"Trauerarbeit" „ Verlustgefühle bei Angehörigen
Verfasst: Sa 29. Mai 2021, 15:50
Liebe Community,
ich bin noch recht frisch als Frau unterwegs und erfahre in meinem Umfeld eigentlich sehr, sehr positiven Rückhalt.
Anders ist das aber bei der näheren Verwandtschaft - und ich weiß nicht so recht, wie ich "gesund" damit umgehe.
Meine (Schwieger-)Eltern haben unabhängig voneinander erzählt, dass der Beginn meiner Transition für sie mit einem starken Verlustgefühl einhergeht - sie verlieren irgendwie ihren (Schwieger)Sohn und bekommen dafür etwas anderes, das sie noch nicht so recht kennen und einzuschätzen wissen. Sie sehen zwar, wie gut es mir in meiner Transition geht, wie viel glücklicher und gesünder ich lebe, aber dennoch ... ist da dieser Schmerz, den sie dabei emfpinden. Es war schon die Rede von einem "symbolischen Abschiedsakt" - den ich aber auf keinen Fall mitbekommen möchte, da ich ja nicht das Gefühl habe, etwas schmerzhaft verloren zu haben.
Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
Ist es überhaupt meine Aufgabe, damit umzugehen - oder ist das etwas, dass sie mit sich allein ausmachen müssen?
Für mich fühlt es sich so an, als müsse eine Form von "Trauerarbeit" geleistet werden, aber welchen Anteil muss/sollte ich daran nehmen?
Meine Schwiegermutter hatte schon die Idee, zu einer entsprechenden Selbsthilfegruppe für trans*angehörige zu gehen, was ich sehr befürwortet habe.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie seid ihr damit umgegangen bzw. geht ihr damit um?
Ich möchte natürlich niemanden mit meiner Transition verletzen, aber ist es meine Aufgabe, den verletzten Beistand zu leisten? Kann ich das überhaupt als diejenige, die "Schuld" an der Verletzung trägt?
Ich freue mich auf eure Antworten!
Viele liebe Grüße
Nora
ich bin noch recht frisch als Frau unterwegs und erfahre in meinem Umfeld eigentlich sehr, sehr positiven Rückhalt.
Anders ist das aber bei der näheren Verwandtschaft - und ich weiß nicht so recht, wie ich "gesund" damit umgehe.
Meine (Schwieger-)Eltern haben unabhängig voneinander erzählt, dass der Beginn meiner Transition für sie mit einem starken Verlustgefühl einhergeht - sie verlieren irgendwie ihren (Schwieger)Sohn und bekommen dafür etwas anderes, das sie noch nicht so recht kennen und einzuschätzen wissen. Sie sehen zwar, wie gut es mir in meiner Transition geht, wie viel glücklicher und gesünder ich lebe, aber dennoch ... ist da dieser Schmerz, den sie dabei emfpinden. Es war schon die Rede von einem "symbolischen Abschiedsakt" - den ich aber auf keinen Fall mitbekommen möchte, da ich ja nicht das Gefühl habe, etwas schmerzhaft verloren zu haben.
Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
Ist es überhaupt meine Aufgabe, damit umzugehen - oder ist das etwas, dass sie mit sich allein ausmachen müssen?
Für mich fühlt es sich so an, als müsse eine Form von "Trauerarbeit" geleistet werden, aber welchen Anteil muss/sollte ich daran nehmen?
Meine Schwiegermutter hatte schon die Idee, zu einer entsprechenden Selbsthilfegruppe für trans*angehörige zu gehen, was ich sehr befürwortet habe.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie seid ihr damit umgegangen bzw. geht ihr damit um?
Ich möchte natürlich niemanden mit meiner Transition verletzen, aber ist es meine Aufgabe, den verletzten Beistand zu leisten? Kann ich das überhaupt als diejenige, die "Schuld" an der Verletzung trägt?
Ich freue mich auf eure Antworten!
Viele liebe Grüße
Nora