Diva hat geschrieben: Mo 11. Okt 2021, 19:19
Du meinst die mögliche depressive Nebenwirkung von Blockern?
Da hab ich einen recht eindeutigen Test gemacht: Bis zum ersten Suizidversuch wählte ich die "sanfte Tour" ausschließlich mit Estradiol.
Nachdem ich den (leider) überlebte, warf ich dann 10mg Androcur ein. Denn daran lag es definitiv nicht!
Hallo Diva...
das meine ich nicht-naja zumindest nicht direkt.
Mit Androcur fühlte ich mich sehr wohl, nachdem ich aber auch meine Wohlfühldosis von 2,5 mg nicht mehr
nehmen sollte, weil mein Testo unter dem weiblichen Normwert war, war der "Entzug" für mich ziemlich hart
und hat eine Negativspirale erzeugt.
Nur falls es gewisse Personen nicht verstehen-ich schreibe über meine persönliche Erfahrung, deswegen ist es
keine gewagte Behauptung sondern schlicht meine Wahrnehmung.
Androcur abgesetzt habe ich im Frühjahr 20, Androcur verbleibt eine gewisse Zeit noch im Körper weil es eine
hohe Halbwertszeit hat und ab Mai/Juni ging meine Stimmung rapide in den Keller..
vorher war ich seit Beginn der regulären HRT super stabil, es ging mir einfach gut, rosa Phase inklusive
Honigkucheneinhorn, gute 20 Monate lang.
Diva hat geschrieben: Mo 11. Okt 2021, 19:19
Freut mich, dass du da trotz des unschön empfundenen Älterwerdens weg von bist.
Dann setzte ein, das meine Haut schlechter wurde, zu Ausschlägen neigte, die Nägel an Struktur abgebaut haben,
die Haare trockener und dünner wurden und auch ein Haarausfall eintrat.
Damit ging es mir einfach nur schlecht-das war der ungünstigste Zeitpunkt, wo sich das älterwerden zeigte.
Das andere Frauen auch darunter leiden, hat mich leider gar nicht beruhigt.
Corona, eine Vergewaltigungserinnerung aus meiner Kindheit die wieder hochkam, der einsetzende Winter und
noch ein paar "Kleinigkeiten" haben es dann fast geschafft mich ins Dunkel zu holen-aber nein halt...
Diva hat geschrieben: Mo 11. Okt 2021, 19:19
Offenbar waren deine Therapien erfolgreicher als meine.
Ich habe begonnen mir Hilfe zu holen und sie auch anzunehmen, auch wenn es mir schwer gefallen ist.
Zuerst habe ich alles körperliche 5x umdrehen lassen und dann eingesehen das es Verletzungen anderer
Natur in mir gibt..
zudem war es so, das mein Geist weit schneller in der HRT "reiste", als eben mein Körper.
Ich sagte mal, es ist so, als wären meine Gefühle mit Lichtgeschindigkeit unterwegs und mein Körper
sitzt gemütlich irgendwo auf einer Parkbank.
Ich hatte zwar auch gute Fortschritte körperlich, aber es war mir zu wenig, Abbau und Fortschritte gleichzeitig?
Ja und das hat mich innerlich völlig zerrissen.
Paradox? But thats me...
Diva hat geschrieben: Mo 11. Okt 2021, 19:19
Vor allem scheinst du ein positiveres Umfeld zu haben, ohne das keine Besserung möglich ist.
mhm..ohne mein Umfeld hätte ichs nicht geschafft, ich hatte ein paar helfende Hände, Meinungen
und es tut unwahrscheinlich gut, Menschen zu haben, auf die du dich verlassen kannst.
Auch in der Klinik, meine Gruppe gab mir extrem viel...ich hab weiss nicht wie oft ein Danke
ans Universum geschickt.
Alles Liebe Marie
