Call me Stefanie
Verfasst: Sa 23. Okt 2021, 10:55
Hallo miteinander,
nach dem mein erster Text im Off verschwunden ist hier mein zweiter Versuch:
Dies ist mein 3. Versuch in diesem Forum, ich bin wohl sowas wie ein Jojo. Aufgrund meiner persönlichen Geschichte war ich es immer gewöhnt meine Probleme mit mir selbst auszumachen. Gleichzeitig war aber auch der Drang mich mit anderen Auszutauschen da, gepaart mit "pupertärer" Ungeduld. Das möchte ich jetzt besser machen und möchte mich hiermit auch für meine Ungeduld als "Svetlana" entschuldigen.
Meine Zeit als Mädel begann mit meinem 45. Geburtstag, als ich mit der Frau in meinem Leben nach Ulm fuhr und dort den Tag als Frau gekleidet verbrachte. Am selben Abend ging ich dann auch komplett aufgebrezelt zum Tanzen, das war wunderbar.
Für die nächsten 1 1/2 Jahre ließ ich es mit dem Tanzen als Frau bewenden, es ging immer zu Gothic/Wave Veranstaltungen, dort fühlte ich mich aufgehoben. Nach und nach sickerte es langsam in meinen Alltag ein und ich trug immer öfter Frauensachen auch unter Tags. Seit 2020 bin ich jetzt ausschließlich in Frauensachen unterwegs, meine Männerkleidung ist entweder weg oder im Keller eingemottet. Bei meiner Arbeit in der Klinik, dort arbeite ich in der Physiotherapie, fällt das allerdings nicht gross auf, da wir sowieso alle mehr oder weniger das gleiche Tragen.
Was meinen Werdegang betrifft, so bin ich vermutlich nicht ganz so typisch, falls es das überhaupt gibt. Das erste was ich weiß erzählte mir meine Mutter. Nach ihrer Aussage wollte ich mit 3 oder 4 Jahren Kleider tragen, auf ihre Frage warum antwortete ich das ich Babies bekommen wollte. Darauf hin folgte das erste "Aufklärungsgespräch" und wenigstens nach meiner Erinnerung hatte sich das Thema damit erstmal erledigt.
Bis kurz vor meinem 45. hatte ich kaum bewußt daran gedacht in hinsicht auf meine Mann/Frau Ausrichtung irgenwie anders zu sein. Weibliche Kleidung war jedoch seit ich mich dafür zu interessieren begann was ich anziehen möchte, das war wohl so mit 20-21, immer sehr präsent. Ich erinnere mich schon damals recht häufig in der Damenabteilung unterwegs gewesen zu sein und auch teilweise dort eingekauft zu haben. Ich trug auch in der Freizeit manchmal die Röcke einer guten Freundin was mir ein gutes Gefühl gab. Doch sonst kam mir nicht in den Sinn das irgendwas merkwürdig sein könnte. Ich war als Kind immer ein Einzelgänger und da ich auch fetischistische Neigungen hatte waren die Röcke wohl für mich kaum erwähnenswert. Meine Partnerin bekam jedoch meine Vorliebe für weibliche Kleidung ab in dem ich ihr ständig "Vorschläge" machte. Da sie mich nicht nur wirklich liebt, sondern auch einen starken Willen besitzt trug dies jedoch kaum Früchte, bis es ihr irgendwann reichte und sie meinte ich sollte die Sachen doch gefälligst selbst anziehen. Das machte ich dann und finde, das es mir seither deutlich besser geht mit mir selbst. Die Umwelt scheint manchmal irritiert, wirkliche Probleme jedoch hatte ich bisher noch keine. Doch wie schon geschrieben meine Selbstakzeptanz ist seither deutlich gestiegen. Ich kann mich lieb haben so wie ich nun mal bin, und was ich sehr interessant finde, die Menschen im Allgemeinen scheinen besser mit mir klar zukommen als vorher.
Meine Partnerin ist noch immer mit mir zusammen was mich sehr freut und wofür ich ihr sehr Dankbar bin
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit
liebe Grüße
Stefanie
nach dem mein erster Text im Off verschwunden ist hier mein zweiter Versuch:
Dies ist mein 3. Versuch in diesem Forum, ich bin wohl sowas wie ein Jojo. Aufgrund meiner persönlichen Geschichte war ich es immer gewöhnt meine Probleme mit mir selbst auszumachen. Gleichzeitig war aber auch der Drang mich mit anderen Auszutauschen da, gepaart mit "pupertärer" Ungeduld. Das möchte ich jetzt besser machen und möchte mich hiermit auch für meine Ungeduld als "Svetlana" entschuldigen.
Meine Zeit als Mädel begann mit meinem 45. Geburtstag, als ich mit der Frau in meinem Leben nach Ulm fuhr und dort den Tag als Frau gekleidet verbrachte. Am selben Abend ging ich dann auch komplett aufgebrezelt zum Tanzen, das war wunderbar.
Für die nächsten 1 1/2 Jahre ließ ich es mit dem Tanzen als Frau bewenden, es ging immer zu Gothic/Wave Veranstaltungen, dort fühlte ich mich aufgehoben. Nach und nach sickerte es langsam in meinen Alltag ein und ich trug immer öfter Frauensachen auch unter Tags. Seit 2020 bin ich jetzt ausschließlich in Frauensachen unterwegs, meine Männerkleidung ist entweder weg oder im Keller eingemottet. Bei meiner Arbeit in der Klinik, dort arbeite ich in der Physiotherapie, fällt das allerdings nicht gross auf, da wir sowieso alle mehr oder weniger das gleiche Tragen.
Was meinen Werdegang betrifft, so bin ich vermutlich nicht ganz so typisch, falls es das überhaupt gibt. Das erste was ich weiß erzählte mir meine Mutter. Nach ihrer Aussage wollte ich mit 3 oder 4 Jahren Kleider tragen, auf ihre Frage warum antwortete ich das ich Babies bekommen wollte. Darauf hin folgte das erste "Aufklärungsgespräch" und wenigstens nach meiner Erinnerung hatte sich das Thema damit erstmal erledigt.
Bis kurz vor meinem 45. hatte ich kaum bewußt daran gedacht in hinsicht auf meine Mann/Frau Ausrichtung irgenwie anders zu sein. Weibliche Kleidung war jedoch seit ich mich dafür zu interessieren begann was ich anziehen möchte, das war wohl so mit 20-21, immer sehr präsent. Ich erinnere mich schon damals recht häufig in der Damenabteilung unterwegs gewesen zu sein und auch teilweise dort eingekauft zu haben. Ich trug auch in der Freizeit manchmal die Röcke einer guten Freundin was mir ein gutes Gefühl gab. Doch sonst kam mir nicht in den Sinn das irgendwas merkwürdig sein könnte. Ich war als Kind immer ein Einzelgänger und da ich auch fetischistische Neigungen hatte waren die Röcke wohl für mich kaum erwähnenswert. Meine Partnerin bekam jedoch meine Vorliebe für weibliche Kleidung ab in dem ich ihr ständig "Vorschläge" machte. Da sie mich nicht nur wirklich liebt, sondern auch einen starken Willen besitzt trug dies jedoch kaum Früchte, bis es ihr irgendwann reichte und sie meinte ich sollte die Sachen doch gefälligst selbst anziehen. Das machte ich dann und finde, das es mir seither deutlich besser geht mit mir selbst. Die Umwelt scheint manchmal irritiert, wirkliche Probleme jedoch hatte ich bisher noch keine. Doch wie schon geschrieben meine Selbstakzeptanz ist seither deutlich gestiegen. Ich kann mich lieb haben so wie ich nun mal bin, und was ich sehr interessant finde, die Menschen im Allgemeinen scheinen besser mit mir klar zukommen als vorher.
Meine Partnerin ist noch immer mit mir zusammen was mich sehr freut und wofür ich ihr sehr Dankbar bin
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit
liebe Grüße
Stefanie