@Lisa:
Zunächst Glückwunsch zu dem für dich positiv ergangenen Urteil.
Ich denke das sie nicht bewusst über die Wirkung des Wortes "Sieg" nachgedacht hat, nicht allein durch den Ukraine Konflikt ist
man etwas feinfühliger mit der einen oder anderen Wortwahl geworden. Sie hat für sich ein positives Urteil, aufgrund ihrer
individuellen Sachlage, erstritten und kann auf ihrem Weg, zu dem für sie die Stimmfeminisierung gehört, weitergehen.
Sie möchte die Operation gern machen, wird sich vermutlich ausreichend über die Risiken informiert haben - dann lasst sie
doch. Ich verstehe den Wunsch es vermutlich im MedVoc bei Professor Hess in Hamburg durchführen zu lassen, auch wenn es
eine Privatklinik ist. Die Vor- und Nachsorge, seine Ergebnisse sind für eine Wendler-/Glottoplastik ganz gut und ja, die Risiken
einer Heiserkeit, einer künstlichen femininen Stimme, das Problem kaum Kraft bzgl. der Lautstärke in der Stimme zu haben,
bestehen auch dort. Ich wäre an der Stelle erst einmal sehr glücklich über den erreichten Stand - ob ich mich nun wieder in
den Ring begebe nur weil ich die o. g. Klinik möchte ... Ich weiß nicht, man kann den Bogen auch überspannen.
Hut ab das sie es in dem fortgeschrittenen Alter noch angeht - Es wird, wenn es überhaupt gelingt, nach der OP noch eine
ganze Weile dauern bis sich etwas tun wird. Als ich den Weg, allerdings im Ausland als Selbstzahlerin, ging, war ich mit
Mitte 40 schon skeptisch und der Chirurg meinte es wird mindestens 4 Monate emsiges Training benötigen. Er sollte recht
behalten. Erst nach 6 Monaten tat sich etwas und ich brauchte dennoch wieder einen Logopäden (für Randstimme / Falsetto).
(Ich hatte vor der OP 30 Stunden Logopädie nach LaKru und danach noch einmal 10 Stunden.) Insgesamt habe ich über ein
Jahr benötigt. Eine höhere Stimmlage macht eben noch lange keine weibliche Stimme aus - Es gibt auch tolle tiefere Frauenstimmen.
Abschließend ... irgendwie erinnert es mich an meinem Beitrag vor kurzem noch in der TG Gruppe Deutschland auf Facebook
geführt. Es steht außer Frage das jede Operation ein Risiko darstellt. Wenn mit konventionellen Mitteln geholfen werden
kann, gut und schön - jede Operation die nicht stattfindet -> um so besser. Sie hat sich dafür entschieden, demzufolge
wünsche ich ihr wenig Komplikationen, eine schnelle Genesung und ein schönes Ergebnis.
Engelchen hat geschrieben: Sa 23. Apr 2022, 12:44
Hab heute mein Urteil vom Sozialgericht bekommen und die Krankenkasse muss zahlen.
Meine Stimm-Op wurde genehmigt, im Moment für Würzburg und das will ich noch ändern.
Mein Wunsch wird schwierig, weil ich möchte nach Hamburg und dies ist eine Privatklinik.
Ich versuche zumindest den Kostenanteil zu bekommen den die KK auch bei anderen Klinik zahlen müssten.
Mal sehn was passiert.
Liebe Grüße
Lisa