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Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 12:38
von Lavendellöwin
Und noch ein letzter Kommentar oder eher eine rhetorische Frage. Warum haben manche "fertige" trans Frauen so eine elitäre, exkludierende Meinung zu anderen trans Menschen? Fühlt man sich dann besser?

Hey...

wahrscheinlich wird mal wieder keine andere Person darüber hier reden wollen,
trotzdem habe ich Patricia's Satz mal aufgegriffen..

spontan habe ich mich gefragt, warum du zu der Frage eigentlich keine Antwort
oder neue Informationen haben magst-und was wäre denn deine Antwort?

Die Antwort ist für mich-weil ich mich abheben möchte und den letzten Status verlassen habe.
Ich habe heute vor 3 Jahren aufgehört zu rauchen, naja und jetzt rate mal welche Menschen
mir inzwischen ziemlich auf den Geist gehen. Die gehen mir nicht nur auf den Geist, sondern
ich frage mich sogar, warum sind die so doof und rauchen immer noch?!

Hmm..

aber in Grund bin ich über "fertige" trans Frau gestolpert..
und eine fertige "trans" Person gibt es nicht-nicht nach meinem Empfinden.
Denn fertig und in einer Übersetzung "hin zu" passt nicht zusammen.
Ist das "hin zu" für eine Person abgeschlossen, der Prozess an der Stelle grade beendet der mit trans
gemeint wird, ist trans als Eigenschaft nicht mehr vorhanden.
Oder die "trans" Person ist anders gesagt "nicht fertig".
Oder man müsste sagen, alle Menschen sind "trans", weil sich alle nahezu immer "hin zu" etwas
bewegen.."cis" wäre somit der Zustand absoluten Stillstandes...

um es anders zu sagen das "trans" als Besonderheit zu werten ist für mich inzwischen
völlig falsch-wenn ist "trans" die absolute Normalität. Und deshalb nicht
erwähnenswert..

wir streiten also oft um, wie soll ich es sagen, ja nichts.

Ich fühle mich an dem Punkt wo ich grade bin, ganz wohl und vielleicht kommt
später nochmal ein Schritt, eine Entwicklung-aber ich bin deshalb nichts Besonderes.

Alles Liebe Marie (flo)

Re: Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 12:55
von Claudia_G
Hallo Marie,

ich sage es mal ganz einfach - hast Recht (dr) .

Nur ich habe die Befürchtung, dass du das Ganze zwar sehr genau, aber dann doch etwas zu "umständlich" beschrieben hast.
Ich hoffe, ich irre mich, ansonsten wirds wohl .... (arg) ..... :roll:

Alles Liebe
Claudia

Re: Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 15:38
von Severine
Hallo Marie (888)

Ich kenne den vorherigen Beitrag und dem vorangegangenen Hintergrund nicht aber ich möchte als
sonst stille Person in diesem Forum etwas dazu beitragen.

Ich bezeichne mich als Frau mit Trans-Hintergrund da ich für mich mit der letzten Operation, die etwas
mit meiner früheren Transition zu tun hatte, der "TRANSfer" zur "Frau" abgeschlossen ist. Ich habe noch
zwei Operationen vor mir, allerdings sind dies eher Schönheitsoperationen die mit meinem gegangenen
Weg nichts mehr wirklich zu tun haben. Nun ja, welche Frau ist schon zufrieden mit sich :wink:

Ich bin meinen Weg relativ flott gegangen und habe die letzten 2 1/2 Jahren entsprechend eng abgestimmt
genutzt. Das hat einerseits finanzielle, zeitliche aber auch berufliche Gründe die ich nicht weiter vertiefen
möchte. Generell gehörte ich der "Ganz oder Gar Nicht" Fraktion an und versuche im Rahmen meiner
Möglichkeiten das beste Ergebnis zu erzielen. Natürlich werden u. a. die Hormone mich kontinuierlich
verändern, so ganz wird man nie ankommen. Mir ist bewusst das ich immer, sei es beim Arzt oder im
Krankenhaus, anders behandelt werden muss. Mein Passing ist gut und ich binde niemanden auf die
Nase als was ich mal "äußerlich" in der Vergangenheit gelebt habe, wer allerdings etwas erfährt und
freundlich fragt, bekommt auch entsprechende freundliche und offene Antworten zurück.

Allerdings muss ich in Teilen, wie mit dem Rauchen Beispiel von dir, zugeben das ich ähnlich denke.
Ich habe bis vor kurzem noch einen Stammtisch (mit) geleitet und muss diesen wegen Rückkehr ins
berufliche Leben nach 3 1/2 Jahren plus der finalen Operationen dessen Genesung mich einige Monate
kosten wird, abgeben. Ich bin weiterhin offen für Strömungen aller Art, flexibel, offen und hilfsbereit,
aber was mir tierisch gegen den Strich geht sind vermeintliche (!) Transfrauen (nicht Crossdresser, DWT
o. ä.) die sich allein über Kleidung und MakeUp definieren, aber z. B. keine Ahnung haben was eine
Klitoris ist (kein Scherz!) oder mich fragen ob ich beim dilitieren (bougieren) Orgasmen habe

... als ob Frau "sein" sich nur über Kleidung und Makeup definitiert :? und 0 Ahnung vom weiblichen
Körper haben ... da könnte ich jedes Mal (ko), dass geht leider mittlerweile soweit dass ich leider
zum aktuellen Zeitpunkt keine "Trans-"Frau kennenlernen durfte, mit der ich es länger ausgehalten
habe - CIS (Bio-) Frauen keinerlei Probleme ... warum ist das so? Ich rätsel immer noch...

Ansonsten ... leben und leben lassen, aber irgendwie geht mir DAS auf den Geist.
Da reagiere ich sehr biestig und zickig drauf...

Lieben Gruß
Alexandra Severine (na)

Re: Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 16:16
von Sabrina Verena
Fertige Transfrauen?
Nun man kann die Eingangsfrage auch als "fertig mit den Nerven" verstehen.
Und die Frage muss man wohl leider mit "ja" beantworten.

Aber ansonsten ist dieses Phänomen mir sehr wohl bekannt, wobei ich bei der Platform, die ich gerade im Hinterkopf habe, mir aber nicht sicher bin, ob es wirklich postoperative (fertige)Transfrauen sind.
Sie geben sich als Solche aus, dass muss aber nichts heißen.
Es kann aber auch auf eine art Minderwertigkeitskomplex zurück geführt werden.
Wer dauernd vermittelt bekommt, das er/sie weniger wert ist bekommt irgendwann Selbstzweifel und versucht sich deshalb im Wert anzuheben.
Deshalb haben gewisse "Braune" ja auch bei Sozialschwachen zuweilen einen gewissen Zuspruch.
LG Verena

Re: Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 16:31
von Anne-Mette
Moin,

wann "fertig" fertig ist, wird jeder Mensch anders beurteilen.
Es gibt auch keine "offizielle Checkliste"- und ein OP-Zwang besteht nicht (mehr).

Jeder Mensch kann und sollte sich natürlich selbst beschreiben können. Ich würde es jedoch so verstehen, dass "trans" irgendwann einmal erledigt ist, d.h. die Personen für sich feststellen,
dass sie (erstmal) dort angekommen sind, wohin sie sich bewegt haben.
Wenn sie sich nicht selbst anders beschreiben, würde ich sie nicht fortgesetzt als "Transmänner" oder "Transfrauen" benennen wollen; ganz im Gegenteil: der inflationäre Gebrauch des Begriffes in Tausenden Artikeln ärgert mich.
Vorbei ist vorbei.
Wenn ich vor drei Jahren mal mit der Bahn gefahren bin, würde ich mich auch nicht heute noch als Bahnreisende bezeichnen (smili)
Gleichwohl könnte ich mich immer noch als Aktivistin für einen angenehmen, kostengünstigen und bequemen Bahnverkehr mit gutem, angemessen bezahlten Personal einsetzen.

Gruß
Anne-Mette

Re: Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 17:12
von Lavendellöwin
Anne-Mette hat geschrieben: Di 22. Feb 2022, 16:31 Gleichwohl könnte ich mich immer noch als Aktivistin für einen angenehmen, kostengünstigen und bequemen Bahnverkehr mit gutem, angemessen bezahlten Personal einsetzen.

Mhm...

ja könnte..
wenn ich allerdings durch das Verhalten anderer Personen dazu genötigt
werden könnte, mich einbringen zu müssen, wo ich es nicht mehr möchte,
empfinde ich das als ganz schön übergriffig und das führt bei mir zu
einer gewissen Abwehrreaktion.


Alles Liebe Marie (flo)

Re: Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 17:40
von Nico
@Marie

Anne-Mette spricht doch rein für sich. Wo ist da eine Nötigung?

Für mich fertige trans Menschen sind die, die in Bezug auf ihr Geschlecht bei sich angekommen und im reinen mit ihrer Vergangenheit sind, unabhängig welche Maßnahmen sie ergriffen haben.
Einfach nur noch leben.

Ob man aktivistisch unterwegs ist, bleibt jeder Person selbst überlassen.

Re: Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 17:46
von Thea
Als fertige, von Geburt an, Transmenschen kam mir, sorry für den Ausdruck, da gibt es sicher Passendere, Zwitter in den Sinn. Sie vereinen sowohl biologisch als auch emotional die männliche und weibliche Welt, falls sie nicht von anderen Umwelteinflüssen geprägt sind.
LG
Thea

Re: Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 17:57
von Laila-Sarah
Trans -> Transition -> Übergang

Ist ein zeitlicher Ablauf und hat natürlich Anfang und Ende. Aber jeder kann bestimmen wann es für einen anfängt und endet. Lass dir von niemanden etwas einreden ;)

Erstens ist es DEINE Transition und zweitens gibt es keine normierten Werte wie so eine Transition abläuft.

Wenn du denkst du bist fertig bist du fertig. Wenn du denkst du möchtest in einer bestimmten Position verweilen oder sogar nicht weiter gehen ist es auch absolut genau so richtig oder falsch.

Es gibt immer so viele Meinungen wie Köpfe also ist es doch unwichtig was die anderen sagen. So gesehen und wenn man drauf hören würde, würde man ja erst gr nicht mit der Transition beginnen. Denn die Mehrheit der Menschen hat wenig Verständnis für trans.

LG

Re: Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 18:09
von Nico
Thea hat geschrieben: Di 22. Feb 2022, 17:46 "¦.sorry für den Ausdruck, da gibt es sicher Passendere, Zwitter in den Sinn.
Du meinst intergeschlechtliche Menschen. Sie sind aber nur biologisch zwischen männlich und weiblich. Als was sie sich sehen, ist unabhängig von der Biologie.
Abgesehen davon, dass es inter Personen gibt die Transitionieren, sehe ich keinen Zusammenhang.

Re: Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 18:45
von Wally
Von seiten Patricia war das im ursprünglichen Kontext keine Frage, sondern eine krass fehlinterpretierende Unterstellung. Unter diesem Aspekt kein weiterer Kommentar meinerseits.

Hier im neuen Thread, als für sich stehende Frage, finde ich's aber durchaus interessant - obwohl ich das "fertig" im Titel erst mal als "fertig mit den Nerven" gelesen habe 8)

Ich habe das Phänomen schon auch gelegentlich mal beobachtet: nicht sehr oft, und wenn, dann ausschließlich bei totaloperierten TS. Da gibt es ja auch am ehesten ein "fertig" in dem Sinne, dass man einen großen, schwierigen, in vieler Hinsicht auch gefährlichen und gewagten Schritt gemacht hat, der zudem nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, eine Zäsur im Leben. Das darf einfach nicht schiefgehen... Ich kann es insofern gut nachvollziehen, dass manche TS in dieser Situation dazu neigen, den Höhenunterschied nach oben im Leben, den ihnen die Operation gebracht hat, auch mit einem guten Stück Zweckoptimismus einzuschätzen: die Entscheidung darf eben auch nicht falsch gewesen sein. Da man eh schon seinen ganzen Mut dazu zusammenkratzen mußte, läßt man Zweifel am Erfolg möglichst gar nicht erst aufkommen. Ein Stück durchaus berechtigter Stolz auf das Geschaffte mag auch eine Rolle spielen: das ist ja auch keine Kleinigkeit, nicht jeder Mensch wird vor eine solche Herausforderung gestellt, und erst recht nicht jeder wird damit dann auch fertig.

Ansonsten wird man aber nach meiner Erfahrung mit dem transsexuellen Weg nie wirklich fertig, es bleibt zeitlebens ein Weg: die Motivation und der Leidensdruck ändern sich, die Lebensumstände - und damit auch mögliche Hindernisse vor dem Rollenwechsel - ändern sich, die Einstellung der Gesellschaft zu unsereins ändert sich (hoffentlich auch weiterhin zu unseren Gunsten, das ist auch nicht selbstverständlich...), Partnerschaftliche Beziehungen können sich ändern, die möglichen Crossdressing-Methoden ändern sich, die rechtlichen Voraussetzungen ändern sich, neue Operationsmethoden machen bessere Ergebnisse möglich - nix is fix, wie der Österreicher sagt.

Mich z.B. hat in den letzten Jahren - 30 Jahre nach Psychotherapie, den ersten Gutachten und Brust-Op - die Verrentung endlich von der Notwendigkeit entbunden, berufliche Rücksichten zu nehmen. Ab diesem Zeitpunkt wagte ich mich zunehmend in die Öffentlichkeit. Dann wurden endlich im Alltag brauchbare und bezahlbare Hüftpolster verfügbar; seitdem macht's einfach viel mehr Spaß, im Outfit rauszugehen, wenn dabei auch die Körperlinie halbwegs stimmt - ein weiter Grund, mich öfter damit zu zeigen. Gleichzeitig wurden die Leute gerade in den letzten 10 Jahren vieeel toleranter: man braucht - sehr im Gegensatz zu früher - kein perfektes Passing mehr, man darf als CD erkennbar sein. Ich muß meine Halbglatze nicht mehr unter der zeitlebens gehassten Perücke verstecken, auch der Bartschatten darf endlich sichtbar sein (Schminke mochte ich noch nie) - trotzdem errege ich seit ein paar Jahren auch in Rock, Bluse und Pumps kein Aufsehen mehr, niemand glotzt mich deswegen mehr indezent an. Ich mache damit heute sehr andere (fast nur gute) Erfahrungen als noch vor 10 Jahren; folglich bin ich seitdem auch öffentlich komplett in die weibliche Rolle geschlüpft und habe die Männerklamotten entsorgt, weil ich mir mittlerweile sicher bin, sie nicht mehr zu brauchen. Die Voraussetzungen im TSG hatten sich inzwischen auch gewandelt, man muß sich nicht mehr kastrieren und scheiden lassen - womit dieses Verfahren für mich überhaupt erst erwägbar wurde. Dass ich es nun tatsächlich gemacht habe, hatte u. a. auch den Grund, dass ich mit meinen 73 Jahren damit rechnen muß, auch mal für längere Zeit ins Krankenhaus oder gar endgültig in ein Pflegeheim gehen zu müssen - und da möchte ich dann auf gar keinen Fall wieder zu den Männern gesteckt werden...

Es bleibt eben alles im Fluss.

Re: Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 18:58
von Jaddy
EmmiMarie hat geschrieben: Di 22. Feb 2022, 17:12 wenn ich allerdings durch das Verhalten anderer Personen dazu genötigt werden könnte, mich einbringen zu müssen, wo ich es nicht mehr möchte, empfinde ich das als ganz schön übergriffig und das führt bei mir zu einer gewissen Abwehrreaktion.
Völlig nachvollziehbar. Ich gönne allen, die es hinkriegen, sich irgendwann von den Hindernisparcours der Transition zu verabschieden und das Thema trans so weit es geht vergessen zu können. Ich denke wir wissen alle sehr gut, wie viel Energie das Thema kosten wird. Nicht nur trans, sogar crossdressing und sogar wenn eins komplett out ist damit.

Dennoch ;)

Einerseits hoffe ich, dass Menschen ihre Erfahrungen einbringen. Nicht nur zugunsten nachfolgender, sondern auch gegenüber cis Personen. Andererseits haben wir diese Biografie, die jederzeit "entdeckt" werden kann und Menschen, die sich irgendwie daran stören, dass wir sind wie wir sind und tun, was wir tun.

Also auch wenn wir auf unsere persönliche Energie achten und haushalten, möchte ich auf die eigentliche Quelle hinweisen, die an diesen Kräften zehren: Menschen, die trans nicht akzeptieren und trans Personen ablehnen bzw attackieren. Nicht unsere fellows sind das Problem.

Re: Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 19:44
von Tina-K.
.
Hallo EmmiMarie
EmmiMarie hat geschrieben: Di 22. Feb 2022, 12:38
wahrscheinlich wird mal wieder keine andere Person darüber hier reden wollen,...
Als ich diesen Satz gelesen habe, hab ich mir so gedacht... was hast Du denn für schlechte Erfahrungen gemacht.
Ich hatte gleich die Vermutung, hier liegst Du verkehrt.
Und bis jetzt schon zehn Antworten.

Ich denke erstmal, es ist eine rein persönliche Entscheidung jedes Einzelnen, sich für fertig zu erklären, zu fühlen ( nicht mit den Nerven )..)c )

Ganz allgemein:
Ich glaube ein "Fertig" wird es nie geben.

Selbst wenn eine GaOP durchgeführt wurde und eine HET.
Es bleibt doch noch eine Menge übrig.

Die vielen Threads hier im Forum belegen es.
Die körperliche Angleichung ist ja dann nicht abgeschlossen.
Viele wollen die Gesamterscheinung verbessern, zum Beispiel Hüftpolster, breite Schultern kaschieren...
Eigentlich müsste der gesamte Knochenbau verändert werden.
Und vielleicht auch noch Gesichts-Chirurgie... und und und

Letztendlich ist es eine rein persönliche Entscheidung, was möchte ich noch, was traue ich mir zu, welche Risiken entstehen.

Und selbst CIS-Menschen sind mit sich oftmals nicht zufrieden.

Ich glaube... diese Frage kann man überhaupt nicht abschliessend beantworten.
Allgemein sowieso nicht....

elgetina ))):s
.

Re: Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 19:51
von Jasmine
Hm, "fertige trans Menschen, welch ein Wort. Ich persönlich bin eine Frau die sich ständig weiterentwickelt. Ich habe meine traurige Kindheit und Jugendzeit überstanden. Dann folgte die nächste schwere Zeit bis ich Menalee fand (oder sie mich) Dann begann ich zu leben, outete mich und der wichtigste Lebensabschnitt mit vielen Herausforderungen begann und dauert noch an. Aber meine Transition ist ein Teil oder Lebensabschnitt, den ich irgendwann als erledigt abhaken muss. Auch dann werde ich neuen Herausforderungen begegnen. Daher kann ich die Frage "Gibt es fertige Trans Menschen" nicht beantworten. Auch wenn ich diese Etappe abgehakt habe, bin ich auch nur ein kleines Licht im Großen und Ganzen. Nicht besser und nicht schlechter. Erst wenn ich mich nicht mehr weiterentwickeln kann, wäre ich dann fertig?

Liebe Grüße Jasmine

Re: Gibt es "fertige" trans Menschen?

Verfasst: Di 22. Feb 2022, 19:53
von Anne-Mette
Tina-K. hat geschrieben: Di 22. Feb 2022, 19:44 Eigentlich müsste der gesamte Knochenbau verändert werden.
Und vielleicht auch noch Gesichts-Chirurgie... und und und
Wie kommt man oder frau auf solche Ideen?