Klein für'n Mann, glücklicherweise
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Lebensplanung, Standorte
Valerie Bellegarde
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Klein für'n Mann, glücklicherweise

Post 1 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Huhu Mädels,

Kürzlich habe ich wieder mal im Statistischen Jahrbuch gewühlt. Es wird einmal im Jahr vom Statistischen Amt in Wiesbaden herausgegeben und hat eine Menge interessanter Informationen für uns. Jetzt werden bestimmt die meisten Leser / Leserinnen die Lektüre abbrechen und denken: die spinnt, die Valerie.

Die Mehrheit hat aber nicht immer recht. Ich fand also in diesem Jahrbuch etwas sehr Interessantes heraus, dass ich nämlich kleiner bin als der durchschnittliche deutsche Mann (der mit deutschem Ausweis). Der ist nämlich inzwischen 1,80m, und Valerie misst vom Scheitel bis zur Sohle nur 1,72 Meter. Wie Armin Laschet, übrigens, nebenbei bemerkt. Auf Armin wollte ich aber nicht hinaus, sondern auf was ganz anderes, nämlich auf das Gefühl, das man als Glück bezeichnet, und das wohl so etwas ist wie die Zufriedenheit mit den ein paar körperlichen Gegebenheiten, die man sowieso nicht ändern kann. Damit nähere ich mich langsam dem Thema.

Hier im Forum wird ausgiebig über Körperlichkeit diskutiert. Körperlichkeit oder sagen wir es einfacher, unseren Körper, so wie ihn Mutter Natur gemacht und uns überlassen hat für eine gewisse Zeit. Nicht alle sind zufrieden mit dem, was Mutter Natur ihnen da geschenkt oder überlassen hat. Aus dem einfachen Grund, dass, weil man meint eine Divergenz oder Diskrepanz zu spüren zwischen dem was man ist, und dem, als was man sich empfindet. Einfach, dass es nicht zusammenpasst mit dem männlichen Körper und den "weiblichen" Gefühlen.

Auch ich war lange Zeit mit meinem Körper unzufrieden, ja ich habe ihn gehasst, diesen Body. Als Kind wollte ich immer größer und stärker sein als ich war. Leider war die Realität total anders, ich blieb klein. Ich war immer bei den Kleinen und Schwächlingen. Im Turnen wurde ich nie in die erste Mannschaft gewählt, das geht mir heute noch nach, wenn ich ehrlich bin. Es gab viele, viele Kinder in dieser Zeit, wo ich aufgewachsen bin, und was wirklich schlimm war, viele Jungs mobbten mich wegen meiner Größe und nannten mich den "Milchling". Ein Milchling ist wohl sowas wie ein Weichei. Ich hab's jedenfalls nicht als schön empfunden.

Heute , ein paar Dekaden später sehe ich die Sache ganz anders. Für einen Mann bin ich mittelgroß geblieben und auch nur mittel schwer, und mir fehlen immer noch diese markanten männlichen Gesichtszüge, und auch die Stimme ist nicht die von John Wayne. Was andererseits aber auch ein Glück ist für mich als Crossdresser heute. Jetzt bin ich froh, dass ich Schuhgröße 40 habe und die Handschuhgröße meiner Frau und es stört mich kein bisschen, daß ich schmale Schultern habe und eine rundliche Figur. Ist das ausgleichende Gerechtigkeit? Jedenfalls hasse ich meinen Körper heute nicht mehr, sondern bin eigentlich glücklich damit.

Lieben Gruß, Valerie :()b
heike65
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Re: Klein für'n Mann, glücklicherweise

Post 2 im Thema

Beitrag von heike65 »

Tja , im nachhinein Glück gehabt.
Ich bin 1,90. extrem schlank (72 kg), habe Rockgrösse 38 und Bluse 46 bis 50, den Schultern gedankt, kantiges Gesicht und wenn ich nicht aufpasse eine ziemlich tiefe Stimme, extrem schlanke Finger aber trotzdem Handschuhgrösse 10 und Schuhgrösse 44/45.Und selbst Hormone helfen nicht bei der Zunahme, dumm gelaufen.

Lieben Gruß
Heike
rika
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Re: Klein für'n Mann, glücklicherweise

Post 3 im Thema

Beitrag von rika »

Liebe Valerie,
schönen Dank für Deinen anregenden Beitrag. In der Polititik gibt es ziemlich viele Männer, die die 1,70 m-Marke wenn überhaupt nur knapp überschritten haben: Lafontaine, Schröder, Macron oder der früher aus Italien. Da reduziert sich der Macho auf die Körpergröße.

Mir war das Gegenteil gegeben: ich habe zwei Brüder und zusammen mit meinem Neffen sind wir ca.fast 8 m groß, d.h. die 1,90 m sind mehr oder minder Standard. Vor einigen Jahren hatten wir eine Feier und weitere Personen in dem Gardemaß standen zusammen. Das führte dazu, dass die "Kleinen" Genickstarre bekamen :lol:

ich wandele mal Deinen Text um: Groß für'ne Frau. Ich weiß, dass ich durch meine Größe und nicht wirklichen Kurven auffalle und trotzdem gehe ich gerne raus, kaufe ein, sitze in Restaurants usw.

Dieser große Mann oder besser: mein alter ego, hat viele Vorteile für mich. Ich bin mit knapp 100 kg eine "stattliche Figur" und habe eine kräftige Stimme. Das alles möchte ich nicht missen, da ich sowohl beruflich als auch ehrenamtilch unterwegs bin und manchmal der physische Auftritt Wirkung haben kann. Berufs- und Lebenserfahrung, gekleidet in einen Anzug mit Hemd und Krawatte hat da schon seine Wirkung.

Schön wäre es, wenn die rika ein paar Zentimeter schrumpfen und damit unauffälliger würde - so dachte ich lange. Aber dann kam so langsam der Wandel/die Verwandlung: das Äußere ändert sich komplett - Kleidung, Haare, Make-up, Schmuck usw. Und ich wurde stark und souverän: Schöner Mann, große Frau oder wer auch immer. Und am nächsten Tag bin ich wieder der Herr Wagner, der aber ein kleines Geheimnis hat.

Meine Freundinnen und Freunde kennen mich, akzeptieren und manche mögen mich, gerade weil ich bin, wie ich bin. Die anderen müssen damit leben.

Und da ist noch etwas: Die Gabe oder Last des Zuhörens, des Fühlens, des Mangels am Machogehabe und trotzdem der Mann zu sein, der ich bin. Belastend und bereichernd, ganz unabhängig von der Körpergröße. )))(:

rika
Valerie Bellegarde
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Re: Klein für'n Mann, glücklicherweise

Post 4 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Liebe Rika, liebe Heike,

Danke für eure Beiträge. Es ist schon so, dass wir mit dem zurechtkommen müssen, was uns die Natur an Besonderheiten oder körperlichen Eigenarten mitgegeben hat. Ihr seid groß, ich bin's nicht. Bei mir war es so, dass ich meine geringe Größe während der Kinderzeit als Mangel empfunden habe, heute ist das nicht mehr so, denn ich liege mit 1,72 nur knapp über dem Gardemaß deutscher Frauen und das ist gut so, denn ich verwandle mich ganz gerne ab und zu mal in eine Frau. Das sind stets sehr bewußte und zeitlich begrenzte "Aktionen" oder Exkursionen in fremde Welten hinein, die gelegentlich sogar mal über ein paar Tage gehen, aber immer gut geplant sein wollen und mir deshalb immer die sichere Rückkehr in den Mann-Modus und ins alte Leben erlauben. Meine längste zeit en femme war mal einige Wochen lang, damals reiste ich von Südfrankreich aus mit dem Auto in unsere damalige Ferienwohnung in der Schweiz, wo ich 24/7 lm Frau-Modus gelebt habe. Seither lege ich auch Wert auf bequem sitzende Unterwäsche und vor allem Schuhe, die nicht drücken

Wichtig ist natürlich auch die Mentalität, also das, was einen als Mensch ausmacht. Dass meine insgesamt eher passiv-zurückhaltender Charakter oder mein immer noch eher (im früheren Verständnis) eher "unmännliches" Wesen zu diesen temporären Verwandlungen passt oder sie eigentlich erst möglich macht, ist in meinen Augen ein großes Glück, deshalb hab ich den thread auch so genannt.

Also kurz gesagt, ich gehe schon ganz gut als weibliches Wesen in der Öffentlichkeit durch. Es hat nichts mit Angeben zu tun wenn ich sage, ich kann heute besser auf dieser Klaviatur spielen als ich es früher konnte. Also denke, ich werde das Spiel noch weiterspielen. Diese Dinge sind schwer in Worte zu fassen, sie betreffen natürlich Makeup und Aussehen (Perücke im richtigen Stil), aber auch Kleidung, Gang, Auftreten, Gestik, all das was wir in diesem schönen Forum seit Jahren besprechen und worüber wir uns austauschen. Was von meiner Seite hinzukommt, ist meine Empathie und dass ich mich in andere hineinfühlen kann, das ist in mir schon drin. Du hast das von deiner Position aus sehr eindrücklich beschrieben, Rika.

Wozu das alles schlussendlich aber führen wird? Mit Sicherheit strebe ich keine Operationen (GaOP) an und will auch keine hormonellen Interventionen vornehmen bei mir. Das Ganze wird also spielerisch bleiben und ich bleibe körperlich Mann. Welche Spiele aber als nächstes gespielt werden?

Ich habe keine Ahnung, denn es hängt auch von der Tagesform ab und von den externen Gegebenheiten und vielem anderem. Ich mache meine Ausflüge in die weibliche Welt jetzt schon seit 2015 mit wachsender Begeisterung und die Berührungen mit anderen Menschen nehmen logischerweise zu. Natürlich hat eine Frau (auch so eine wie ich) immer auch Beziehungen zu Männern, alles andere wäre nicht normal, wozu würde ich mich sonst stylen? Graduelle Beziehungen sind also immer da. Das sind zuerst nur Blicke, dann vielleicht Gespräche. Ich bin erwachsen und leugne nicht ab, auch schon an Sex gedacht zu haben. Nicht als Ziel oder Endpunkt, denn was sollte danach eigentlich kommen? Aber vielleicht als eine neue Erfahrung. Im Grunde ist es ein Spiel mit ungewissem Ausgang. Also ich möchte das Spiel auf jeden fall weiterspielen, solange es möglich ist.

Lieben Gruß, Valerie
Jeanne
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Re: Klein für'n Mann, glücklicherweise

Post 5 im Thema

Beitrag von Jeanne »

Hi Valerie,
Durschnittgröße von 1,8m.... da bin ich mit meinem 1,6m doch weit unten drunter. Aber dank meiner Zierlichen gestalt, den langen Haaren funktionierts bei mir halt doch sehr gut. Teilweise geh ich auf der Arbeit , komplett in Männerklamotten, schon als Frau durch.
Und interessanterweise brauch ich nichtmal Make-up. :D
Gruß
Jeanne
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Re: Klein für'n Mann, glücklicherweise

Post 6 im Thema

Beitrag von Lana »

Liebe Valerie,

auch wenn ich ein bisschen größer bin als du, erkenne ich mich in ganz viel wieder, was du beschreibst.
Auch ich habe das Glück, mit meinem Körper ganz zufrieden zu sein. Bis auf eine kurze Phase während der Pubertät war es eigentlich immer so, obwohl (oder gerade weil?) er nicht der männlichen Normvorstellung entspricht. Mich hat das kaum je wirklich gestört, außer im Sportunterricht, den ich aber mehr und mehr boykottiert habe. Doch das ist lange her.

Seit ich weiß, wie ich bin, freue ich mich um so mehr über meine schmalen Schultern und meinen schmächtigen Oberkörper. Die Vorteile liegen auf der Hand: Damenkleidung in kleinen Größen passt meist ziemlich gut, auch beträgt der Unterschied zwischen den jeweils passenden Teilen für oben und unten rum nur eine Größe. Das ist vor allem bei Kleidern praktisch, wobei die leider manchmal ein bisschen kurz ausfallen, weil ich wie gesagt ein bisschen länger bin als du. Aber was solls, mir gefällt Mini eh sehr gut (he)

Bei dem hier muss ich allerdings vehement widersprechen:
Valerie Bellegarde hat geschrieben: Di 24. Aug 2021, 21:25 Natürlich hat eine Frau (auch so eine wie ich) immer auch Beziehungen zu Männern, alles andere wäre nicht normal, wozu würde ich mich sonst stylen?
Wenn nur Beziehungen zwischen Frau und Mann "normal" sind, dann stimmt was nicht. Auch homosexuelle Frauen stylen sich, um für potentielle oder tatsächliche Partnerinnen attraktiv zu sein. Und da haben wir von Nicht-binären Personen noch gar nicht gesprochen...

Mir ist klar, dass du von dir sprichst. Aber deine Aussage verallgemeinert eben, und dann stimmt sie nicht mehr.

Nix für ungut,

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
Mirjam
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Groß für 'ne Frau ...

Post 7 im Thema

Beitrag von Mirjam »

... bin ich mit meinen 1,83 dann schon :? Aber es hätte auch schlimmer kommen können, ich muss nur meine Brüder anschauen (oder sollte ich schreiben zu ihnen aufschauen? :lol: ). Immerhin hatte und habe ich Glück, was meine Figur betrifft, mir passt "unten" meistens eine 36, oben eine 38 oder höchstens mal 40. Nur die Länge ist es ab und zu, die etwas fehlt, so wie bei Lana ...

Und hier muss ich Lana einfach Recht geben:
Lana hat geschrieben: Di 24. Aug 2021, 22:37 Bei dem hier muss ich allerdings vehement widersprechen:
Valerie Bellegarde hat geschrieben: Di 24. Aug 2021, 21:25 Natürlich hat eine Frau (auch so eine wie ich) immer auch Beziehungen zu Männern, alles andere wäre nicht normal, wozu würde ich mich sonst stylen?
Wenn nur Beziehungen zwischen Frau und Mann "normal" sind, dann stimmt was nicht. Auch homosexuelle Frauen stylen sich, um für potentielle oder tatsächliche Partnerinnen attraktiv zu sein. Und da haben wir von Nicht-binären Personen noch gar nicht gesprochen...

Mir ist klar, dass du von dir sprichst. Aber deine Aussage verallgemeinert eben, und dann stimmt sie nicht mehr.
Ich hatte noch nie eine Beziehung zu einem Mann, und ich kann mir auch keine vorstellen. Das passt für mich einfach so garnicht. Außerdem bin ich ja in festen Händen ... (he) (he) (he)

LG, Mirjam :()b
Jasmine
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Re: Klein für'n Mann, glücklicherweise

Post 8 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Wäre ich lieber kleiner? Ja und nein. Ich habe diesen Artikel gelesen https://ze.tt/hoert-auf-grosse-frauen-a ... eduzieren/
Zitat:
Die Situation ist schon abstrus: Wir werden täglich mit Bildern von selbstbewussten, durchtrainierten und großen Models konfrontiert, die auf ihren hübschen, langen Beinen über den Laufsteg flanieren. Aber wenn Leute einer solchen Frau persönlich begegnet, dann sind sie irritiert.
Große Frauen fallen auf, wenn sie den Raum betreten. Sie scheinen schneller im Mittelpunkt zu stehen als der Durchschnitt. Trotzdem will sich doch niemand für seinen Körper rechtfertigen und erklären müssen, warum sie*er so ist, wie sie*er ist.

Mit meine 182 cm, Miniröcken und Pump falle ich sowieso auf. Vielleicht ist meine Größe auch ein klein wenig Schutz vor Übergriffen. Ich denke es hat alles seine Vor- und Nachteile.

https://www.elitepartner.de/magazin/fin ... se-frauen/
Zitat:
Viele Männer finden Frauen mit einer überdurchschnittlichen Größe anziehend. Doch warum wirken große Frauen so attraktiv auf Männer?
Große Frauen entwickeln häufig auch ein großes Selbstbewusstsein und vermitteln damit einen starken ersten Eindruck. Männer mögen selbstbewusste Frauen, die genau wissen, wo sie im Leben stehen. Das macht sie für Männer automatisch interessant.
Dazu kommt, dass große Frauen schnell die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wenn sie einen Raum betreten. Sie wirken sehr präsent, und diese Aura wird von Männern wahrgenommen.
Eine Studie der New York University hat außerdem ergeben, dass sich die Körpergröße auf die Charaktereigenschaften auswirkt und große Frauen häufig mehr Sensibilität und Einfühlsamkeit entwickeln. Diese Merkmale fallen zwar nicht auf den ersten Blick, dafür aber in der Kennenlernphase und sie wirken sich positiv auf soziale Beziehungen aus.

Ich habe ja gar nicht gewusst, wie groß diese Damen sind.

https://www.desired.de/stars/bilderstre ... ls-1-80-m/

Liebe Grüße Jasmine
scheue_Sarah
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Re: Klein für'n Mann, glücklicherweise

Post 9 im Thema

Beitrag von scheue_Sarah »

Jasmine hat geschrieben: Mi 25. Aug 2021, 07:21 Mit meine 182 cm, Miniröcken und Pump falle ich sowieso auf.
Hallo Jasmine,

da bin ich aber froh, dass ich nur 1,79m bin :lol:
Oder liegt's doch am Mini...?

Liebe Grüße
Sarah
"Don't dream it, be it!"
aus der Rocky Horror Picture Show

"Es braucht einen echten Mann, um sich mit seiner weiblichen Seite wohlzufühlen..."
Backstreet Boy AJ McLean aus Solidarität zu Harry Styles' Foto im Kleid auf der Vogue
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Re: Klein für'n Mann, glücklicherweise

Post 10 im Thema

Beitrag von Wally »

Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass (heterosexuelle) Frauen in ihrer großen Mehrheit größere Männer bevorzugen - während es umgekehrt Männern ziemlich egal zu sein scheint, ob die Partnerin größer oder kleiner ist als sie selber. Ich persönlich habe schon immer speziell für große Frauen geschwärmt und bin sehr glücklich darüber, dass meine liebe Frau wenigstens gleich groß ist wie ich. Aber ich bin ja auch kein Mann... Die weibliche Vorliebe für große Sexualpartner scheint irgendwie "fest verdrahtet" zu sein.
Herzliche Grüße
Wally
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Re: Klein für'n Mann, glücklicherweise

Post 11 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Wally hat geschrieben: Mi 25. Aug 2021, 09:11 Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass (heterosexuelle) Frauen in ihrer großen Mehrheit größere Männer bevorzugen - während es umgekehrt Männern ziemlich egal zu sein scheint, ob die Partnerin größer oder kleiner ist als sie selber. Ich persönlich habe schon immer speziell für große Frauen geschwärmt und bin sehr glücklich darüber, dass meine liebe Frau wenigstens gleich groß ist wie ich. Aber ich bin ja auch kein Mann... Die weibliche Vorliebe für große Sexualpartner scheint irgendwie "fest verdrahtet" zu sein.

Hmmm...

also nach der Theorie...mein Vater war kleiner als meine Mutter und hatte Schuhgrösse 38,
könnte es wirklich so gewesen sein? Da hab ich schon öfter drüber nachgedacht....
jedenfalls hat er mich in dem wie ich bin immer ernst genommen und auch mich mich sein lassen.
Gesagt hat er ja meist nicht viel-was wieder eher gegen sein Frausein spricht.

Wie auch immer, zu grosse Menschen wecken in mir eher ein Unbehagen, ich mag doch ganz
gerne Leute auf Augenhöhe. Da fühl ich mich irgendwie sicherer..ich empfinde das als
ein gesundes Misstrauen gegenüber Leuten die grösser oder stärker sind und das sind ganz schön
viele...
das kommt vermutlich aus meinem Kindheitstrauma und den Übergriffen.

Trotzdem fühle ich mich mit meinen auch 1,73 wohl und bin mit Schuhgrösse 39/40 sehr schnell
wenns denn sein muss-ich empfinde das auch als normal gross, den viele Frauen und Männer
in meinem Umfeld sind in etwa im ähnlichen Bereich...
ich passe oben wie unten gut in eine 38 oder 40 also warum sollte ich mir in der Hinsicht auch nur den
kleinsten Gedanken machen...naja mein Hintern wird grade breiter, ist aber okay

(smili)

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Re: Klein für'n Mann, glücklicherweise

Post 12 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Naja, da hab ich mit 1,70m noch Glück. In früheren Zeiten war ich mit der Körpergröße nicht begeistert. Heute bin ich darum froh. Auch mit Schuhgröße 38 und Kleidergröße 40 brauch ich mir keine Sorgen zu machen.
LG Christina
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Re: Klein für'n Mann, glücklicherweise

Post 13 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Mittlerweile bin ich auf Grund des Alters auf 1,63 m geschrumpft. Tja, die Knochen verkürzen sich. Isso.

Kommt mir allerdings im Frauenmodus zugute, da ich selbst mit Absätzen nicht besonders hervorrage. :wink:

Ich meine, dass meine Frau inzwischen etwas länger ist als ich. War früher anders herum.

Das Einzige, was ich zu bemängeln hätte, ist, das mein Umfang nicht schrumpft. Eher im Gegenteil. Wenn ich nicht aufpasse. :roll:

Aber im Ernst: Es gibt Wichtigeres.

LG
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Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
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Re: Klein für'n Mann, glücklicherweise

Post 14 im Thema

Beitrag von sofieTV »

Valerie Bellegarde hat geschrieben: Di 24. Aug 2021, 17:19 Huhu Mädels,

Kürzlich habe ich wieder mal im Statistischen Jahrbuch gewühlt. Es wird einmal im Jahr vom Statistischen Amt in Wiesbaden herausgegeben und hat eine Menge interessanter Informationen für uns. Jetzt werden bestimmt die meisten Leser / Leserinnen die Lektüre abbrechen und denken: die spinnt, die Valerie.

Die Mehrheit hat aber nicht immer recht. Ich fand also in diesem Jahrbuch etwas sehr Interessantes heraus, dass ich nämlich kleiner bin als der durchschnittliche deutsche Mann (der mit deutschem Ausweis). Der ist nämlich inzwischen 1,80m, und Valerie misst vom Scheitel bis zur Sohle nur 1,72 Meter. Wie Armin Laschet, übrigens, nebenbei bemerkt. Auf Armin wollte ich aber nicht hinaus, sondern auf was ganz anderes, nämlich auf das Gefühl, das man als Glück bezeichnet, und das wohl so etwas ist wie die Zufriedenheit mit den ein paar körperlichen Gegebenheiten, die man sowieso nicht ändern kann. Damit nähere ich mich langsam dem Thema.

Hier im Forum wird ausgiebig über Körperlichkeit diskutiert. Körperlichkeit oder sagen wir es einfacher, unseren Körper, so wie ihn Mutter Natur gemacht und uns überlassen hat für eine gewisse Zeit. Nicht alle sind zufrieden mit dem, was Mutter Natur ihnen da geschenkt oder überlassen hat. Aus dem einfachen Grund, dass, weil man meint eine Divergenz oder Diskrepanz zu spüren zwischen dem was man ist, und dem, als was man sich empfindet. Einfach, dass es nicht zusammenpasst mit dem männlichen Körper und den "weiblichen" Gefühlen.

Auch ich war lange Zeit mit meinem Körper unzufrieden, ja ich habe ihn gehasst, diesen Body. Als Kind wollte ich immer größer und stärker sein als ich war. Leider war die Realität total anders, ich blieb klein. Ich war immer bei den Kleinen und Schwächlingen. Im Turnen wurde ich nie in die erste Mannschaft gewählt, das geht mir heute noch nach, wenn ich ehrlich bin. Es gab viele, viele Kinder in dieser Zeit, wo ich aufgewachsen bin, und was wirklich schlimm war, viele Jungs mobbten mich wegen meiner Größe und nannten mich den "Milchling". Ein Milchling ist wohl sowas wie ein Weichei. Ich hab's jedenfalls nicht als schön empfunden.

Heute , ein paar Dekaden später sehe ich die Sache ganz anders. Für einen Mann bin ich mittelgroß geblieben und auch nur mittel schwer, und mir fehlen immer noch diese markanten männlichen Gesichtszüge, und auch die Stimme ist nicht die von John Wayne. Was andererseits aber auch ein Glück ist für mich als Crossdresser heute. Jetzt bin ich froh, dass ich Schuhgröße 40 habe und die Handschuhgröße meiner Frau und es stört mich kein bisschen, daß ich schmale Schultern habe und eine rundliche Figur. Ist das ausgleichende Gerechtigkeit? Jedenfalls hasse ich meinen Körper heute nicht mehr, sondern bin eigentlich glücklich damit.

Lieben Gruß, Valerie :()b

Hallo Valeria, das ist ein sehr interessanes Thema was du da angesprochen hast und du sprichst mir aus der Seele. Ich bin deutsch-italiener"in" und somit wie man sich denken kann auch nicht sonderlich hochgeschossen, bei mr ist bei 1,68 cm schluss gewesen( offiziel bei der Musterung gemessen). Im Ausweis steht aber 1,70 weil es mir immer peinlich war als Mann :)

Ging mir in der Kindheit sehr ähnlich wie dir, war immer der kleinste bei den jungs. Auch im sport wurde ich bevorzugt als letztes ausgewählt, Unter Mobbing habe ich wie du auch schwer gelitten. Meine geringe körpergrösse hat mich auch oft als Mann gestört, die meisten frauen überragen mich sobald sie absätze tragen und ich wurde oft wirklich nur wegen meiner grösse von frauen nicht ernst genommen.

Da ich aber schon immer geahnt habe das ich vielleicht garnicht so sehr "mann" bin habe ich mich damit arrangiert. In der Frauenrolle ist die grösse natürlich absolut von vorteil, wie bei dir habe ich auch recht kleine füsse. Bei Damenschuhen schnwankt es bei mir zwischen 40-42. Bei den händen das gleiche, habe damals zivildienst gemacht und konnte im krankenhaus die S handschuhe anziehen. Meine gesichtszüge würde ich nicht als sehr Maskulinbezeichnenm, auch nicht wirklich feminin, habe aber volle Lippen und geschwunge Wimpern. Kurzum habe eher ein "liebes" Gesicht wie man es nennt. Allerdings neige ich zur muskulatur genetisch bedignt, ich arbeite gerade daran weniger breite schultern zu haben um nicht wie eine tennispielerin auszusehen :)

Freut mich das du in deinem für männer vielleicht nicht perfekt geignetten körper positives sehen kannst.

Wünsche allen einen schönen Tag! :)
Valerie Bellegarde
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Hat sich bedankt: 84 Mal
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Re: Klein für'n Mann, glücklicherweise

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Beitrag von Valerie Bellegarde »

Lana hat geschrieben: Di 24. Aug 2021, 22:37
Bei dem hier muss ich allerdings vehement widersprechen:
Valerie Bellegarde hat geschrieben: Di 24. Aug 2021, 21:25 Natürlich hat eine Frau (auch so eine wie ich) immer auch Beziehungen zu Männern, alles andere wäre nicht normal, wozu würde ich mich sonst stylen?
Wenn nur Beziehungen zwischen Frau und Mann "normal" sind, dann stimmt was nicht. Auch homosexuelle Frauen stylen sich, um für potentielle oder tatsächliche Partnerinnen attraktiv zu sein. Und da haben wir von Nicht-binären Personen noch gar nicht gesprochen...

Mir ist klar, dass du von dir sprichst. Aber deine Aussage verallgemeinert eben, und dann stimmt sie nicht mehr.

Nix für ungut,

LGL
Liebe Lana,
ich komme aus der Soziologie, deswegen mein Denken in diesen Kategorien. Eine soziale Norm meint dort nichts anderes als das Verhalten der zahlenmäßigen Mehrheit. Normen an sich sind wertfreie Kategorien, also keine qualitativen Aussagen, und bestimmt sollte meine Aussage keine Verallgemeinerung sein. Wenn ich en femme bin und dann auch mal einem Mann schöne Augen mache, versuche ich mich in meinem Verhalten der dortigen Mehrheit anzunähern, also Normalität als Frau zu erreichen, vulgo, ich will nicht auffallen, ich will "ganz Frau" sein. Gelingt mir meistens ganz gut.

L.G. Valerie
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