Wie wäre es denn, wenn wir uns statt dessen alle mal bemühen würden unsere eigenen "Überlebensstrategien" hier mal vorzustellen?
Was wir selbst aktiv gegen die depressiven Strömungen machen, die uns regelmäßig "anfallen", bzw. heim suchen.
Wie wir unser Umfeld stützen, wenn es der "Aufrichtung" bedarf.
Ja - das kostet Kraft - aber - wir haben dafür aber auch viel Zeit um uns und anderen wieder etwas Sonne ins Leben zu zaubern.
Ich fang mal an:
Wir haben uns jetzt 2 x die Woche mit meiner Schwägerin und meinem Schwager in München via Face Time verabredet.
Wir quatschen und spielen ab und an ein Exit-Game zusammen. O.k. - man braucht das Spiel zwei Mal, aber so verbringen wir
in der Woche ungefähr 4-6 Stunden zusammen.
Wir sehen und hören uns jetzt öfter als Normal.
Wir haben in der letzten Zeit unseren Balkon Frühjahrs-Startklar gemacht und hinter unserem großen Fenster zum Balkon warten schon
so einige "Zöglinge" darauf, dass sie ins Freie dürfen.

Das Schietwetter diese Woche hat leider einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Nein - den Regen braucht es dringend - aber es ist auch wieder Schnatterkalt geworden. Deswegen haben Paprika, Chili & Co. noch Hausarrest.
Wenn möglich, machen wir unsere Besorgungen zu zweit - mit unserem "Rotkäppchen-Korb".
Den Titel hat er von einer Verkäuferin bekommen.
Routine ist zwar nicht Jedermanns Sache - aber in solchen Zeiten kann Routine helfen, die Situation besser gebacken zu bekommen.
Morgens um 05:00 Uhr mache ich meine Nordic-Walking Runde - um 5:45 Uhr wird heiss/kalt geduscht - danach gibt es einen feinen Hochicha (geräucherter Grüntee).
Dann wird der Kleiderschrank inspiziert ("Ich hab nix anzuziehen!!").
Wenn dann die Wahl getroffen ist, ziehe ich mich an und starte so gegen 06:45 Uhr meine Kiste und logge mich in der Bude ein.
Dann beginnt der normale "Wahnsinn" - wie jeden Tag.
Mittags logge ich mich für eine Stunde aus und wir essen miteinander eine Kleinigkeit und setzen uns noch eine habe Stunde in die Sonne (falls anwesend).
Dann geht es weiter bis um 17:00 Uhr - danach ausloggen und die Frau "bewegen" mit mir eine Runde (45 Minuten) zu drehen.
Erst dann gibt es was zum Abendessen.
Danach packen wir entweder die Karten oder ein Spiel aus, oder rufen meine Schwägerin an.
An meinem Präsenztag (Büro) hau ich schon um 05:10 Uhr mit dem Auto ab.
Ich hinterlasse jeden Mittwoch meiner Süßen ein kleines Kärtchen, mit einer Liebesbekundung.
Auch wenn sie immer behauptet, dass es das "ned brauchd", freut sie sich trotzdem darüber.
So kann ich dann schon um 16:15 Uhr wieder abzischen und bin gegen 17:30 Uhr Zuhause.
Das mag mancher von Euch total langweilig vorkommen. Aber - alleine das Aufrecht erhalten dieser Abläufe hat auf uns eine stimmungsaufhellende Wirkung.
Und - auch ich habe Phasen, an denen ich überhaupt Morgens nicht aufstehen will und keinen Bock auf die Runde habe.
Das einzige, was mich aufrecht hält ist die Tatsache, dass ich dann immer noch (oder besser - wieder) in mein süßes Sommerkleid passe, wenn wir uns wieder treffen können.
Notfalls wird es halt das schnuckelige Winterkleid - egal - Hauptsache, ich passe noch rein.
Und - am Wochenende kochen wir immer zusammen was Feines.
Klar - nicht immer ganz "Reibungsarm" - aber wir machen was.
Und - der Fernseher ist bei uns mittlerweile nur noch Einrichtungsgegenstand.
Hey Mädels - lasst Euch nicht runterziehen - es kommen auch wieder bessere Zeiten!
LG
Christiane