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Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Do 12. Aug 2021, 10:38
von scheue_Sarah
Das Auto ist männlich, zu Fuß gehen eher weiblich - Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Also darüber habe ich noch nie nachgedacht... Sollte ich vielleicht mal machen...!?

https://web.de/magazine/auto/auto-maenn ... t-36071598

Re: Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Do 12. Aug 2021, 15:29
von Lavendellöwin
Hi Sarah...

hmm muss ich da darüber nachdenken?
Eines stimmt schon, Frauen bewegen sich gerne draussen, in der Natur, zum shoppen,
die Wahrnehmung ist langsamer und genauer..

aber zum Beispiel Charlie https://www.youtube.com/watch?v=uLZShGqQJMk
mag auch gerne andere Aktivitäten und ist dabei ganz FRAU...

Alles Liebe Marie (flo)

ah...den Artikel habe ich nicht mal angelesen :D

Re: Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Do 12. Aug 2021, 18:43
von Anke
Hallo,

ich bin der Meinung, dass sich in der Mobilität einiges ändern muss. Mir gefällt allerdings nicht, dass das am Thema Geschlechtergerechtigkeit fest gemacht wird.

Ich wünsche mir vielmehr eine ganzheitliche Mobilitätspolitik, die die Bedürfnisse der unterschiedlichen Gruppen (z.B. Kinder, Jugendliche, Alte, Behinderte, Männer, Frauen, Büroarbeiter, Handwerker, ...) berücksichtigt. Da spielt natürlich das Geschlechterthema eine Rolle, doch nur eine unter anderen.

Liebe Grüße

Anke

Re: Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Do 12. Aug 2021, 20:22
von Michi
Als nächstes kommt dann Geschlechtergerechtigkeit beim Klimawandel .. Frauen sollen mehr CO2 ausstoßen dürfen, weil sie 2000 Jahre von den Männern unterdrückt wurden.

Wie heißt es so treffend: Wenn der Hammer das einzige Werkzeug ist, was man kennt, dann ist jedes Problem ein Nagel.

Man kann natürlich überall eine Korrelation zu diesem Männer-und-Frauen-Ding suchen und ein Problem herbei reden, das so nicht existiert. Nur ob uns das weiter bringt, die Menschheit nach Geschlecht zu spalten, wo wir doch eigentlich alle an einem Strang ziehen sollten, um etwas zu bewegen?! :?

Re: Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Do 12. Aug 2021, 20:43
von Renée
Ich denke dies sollte definitiv gemacht werden.
Nur der Begriff Geschlechtergerechtigkeit scheint mir unpassend.
Vielleicht sollte es eher Diversität in der Verkehrsplanung und Weiterentwicklung heißen. Das klingt nur unspektakulärer.

Re: Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Do 12. Aug 2021, 20:54
von Anke
Hallo
MichiWell hat geschrieben: Do 12. Aug 2021, 20:22 Als nächstes kommt dann Geschlechtergerechtigkeit beim Klimawandel .. Frauen sollen mehr CO2 ausstoßen dürfen, weil sie 2000 Jahre von den Männern unterdrückt wurden.
Toller Vorschlag. Vor allem wissen wir jetzt, woher das ganze CO2 kommt. Das haben die Kerle in den letzten 2000 Jahren bei der Unterdrückung der Frau ausgestoßen. :lol: :lol: :lol:
Doch jetzt ist Schluss damit, jetzt sind wir Mädels für die Erderwärmung zuständig.

MichiWell hat geschrieben: Do 12. Aug 2021, 20:22 Wie heißt es so treffend: Wenn der Hammer das einzige Werkzeug ist, was man kennt, dann ist jedes Problem ein Nagel.
Zumindest ist die Welt dann gaaaaaaaaaaanz erinfach.
MichiWell hat geschrieben: Do 12. Aug 2021, 20:22 Man kann natürlich überall eine Korrelation zu diesem Männer-und-Frauen-Ding suchen und ein Problem herbei reden, das so nicht existiert. Nur ob uns das weiter bringt, die Menschheit nach Geschlecht zu spalten, wo wir doch eigentlich alle an einem Strang ziehen sollten, um etwas zu bewegen?! :?
Ich hoffe mal, dass das nur so ein Modetrend ist und sich das irgendwann wieder gibt. Vermutlich ist es gerade hip, überall ein Genderthema zu sehen.

Und natürlich bringt uns das überhaupt nicht weiter, mal abgesehen davon, dass es in der Mobilitätspoltik ganz andere und sehr drängende Themen gibt.

Liebe Grüße

Anke

Re: Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Do 12. Aug 2021, 21:05
von Aria
Lass mich kurz nachdenken.......ääääähhhhh.....nö!

Ich gebe es zu, ich habe den Artikel auch nur überflogen und mich gleich gefragt, warum seit neuestem alles gleich mit einem Label versehen werden muss. Mehr Gleichberechtigung auf jeden Fall aber muss man sofort den Gender- Hammer rausholen?! In meinen Augen erzeugt das nämlich eher Ablehnung als Akzeptanz, sowie mehr gegeneinander als miteinander.

Außerdem finde ich, das hier zu viele Klischees bedient werden und viele Schubladen aufgemacht werden. Ich fahre zB sehr gerne Auto - leider meistens viel zu schnell (wo es geht) - noch viel lieber als vor der HET. Trotzdem finde ich es unheimlich gut, dass zB Frankfurt sehr viel in Radwege investiert und - wenn auch nur modellweise - ganze Straßen für den Autoverkehr sperrt, Tempo 30 und 40 auf einigen Ringstraßen eingeführt hat. Ich finde die Stadt ist dadurch viel lebenswerter geworden. Es gibt aber auch sehr viele die das nicht so sehen und die Zeiten zurück wünschen, wo auf diesen Straßen 70 das neue 50 war.

Re: Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Do 12. Aug 2021, 21:22
von melody1992
Hallo, (has-o)

das Auto ist sächlich... wäre es männlich, würden wir "der Auto" sagen :mrgreen:

Nein, ganz ehrlich. Ich glaube nicht daß es ein typisch männliches oder
typisch weibliches Bewegungsmuster im Strassenverkehr gibt. Gerade
in der heutigen Zeit holen auch viele Väter ihre Kinder mit dem Auto
von Schule oder Kindergarten ab, erledigen Einkäufe und sonstiges.

Ich sehe da keine geschlechterspezifischen Unterschiede im Strassenverkehr.
Von daher gibt es sicherlich wichtigere Studien, den Strassenverkehr betreffend,
die man angehen könnte, als das Mobilitätsthema zu gendern...

Hier ein paar Beispiele:
Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel
Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Städten
Reduzierung von Abgas- und Lärm in Städten

LG, Mel :((a

Re: Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Fr 13. Aug 2021, 08:01
von Dolores59
Verkehrspolitik weg von der Bevorzugung von Autos halte ich im Blick auf den Klimawandel für dringend notwendig. Das ist wichtiger als die Gender-Keule zu schwingen.

Ich sehe Frauen und Männer mit dicken SUVs durch die Stadt cruisen. Beim Verpesten der Luft findet Gleichberechtigung statt.

Ein Blick in die Niederlande könnte uns eventuell helfen. Dort ist das Auto ein Verkehrsmittel unter vielen. Und hat nicht mehr automatisch Vorfahrt.

Re: Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Fr 13. Aug 2021, 10:49
von Olivia
Hallo,

anschließend an Melody:

Das Auto ist sächlich.
Der Fuß ist männlich.
Das Gehen, das Fliegen und das Fahren sind sächlich.
Das Fahrrad ist sächlich.
Der Zug ist männlich.
Die Eisenbahn ist weiblich.
Das Flugzeug ist sächlich.

usw. usw. ...ich glaube, das führt nicht zum Ziel. Eine geschlechtergerechte Sprache muss wo anders ansetzen.

Liebe Grüße von Olivia

Re: Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Fr 13. Aug 2021, 11:11
von Senja
Ist schon ein starkes Stück die Gender-Flagge auch bei diesem Thema zu hissen.
Es wird ja eher die unterschiedliche Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern beklagt.
Das überstrapazieren der Genderfrage hat den Effekt dass die wirklichen Themen nicht mehr Ernst genommen werden; sowohl bei Männern als auch bei Frauen.

Ist aber schön hier im Forum darüber zu diskutieren. Hab die bisherigen Beiträge genossen. Ist mal was Anderes.

In den Niederlanden hat das Fahrrad größtenteils Vorrang vor den Autos.
Aber sicher hat das nichts mit Vorrang für Frauen oder Männer zu tun.
Da kann ich zumindest in Amsterdam oder Utrecht keinen Unterschied erkennen.

Für das Gendern im Verkehr wär für mich eher ein Thema als Crossdresser auch die Frauenparkplätze benutzen zu dürfen und nicht in den finsteren Ecken der Tiefgarage parken zu müssen.
Auch wenn viele Mitmenschen denken dass ich da eher auf den Behindertenplatz gehöre :lol:

Ich selbst gendere meine Fahrzeuge sehr wohl.
Auf dem Motorrad unter der Schutzkleidung trage ich schon gerne Kleidung die mir mehr gefällt.
Im Kastenwagen-Wohnmobil sieht ja niemand so leicht rein. Toilette, Getränke, Schlafmöglichkeit: Alles an Bord. Da genieße ich en femme schon die Fahrt in den Urlaub.
Auffallend für mich: Ich fahr dann auch viel entspannter.

Im PKW, auf dem Fahrrad oder zu Fuß bin ich dann doch eher dem Geburtsgeschlecht spezifisch gekleidet.

Liebe Grüße/Senja

Re: Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Fr 13. Aug 2021, 11:37
von Jasmine
Senja hat geschrieben: Fr 13. Aug 2021, 11:11 ..........
In den Niederlanden hat das Fahrrad größtenteils Vorrang vor den Autos.
Aber sicher hat das nichts mit Vorrang für Frauen oder Männer zu tun.
Da kann ich zumindest in Amsterdam oder Utrecht keinen Unterschied erkennen.
...............
:lol: Ich finde die Diskussion schon interessant, wenn ich mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs bin und einen Minirock trage, macht dies schon einen Unterschied. Im Folgenden betrachte ich einige männliche Verkehrsteilnehmer. Niemand nimmt mir die Vorfahrt wenn ich als Fahrradfahrerin unterwegs bin. Es wird so lange gewartet bis ich die Straße überquert habe und manchmal wird gehupt ( :lol: wahrscheinlich um meine Aufmerksamkeit zu testen). Autos überholen mich meiner Meinung nach auffallend langsam und vorsichtig. Dagegen mußte ich schon beobachten, das männliche Fahrradfahrer nicht so zuvorkommend behandelt wurden.
Liebe Grüße Jasmine

Re: Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Fr 13. Aug 2021, 13:29
von Senja
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:lol: Ich finde die Diskussion schon interessant, wenn ich mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs bin und einen Minirock trage, macht dies schon einen Unterschied. Im Folgenden betrachte ich einige männliche Verkehrsteilnehmer. Niemand nimmt mir die Vorfahrt wenn ich als Fahrradfahrerin unterwegs bin. Es wird so lange gewartet bis ich die Straße überquert habe und manchmal wird gehupt ( :lol: wahrscheinlich um meine Aufmerksamkeit zu testen). Autos überholen mich meiner Meinung nach auffallend langsam und vorsichtig. Dagegen mußte ich schon beobachten, das männliche Fahrradfahrer nicht so zuvorkommend behandelt wurden.
Liebe Grüße Jasmine
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Hi Jasmin,
das ist ja jetzt mal eine echte Motivation auch auf dem Fahrrad die Bekleidung zu tauschen.
Muss aber vorher noch ein bisschen mit dem Makeup üben; oder einen Integralhelm tragen (smili)

Liebe Grüße/Senja

Re: Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Fr 13. Aug 2021, 18:50
von Wally
Senja hat geschrieben: Fr 13. Aug 2021, 11:11 Für das Gendern im Verkehr wär für mich eher ein Thema als Crossdresser auch die Frauenparkplätze benutzen zu dürfen und nicht in den finsteren Ecken der Tiefgarage parken zu müssen.


Da ich jetzt 24/7 als Frau lebe, ist das für mich eh kein Thema mehr. Aber auch als Mann habe ich die schon ganz bewußt genutzt - und bin deswegen nie angemacht worden. Hätte es jemand versucht, dann hätte ich ihm/ihr erklärt, dass ich mich im Dunkeln fürchte.

Re: Brauchen wir Geschlechtergerechtigkeit in der Mobilität?

Verfasst: Fr 13. Aug 2021, 18:59
von Wally
Jasmine hat geschrieben: Fr 13. Aug 2021, 11:37 :lol: Ich finde die Diskussion schon interessant, wenn ich mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs bin und einen Minirock trage, macht dies schon einen Unterschied. Im Folgenden betrachte ich einige männliche Verkehrsteilnehmer. Niemand nimmt mir die Vorfahrt wenn ich als Fahrradfahrerin unterwegs bin. Es wird so lange gewartet bis ich die Straße überquert habe und manchmal wird gehupt ( :lol: wahrscheinlich um meine Aufmerksamkeit zu testen). Autos überholen mich meiner Meinung nach auffallend langsam und vorsichtig. Dagegen mußte ich schon beobachten, das männliche Fahrradfahrer nicht so zuvorkommend behandelt wurden.
Liebe Grüße Jasmine
Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht - und zwar nicht bloß im Minirock (den ich mit meinen 72 Jahren nicht trage; sooo frech bin ich dann doch nicht :? )
Als Fußgängerin an Zebrastreifen oder auch mit dem Fahrrad an Wegkreuzungen ist es mir manchmal schon peinlich, wie zuvorkommend ich da oft vorübergewunken werde, seit ich im weiblichen Outfit rausgehe. Eigentlich müßte man demnach das "Gendern im Straßenverkehr"
ja so verstehen, dass man künftig gegenüber Männern mehr Rücksicht walten läßt.