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Filmreihe "Radikale Wirklichkeit“

Verfasst: Fr 30. Apr 2021, 16:02
von Anne-Mette
hiermit möchte ich Sie auf die Filmreihe "Radikale Wirklichkeit" aufmerksam machen:

Filmreihe "Radikale Wirklichkeit"
Dokumentarfilme kuratiert von Tunay Önder


Wann: Montag, 3. Mai 2021

20:00-20:50 Uhr: Die Mauer ist uns auf den Kopf gefallen
Diane Izabiliza. Deutschland, 2018

21:00-22:30 Uhr: Zusammen haben wir eine Chance
Nadiye Ünsal/ Zerrin GüneÅŸ/ Tijana Vukmirović. Deutschland, 2020

Der Online-Stream wird auf der Startseite der Münchner Kammerspiele gezeigt: https://www.muenchner-kammerspiele.de/

Karten: Die Karten können ab zehn Euro erworben werden: https://ww1.muenchner-kammerspiele.de/i ... -filmreihe

Die Filmreihe "Radikale Wirklichkeit":

Wenn die ganz normale Ordnung der Welt bestimmte Menschen systematisch marginalisiert, deklassiert, unterdrückt, diskriminiert oder gar tötet, dann gilt es, sich dieser Normalität aktiv zu widersetzen. Engagierte Filme können diese Widersprüche sicht- und hörbar machen, sie können kollektive Narrative der Dominanzgesellschaft ergänzen, in die hegemoniale Geschichtsschreibung intervenieren und eine Erinnerungskultur etablieren, die der postkolonialen Migrationsgesellschaft gerecht wird.

Die Filmreihe "Radikale Wirklichkeit" widmet sich eben solchen widerständigen Stimmen und Akteur*innen in Deutschland. Die Filmemacher*innen Diane Izabiliza, Nadiye Ünsal, Zerrin GüneÅŸ, Tijana Vukmirović, Suli Kurban und Mala Reinhardt übersetzen den Spruch "Nothing about us without us" in gelebte Realität. In ihren Filmen ist die Perspektive der (post-)migrantischen Gesellschaft sowohl vor als auch hinter der Kamera präsent. Sie dokumentieren generationsübergreifenden antirassistischen Widerstand, lokale Kämpfe und Erfahrungen von People of Color, Migrant*innen und Geflüchteten.
Weitere Informationen zu den Dokumentarfilmen:

Die Mauer ist uns auf den Kopf gefallen:

Während die hegemoniale Geschichtsschreibung ein einseitiges Narrativ um dieses historische Ereignis des Mauerfalls gebaut hat, beschäftigt sich der Film von Diane Izabiliza mit der Perspektive von Women of Color. Fünf Frauen aus Ost- und Westdeutschland erzählen im Gespräch über ihre Erinnerungen an den Mauerfall. Dabei greifen sie die pogromartige Stimmung auf, die nach dem Fall der Mauer ganz in Deutschland herrschte. Sie erzählen, wie sie sich gegenseitig stärkten und welche Umgangsstrategien sie entwickelten, um diese Zeit zu überstehen.

Zusammen haben wir eine Chance:

Aus der Perspektive rassismusbetroffener Menschen dokumentiert der Film antirassistische Bewegungen und Kämpfe seit der Wende. Er bringt bisher nicht erzählte Erfahrungen und Perspektiven zusammen und untersetzt diese mit Archivmaterial. Gemeinsam mit Aktivist*innen aus der Schwarzen deutschen Community, Geflüchteten, Nachkommen der -«Gastarbeits-»-Generation, einer Mapuche-Aktivistin und anderen Zeitzeug*innen erzählt der Film von Selbstorganisierung, Solidarisierung und Widerstandsorten im Kampf gegen Rassismus, Kapitalismus und (Hetero-) Sexismus.