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LGBTI+„Engagement im Unternehmen: Mögliche Maßnahmen und ihre Wirkung

Verfasst: Fr 12. Nov 2021, 09:24
von Anne-Mette
Moin,

hier erfahren wir auch viel über die positive Wirkung, wenn Unternehmensich für LGBTI+-Themen engagieren:
https://www.karriere.at/blog/lgbti-mass ... ehmen.html

Re: LGBTI+„Engagement im Unternehmen: Mögliche Maßnahmen und ihre Wirkung

Verfasst: Fr 12. Nov 2021, 22:20
von Senja
Hallo Anne-Mette,
vielen dank für diesen informativen Link.

Ich hatte vor drei Wochen ein Webinar zu diesem Thema in meiner Firma.
Wir hatten "Diversity-Week" und an diesem Tag wurde auf das Thema Transgender fokussiert.
Ulkigerweise war das am selben Tag an dem ich morgens meinen Termin beim Therapeuten hatte um eine F64.0 Diagnose zu besprechen.

"Hallo Schicksal, du kannst aufhören mit dem Zaunpfahl zu winken. Ich hab's verstanden.", war da mein Gedanke. :lol:

Die IT-Unternehmung in der ich arbeite hatte dabei auch die Aussage dass nicht nur der gesetzliche Rahmen verpflichtet Menschen mit abweichender Geschlechtsidentität zu unterstützen.
Die Firma kann und will es sich auch nicht leisten wertvolle Arbeitskraft zu verlieren indem KollegInnen einen Teil ihrer Energie dafür verwenden müssen um ein Versteckspiel aufrecht zu erhalten.

Ich persönlich bin so dankbar wie sich alles hier um mich herum, in diesem Land und dieser Gesellschaft entwickelt.

Liebe Grüße
Senja

Re: LGBTI+„Engagement im Unternehmen: Mögliche Maßnahmen und ihre Wirkung

Verfasst: Sa 13. Nov 2021, 20:49
von triona
Zitat aus dem Interview:

Gibt es zu diesem Energieverlust am Arbeitsplatz Zahlen?
Astrid Weinwurm-Wilhelm: Ja, dazu gibt es auch Studien — die neueste ist aus 2017 von der Arbeiterkammer — die beleuchten, wie viel Leistungsfähigkeit dadurch verloren geht. Bis zu 30 Prozent können das sein. Und wenn ich Unternehmer*innen frage, ob sie auf 30 Prozent des Potenzials ihrer Mitarbeiter*innen verzichten wollen, nur damit sie sich nicht mit Homosexualität auseinandersetzen müssen, da kann die Antwort nur Nein lauten. Denn niemand zahlt gern 100 Prozent Gehalt und bekommt nur 70 Prozent Leistung dafür. Daher sollte es ein Leichtes sein, Rahmenbedingungen zu schaffen, mit denen sich Mitarbeiter*innen zugehörig fühlen.


Und das ist der wesentlichste, wenn nicht gar der einzige Punkt, an dem Unternehmer zu packen sind. Es wird nur noch eine Weile dauern, bis das nicht nur in Großkonzernen und im Öffentlichen Dienst wahrgenommen wird oder von einzelnen Gutwilligen und "modern" Denkenden Unternehmen in ganz bestimmten Wirtschaftszweigen, sondern sich auch in der Masse der kleinen und mittleren Unternehmen herum spricht.

Und dann muß man noch bedenken, daß die hauptsächlichen Hindernisse wohl meist im ideologischen, religiösen und weltanschaulichen Bereich angesiedelt sind, und häufig von Vorurteilen und Unwissen bestimmt sind. An den Kosten für ein paar Toilettenschilder, eine unbüroktatische Umstellung von Namensschildern, Emailadressen, usw, Verschicken von ein paar Emails, oder Aushängen, persönlichen Gesprächen und der entsprechenden Schulung von Personalabteilungen usw dürfte es wohl am wenigsten liegen. Das kostet alles nicht viel. Nur ein gewisses Umdenken ist erforderlich.


liebe grüße
triona