DLF Diversität im SpitzensportTestosteron – eine gesellschaftliche Haltungsfrage
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Anne-Mette
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Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

noch einmal das Thema "Sport": https://www.deutschlandfunk.de/diversit ... _id=495230

Gruß
Anne-Mette
Jaddy
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Re: DLF Diversität im SpitzensportTestosteron – eine gesellschaftliche Haltungsfrage

Post 2 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Schön differenziert und bringt auf den Punkt, was mir heute beim Haare föhnen auffiel (meine liebste Denkzeit)
Caster Semenyas Problem ist also, dass ihre Blutwerte etwas mit Geschlechtshormonen zu tun haben. Und: Das biologische Geschlecht wird im Sport nicht als Kontinuum betrachtet – wie inzwischen von immer mehr Forschenden. Es gibt nur die binären Kategorien: Mann oder Frau. Medizinerin Annette Richter-Unruh: „Ob diese Einteilung richtig und gut ist und ob sie so bleiben sollte, das sage ich nicht. Es ist einfach im Moment in unserer Gesellschaft so, dass wir binär leben und auch binär denken.“

Auch das Sportpublikum? Perikles Simon hat die Vermutung: Genau in dieser Frage spiegle der Sport etwas Gesellschaftliches: „Wir haben das schwerwiegende Problem hier, dass es tatsächlich ziemlich sicher Volkswahrnehmung ist, nach der da entschieden wird, ob das ein unbotmäßiger Vorteil ist, den solche Sportlerinnen haben oder nicht.“
Deshalb wird Semenyas Fall so erhitzt diskutiert, Pechsteins Blutanomalie aber eher nicht. Es geht nicht um Gerechtigkeit oder Fairness, sondern die Infragestellung des cis-binären Systems in den Köpfen der Betrachtenden.
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