ich. "Ich wollte es waschen, Petra.", antwortet Rosemarie. "Doch der Schlamm hat alles hart wie Stein werden lassen." "Ich kann doch nicht so zurück fahren!", schüttle ich mit meinem Kopf. "Bei meinen Eltern ist ein Zweitschlüssel für meine Wohnung.", rede ich weiter. "Was sollen meine Eltern, die Nachbarn denken, wenn ich im Rock vor der Türe stehe." "Wir geben dir so eine Arbeitshose, wie wir sie bei der Arbeit im Stall tragen und ein einfaches Shirt.", meint Martina. "Ja und ein paar Sportschuhe," ergänzt Rosemarie, "damit fällst du nicht auf."
Die Tage bis zum Montag verlaufen alle gleich. Meine Unruhe steigert sich zusehends. Ich versuche mich zu beruhigen, in dem ich übe mich zu schminken. Rosemarie und Marina quittieren es immer mit lustigen Kommentaren. Sie versuchen mich aufzuheitern.
Der Montag ist gekommen. Der Bauhof hat es wirklich geschafft eine Zufahrt zum Hof wieder herzustellen. Damit ist der Tag des Abschieds gekommen. Martina und Rosemarie haben wie versprochen mir die Arbeitshose und ein Shirt bereitgelegt. Mein Nachthemd lege ich auf das Bett. Nach dem ich mich geduscht bin ziehe ich mich an. Noch einmal schaue ich auf mein Zimmer der letzten Tage. Als ich die Küche betrete, sind Martina und Rosemarie schon dabei den Frühstückstisch besonders hübsch zu decken. Auf der Eckbank steht das Köfferchen, aus dem ich mich in den letzten Tagen bedient habe. Heute bleibt es verschlossen. "Petra, Guten Morgen!" , begrüßen mich die Beiden freundlich. Ein, "Guten Morgen!", kommt von mir gequält. Beide kommen auf mich zu und umarmen mich. "Schau her, Petra, das Köfferchen wartet auf dich!", sagt Martina. "Und wir natürlich auch!", protestiert Rosemarie. Ich versuche zu lächeln. Rosemarie und Martine bedienen mich heute. Doch so richtig will mir das Frühstück nicht schmecken.
"Petra, komm lass dich noch einmal in die Arme nehmen." sagt Martina. "Rosemarie wird dich zum Bahnhof bringen." sie gibt mir eine kleine Tasche. "Hier damit du unterwegs an uns denkst.", ergänzt sie noch. Wir liegen uns in den Armen und ich muss mein Gesicht verbergen. Tränen wollen mir hinunter laufen. Rosemarie hat inzwischen das Auto fahrbereit gemacht. Bevor ich zu ihr einsteige drehe ich mich noch einmal um. Jetzt nehme ich neben Rosemarie im Auto Platz. Nur in Schrittgeschwindigkeit kann Rosemarie auf dem provisorischen Weg fahren. Bis zum Bahnhof sind wir fast eine Stunde unterwegs. "Wo musst Du eigentlich hin?", sie vermeidet meinen Namen zu sagen, denn es sind viele Reisende um uns. Leise sage ich ihr die Stadt ins Ohr. "Ich hole dir eine Fahrkarte, warte hier." Zur Zeit habe ich nur was ich an habe und die kleine Tasche. Nach fünfzehn Minuten kommt Rosemarie zurück. "Hier ist deine Fahrkarte." ,sie überreicht mir noch einen Zettel, "Du musst noch einmal umsteigen. Es steht alles hier drauf.", dann umarmt sie mich. Für die Umherstehenden müssen wir wie ein Liebespaar ausgesehen haben. "Wir sehen uns wieder, Petra." flüstert mir Rosemarie ins Ohr. Dann kommt auch schon mein Zug. In dem Abteil finde ich einen Fensterplatz. Noch einmal kann ich Rosemarie sehen, bevor sich der Zug in Bewegung setzt.
Meine Fahrkarte und den Zettel möchte ich in die Tasche stecken. Neben meinen Schlüsseln fallen mir zwei Briefe auf. Auf dem einen Brief steht "Für unsere Petra." auf dem andern Brief steht "Wenn Du nicht mehr weiter weißt".
Ich öffne den Brief, "Für unsere Petra".
"Liebe Petra,
jetzt bist Du auf den Weg in Dein altes Leben. Und in der kurzen Zeit, in der Du bei uns warst, bist Du uns eine gute Freundin geworden. Wir wünschen uns , dass Du uns nicht vergisst. Du kannst uns jederzeit besuchen." Dann steht noch die Telefonnummer und die Adresse mit auf dem Brief. Weiter schreiben sie. "Liebe Petra, so wie wir es Dir gesagt haben kannst Du auch bei uns eine Anstellung bekommen. In dem Fall öffne den zweiten Brief, aber bitte nicht vorher.
Viele liebe Grüße von Martina und Rosemarie"
Versunken schaue ich aus dem Fenster, als eine Stimme ertönt, "Die Fahrkarten bitte!". Ich lege den Brief in meine Tasche. Dann hole ich die Fahrkarte heraus und gebe sie dem Kontrolleur. "Übernächste Station müssen sie aussteigen. Ihr Anschlusszug fährt dann zwanzig Minuten später von Gleis acht." sagt der freundliche Mann und reicht mir meine Fahrkarte. Und wie der Mann es mir mittgeteilt hat, sitze ich jetzt in dem Zug nach Hause. Meine Fahrkarte gilt auch für den Nahverkehr. So erreiche ich schnell mit dem Bus das Haus in dem meine Wohnung ist. Kinder spielen vor dem Haus. Sie beachten mich aber nicht. Kein Mensch ist im Treppenhaus. So erreiche ich ungesehen meine Wohnung. Schnell schließe ich hinter mir die Tür. Noch einmal lese ich den Brief, als ich mich auf einem Stuhl gesetzt habe. Jetzt lege ich den Brief ordentlich zusammengelegt in meine kleine Tasche.
Mein Blick geht auf das blinkende Telefon. Auf der Anzeige erscheint, "Sie haben zehn verpasste Anrufe". Die meisten Anrufe waren von Markus und Heiko. Sie hinterließen aber keine Nachricht. Nur eine Nachricht war von meinen Eltern. Sie wollten wissen wo ich bin. Die Nachricht war noch bevor ich aus dem Spessart bei meinen Eltern anrief. Wie spät ist es. Auf der Uhr an meinem Küchenradio ist es fünfzehn Uhr. Da müsste da Büro noch besetzt sein. Ich werde gleich mal anrufen. Wieder meldet sich Frau Schneider. "Hier ist Peter Beetz. Ich habe es geschafft. ich bin wieder zu Hause." sage ich. "Einen Moment, bleiben sie in der Leitung.", höre ich noch Frau Schneider sagen, und dann höre ich Musik. "Rainer Grützner am Apparat." "Hier ist Peter Beetz, ich bin wieder zu Hause." "Seit wann?" .fragt Rainer. "Ich bin vor wenigen Minuten angekommen." "Aha, ich überlege, komme morgen zehn Uhr ins Büro!" "Bis morgen!", dann legt er auf.
Aus meinem Schrank lege ich mir andere Sachen heraus. Eine Jeans und mein T-Shirt, was ich zum Geburtstag bekommen habe. Jetzt möchte ich nur noch ein Bad nehmen. Doch ich vermisse den Rosenduft. Ich habe nur ein einfaches Schaumbad aus dem Supermarkt. Ich könnte etwas essen. Doch so richtig sagt mit nichts zu, was ich in meinem Kühlschrank sehe. Nur ein Bier nehme ich mir heraus. irgendwie ist mir alles fremd geworden. Ich schalte den Fernseher ein. Aber auch hier finde ich nichts, was mich anspricht. So beschließe ich ins Bett zugehen .
Viele liebe Grüße Magdalena
Re: Auf dem Lande!
Verfasst: Do 9. Jun 2022, 19:08
von violetta01
Hallo Magdalena, eine tolle Geschichte, dein Schreibstil gefällt mir , gerne würde ich mit Petra/Peter tauschen.
Bitte schnell weiter schreiben. Danke
Gruß Violetta
Re: Auf dem Lande!
Verfasst: Do 9. Jun 2022, 19:16
von Bea Magdalena
Hallo Magdalena
eine sehr schöne Geschichte â£
Herzliches Dankeschön dafür


Liebe Grüße, Bea
Re: Auf dem Lande!
Verfasst: Do 9. Jun 2022, 19:20
von Tina-K.
.
Hallo Magdalena
Vielen Dank für die schöne Geschichte bisher.
Ich bin sehr gespannt, wie sich Peter/Petra entscheiden wird,
oder wie seine/ihre Zukunft aussieht.
Liebe Grüße Tina

Re: Auf dem Lande!
Verfasst: So 12. Jun 2022, 13:34
von Magdalena
Hallo,
es geht weiter mit der Geschichte.
Auch diese Nacht fand ich nicht in einen guten Schlaf. Immer wieder drehte sich in einem Kopf das Erlebte der letzten Tage ab. Lange hatte ich mich nicht mehr so wohl und geborgen gefühlt, wie ich es auf dem Bauernhof bei Rosemarie und Martina erlebt habe. Und dann, was wird der heutige Tag für mich bringen? Erst einmal eine kräftige Dusche, dann ziehe ich das Shirt und die Jeans an. Ich vermisse die Leichtigkeit. Habe ich etwa auf dem Bauernhof zugenommen? Irgendwie fühle ich mich in den Jeans eingeengt. In meinem Schlafzimmer steht doch noch meine Waage. Da unter dem Bett ist sie. Gespannt steige ich auf die Waage, sie ist ein Geschenk meiner Mutter. Sie hatte Angst, dass ich zu viel Fastfood esse und zunehme. Nein, zugenommen habe ich nicht. Aber was ist es nur, so richtig schein ich mich in der Jeans nicht wohl zu fühlen. In einem Fach in meinem Wohnzimmerschrank ist eine Kassette. Da bewahre ich immer Bargeld auf. Ich konnte mich noch nie daran gewöhnen immer mit Karte zu bezahlen. Einen Betrag, den ich für ausreichend halte stecke ich in die Tasche, welche mir die beiden Frauen mitgegeben haben.
In meinem Kühlschrank finde ich nichts, was ich an diesem Morgen gerne zum Frühstück hätte. Ich gewöhnte mich daran nicht alleine zu frühstücken. So ziehe ich los zum nächsten Bäcker. Da sind nur zwei Tische. An einem Tisch sind vermutlich Bauarbeiter. "Ich möchte eine Baguette und einen Kaffee.", sage ich zu der Bedienung. Was sie mit einer Gegenfrage beantwortet, "Zum Mitnehmen oder möchten sie es hier im Geschäft. essen" "Nein, nein! ich möchte es hier zu mir nehmen." "Gut, dann macht es vier Euro und fünfundsechzig Cent." Aus meiner Tasche nehme ich einen Fünfeuroschein. Die Dame hinter der Bedientheke bringt meine Bestellung und legt das Wechselgeld in eine Schale. Erst verstaue ich das Wechselgeld und gehe auf den freien Tisch zu. Es ist das erste Mal, das sich hier im Geschäft etwas esse. Meist holte ich mir zum Feierabend auf dem Heimweg bei einem beliebigen Bäcker etwas mit.
Dann ist es auch bald Zeit mich auf den Weg in die Firma zu machen. An der Haltestelle sind Automaten, da hole ich mir eine Tageskarte. Zwanzig Minuten braucht der Bus. Jetzt stehe ich am Eingang der Firma. Am Empfang begrüßt mich Frau Maning, "Guten Morgen, Herr Beetz! Herr Grützner hat ausgerichtet, sie sollen hier auf ihn warten!" Es ist kein gutes Vorzeichen, sind meine ersten Gedanken. Wenn ich nicht wie sonst auch , ohne weiteres in die Firma komme. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Es kommt mir ewig vor, bis die Tür zum Verwaltungstrakt sich öffnet. Herr Grützner geht erst zu Frau Maning, ehe er sich mir zuwendet. "Guten Tag, Herr Beetz!", begrüßt er mich förmlich. Vor wenigen Wochen waren wir noch per du. "Guten Tag!", sage ich nur. "Kommen sie mit!", fordert mich Herr Grützner auf ihm zu folgen. Wir gehen an seinem Büro vorbei. Am Ende des Ganges ist ein Besprechungsraum. Wie ich in den Besprechungsraum eintrete sehe ich noch zwei weitere Herrn, welche kurz zu mir hochschauten. "Setzen sie sich.", weist mir Herr Grützner einen freien Platz am Tisch zu. Dann beginnt Herr Grützner. "Wir wissen warum wir heute hier zusammengekommen sind." , dabei lässt Herr Grützner seinen Blick über den Tisch schweifen. Zu mir gerichtet sagt er," Der Herr links ist Herr Mehner , der Betriebsleiter und hier rechts, den Herrn kennen sie sicher, der Leiter vom Fuhrpark, Herr Schlegel.
Die Herren teilen mir mit, sie hätten sich erkundigt, wie die Verkehrslage an dem Tag war. Sie wussten also auch, dass die Autobahn gesperrt war. Auch das alle informiert wurden nur bis auf den Parkplatz des Gewerbegebietes zu fahren, wussten sie. Meine Angelegenheit steht schlecht. Ich versuche zu erklären, warum ich mich entschieden habe nicht zu dem Gewerbegebiet zu fahren. Herr Grützner versucht noch ein gutes Wort für mich einzulegen. Er betont meine gute Arbeit in der Firma und das Vertrauen der Kunden in meine Arbeit. Doch der Verlust der Kundenware wiegt am Ende schwerer. Und unter Berücksichtigung aller Umstände, wie sich der Betriebsleiter ausdrückt, sprechen sie mir eine ordentliche Kündigung zum Ende des Monats aus. Auf einen Schadensersatz wird verzichtet, da ich ja aus der Firma ausscheide. Herr Mehner und Herr Schlegel verlassen den Beratungsraum. "Es tut mir leid für Dich.", kommt Herr Grützner zu mir. "Ich hätte vielleicht auch so gehandelt, wie du." , klopft er mir auf die Schulter. "Eigentlich wollten sie dich fristlos kündigen." Mein Blick geht ins Leere. "Wir gehen in mein Büro, Peter." Jetzt nennt er mich auf einmal wieder Peter. "Ich habe schon deine Papier fertig gemacht." Langsam schleiche ich noch einmal in Herrn Grützners Büro. Neben dem Umschlag mit den Papiern reicht er mir noch einen Umschlag und betont , "Es tut uns allen Leid. Die Kollegen haben für dich gesammelt." Ich verlasse das Büro. Mir wird es hier zu eng. Wieder auf der Straße suche ich mir eine Bank.
Was mache ich jetzt. Noch habe ich nicht den Verlust meines Ausweises und des Führerscheines und meiner Bankkarte gemeldet. Nur meine Krankenkarte habe ich noch, aber nur weil ich in der Wohnung vergessen hatte mitzunehmen. Mit dem Bus sind es nur zwei Stationen bis zur nächsten Polizeistation. Bei der Polizei komme ich nur in einen Vorraum .An einer Wand ist eine Wechselsprechanlage. Ich betätige den Klingelknopf. Aus dem Lautsprecher meldet sich eine Stimme "Hauptwachtmeister Pichler, worum handelt es sich." "Ich möchte den Verlust meines Ausweises und meines Führerscheines melden." "Einen Moment , sie werden aufgerufen.", meldet sich der Lautsprecher. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt ein Polizist und bittet mich mitzukommen.
"So sie haben ihren Personalausweis und Führerschein verloren." , fragt mich der Polizist, als wir in seinem Büro angekommen sind. " Ja!" antworte ich. "Wissen sie wann und wo sie alles verloren haben oder ist es ihnen geraubt worden." Kurz erzähle ich von dem Unwetter und das mein Auto mit allem unter einer Schlammlawine begraben liegt. Dann möchte der Polizist wissen ob ich mich mit einem anderen Ausweis oder einer Kundenkarte, am besten mit einem Foto legitimieren kann. Ich lege meine Krankenkassenkarte vor. Dabei erklärte ich, dass ich die Karte zu Hause vergessen hatte. "Ich mach mir mal eine Kopie der Karte." Als er wiederkommt sagt er zu mir. So Herr Beetz lesen sie sich alles nochmal durch. Und wenn so richtig ist unterscheiben sie da unten." Nach dem ich die unterschriebene Anzeige zurückgebe, schaut der Polizist noch einmal über die Anzeige. "In Ordnung. Ich leite es weiter. Sollten sie die Ausweise wiederfinden, melden sie sich bitte." Jetzt holt der Beamte drei Schreiben aus dem Drucker. "So damit können sie auf die Meldestelle einen neuen Personalausweis beantragen." , er überreicht mir die beiden ersten Schriftstücke. "Und mit diesem Papier können sie einen neuen Führerschein beantragen." Dann belehrt er mich noch. "Solange sie jetzt ohne Führerschein sind, dürfen sie kein Fahrzeugführen." Jetzt bin ich entlassen. Und der Polizist führt mich aus der Polizeiwache hinaus.
Ich brauche einen Kaffee. Ob ich bei meinen Eltern vorbeifahre? Mit dem nächsten Bus erreiche ich das Haus in dem meine Eltern wohnen. Ich klingle. "Hallo, wer ist da?" vernehme ich die Stimme meiner Mutter. "Ich bin's, Peter!", spreche ich in das Mikrofon. Kurz darauf summt der elektrische Türschließer. Zwei Etagen muss ich die Treppe bis zur Wohnung nehmen. Meine Mutter steht schon in der Wohnungstüre. "Komm rein mein Junge!", empfängt sie mich. "Guten Tag Mutter!", sage ich gehe an ihr vorbei. "Können wir ins Wohnzimmer?", frage ich. "Ja, aber ich habe noch nicht aufgeräumt." In einer Ecke steht das Bügelbrett. "Ich hab gerade Vaters Hemden gebügelt.", dabei macht sie einen Platz frei, wo wir uns setzen können. "Was ist los mein Junge, möchtest du was?" ,für sie bin ich immer noch ihr kleiner Junge. "Könnte ich einen Kaffee bekommen Mutter?" "Ja!" , und schon macht sich meine Mutter auf den Weg in die Küche. Mit zwei Tassen heißen Kaffees kommt sie zurück. "Nun erzähle, was ist los?", fragt sie mich.
Zuerst berichte ich von der Heimfahrt und dem Unwetter. Auch wie ich auf den Hof von Martina und Rosemarie gekommen bin erkläre ich meiner Mutter. "Da hattest du aber Glück mein Junge.", meint meine Mutter. Doch davon, dass ich in der Zeit im Spessart Röcke und Kleider trug und mich schminkte , erzähle ich nicht. Ich erzähle nichts von Petra. "Und, Peter wie läuft es mit der Arbeit. Wo sollst du als nächstes hinfahren?" "Nirgendwohin!", sage ich zu meiner Mutter, "Sie haben mich entlassen." "Das können die doch mit dir nicht machen!", entrüstet sich meine Mutter. "Doch können sie. In dem Auto war kostbare Kundenware. Die ist jetzt wertlos geworden." , sage ich traurig. "Ich will morgen aufs Arbeitsamt. Da werde ich sicher schnell wieder Arbeit finden." , hoffe ich zumindest. Jetzt möchte ich aber schnell wieder in meine Wohnung," So, Mutter , ich will dann mal wieder. Ich muss für Morgen noch etwas heraussuchen." , dabei nehme ich meine Mutter in die Arme."Tschüss, mein Junge." "Tschüss!", sage ich nur. Meine Gedanken muss ich in Ruhe noch ordnen. So gehe ich zu Fuß in die Straße, in der ich wohne. In meiner Wohnung angekommen, lege ich mich auf mein Bett und starre die Decke an. Wie wird es jetzt bei Martina und Rosemarie sein. Ob sie noch an mich denken? Ich könnte anrufen. Was soll ich sagen, ich habe meinen Job verloren. Ich vermisse die Röcke und Kleider. Nein, ich verwerfe die Idee.
Aus meinem Kühlschrank hole ich eine Büchse Thunfisch, etwas altes Brot und zwei Bier wird mein Abendbrot. Mehr habe ich nicht gefunden. Ich muss morgen einkaufen gehen, wenn ich vom Arbeitsamt komme. Auch und zur Sparkassen eine neue Bankkarte beantragen muss ich noch. Im Fernsehen muss doch was kommen. So schalte ich den Flachbildschirm ein. Doch so richtig will ich mich für nichts interessieren. So hole ich mir ein Buch aus dem Regal. Gelesen habe ich sie schon alle. Aber auch das Buch lege ich nach wenigen Seiten zur Seite. Zu sehr beschäftigt mich die Entlassung aus der Firma. Dabei sagte ich es ja schon zu den Beiden Frauen auf dem Bauernhof, dass es so kommen wird. Noch mit dem Buch in der Hand bin ich dann auf der Couch eingeschlafen.
So erwache ich, und ich spüre eine Verspannung am ganzen Körper. Da gehe ich ins Bad. Im Spiegel sehe ich mein Gesicht. Richtig erholt sehe ich nicht aus. Jetzt weiß ich warum Frauen nach einem anstrengenden Tag jeden Morgen wieder frisch aussehen. Es ist der Inhalt des Köfferchens, welches unter anderem im Spessart steht. Kaltes Wasser für mich muss heute reichen, um in den Tag zu starten. Irgendwo habe ich noch Kaffee. Da im Küchenschrank über der Spüle ist noch eine angerissenes Päckchen. Der Kaffee tut gut. Unterwegs werde ich mir noch was zu essen holen. Das Shirt von gestern werde ich nochmal anziehen. Meine Jeans, Schuhe dann greife ich nach meinen Unterlagen, welche ich gestern von Herrn Grützner erhielt.
Das Arbeitsamt liegt am Rande der Stadt. Es ein nicht gerade einladendes Gebäude. Durch eine Drehtür komme ich in ein Foyer. Wo muss ich hin? Ah, es gibt einen Empfang. Zu der Dame sage ich, "Wo kann ich mich hier arbeitslos melden?" "Haben sie einen Termin?" "Braucht man den einen Termin? Ich habe gestern meine Kündigung bekommen" "Als was haben sie gearbeitet?", fragt mich die Dame. "Ich bin Monteur für Schaltanlagen." "Da schicke ich sie zu den Elektrikern in die zweite Etage. Melden sie sich am Empfang 212." Vor dem Aufzug stehen viele Menschen ich reihe mich da ein. Bis ich merke, die wollen alle gar nicht mit dem Aufzug fahren. Ich nehme den nächsten Aufzug und fahre in die zweite Etage. Gut hier ist gleich der Empfang mit der Nummer 212 . Vor mir sind noch drei Männer.
Endlich bin ich an der Reihe. "Was kann ich für sie tun." wendet sich ein kleiner Mann an mich. "Ich möchte mich arbeitslos melden." "Haben sie eine Kundennummer?", fragt mich der Mann. "Nein.", antworte ich, "Braucht man die?" "Sie sind also das erste Mal ohne Arbeit?" "Ja, ich bin das erste Mal in meinem Leben hier!", werde ich lauter. "Wie ist ihr Name? "Peter Beetz!" , anteworte ich. "Gut, sie werden dann aufgerufen. Gehen sie in den Wartebereich drei." "Warte"¦." , will ich fragen. Der Mann unterbricht mich, "Den Mittelgang durch und rechts ist der Wartebereich drei." Der Wartebereich drei sieht nicht gerade einladend aus. Genauso wie die Frauen und Männer, welche ebenso wie ich hier warten. Nach und nach kommt eine Ansage aus dem Lautsprecher von der Decke. Endlich werde ich aufgerufen. "Herr Beetz bitte Zimmer 253." Im Zimmer 253 erwartet mich eine sehr junge Dame. "Ich bin Frau Pätzold. Herr Beetz, wie kann ich ihnen helfen?" , stellt sie eine Frage an mich. Warum werde ich wohl hier sein, blöde Frage, denke ich. "Ich habe meinen Job verloren!" "Es tut mir leid für sie.", sagt sie. Sie sind das erste Mal hier auf dem Amt?" "Ja!", antworte ich etwas gereizt. "Gut , dann wollen wir mal." , die Dame sucht auf ihrem Monitor etwas. "Hier ich gebe ihnen das Antragsformular mit. Dann reiche ich ihnen noch einige wichtige Informationen. Dabei legt sie alles in eine Mappe, die sie mir jetzt gibt. Wieder schaut die Dame auf ihren Monitor. "Herr Beetz, am Mittwoch in drei Wochen habe ich einen Termin bei ihrem zuständigen Arbeitsberater." "In drei Wochen?" frage ich. "Ich dachte sie können mir heute eine Arbeitsstelle anbieten." , meine ich energisch. "Ich mache hier nur die ersten Schritte mit ihnen." , blickt mich die Dame an. "Sie können aber selbst auch auf verschieden Portalen im Internet nach einer geeigneten Stelle suchen. Es steht alles auch in den Unterlagen, welche ich ihnen mitgebe." Ich greife nach den Unterlagen, um sie in einen Beutel, welchen ich eigentlich zum Einkaufen mitgenommen habe, zu verstauen. "Kann ich sonst noch was für sie tun?" ,fragt mich die Damen. ich schüttle enttäuscht den Kopf, Nein!" Dann wünscht mir die Dame noch einen guten Tag und ich verlasse das Arbeitsamt.
Viele liebe Grüße von Magdalena
Re: Auf dem Lande!
Verfasst: So 12. Jun 2022, 18:15
von Magdalena
Hallo,
hier ist heute noch ein Teil.
Ich muss jetzt unbedingt noch zur Sparkasse. Sonst ist mein Bargeld bald aufgebraucht. Zum Glück liegt die Sparkasse direkt auf meinem Weg. Um die Zeit ist wenig los auf der Sparkasse. Gleich kann ich an den freien Schalter gehen. Wieder werde ich von einem Mitarbeiter der Sparkasse gefragt, "Was kann ich für sie tun?" Langsam kommt mir dieser Spruch schon komisch vor. Denn überall wurde bisher so empfangen. "Ich habe meine Bankkarte verloren.", sage ich. "Haben sie die Karte sperren lassen?", fragt mich der Mann. "Nein!", antworte ich. "Dann müssen wir die Karte schnellstens sperren." ,sagt der Mann ernst. "Dann bräuchte ich mal ihren Ausweis, bitte." "Den habe ich ebenfalls verloren." , in meiner Tasche suche ich nach dem Papier, welches ich von der Polizei erhalten habe, "Von der Polizei bekam ich dieses Schreiben." Ich überreiche es und der Mann schaut es sich an. "Gut, Herr Beetz ich sperre jetzt die alte Karte. Gleichzeitig beantrage ich eine neue Karte für sie . Einen Moment bitte!". Der Mann geht mit meinem Schreiben von der Polizei nach hinten. dann kommt er zurück. "Das ist ihnen. Und wenn sie hier noch unterschreiben wollen. Einmal ist für die Sperrung der alten Karte und hier für die Beantragung der neuen Karte." Mein Schreiben von der Polizei stecke ich ein. "in ein bis zwei Wochen ist die neue Karte bei ihnen." "Danke! Kann ich noch etwas von meinem Konto abheben?", frage ich. "Ja selbstverständlich, Herr Beetz." , erreicht mit ein Auszahlungsformular hin. Ich trage den gewünschten Betrag ein und reiche es dem Mann. Mit dem Geld verlasse ich die Sparkasse und gehe auf den schnellsten Weg nach Hause.
Ich bin frustrieret. Auf den Tisch in meinem Wohnzimmer bereite ich die Papiere vom Arbeitsamt aus. Mir fällt ein Blatt in die Hand, wo Portale aufgelistet sind, die Jobs anbieten. Vielleicht brauche ich da das Amt gar nicht erst, es müsst doch etwas für mich dabei sein. In meinem Schlafzimmer ist noch mein Laptop. Ich hole ihn ins Wohnzimmer. Als ich den Laptop hochgefahren habe möchte er einige Updates ausführen, dies will ich aber jetzt nicht. Im Browser die Adresse eingegeben, und ich werde aufgefordert was ich suche anzugeben. Bingo drei Treffer, wer sagt's denn. Da ist eine Telefonnummer angegeben. Da rufe ich doch gleich mal an. Ich wähle die Nummer. "Jobvermittlung Hähnel, Frau Richter , was kann ich für sie tun." Ich bin Herr Beetz und melde mich auf das Stellenangebot im Internet als Monteur." Jetzt fragt mich Frau Richter als was ich wo zuletzt gearbeitet habe und welche Abschlüsse ich vorweisen kann. Dann ist eine Weile Ruhe in der Leitung. "Oh Herr Beetz, es tut mir leid sagen zu müssen, aber das Angebot bezieht sich auf die Firma, in der sie zuletzt gearbeitet haben." Und etwas anderes?" frage ich. "Herr Beetz, sie können morgen ab acht Uhr zu uns ins Büro kommen, da will ich sehen was ich für sie machen kann. Bringen sie bitte ihr Zeugnisse und einen Lebenslauf mit." "Ja mach ich." sage ich noch. Dann teilt sie mir noch die Adresse mit. Den Rest des Tage verbringe ich damit den Lebenslauf zu schreiben und meine Zeugnisse zusammenzusuchen.
Mit voller Hoffnung bald wieder Arbeit zu haben mache ich mich am Morgen auf den Weg zu dieser Jobvermittlung Hähnel. Die angegebene Adresse ist ein mehrstöckiges Bürohaus. Die Jobvermittlung ist in der vierten Etage. Zunächst stehe ich dann vor einem großen Tresen. Wieder kommt der Satz, der mich die letzten Tage begleitet. "Was kann ich für sie tun?" werde ich von einem jungen Mann gefragt. "Ich habe gestern mit Frau Richter telefoniert.", antworte ich. Und wie ist ihr Name?" "Herr Beetz!" Der junge Mann entfernt sich und kommt nach wenigen Minuten wieder. "Wenn sie inzwischen diesen Fragebogen ausfüllen möchten, Frau Richter ist gleich für sie da.", und er reicht mir den Fragebogen und einen Kugelschreiber. Was sie hier alles wissen wollen! Ob ich deutsch lesen und schreiben kann, zum Beispiel. Na ja was soll's. "Guten Tag Herr Beetz! Ich sehe sie haben den Fragebogen schon ausgefüllt." Ich gebe der reiferen Frau, welche Frau Richter sein muss den ausgefüllten Fragebogen. "Bitte kommen sie mit in mein Büro. Ich bin Frau Richter, und wir hatten gestern miteinander telefoniert." "Ja bestätige ich, und ich bin einer Stelle interessiert, wie sie im in ihrem Internetportal steht. Daraufhin erläutert mir Frau Richter, was sie mir schon am Telefon mitgeteilt hat. Und ob ich mir nicht auch etwas anders vorstellen könne. Sie habe da was als Bauhelfer. Jetzt schaut sie mich an. "Es ist eine körperlich anstrengende Arbeit.", meint sie. Ich sage zu Frau Richter,, "Ich habe einen Berufsabschluss und suche keine Helfertätigkeit." die Frau zuckt mit den Schultern, "Etwas anders kann ich ihnen nicht bieten zur Zeit. Sie können ihre Unterlagen aber da lassen, wenn sie noch Interesse haben. Wenn etwas für sie dabei ist melden wir uns." Frau Richter begleitete mich noch zum Empfang, wo ich meine Unterlagen abgeben soll. Man soll ja nichts unversucht lassen. Und so gab ich alles bei dem jungen Mann ab. Doch ehrlich glaube ich nicht von hier ein vernünftiges Angebot zu bekommen.
Auf meiner Liste war noch die Meldestelle und die Führerscheinstelle offen. Beides liegt sehr nah beieinander. Mit den von der Polizei ausgestellten Schreiben kann ich schnell einen Ausweis und Führerschein neu beantragen. Wenn es nur bei einer neuen Arbeitsstelle auch so problemlos gehen würde. Auf dem Weg nach Hause komme ich an einem Gemüsemarkt vorbei. Ich möchte mir heute einen kleinen Salat zum Abendessen machen. Auf dem Markt finde ich alles was dazu benötige.
Meinen Einkauf schaffe ich erst mal in meine kleine Küche. Dann räume ich alle Papier der letzten Tage auf. Da fällt mit jetzt der zweite Brief von Martina und Rosemarie in die Hände. Bin ich schon an der Stelle angelangt, um diesen zweiten Brief zu öffnen. "Wenn Du nicht mehr weiter weißt", steht auf dem Umschlag. Alle Bemühungen wieder Arbeit zu finden, gestalten sich als schwierig. Dieser Brief ist dicker als der erste Brief der Beiden. Soll ich den Brief öffnen?
Aus der Küche hole ich mir ein Messer und verwende es als Brieföffner. Jetzt beginne ich zu lesen:
"Liebe Petra,
wenn Du diesen Brief in den Händen hältst, dann ist eingetreten, was Du uns erzähltest. Man hat Dir gekündigt. Und eine andere Arbeit ist nicht in Aussicht. Wir haben Dir angeboten bei uns auf dem Hof anzufangen. Wir stehen auch weiter dazu, liebe Petra. Nur gibt es da eine Voraussetzung, Petra arbeitet bei uns und nicht Peter. Wir sahen, wie Du nach den ersten Tagen bei uns aufgeblüht bist. Erst hast Du es abgelehnt überhaupt etwas weibliches anzuziehen. Und dann sahst Du so traurig aus, als du in der Arbeitskleidung in der Küche standest, am Tag Deiner Abreise. Schnell schrieb ich noch diesen Brief, bevor ich das Auto holte. mit dem ich Dich zum Bahnhof brachte. Meine Schwester und ich haben dem Brief einen Angestelltenvertrag beigelegt. Liebe Petra, überlege aber bevor Du diesen Vertrag mit uns eingehst. Du wirst auf unserem Hof, der ja dann auch Dein Hof ist, als Frau leben. Als Frau leben bedeutet auch, Du wirst einige Veränderungen durchmachen müssen. Liebe Petra, wenn Du Dich entscheidest, mit uns unsern Hof zu führen, freuen wir uns sehr auf Dich. Petra, du brauchst uns nur anzurufen und den unterschrieben Vertrag mitbringen.
Es grüßen Dich ganz lieb Martina und Rosemarie"
Jetzt hole ich den Vertrag aus dem Briefumschlag. Der erste Teil ist ein fast normaler Arbeitsvertag zwischen den beiden Schwestern und mir, aber ausgestellt auf eine Frau Petra Beetz. Viel weitreichender ist die Ergänzung des Arbeitsvertrages. Der Arbeitsvertrag kommt nur zur Anwendung, wenn ich bereit bin in der Rolle einer Frau zu leben. Dafür soll ich mich bereiterklären mich zu verändern. Weiter untern wird erklärt, das eine hormonelle Behandlung und eine OP in Betracht zu ziehen sind. Weiter wird erklärt, dass der Bauernhof ein eingetragener Frauenbetrieb ist. Es zur Förderung der Entwicklung des Lebens der Frauen auf dem Lande es ein Programm gibt, welche Betriebe fördern, in dem ausschließlich Frauen arbeiten. Und aus diesem Programm wird der Bauernhof gefördert. Sollten Männer auf diesem Bauernhof beschäftigt werden, würde die Förderung eingestellt und die ausgezahlten Mittel zurückgefordert.
Bisher habe ich von so einem Programm noch nichts gehört oder gelesen. Doch es scheint einleuchtend. Wenn ich unterschreibe, bedeutet es mehr als nur in Röcken und Kleidern und geschminkt herumzulaufen. Wie stellen sie sich es vor eine Frau zu werden? Ich muss zugeben, es war ganz angenehm so im Rock nicht mit der Enge einer Hose zu vergleichen. Dabei kann ich es mir gut vorstellen auf dem Hof zu leben und zu arbeiten. Auf dem Hof bei Rosemarie und Martina hätte ich eine Perspektive. Was habe ich jetzt. Vor mir liegt das Telefon. Ich greife nach dem Hörer und wähle die Nummer von Martina und Rosemarie.
Sie sind sicher noch bei ihren Tieren. Denn keine von beiden schein an das Telefon zu gehen. Gerade will ich auflegen, "Hof Buchner, sie sprechen mit Martina." "Hallo, hier ist Petra.", melde ich mich. "Ach, hallo Petra, schön dich wiederzuhören. Ist bei Dir alles in Ordnung?" "Ich habe gerade euren zweiten Brief geöffnet." "Und du hast den Vertrag unterschrieben!" "Nun ja, ich würde vorher gerne nochmal mit euch reden." Ich bin aufgeregt, "Wie stellt ihr es denn vor, mit dem Frau werden?" "Gut, Petra, die Frage ist berechtigt. Und du hast dir sicher schon Gedanken gemacht. Ach Rosemarie kommt gerade. Einen Moment." Ich höre Stimmen aber nur ganz leise. "Hallo Petra, es ist schön, dass du anrufst. Hier ist Rosemarie. Wenn du willst hole ich dich am Freitag am Bahnhof ab. Dann können wir am Wochenende über alles reden!" Ich überlege kurz." "Ja ich komme am Freitag. Ich sage Euch morgen Bescheid mit welchem Zug ich komme. Tschüss macht's gut." verabschiede ich mich. "Wir freuen uns auf dich Tschüss", höre ich Rosemarie. Dann lege ich das Telefon weg. Habe ich gerade zugesagt? Was soll es bedeuten als Frau zu leben. War es nicht schon so , wie ich es die Tage gelebt habe? Ich gehe in die Küche, um mir meinen Salat zuzubereiten. Mit meinen Gedanken bin in der Küche auf dem Hof im Spessart.
Wieder schlief ich unruhig. Ich muss wenigsten meinen Eltern sagen, dass über das Wochenende nicht zu Hause bin. Doch ich rufe nur kurz an. Am Telefon ist meine Vater. Hallo hier ist Peter, melde ich mich.". Ja Peter, eine Sauerei ist es, was sie mit Dir gemacht haben." Hallo Vater, ich wollte euch nur mitteilen, ich fahre übers Wochenende weg. Vielleicht klappt es mit einem neuen Job." "Aber lass Dich nicht übers Ohr hauen mein Junge." Plötzlich hat mein Vater aufgelegt. Es ist mir ganz recht, da kommen keine anstrengenden Fragen. das Frühstück nehme ich wieder bei dem Bäcker ein, wo ich diese Woche schon einmal war. Gut gefrühstückt suche ich den Bahnhof auf. Ich merke, ich fahre zu selten mit dem Zug. An Aushängen mit den Fahrplänen finde ich mich nicht zurecht. Früher gab es mal eine Auskunft. Doch ich finde nichts. Ich gehe zum einzigen besetzten Fahrkartenschalter. Und ehe wieder der Spruch kommt, welcher mich die letzten Tage begleitet, sage ich gleich, "Guten Tag ich möchte am Freitag in den Spessart." Und wohin im Spessart, möchte der Herr?" Ich krame die Adresse hervor, und nenne sie dem Bahnmitarbeiter. "Da haben wir es, macht achtzehn Euro und zwanzig Cent." "Und wann fährt der Zug?" frage ich. "Jeweils zur vollen Stunde auf Bahngleis drei mit einmal umsteigen. Ichdrucke es ihnen aus." ich bedanke mich und bezahle meine Fahrkarte. Heute Abend rufe ich die beiden an, wann sie mich vom Bahnhof abholen können.
Viele liebe Grüße Magdalena