Die Transgender-Ideologie ist... [Artikel]
Die Transgender-Ideologie ist... [Artikel] - # 2

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Lorelai74
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Re: Die Transgender-Ideologie ist... [Artikel]

Post 16 im Thema

Beitrag von Lorelai74 »

Hi Valerie,

im Deutschen gibt es für biologisches Geschlecht und gefühlte Geschlechtsidentität nur ein Wort.
Im englischen sind es 2: Sex und Gender.

So wie ich das verstehe wird im Artikel der Begriff Frau- nur im Kontext Sex definiert. Nicht im Kontext Gender.

Ja, Gender ist etwas gefühltes. Und es lässt sich nicht von außen feststellen. Wie lässt es sich empirisch beweisen?

Zur Empirischen Forschung zählt ja auch alle Methoden, die mithilfe von Befragungen, Beobachtung und Messung Aussagen über die Realität treffen.

Ich denke es gibt eine Menge empirische Studien mit Befragungen von TransMenschen die deren Realität belegen.
Also gibt es auch ein Gender das empfunden wird und dass vom Sex abweichen kann.

VLG
Lori
Männlich / Weiblich das sind doch bürgerliche Kategorien.
Valerie Bellegarde
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Re: Die Transgender-Ideologie ist... [Artikel]

Post 17 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hi Lori,
Natürlich gibt es ein Gender, das empfunden wird und vom biologischen Geschlecht abweichen kann. Ich bin selbst Crossdresser und weiß, wovon du schreibst. Wenn ich en femme hier ins Städtchen gehe und mit meinen High Heels auf dem Bürgersteig rumklappere, dann mime ich die Frau, aber ich bin keine. Das muß doch mal klipp und klar gesagt werden.

Was der Steinhoff schreibt, ist doch nur dass Transgender keine wissenschaftlich haltbare Defintion von Frau anbietet und deshalb politisch unbrauchbar ist. (sondern höchstens ein modischer Zeittrend, auf den Politiker ja immer schnell aufspringen)

Lieben Gruß, Valerie
Lorelai74
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Re: Die Transgender-Ideologie ist... [Artikel]

Post 18 im Thema

Beitrag von Lorelai74 »

Hi du,
Da trifft er sich mit der Professorin die gerade durch die Presse ging und mit J.K. Rowling.

Wenn er Frau aber nur hart als „ Fähigkeit zur Produktion von großen Keimzellen" definiert Wissen will, dann sind alle Weiblichen Personen bis zur Geschlechtsreife keine Frauen und auch alle weiblichen Personen nach der Menopause nicht mehr, sowie alle weiblichen Personen auch nicht, denen - aus medizinischen Gründen - diese Fähigkeit entfernt wurde.
Eine harte Definition ist auch nicht zielführend, und wie das Beispiel zeigen sollte auch nicht operationalisierbar.


Und es gibt ja auch divers / inter zwischen Mann und Frau.
Manche haben davon diese Fähigkeit, aber können nicht schwanger werden. Was sind sie?



Vielleicht braucht es neue Worte - Frann, Mrau- die genau das beschreiben was die jetzige Sprache nicht hergibt.


VG
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Re: Die Transgender-Ideologie ist... [Artikel]

Post 19 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Valerie Bellegarde hat geschrieben: So 5. Dez 2021, 19:09 Hi Lori,
Natürlich gibt es ein Gender, das empfunden wird und vom biologischen Geschlecht abweichen kann. Ich bin selbst Crossdresser und weiß, wovon du schreibst. Wenn ich en femme hier ins Städtchen gehe und mit meinen High Heels auf dem Bürgersteig rumklappere, dann mime ich die Frau, aber ich bin keine. Das muß doch mal klipp und klar gesagt werden.

Was der Steinhoff schreibt, ist doch nur dass Transgender keine wissenschaftlich haltbare Defintion von Frau anbietet und deshalb politisch unbrauchbar ist. (sondern höchstens ein modischer Zeittrend, auf den Politiker ja immer schnell aufspringen)

Lieben Gruß, Valerie
Sorry Valerie, aber du siehst schon den Unterschied zwischen CD und Transidentität? Ich klappere nicht mit meinen nicht vorhandenen Highheels übers Trottoir, und trotzdem bin ich eine Frau, auch wenn vielleicht noch nicht alles an meinem Körper "passt". Frau sein hat doch nix mit Klamotten oder sonstigen Äußerlichkeiten zu tun. Als was würdest du mich also bezeichnen wollen?

LG, Mirjam
Valerie Bellegarde
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Re: Die Transgender-Ideologie ist... [Artikel]

Post 20 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Ich würde dich als Mirjam ansprechen oder bezeichnen.

Lieben Gruß, Valerie
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Re: Die Transgender-Ideologie ist... [Artikel]

Post 21 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Hallo Valerie,
Valerie Bellegarde hat geschrieben: So 5. Dez 2021, 19:43 Ich würde dich als Mirjam ansprechen oder bezeichnen.
"Mit Mirjam ansprechen" klingt schon mal gut :) Aber mit "bezeichnen" meinte ich eigentlich die (Geschlechts-)Bezeichnung. Du siehst, ich lasse dich nicht so einfach "davonkommen" ;)

LG, Mirjam
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Re: Die Transgender-Ideologie ist... [Artikel]

Post 22 im Thema

Beitrag von Lakisha_vH »


Noch ein bisschen Senf gefällig?

Naja, aus rein biologischer, physiologischer Sicht macht eine strickte Trennung in zwei Geschlechter natürlich Sinn und ist wissenschaftlich belegt.
Soweit stimme ich also mal zu:
Es gibt kein „Spektrum“ von Geschlechtern.

Wenn man das auf das biologische Merkmal der Keimzellenproduktion reduziert.

Nun sind aber Menschen keine biologischen Fortpflanzungsmaschinen, sondern besitzen auch noch etwas, was wir Seele oder Psyche nennen.
Und die ist weit komplexer als ‚Steinhoff‘ gern möchte. Somit ist eine erweiterte Definition des Geschlechtes durchaus sinnvoll, wenn man den Menschen als ganzheitliches Wesen betrachten möchte.
Ich halte es aber durchaus für nicht ganz ungefährlich diese Auseinandersetzung mit seiner Psyche und seiner Geschlechtsidentität als eine
auf Indoktrination ausgerichtete Ideologie
zu bezeichnen.

Und so ist es auch eine ungerechtfertigte, arrogante Anmaßung die Gefühle anderer Menschen zu diffamieren und als pathologisch narzisstisch zu bezeichnen, wenn jemand seine Gefühle ernst genommen wissen will.
Ich bin keine Transgenderideologe aber der Meinung, es ist gut, wenn sich die Menschheit weiterentwickelt. Und diese Entwicklung werden auch Dogmatische nicht aufhalten.
Hier lese ich die Meinung eines Zeitgenossen, der unsere Gefühle in Frage stellt, möglicherweise verstört über diesen Fortschritt ist und reaktionär zu sein scheint.
Es ist also die Meinung ‚Steinhoffs‘ und diese möchte ich tolerieren auch, wenn es eher eine Provokation ist.

Die Transgender-Ideologie ist nicht totalitär und frauenfeindlich, sondern erweitert den Horizont der Menschheit…

LG
Lakisha

Wer nicht genießt, ist ungenießbar.
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Re: Die Transgender-Ideologie ist... [Artikel]

Post 23 im Thema

Beitrag von Lakisha_vH »


Also irgendwann und irgendwo hatte ich schon mal über meine Gender-Verwirrtheit geschrieben.
Ich bin nicht verwirrt über mich und meine Gefühle aber vielmehr über die Begrifflichkeiten, die versuchen so unterschiedliche Gefühle von so unterschiedlichen Menschen zu kategorisieren.
Mirjam hat geschrieben: So 5. Dez 2021, 19:31 Sorry Valerie, aber du siehst schon den Unterschied zwischen CD und Transidentität? Ich klappere nicht mit meinen nicht vorhandenen Highheels übers Trottoir, und trotzdem bin ich eine Frau, auch wenn vielleicht noch nicht alles an meinem Körper "passt". Frau sein hat doch nix mit Klamotten oder sonstigen Äußerlichkeiten zu tun. Als was würdest du mich also bezeichnen wollen?
LG, Mirjam

Miriam, wenn ich dich richtig verstehe, bist Du eine Frau im falschen Körper. Also binär. Deine Identität ist weiblich nur der Körper 'passt' nicht dazu. Also Transfrau.
Das unterscheidet Dich natürlich schon von einem CD oder Transvestit.
Ja, und ich fühle mich eher zwischen den Geschlechtern, bin also nicht-binär. Trage aber auch ausschließlich Kleidung, die für Frauen gemacht wurde.
Mir ist das ganze Wirrwarr ziemlich Wurst, solange jeder seine Identität findet, in der er sich wohlfühlt.
Ich habe es vergleichsweise einfach, weil ich meinen männlichen Körper nicht grundsätzlich ablehne.
Aber als Transmensch muss man tatsächlich einen sehr steinigen Weg beschreiten.
Um so wichtiger ist die gesellschaftliche Akzeptanz für vom biologischen Geschlecht abweichende Identitäten. Und die will uns ‚Steinhoff‘ verweigern, wenn ich ihn richtig verstehe.
Naja, verstehen kann ich ihn nicht. Aber ich kann seine Meinung demokratisch tolerieren. Er wird die notwendige gesellschaftliche Entwicklung nicht stoppen.
Lorelai74 hat geschrieben: So 5. Dez 2021, 19:25 Hi du,
Da trifft er sich mit der Professorin die gerade durch die Presse ging und mit J.K. Rowling.
Wenn er Frau aber nur hart als „ Fähigkeit zur Produktion von großen Keimzellen" definiert Wissen will, dann sind alle Weiblichen Personen bis zur Geschlechtsreife keine Frauen und auch alle weiblichen Personen nach der Menopause nicht mehr, sowie alle weiblichen Personen auch nicht, denen - aus medizinischen Gründen - diese Fähigkeit entfernt wurde.
Eine harte Definition ist auch nicht zielführend, und wie das Beispiel zeigen sollte auch nicht operationalisierbar.
Und es gibt ja auch divers / inter zwischen Mann und Frau.
Manche haben davon diese Fähigkeit, aber können nicht schwanger werden. Was sind sie?
Vielleicht braucht es neue Worte - Frann, Mrau- die genau das beschreiben was die jetzige Sprache nicht hergibt.
VG
Lori

Das habe ich jetzt aber anders gelesen, habe die Textpassage mal rausgesucht:

Die Rede von der „Ausrichtung“ trägt dem Umstand Rechnung, dass aus verschiedenen Gründen (Präpubertät, Menopause, Entwicklungs- oder Funktionsstörungen) nicht jedes Individuum eines Geschlechts auch tatsächlich die entsprechenden Keimzellen produzieren wird – die bloße Ausrichtung auf deren Produktion genügt.

Frauen sind nach der Meinung Steinhoffs all diejenigen, deren Körper auf die Entwicklung der Keimzellen ausgerichtet ist. Aus biologischer Sicht sind also Transfrauen keine Frauen, weil der Körper grundsätzlich nicht in der Lage ist, diese Keimzellen zu entwickeln und umgekehrt gilt das natürlich für Transmänner. Die Psyche lässt er außer Betracht.




Valerie Bellegarde hat geschrieben: So 5. Dez 2021, 19:09 Was der Steinhoff schreibt, ist doch nur dass Transgender keine wissenschaftlich haltbare Defintion von Frau anbietet und deshalb politisch unbrauchbar ist. (sondern höchstens ein modischer Zeittrend, auf den Politiker ja immer schnell aufspringen)

So harmlos ist das nicht, was er schreibt. Es vergleicht ‚Transgenderideologie‘ mit totalitären Ideologien und zieht sogar einen Vergleich zu ‚1984‘. Sprengstoff ist das allemal, was er schreibt. Oder soll es auch nur das sein?
Und als modischen Zeittrend würde ich die Entwicklung auch nicht bezeichnen. Es ist ein wichtiger Schritt die Weltanschauung der Realität anzupassen!
Es ist nämlich nicht real, dass alle Menschen in die zwei Kategorien eingeteilt werden können, wenn man das ganzheitlich sieht. Denn die Psyche macht den Menschen, nicht der Körper.
Wer, wenn nicht wir, sollte das besser wissen?

GLG
Lakisha



Wer nicht genießt, ist ungenießbar.
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