Liebe Alexa,
alexa hat geschrieben: So 19. Sep 2021, 10:39Eine Impfung schützt vermutlich wesentlich besser vor der Delta-Variante, als eine ursprüngliche Infektion mit z.B. der ersten Variante.
Nunja, eine wissenschaftliche Untersuchung aus Israel "vermutet" etwas anderes:
This study demonstrated that natural immunity confers longer lasting and stronger protection against infection, symptomatic disease and hospitalization caused by the Delta variant of SARS-CoV-2, compared to the BNT162b2 two-dose vaccine-induced immunity.
https://www.medrxiv.org/content/10.1101 ... 21262415v1
Ist ein Preprint, scheint mir aber deutlich mehr Gehalt zu haben als deine Mutmaßungen.
Und dass die Verbreitung unter ungeimpften wesentlich höher ist, habe ich auch schon im Radio hören können. Inzidenz Geimpfte 8, Inzidenz ungeimpfte 200. Sagt ja wohl genug.
Auch das sehen Experten anders, deine Zahlen beweisen also erstmal gar nichts:
Nach aktueller Datenlage hält die Immunität nach einer Infektion jedoch wesentlich länger als sechs Monate an, und wahrscheinlich schützt sie sogar besser gegen Delta als die Impfung. Wer sich ein halbes Jahr nach durchgemachter Corona-Infektion nicht impfen lassen will, gilt aber als ungeschützt und muss beim 2G-Modell draußen bleiben.
Hinzukommt, dass sich Geimpfte und Genesene im Vertrauen auf ihren vermeintlich sicheren Impfschutz eher unvorsichtig verhalten. Wenn sie sich dann anstecken, vermuten sie häufig keine Corona-Infektion, isolieren sich nicht und lassen sich auch nicht testen.
Während die häufig proklamierte "Welle der Ungeimpften" anhand der Tests und Krankenhauseinweisungen sichtbar und berechenbar ist, rauscht die Welle der Geimpften wie ein Tarnkappen-Bomber durch die Bevölkerung.
Die Vorstellung des RKI, dass dies für die Epidemie unbedeutend wäre, ist eine Illusion: Außerhalb der 2G-Gaststätten treffen geimpfte Infizierte natürlich ständig mit Ungeimpften zusammen. Das 2G-Modell schützt deshalb Ungeimpfte nicht, sondern setzt sie, im Gegenteil, durch steigende Inzidenzen einem höheren Infektionsrisiko aus.
https://m.focus.de/gesundheit/coronavir ... 10598.html
Dieser Artikel enthält noch viel mehr interessante Informationen (meist mit Verweis auf die Quellen), die eben gerade nicht für die auch hier mehrheitlich geäußerte Ansicht sprechen. Ich würde dir empfehlen, dich mit diesen Fakten zumindest mal zu beschäftigen.
Es ist eben bei weitem nicht so, dass die Einschätzung des RKI allgemein anerkannt ist, das zudem als Bundesbehörde der Regierung unterstellt ist und somit nicht unabhängig arbeiten kann (da weisungsgebunden).
Noch so ein ahnungslose Schwurbler, der einfach nicht auf den rechten Weg finden will, ist der stellvertretende Vorstandschef des Kassenärztlichen Bundesvereinigung:
https://www.aerztezeitung.de/Politik/KB ... 22893.html
Gut, nur weil das in GB geklappt hat und DK das übernächste Woche auch machen wird, sagt ja noch gar nichts?!
Dann soll diese Bundesregierung bitte mal erklären, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage sie zu anderen Erkenntnissen kommt. Das tut sie aber regelmäßig nicht, sondern schickt einfach Leute vor, die irgendwas behaupten. Ohne ihre Behauptungen zu belegen. Letztlich ist das dann eine Privatmeinung, die als offiziell dargestellt wird.
Wissenschaftlich belegte und überprüfbare Tatsachen, die nicht in diese Linie passen, werden totgeschwiegen.
Nenn mir einen Grund, warum man dieser Regierung noch vertrauen sollte?
Doch, von Solidargemeinschaft habe ich schon gehört. Aber zur Solidarität gehört eben auch, diejenigen zu schützen, die sich nicht schützen können.
Dass das mit den aktuell gespritzten Mitteln nicht gelingen kann, steht schon im Focus-Artikel, den ich oben zitiert habe.
Nochmal meine Bitte:
Lest
diesen Text, und gerne auch die zugehörigen verlinkten Hintergrundinformationen.
Stellt euch dann nochmal offen die Frage, ob auf dieser Grundlage derartige Diskriminierung Ungeimpfter sinnvoll ist.
Und behaltet im Hinterkopf dass eine Unterscheidung von Geimpften und Ungeimpften nur der Wegbereiter für künftige Diskussionen sein könnte, um alle möglichen Gruppen zu diskriminieren, die man unter irgend einem angeblich plausiblen Vorwand als Gefahr oder sonstwie "schlecht" definiert.
Mit der geballten Medienmacht ließe sich bei veränderten politischen Vorzeichen sehr einfach eine Diskussion über die Kostenübernahme von geschlechtsangleichenden Maßnahmen a Zetteln. Und es wäre sicher sehr einfach, eine Mehrheit der Bevölkerung dazu zu bringen, dies ablehnend zu sehen und in Folge diese Kosten den Betroffenen aufzubürden.
Jedes Mal, wenn in anderen Zusammenhängen die Solidargescheinschaft gespalten werden soll, und scheinen sie noch so moralisch überlegen, wird diese dadurch geschwächt. Diese Schwächung wirkt sich später zuerst auf Minderheiten aus, die keine Lobby haben.
Denkt mal drüber nach, was für eine Entwicklung ihr hier befördert. Wenn sie euch irgendwann auf die eigenen Füße fällt, ist es zu spät dafür.
LGL