jetzt.de: "Bildung tut weh, weil sozialer Aufstieg einsam macht“
Verfasst: Sa 12. Mär 2022, 23:54
Ein Interview mit der Autorin Nadire Biskin über ihren Debütroman "Ein Spiegel für mein Gegenüber". Und wieder mal erkannte ich mich in einigen Aussagen wieder, auch wenn der Zusammenhang bei mir ein anderer ist. In dieser zum Beispiel:
LG, Mirjam
Hmm ... ich weiß noch nicht, ob ich wirklich auch auf das Buch neugierig geworden bin. Mal sehen ...jetzt: Durch deine Protagonistin Huzur, Referendarin und sogenannte Aufsteigerin, ist Bildung durchgängig ein zentrales Thema der Geschichte. An einer Stelle heißt es, Bildung tue weh. Warum?
Nadire Biskin: Zum Beispiel, weil sozialer Aufstieg auch Entfremdung bedeutet. Für Huzur ist das eine Entfremdung von ihrem Herkunftsmilieu und ihrer Familie. Denn sie haben dadurch weniger gemeinsame Themen. Vieles, was sie erlebt und beschäftigt, erzählt sie ihrer Familie erst gar nicht. Das heißt auch: Bildung tut weh, weil sozialer Aufstieg einsam macht.
LG, Mirjam