FrauTV 21.10.: Coming-out als Trans-Frau | Der Kampf um Respekt
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Anne-Mette
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FrauTV 21.10.: Coming-out als Trans-Frau | Der Kampf um Respekt

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ick sach lieber nichts... - aber hier ist der Link zum Programmhinweis des WDR: https://www1.wdr.de/fernsehen/frau-tv/s ... -1536.html

Gruß
Anne-Mette
Tanja Stöckel
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Re: FrauTV 21.10.: Coming-out als Trans-Frau | Der Kampf um Respekt

Post 2 im Thema

Beitrag von Tanja Stöckel »

Liebe Anne-Mette,
danke für den Hinweis auf den Stream. Ich habe mir den Beitrag angeschaut und habe mein Bild der Gesellschaft wieder gefunden. Unternehmen stellen sich für ihre Hochglanz-Boschüren gerne als tolerant dar und hängen die bunte Flagge demonstrativ auf. Nur leider kommt dieses Möchtegern-Immage nicht bei den Mitarbeiter-innen an. Die ganze Sache lebet und stirbt mit der Weltoffenheit und dem Verständnis der direkten Arbeitsumgebung. Hier ist an der Basis noch viel zu tun, bis das, was die Unternehmen gerne zeigen möchten, auch gelebt wird.

Den Beitrag davor über die etwas andere Pornoseite speziell von Frauen für Frauen fand ich auch sehr interessant.

LG, Tanja (has-o)
Ich war schon immer eine Frau, nur niemand konnte mich wirklich sehen.
Jetzt wird es Zeit, dass alle die Frau sehen, damit ich mich erkennen kann und so sein kann wie ich bin.
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Re: FrauTV 21.10.: Coming-out als Trans-Frau | Der Kampf um Respekt

Post 3 im Thema

Beitrag von anika500 »

unglaublich wie intollerant unsere gesellschaft in manchen bereichen nocht ist das kann man nicht nachvollziehen,so was als krankheit zu bezeichen duetet von dummheit und unwiessenheit

mfg anika
Yvette
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Re: FrauTV 21.10.: Coming-out als Trans-Frau | Der Kampf um Respekt

Post 4 im Thema

Beitrag von Yvette »

Ich habe gerade meine pessimistische Phase, in der mir diese Geschichte so vorkommt, als ändere sich unsere Gesellschaft nicht einmal in 100 Jahren. Ich finde es zum Ko...., wie Menschen aus Böswilligkeit, Ignoranz, Leichtfertigkeit mit anderen Menschen umgehen.
Yvette
Anne-Mette
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Re: FrauTV 21.10.: Coming-out als Trans-Frau | Der Kampf um Respekt

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

interessant wären die "näheren Umstände"gewesen, d.h. ich hätte mich gefreut, wenn die Firma sich geäußert hätte.

Zum dgti-Ergänzungsausweis muss ich noch einmal sagen, dass er kein "amtliches Dokument" ist.
Er erleichtert zwar vieles und erklärt anderen Menschen auch einiges über die inhabende Person; aber er öffnet nicht jede Tür
und man ist in vielen Fällen auf Goodwill angewiesen.

Wichtig ist allerdings, dass man sich Unterstützung sucht, z.B. durch die Beratungsangebote der dgti. Gerade bei Zeugnissen konnte ich schon erreichen, dass - mit dem Ergänzungsausweis als "Ergänzung" - die gewünschte Ausfertigung des Zeugnisses für die Betroffenen erreicht werden konnte.
Allerdings gelang mir das nicht in allen Fällen. Wenn eine Schule bei der vorgesetzten Behörde nachfragt (weil sie unsicher ist) und nicht selbst entscheidet und die vorgesetzte Behörde sagt "NEIN", dann bleibt es bei dem Nein - und dann wird es schwierig oder sogar unmöglich. Jedenfalls war das vor ein paar Jahren so.
Wenn die Schule sich entgegenkommend zeigt und eine eigene wohlwollende Entscheidung trifft, ohne bei der Behörde nachzufragen, ist alles ok.

Gruß
Anne-Mette
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Re: FrauTV 21.10.: Coming-out als Trans-Frau | Der Kampf um Respekt

Post 6 im Thema

Beitrag von Diva »

Aufgrund dessen wie wir in der Gesellschaft behandelt werden, haben Trans*personen nun mal deutlich häufiger auch mit psychischen Gesundheitsproblemen zu kämpfen und ich sage immer, dass ist nicht, weil wir trans* sind, sondern ist tatsächlich aufgrund dessen, wie wir von der Gesellschaft behandelt werden.
(yes) Besser hätte ich es auch nicht formulieren können.
Aus dieser bitteren Erkenntnis heraus hatte ich mal die Theorie abgeleitet, dass an sich die Falschen in den psychiatrischen Kliniken und in ambulanten Therapien verarztet werden. Richtiger wäre es, diejenigen dorthin zu schicken, die unverrückbar meinen, unbedingt ein Problem mit Trans*personen haben zu müssen. Das Krankhafte liegt m.E. bei denen und deshalb hätten sie Therapien nötig und nicht die von ihnen Ausgegrenzten, Gehassten, Gemobbten, Vergewaltigten und Geschlagenen. Allerdings würde das unser Gesundheitssystem vor Probleme stellen, wenn plötzlich Millionen Leute Anträge stellten, ihre Ängste, ihren Hass und ihre Denkblockaden behandeln lassen zu wollen ...
heike65
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Re: FrauTV 21.10.: Coming-out als Trans-Frau | Der Kampf um Respekt

Post 7 im Thema

Beitrag von heike65 »

geht noch ein bisschen mehr selbstmitleid ? vermutlich nicht
Blossom
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Re: FrauTV 21.10.: Coming-out als Trans-Frau | Der Kampf um Respekt

Post 8 im Thema

Beitrag von Blossom »

Diva hat geschrieben: Sa 23. Okt 2021, 17:43 Aufgrund dessen wie wir in der Gesellschaft behandelt werden, haben Trans*personen nun mal deutlich häufiger auch mit psychischen Gesundheitsproblemen zu kämpfen und ich sage immer, dass ist nicht, weil wir trans* sind, sondern ist tatsächlich aufgrund dessen, wie wir von der Gesellschaft behandelt werden.
Kann ich für mich persönlich nun so gar nicht unterschreiben! Bin als Frau beruflich voll integriert und werde als geschätzte Kollegin gesehen. Auch komme ich jeden Tag mit Klienten in Kontakt und nicht einmal gab es auch nur den Anflug von - wie es in Beiträgen heißt:
Yvette hat geschrieben: Sa 23. Okt 2021, 14:32 Böswilligkeit, Ignoranz, Leichtfertigkeit mit anderen Menschen umgehen.
Meines Erachtens liegt hier Vieles auch in uns selbst. Ich gehe erhobenen Hauptes meinen Weg und kann für meine Person festhalten: Die Menschen gehen manchmal neugierig, aber immer interessiert mit meiner Transsexualität um. Ja, sie gehen sogar soweit zu erklären, dass sie es gut finden, dass ich mich und damit meinen Weg gefunden habe.

Insoweit ...
heike65 hat geschrieben: Sa 23. Okt 2021, 18:01 geht noch ein bisschen mehr selbstmitleid ? vermutlich nicht
... stimme ich Heike zu. Ich kann in Selbstmitleid versinken, an Gott und der Welt hadern, anstatt zu schauen, was ich selbst tun kann. Und frei nach den Worten von John F. Kennedy: Ich habe mich entschieden als Frau zu leben und dies zu tun, nicht weil es einfach ist, sondern weil es keine andere Option mehr gab.
»Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.«
Billie Jean King (*1943)
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Re: FrauTV 21.10.: Coming-out als Trans-Frau | Der Kampf um Respekt

Post 9 im Thema

Beitrag von Chrissie »

Solche Berichte finde ich nicht unbedingt aussagekräftig. Im Gegenteil sie können hier mehr Trans*Menschen verschrecken. Fakt ist. Hier wurde ein Fall rausgepickt, der nicht gut gelaufen ist. Ich persönlich kenne viele Fälle, bei denen ein berufliches -Outing sehr positiv verlaufen ist, einschließlich mir.

Wichtig wäre bei solchen Berichten heraus zu arbeiten, dass solche Fälle nicht representativ sind und woran es vielleicht gelegen haben könnte.

Sich aufgrund solcher Berichte Gedanken über eine ach so intolerante Gesellschaft zu machen ist jedenfalls der falsche Weg. Die Gesellschaft ist toleranter als viele denken, und schwarze Schafe gibt es überall.

Wer jetzt anfängt zu grübel erzeugt mit der Zeit eine selbst erfüllende Prophezeiung. Man denkt, die Gesellschaft sei intolerant, verhält sich entsprechend verschlossen. Die Gesellschaft wird misstrauisch“Warum ist die Person so verschlossen, was hat die zu verbergen, und verhält sich ebenfalls abweisend, eodurch die Person in ihrem Gleiben unterstützt wird.

Das kann man selbst in vielen Fällen durchbrechen.


Ich bin aufgrund meiner Beratungsstelle und meiner Selbsthilfegruppe schon mehrfach mit vollem Namen und Foto in der Zeitung gewesen. Auf meinen Webseiten sind ebenfalls Namen und Fotos zu sehen. Voriges Jahr war ich der Suche nach neuen Kunden (Softwareentwicklung) und habe mich bei einer hiesigen Firma vorgestellt. (ca 50 Mitarbeiter) Bei der Vorstellung habe ich erwähnt, dass ich noch weitere Referenzen vorlegen würde, diese aber nicht im Vorfeld mitgeschickt habe, da sie meinen alten Namen beinhalten und so ohne Erklärung verwirrt hätten, da ich vor 4 jahren meine Personenstandsänderung hatte. Das war alles und ich habe den Auftrag und bin nach kurzer Zeit mit allen 50 Kollegen per Du und von Anfang ab voll akzeptiert.

Mein Geheimnis: Ich gehe beruflich nicht mit Trans hausieren, verberge aber. meine Geschichte auch nicht und zeige einfach nur, das alles ganz normal ist.
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
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Re: FrauTV 21.10.: Coming-out als Trans-Frau | Der Kampf um Respekt

Post 10 im Thema

Beitrag von Blossom »

Chrissie hat geschrieben: Sa 23. Okt 2021, 19:27 Mein Geheimnis: Ich gehe beruflich nicht mit Trans hausieren, verberge aber. meine Geschichte auch nicht und zeige einfach nur, das alles ganz normal ist.
perfekt. Mache es nicht anders.
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Re: FrauTV 21.10.: Coming-out als Trans-Frau | Der Kampf um Respekt

Post 11 im Thema

Beitrag von Claudia-67 »

Hallo allerseits,
Blossom hat geschrieben: Sa 23. Okt 2021, 19:36
Chrissie hat geschrieben: Sa 23. Okt 2021, 19:27 Mein Geheimnis: Ich gehe beruflich nicht mit Trans hausieren, verberge aber. meine Geschichte auch nicht und zeige einfach nur, das alles ganz normal ist.
perfekt. Mache es nicht anders.
auch bei mir ist das so. Ich schreibe für mehrere Fachzeitschriften und arbeite noch mehreren Modellbahnherstellern zu. Vor 14 Tagen habe ich sogar als Standpersonal auf der Messe gearbeitet und die technischen Fragen der Kunden beantwortet.

Siehe hier:
viewtopic.php?p=325592#p325592

Da gab es keine komischen Sprüche. Man muss da keine Werbung für machen, aber verschweigen muss man es auch nicht, zumal wenn man seit 20 Jahren unter dem alten Namen die Beiträge geschrieben hat. Das ist da alles locker und wer damit ein Problem hat, kann mich mal.

LG
Claudia
ExuserIn-2021-11-20
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Re: FrauTV 21.10.: Coming-out als Trans-Frau | Der Kampf um Respekt

Post 12 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2021-11-20 »

Da möchte ich mich unbedingt meinen Vorgängerinnen beipflichten. Vermutlich ist es das Selbstverständnis mit welchem Wir uns in der Welt bewegen. Wenn ich keinen Zweifel an der Realität hege wird er sich in den meisten Fällen auch nicht zeigen. Ich wohne in einer kleinen gut 4000 Einwohner großen Stadt und meine physische Erscheinung ist über alles betrachtet nicht die aller weiblichste (zwinker). Doch hatte bisher noch keinerlei Schwierigkeiten welcher Art auch immer. Vielleicht liegt es auch daran das ich nicht alles mit bekomme, meint meine Gefährtin. Auch wenn ich bei der Arbeit erscheine, eine Reha Klinik, ernte ich eher hier und da mal ein Kompliment für meinen Stil und meine Kleidung. Die einzige schräge "Anmache" erhielt ich ironischer weise in einer eher großen Stadt. Ein kurzes weißes Sommerkleid an meinen 96 kg waren wohl zu viele für den Kleinen. Er fragte ob ich mich nicht schäme, soweit ich mich entsinne hab ich mit der Gegenfrage wofür er sich denn schäme geantwortet

Grüssle
Stefanie
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