taz | Alice Schwarzer zu Transsexualität: Agenda statt Authentizität
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Anne-Mette
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taz | Alice Schwarzer zu Transsexualität: Agenda statt Authentizität

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

im Text: Wir trans* Personen sollen nun den Schwanz einziehen,

dann hoffe ich mal, sie haben das Thema "wie kaschiert man..." gelesen )))(:

https://taz.de/Alice-Schwarzer-zu-Trans ... 3052/?s=09

Gruß
Anne-Mette
Elizabeth
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Re: taz | Alice Schwarzer zu Transsexualität: Agenda statt Authentizität

Post 2 im Thema

Beitrag von Elizabeth »

Dr. Michaela Dudley (Jg. 1961), eine Berliner trans* Frau mit afroamerikanischen Wurzeln, ist eine „Frau ohne Menstruationshintergrund, aber mit Herzblut, in der Regel“. So lautet ihr Signatur-Lied, und so kennt man sie als wortgewandte taz-Kolumnistin.

Ihre Glosse in der taz, auf die Anne-Mette hier hinweist, ist absolut lesenswert!
TERFs, Alice Schwarzer, Mrs. Rowling u.a. kriegen hier ihr verdientes Fett weg.
You made my day!

LG
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EmmiMarie
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Re: taz | Alice Schwarzer zu Transsexualität: Agenda statt Authentizität

Post 3 im Thema

Beitrag von EmmiMarie »

Elizabeth hat geschrieben: Mo 27. Dez 2021, 11:17 Ihre Glosse in der taz, auf die Anne-Mette hier hinweist, ist absolut lesenswert!
TERFs, Alice Schwarzer, Mrs. Rowling u.a. kriegen hier ihr verdientes Fett weg.
You made my day!
Hmmm...

okay, man kann Alice Schwarzer einiges ankreiden, das sehe ich ein.

Sie aber als "selbsternannte Feministin" zu betiteln, geht einfach drüber raus..
das ist genauso wenig okay..sorry (ich sehe auch nicht wo Michaela Dudley sich in dem
Artikel als Feministin profiliert hätte...)

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Re: taz | Alice Schwarzer zu Transsexualität: Agenda statt Authentizität

Post 4 im Thema

Beitrag von uferlos »

Sicher haben Alice Schwarzer & Co. seinerzeit viel getan und waren erfolgreich darin, die Frauenbewegung voran zu bringen.
Inzwischen haben die Zeiten sich geändert und nicht nur Alt-Frauenrechtlerinnen tun sich schwer, da mitzugehen. Da würde ich auch keine Grundsatzdiskussion führen, genauso wenig wie mit der Generation meiner Eltern. Ob ihr Buch große Bedeutung haben wird, weiß ich nicht - vielleicht bei ihren Fans.

Persönlich habe ich bis jetzt in queeren Frauengruppen keinerlei Ablehnung erfahren und bin im Gegenteil als Trans-Frau (alle, die eine andere Bezeichnung für sich verwenden, mögen darüber hinwegsehen) mit großer Herzlichkeit aufgenommen worden. Das ist für mich das was zählt, die anderen können mich mal gernhaben.

Liebe Grüße von Marit
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Re: taz | Alice Schwarzer zu Transsexualität: Agenda statt Authentizität

Post 5 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

..so wie Marit sehe ich es auch. Die Zeiten ändern sich, was frühe wichtig war, wird heute vielleicht anders gesehen und gewichtet und es haben sich neue Fragestellungen aufgetan, für die es ich lohnt, sich einzusetzen. Früher haben wir gegen Atomkraft gekämpft, heute betrachten wir vielleicht mit Sorge den vermeintlich ökologischen Elektroautoauto-Boom. Was ist und bleibt, ist die Forderung der Gleichberechtigung der Menschen und der gegenseitigen Wetschätzung und Achtung - dafür lohnt es sich auch weiterhin einzusetzen...

Grüße, Ulrike-Marisa :wink:
NikolaAusR
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Re: taz | Alice Schwarzer zu Transsexualität: Agenda statt Authentizität

Post 6 im Thema

Beitrag von NikolaAusR »

uferlos hat geschrieben: Mo 27. Dez 2021, 16:29Ob ihr Buch große Bedeutung haben wird, weiß ich nicht - vielleicht bei ihren Fans.
Persönlich habe ich bis jetzt in queeren Frauengruppen keinerlei Ablehnung erfahren
Nun, das Leben (zumindest meines) findet zumeist ausserhalb queerer Frauengruppen statt.
Meine Lebensrealität ist, dass ich beim Aufsuchen von Toiletten in den Weiten dieser Republik möglichst darauf achte, PWC-Analgen neuerer Bauweise - mit von Außen zugänglichen Einzelkabinen - aufzusuchen.
In 'Häuschen' mit geschlechtergetrennten Zugängen werde ich ob meines fehlenden Passings von anwesenden Frauen regelmäßig kritisch beäugt - oftmals aber auch darauf direkt angesprochen, dass 'dies die Damentoilette' sei oder ich 'hier falsch' sei.

In der heraufziehenden Debatte um die Neuregelung der selfID wird das in dem genannten Buch verwendete Narrativ vom 'als Frau verkleideten Mann, der in Schutzräume von Frauen eindringt' absehbar eine große Rolle spielen.
Das Veröffentlichungsdatum ist wohl mit Bedacht gewählt und wird mitnichten nur 'ein paar Fans' bedienen.
Ein ganzes Mediensegment wird die Prominenz zumindest einer der Autor*innen in die mediale Waagschale werfen um die Republik während des Gestzgebungsprozesses per Buchbesprechung mit diesem Mist zu fluten.

Da die Realität (Populisten aller Epochen) lehrt, dass Behauptungen mit anekdotischer Evidenz durch die ständge Wiederholung irgendwann als evidenzgestützt wahrgenommen werden, bin ich hinsichtlich weiterer Toilettenbesuche nicht unerheblich beunruhigt. Die sprunghaft steigende Zahl gewaltsamer Übergriffe auf trans* Menschen im UK spiegelt eine real existierende Bedrohung wider.

Zudem wird das Thema mit dem Anschluss der Gestzgebung zur selfID nicht abgeschlossen sein.

Der ganze Komplex der Gesundheitsversorgung liegt noch vor uns.
Beginnend zum 01.01.22 wird sich das Ganze aufgrund der hochkomplexen Verwobenheit des Diagnosesystems mit dem Vergütungssystem lange hinziehen; die Übergangsfrist ist mit fünf Jahren bemessen.
Da haben diese 'nicht-trans*-Frauen' weiterhin viele Möglichkeiten nach Kräften zu hetzen.
„Wer richtig urteilen will, muss vollständig ablassen können von jeder Glaubensgewohnheit,
die er von Kindheit an in sich aufgenommen.
Die allgemeine Meinung ist nicht immer die wahrste.“

Klar definier ich mich binär :-)
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Re: taz | Alice Schwarzer zu Transsexualität: Agenda statt Authentizität

Post 7 im Thema

Beitrag von Blossom »

Sehe das ebenfalls wie Marit und Ulrike ... eine transphobe Frau Schwarzer geht mir am Ar..h vorbei. Mich hat die Gesellschaft als Frau herzlich aufgenommen ... nothing else matters!
»Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.«
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Re: taz | Alice Schwarzer zu Transsexualität: Agenda statt Authentizität

Post 8 im Thema

Beitrag von uferlos »

NikolaAusR hat geschrieben: Mo 27. Dez 2021, 19:00 Nun, das Leben (zumindest meines) findet zumeist ausserhalb queerer Frauengruppen statt.
Meins auch und ich hatte das auch nur als Gegenentwurf zur Frauenbewegung alten Stils genannt, um bei dem Thema Alice Schwarzer zu bleiben.
NikolaAusR hat geschrieben: Mo 27. Dez 2021, 19:00 In der heraufziehenden Debatte um die Neuregelung der selfID wird das in dem genannten Buch verwendete Narrativ vom 'als Frau verkleideten Mann, der in Schutzräume von Frauen eindringt' absehbar eine große Rolle spielen.
Das Veröffentlichungsdatum ist wohl mit Bedacht gewählt und wird mitnichten nur 'ein paar Fans' bedienen.
Ein ganzes Mediensegment wird die Prominenz zumindest einer der Autor*innen in die mediale Waagschale werfen um die Republik während des Gestzgebungsprozesses per Buchbesprechung mit diesem Mist zu fluten.
Diese Versuche wird es so oder so geben und ich glaube nicht, dass die typischen Verbreiter solcher Lügenmärchen unbedingt die damals linke Ikone der Frauenbefreiung vor sich hertragen werden.
Vielleicht bin ich zu naiv, doch wir haben eine gewählte Regierung, die sich hoffentlich nicht wieder von populistischem Geschrei von ihren Vorhaben abbringen lassen wird.
Damit bin ich auch schon wieder raus aus der Politik - habe mein Prinzip, mich nicht an politischen Threads zu beteiligen, schon genug verletzt.

Die K-Frage wurde sicher auch schon anderswo ausgiebig besprochen...
Immerhin fühle ich mich da mit meinem Perso nach altem TSG auch mit mäßigem Passing recht sicher, wenn der Körper mich mal auf ein öffentliches Örtchen nötigt. Ohne ist es sicher schwieriger, doch das ändert sich auch mit einem neuen Gesetz nicht. Auch in Zukunft wird es auf eine m/w/d Änderung der Personaldokumente hinauslaufen verbunden mit der dauerhaften Entscheidung für eine Art von Toilette - oder Unisex setzt sich irgendwann durch.

Macht es gut!
Marit
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Re: taz | Alice Schwarzer zu Transsexualität: Agenda statt Authentizität

Post 9 im Thema

Beitrag von Elizabeth »

Mit dem meisten Frauen komm ich auch inzwischen ganz gut zurecht,

aber ich habe auch Ausgrenzung erlebt:
von Frauen und homo-/transphoben Männern:

TERFs wie Rowling, Engelke,... bereiten den geistigen Nährboden...
...die Drecksarbeit wird dann schon von den Kerlen erledigt, die den §175 immer noch nich aus dem Kopf gekriegt haben...

beim TDOR haben wir der 375 Trans-Menschen (Mehrzahl davon Trans-Frauen) gedacht, die das letzte Jahr nicht überlebt haben. Dunkelziffer?

Solange TERFs Trans-Frauen ausgrenzen, so lange machen sie sich mitschuldig an daraus resultierender Gewalt!!!

"Trans-Frauen vergewaltigen..." - ich kann es nicht mehr hören!

In der Realität hat z.B. Oberst Elisabeth Landsteiner gezeigt, wie gut trans- und cis-Frauen kooperieren können:
Sie wurde mit 2/3-Mehrheit von den Frauen der Einheit (Männer haben dabei nix zu sagen, die meisten der Frauen sind wohl cis) zur Gleichstellungsbeauftragten gewählt.

In die Köppe von Schwarzer und Rowling,... geht so was wohl nich rein.

LG Elly
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Re: taz | Alice Schwarzer zu Transsexualität: Agenda statt Authentizität

Post 10 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose »

Elizabeth hat geschrieben: Di 28. Dez 2021, 08:52 TERFs wie Rowling, Engelke
Meinst Du Eva Engelken oder wen sonst ?
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Elizabeth
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Re: taz | Alice Schwarzer zu Transsexualität: Agenda statt Authentizität

Post 11 im Thema

Beitrag von Elizabeth »

Ja, da habe ich ein "N" vergessen, Danke!
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 29. Dez 2021, 11:22
Elizabeth hat geschrieben: Di 28. Dez 2021, 08:52 TERFs wie Rowling, Engelke
Meinst Du Eva Engelken oder wen sonst ?
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