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Rethorische Frage zur Partnerwahl.

Verfasst: Do 16. Sep 2021, 09:34
von ExuserIn-2023-08-12
Beim Stöbern in diesem Forum bin ich auf Zwischenfrage 8 gestossen!
viewtopic.php?f=65&t=3517

Schon interessant diese Umfrage, die mich zu einigen Denkanstössen bewogen hat.
Im Allgemeinen ist ja das gesellschaftliche "Vorurteil" über Trans/CD/DWT...= alle 100% schwul! Alle! :lol:
Das dem ja nun nicht so ist, wissen sicher die meisten hier selber,bzw sieht man ja auch in dieser Abstimmumg.
Stimmt also genauso wenig wie dieses Vorurteil , das alle Schwulen Frauenwäsche tragen.
(hatte mal mit 20 einen schwulen Kumpel /Berufskollegen der konnte damit überhaupt gar nichts anfangen (zeitung) ...Null Interesse an sowas )

OK...also ich selber empfinde mich auch als so ziehmlich hetero,trotz meiner Leidenschaft fürs Weibliche,..lebe auch in einer ausgefüllten glücklichen Ehe..
Meine Frau weiß, das ich ne Fummeltrine bin (wie sie mich manchmal nennt).
Trotzdem muß ich zugeben, das ich mir auch gerne Abbildungen von anderen Crossdresser/Transfrauen anschaue. (Quellen im www gibts ja genügend)
Einschlägige "SheMale-Portale" scheinen ja auch allgemein immer mehr und gut besucht zu sein, bei der inzwischen angebotenen Vielfalt.

Nun meine rethorische Frage: Woran macht ein Mann das Schwulsein fest? Stehen Schwule eher auf Maskulin?
Wenn ein Mann 100% auf Weiblichkeit steht und seine Gegenüber dem optisch entspricht, trotz anderen angeborenen Geschlechts...ist dieser Mann dann schwul?
Der kleine Unterschied dürfte da doch kaum ins Gewicht fallen. Ich kann mit Maskulinität nichts anfangen.

Mal weiter gedacht,....
Weil ja anscheinend viele CD/DWT unglücklich in einer M/W Bezeihung sind, in der sie ihre Leidenschaft nicht ausleben können,
bzw komplett darauf verzichten und lieber Single bleiben...
Wäre es dann nicht erstrebenswert eine CD/CD Beziehung einzugehen?
Vorteil: Man sieht sein Gegenüber jeweils als den weiblichen Teil, den man sich wünscht, da man ja nicht auf Maskulin steht.
Man hat viele selbe Interessen und Leidenschaften und braucht sich nicht zu verstecken, kann gemeinsam enFemme ausgehen...
..naja und die sexuellen Vorlieben werden da sicher auch unkomplizierter vereinbar.

Hab mir schon öfters mal überlegt, was gewesen wäre,
wenn ich vor meiner jetzigen Frau jemanden kennengelernt hätte,
der so wie ich, CD wäre.
Durch meinen damaligen Kumpel, waren wir ab und zu mal auch in Schwulendiscos.
Die eine oder andere attraktive Kleidchenträgerin dort, war natürlich nie eine Bio-Frau.
Was wäre gewesen, wenn sich aus einer Bekanntschaft, eine Beziehung entwickelt hätte?

Eventuell gibts ja den einen oder anderen hier, der in so einer M-CD/M-CD Beziehung lebt?

Re: Rethorische Frage zur Partnerwahl.

Verfasst: Do 16. Sep 2021, 11:53
von Martina-NB
Ich hab vor Jahren mal ein Buch gelesen (weiß den Titel leider nicht mehr). Da hat die Autorin (aus eigener Erfahrung) berichtet, dass schwule Männer sich vielfach sogar besonders männlich geben oder männlich sein möchte und eben meist mir Damenkleidung gar nichts am Hut haben. Wie weitgehend das (heute) gültig ist oder nicht , weiß ich natürlich auch nicht.

Eine trans Frau die auf Männer steht, ist ja nicht schwul.
Und eine trans Frau, die auf Frauen steht ist halt lesbisch.
...
Schwierig wird es halt, wenn die trans Frau nicht operiert ist.
Und noch schwieriger (meiner Meinung nach - und das betrifft mich persönlich) für lesbische trans Frauen. Denn lesbische cis Frauen haben bekanntlich teilweise ein Problem mit Transgender.
Gut dass es auch Menschen gibt, denen m oder w ziemlich egal ist, also quasi bi, dann dürfte im Prinzip auch trans kein Problem sein.
Letztlich muss es einfach passen, jenseits der cis Normalität gibt es einfach eine ganze Menge denkbarer Konstellationen und jede/r empfindet etwas anders.

(Das bezog sich jetzt auf Transpersonen, bei CD/DWT ist es sicher nochmal ganz anders, dazu kann ich nichts sagen.)

Re: Rethorische Frage zur Partnerwahl.

Verfasst: Do 16. Sep 2021, 12:27
von Patricia
Ich war schon immer pansexuell, oder sapiosexuell oder irgendetwas dazwischen...
Eine Beziehung mit einem Mann, in der ich ebenfalls als Mann lebe, kam für mich nie in Frage. Eine Beziehung mit einem Mann in der ich eine Frau bin hingegen schon, denn das spiegelt mein Inneres. ich habe mich in meinen Gedanken immer in einem solchen Fall als den weiblichen Part gesehen.

Ich kann nicht schwul sein, denn ich bin kein Mann.

LG
Patricia

Re: Rethorische Frage zur Partnerwahl.

Verfasst: Do 16. Sep 2021, 15:19
von Martina-NB
Patricia_cgn hat geschrieben: Do 16. Sep 2021, 12:27 Ich kann nicht schwul sein, denn ich bin kein Mann.
;-)
Es gibt schon die Begriffe "lesbischer Mann" und "schwule Frau", im Deutschen eher selten, die englischen Pendants findet man öfters. Ist natürlich die Frage, was genau man darunter verstehen mag. Bzw. ob es irgendeinen Sinn macht, alles genau zu definieren.

Re: Rhetorische Frage zur Partnerwahl.

Verfasst: Do 16. Sep 2021, 15:54
von Mirjam
Hmm Nicole ... das was du schreibst scheint mir dann doch eher auf Äußerlichkeiten bezogen? Und da tue ich mich meistens schwer, ich liebe einen Menschen doch nicht wegen seines Aussehens oder gar wegen der Kleidung, die er trägt? Vor ein paar Wochen ist mir das auch nochmal so richtig klar und bewusst geworden, dass es die inneren Werte sind, die mir wichtig sind. Und ja, irgendwie gehören da auch so Dinge dazu wie die Ausstrahlung oder das Verhalten. Gerade in Bezug darauf kann ich mit "männlichen" Personen nichts anfangen, da kann die Kleidung noch so weiblich sein. Umgekehrt wäre es etwas ganz anderes, selbst wenn diese Person im Blaumann vor mir stehen würde ;) Aber letztendlich ist das alles nur Theorie, die Frage stellt sich für mich nicht mehr ... (he) (he) (he)
DWT.Nicole hat geschrieben: Do 16. Sep 2021, 09:34 ..naja und die sexuellen Vorlieben werden da sicher auch unkomplizierter vereinbar.
Meinst du? Es mag ja für den einen oder anderen so sein, aber so pauschal glaube ich das jetzt nicht. Wer sich von Frauen (sexuell) angezogen fühlt wird doch wohl eher nicht mit einem Mann ins Bett springen, nur weil der gerne Frauenkleidung trägt? Oder sehen das viele anders?

LG, Mirjam

Re: Rethorische Frage zur Partnerwahl.

Verfasst: Do 16. Sep 2021, 16:17
von Lavendellöwin
Martina-NB hat geschrieben: Do 16. Sep 2021, 11:53 Denn lesbische cis Frauen haben bekanntlich teilweise ein Problem mit Transgender.
Hey..

Ist das so?
Ich habe bisher noch keine lesbische Cis Frau getroffen die ein Problem mit mir gehabt hat
Vielleicht weil ich eine Frau bin, und das trans ist dabei Neben und eben nicht Hauptsache.
Wir haben 3 lesbische Cis-Paärchen als wirklich gute Freundinnen...
DWT.Nicole hat geschrieben: Do 16. Sep 2021, 09:34 Hab mir schon öfters mal überlegt, was gewesen wäre,
wenn ich vor meiner jetzigen Frau jemanden kennengelernt hätte
du hättest vielleicht eine Person kennengelernt, bei der du dich wohlfühlst, von der du Wärme
bekommst und ihr euch liebt...das ist fast so wie jetzt (hoffe ich).
Aber dafür ist doch nicht das Geschlecht, nicht Geschlecht oder sonst eine Begrifflichkeit wichtig.
Auch nicht was die Person trägt...schon gleich gar nicht...
Ich mache mir da gar keine Gedanken und deshalb irgendwie auch so langsam keine mehr
wo ich mich bei der sexuellen Orientierung verorte...

das Herz sagt, alles ist gut und Liebe ist Liebe

Alles Liebe Marie (flo)

Re: Rethorische Frage zur Partnerwahl.

Verfasst: Do 16. Sep 2021, 16:27
von Engelchen
!EmmiMarie! hat geschrieben: Do 16. Sep 2021, 16:17 das Herz sagt, alles ist gut und Liebe ist Liebe
Liebe Marie,
schöner hätte ich es nicht sagen können. (sym)

Mir ist es egal wer mein Seelenmensch wird M/W/D oder Trans - Hauptsache das Herz sagt ja. (he) (he) (he) (he)

Liebe Grüße

Lisa

Re: Rethorische Frage zur Partnerwahl.

Verfasst: Do 16. Sep 2021, 16:35
von Martina-NB
!EmmiMarie! hat geschrieben: Do 16. Sep 2021, 16:17 Ist das so?
Natürlich nicht immer, vermutlich real nur wenige, wahrscheinlich wird das Thema aufgebauscht.
Aber gab hier im Forum auch schon einige Threads oder Kommentare über man kann schon sagen Hass seitens Lesben/Feministinnen gegen trans Frauen. Von wegen Vorteile der Frauen abgreifen, in Schutzräume eindringen usw.

Re: Rhetorische Frage zur Partnerwahl.

Verfasst: Do 16. Sep 2021, 17:05
von Fen
Mirjam hat geschrieben: Do 16. Sep 2021, 15:54 Es mag ja für den einen oder anderen so sein, aber so pauschal glaube ich das jetzt nicht. Wer sich von Frauen (sexuell) angezogen fühlt wird doch wohl eher nicht mit einem Mann ins Bett springen, nur weil der gerne Frauenkleidung trägt? Oder sehen das viele anders?

LG, Mirjam
Hi zusammen,

Ich war mit meiner Lieben schon öfter in einschlägigen Clubs auf TV-Parties. Und dort waren einige, die in ihrem offiziellen Leben nie auf Männer stehen, aber an sexy TV doch gesteigertes sexuelles Interesse haben.

Bei meiner Kleinen ist es auch so:sie sagt dass sie für eine gewisse Person eine Ausnahme machen würde. Dass die Person irgendwann mal ein Mann war,interessiert sie dann nicht.

Oder meintest du mit deinem Beitrag einen Mann ohne Makeup, der einfach Damenklamotten trägt, ohne zu versuchen, ein Passing zu erreichen.

Gruß

Fen

Re: Rhetorische Frage zur Partnerwahl.

Verfasst: Do 16. Sep 2021, 18:55
von Mirjam
Huhu Fen, hallo Rest der Welt )))(:

hmm ... vielleicht ist das auf Partys in solchen "einschlägigen Clubs" ja etwas anders als im "offiziellen Leben"? :wink: So wirklich mitreden kann ich da allerdings nicht, es ist einfach nicht meine Welt, deswegen tue ich mich wohl auch etwas schwer mir das vorzustellen.
Fen hat geschrieben: Do 16. Sep 2021, 17:05 Bei meiner Kleinen ist es auch so:sie sagt dass sie für eine gewisse Person eine Ausnahme machen würde. Dass die Person irgendwann mal ein Mann war,interessiert sie dann nicht.
Was meinst du mit "irgendwann mal ein Mann war"? Ich würde es so interpretieren, dass es sich um eine Trans-Frau handelt, auch wenn sie vielleicht niemals wirklich ein Mann gewesen ist ;)
Fen hat geschrieben: Do 16. Sep 2021, 17:05 Oder meintest du mit deinem Beitrag einen Mann ohne Makeup, der einfach Damenklamotten trägt, ohne zu versuchen, ein Passing zu erreichen.
Nein, das meine ich nicht, es geht mir nicht um Äußerlichkeiten, und da rechne ich Makeup auch mit dazu. Es geht mir um das, was von innen kommt, vielleicht trifft es ja das "Wesen" der Person am besten? Ist dieses Wesen weiblich, so nehme ich den Menschen auch weiblich wahr, selbst wenn es sich (mal so als Beispiel) um eine transidente Frau handelt, die gerade bei der Epilation ist und sich deswegen teilweise nicht rasieren darf, deshalb auch ungeschminkt ist und ganz "normal" Jeans und T-Shirt trägt. Ist es jetzt klarer was ich meine?

LG, Mirjam :()b

Re: Rhetorische Frage zur Partnerwahl.

Verfasst: Do 16. Sep 2021, 20:57
von Fen
Mirjam hat geschrieben: Do 16. Sep 2021, 18:55

Was meinst du mit "irgendwann mal ein Mann war"? Ich würde es so interpretieren, dass es sich um eine Trans-Frau handelt, auch wenn sie vielleicht niemals wirklich ein Mann gewesen ist ;)
Habe die Person gerade bei Wiki nachgelesen. Ja, sie ist eine Transfrau bzw. Trans-Frau.

Und ja,Mirjam,mir ist jetzt klarer was Du meinst.
Gruß
Fen

Re: Rhetorische Frage zur Partnerwahl.

Verfasst: Do 16. Sep 2021, 21:05
von ExuserIn-2023-08-12
Mirjam hat geschrieben: Do 16. Sep 2021, 15:54..?nur weil der gerne Frauenkleidung trägt?
Ich kann mir vorstellen das hier ein gewisser Unterschied besteht,zwischen TG und DWT.🤔
Bei DWT spielt auch immer ganz entscheidend der Fetisch Faktor mit eine große Rolle.
Kann mich zwar irren,aber ist es nicht so das die meisten DWT möglichst weiblich sexy Kleidung bevorzugen? Ich würde diese Kleidung auch an einem Mann attraktiv finden,wenns gut aussieht.

Re: Rhetorische Frage zur Partnerwahl.

Verfasst: Do 16. Sep 2021, 22:27
von Patricia
DWT.Nicole hat geschrieben: Do 16. Sep 2021, 21:05 Bei DWT spielt auch immer ganz entscheidend der Fetisch Faktor mit eine große Rolle.
Das ist so, denke ich nicht ganz richtig. Es gibt da die Unterscheidung zwischen Transvestismus und transvestitischem Fetischismus. Sobald ein Fetisch eine Rolle spielt ist es eher das Zweite. Manche möchten einfach ihre weibliche Seite ausleben OHNE das gelebte Geschlecht dauerhaft zu ändern und ohne dabei sexuelle Erregung zu spüren...

LG
Patricia

Re: Rethorische Frage zur Partnerwahl.

Verfasst: Fr 17. Sep 2021, 11:05
von sbsr
Optisch bevorzuge ich definitiv eher weichere / mädchenhafte (darf man das so sagen?) Frauen. Meine Vorstellung kann, nehmt mir das bitte nicht übel, eine Trans*frau allein aufgrund der biologischen Voraussetzungen kaum erfüllen, es sei denn sie hätte den Weg schon vor der männlichen Pubertät eingeschlagen.

Im Laufe meines Lebens habe ich festgestellt, dass die Optik nicht ganz unwichtig ist, ich aber durchaus Gefühle für Frauen entwickeln könnte, die meinen optischen Präferenzen eigentlich nicht entsprechen, deren emotionales Wesen ich aber attraktiv finde. Schwer zu beschreiben, Ihr wisst was ich meine.

Insofern würde ich eine Beziehung mit einer Trans*frau nicht kategorisch ausschließen.

Was körperliche Nähe angeht, bin ich biologisch allerdings 100% hetero - oder dann lesbisch :-? ?
Also jedenfalls müsste im Falle einer engeren Beziehung zu einer Trans*frau deren körperliche Anpassung soweit abgeschlossen sein.

DWT.Nicole hat geschrieben: Do 16. Sep 2021, 09:34 Wäre es dann nicht erstrebenswert eine CD/CD Beziehung einzugehen?
Per Begrifflichkeit scheidet CD-CD bei mir somit aus.