Seite 1 von 1
Linke informieren über Schwangerschaftsabbruch
Verfasst: Do 11. Mär 2021, 19:40
von Anne-Mette
Wegen des "Werbeverbotes" für Schwangerschaftsabbrüche (-§219a)
hat die Linke Marburg eine umfangreiche Info als Ersatz für die Informationen durch FrauenärztInnen selbst veröffentlicht (weil diesen verboten).
Ich denke, wer zu dem Thema Informationsbedarf hat, wird gut und umfassend
informiert:
https://www.die-linke-marburg.de/partei/frauen/
Re: Linke informieren über Schwangerschaftsabbruch
Verfasst: Do 25. Mär 2021, 12:08
von Anne-Mette
Moin,
die Linke in Flensburg hält nun auch so ein Angebot vor
https://www.linke-flensburg.de/informat ... %C2%A7219a
Re: Linke informieren über Schwangerschaftsabbruch
Verfasst: Do 25. Mär 2021, 17:22
von Karla
Ursprünglich ziemliche(r) Gegner(in) der Linken (nach den Erfahrungen meiner Familie mit SED-Diktatur), stelle ich inzwischen fest, wie dringend wir auch sie heute brauchen: -§219a, Ramelow in Thüringen,...
Einer völligen Freigabe von Abtreibungen stehe ich skeptisch gegenüber.
Eine ungewollt Schwangere sollte sich den folgenden 3 Fragen stellen müssen:
Bist Du Dir zu 99% sicher, daß Du die Entscheidung nicht später bereust?
Hast Du alle Hilfsangebote in Betracht gezogen bzw. welche Hilfen brauchtest Du?
Kannst Du Dir vorstellen, das Kind zur Adoption freizugeben - andere Paare leiden unter ihrer Kinderlosigkeit?
Abtreibungsgegner, die auch nach Beantwortung dieser 3 Fragen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen mißachten, machen sich ggf. zu Mitschuldigen bei Todesfällen durch illegale Abtreibungen.
Die "3 Fragen" gehören in jedes Aufklärungsgespräch, jede Beratung, Homepage Dr. Hänel, Linke... mit rein! Danach kann man/frau auch den "Lebensschützern" erhobenen Hauptes gegenübertreten und sagen: Wir haben alles versucht und wollen nicht zu Mitschuldigen bei evtl. Verzweiflungstaten werden!
Nach den 3 Tagen Bedenkzeit muß unser Gesundheitssystem dann einen schnellen und möglichst schonenden Abbruch ohne weitere Schikanen gewährleisten. Zu diesen Schikanen gehört auch das Vorenthalten von Informationsmöglichkeiten durch den -§219a.
LG Elly
Re: Linke informieren über Schwangerschaftsabbruch
Verfasst: Sa 27. Mär 2021, 11:05
von Michi
Elizabeth hat geschrieben: Do 25. Mär 2021, 17:22
Einer völligen Freigabe von Abtreibungen stehe ich skeptisch gegenüber.
Eine ungewollt Schwangere sollte sich den folgenden 3 Fragen stellen müssen:
Liebe Elizabeth,
denkst du wirklich, dass Frauen sich einfach so entscheiden, mal eben eine Abtreibung zu machen, so wie man sich im Vorbeigehen ein Eis kauft?
Liebe Grüße
Michi
Re: Linke informieren über Schwangerschaftsabbruch
Verfasst: Sa 27. Mär 2021, 17:06
von Karla
MichiWell hat geschrieben: Sa 27. Mär 2021, 11:05
denkst du wirklich, dass Frauen sich einfach so entscheiden, mal eben eine Abtreibung zu machen, so wie man sich im Vorbeigehen ein Eis kauft?
Ich habe die SWR-Dokumentationen
7 Tage Abtreibungsklinik:
https://www.youtube.com/watch?v=vxk5l8bVdMY
und Frühchen:
https://www.ardmediathek.de/video/mensc ... EzNzA0NjA/
gesehen (und bei beiden Filmen Taschentücher gebraucht)
Bis Woche 12 bleibt eine Abtreibung straffrei, ab Woche 22 kommt ein Kind mit ganz viel Glück "draußen" durch.
Von bereuten Abtreibungen weiß ich auch, und davon, was eine liebe Freundin und ihr Mann für einen Aufwand treiben mußten, bis sie ihre Wunschkinder
endlich hatten (ich habe immer mitgefiebert). Plan B wäre Adoption gewesen, und beispielsweise diese Option kommt mir teils zu kurz.
Wie Friedrich Schapf freue ich mich über jedes Baby und will, daß keine Frau ihr Leben bei einer illegalen Risiko-Abtreibung riskiert.
LG Elly
Re: Linke informieren über Schwangerschaftsabbruch
Verfasst: Sa 27. Mär 2021, 17:10
von Anne-Mette
Das beantwwortet die Frage von Michi nicht
Re: Linke informieren über Schwangerschaftsabbruch
Verfasst: Sa 27. Mär 2021, 17:23
von Karla
Daß bei Dr. Schapf Frauen im letzten Moment die Abtreibung abgeblasen haben, zeigt deutlich genug, daß nicht alle gründlich genug beraten wurden!
Anne-Mette hat geschrieben: Sa 27. Mär 2021, 17:10
Das beantwwortet die Frage von Michi nicht
LG Elly
Re: Linke informieren über Schwangerschaftsabbruch
Verfasst: Sa 27. Mär 2021, 17:36
von Anne-Mette
Woher willst du das wissen?
Selbst nach gründlichster Beratung nehmen Menschen manchmal "im letzten Moment" Abstand von einer getroffenen Entscheidung.
Re: Linke informieren über Schwangerschaftsabbruch
Verfasst: Sa 27. Mär 2021, 18:48
von Karla
"gründlichste Beratung" zeigt, daß nicht der -§218 über Bord geworfen, aber seine Auswüchse und der -§219a bekämpft werden müssen:
Ketzerische Forderungen:
1) Jeder Arzt, der die beiden Filme verlinkt und auf mögliche Adoption hinweist, darf danach auch ungestraft über alle Varianten der Abtreibung informieren.
2) Jede Schwangere erhält maximal 2 mal im Leben 12 Monate lang 1500,-€ und Arbeits-/Ausbildungsplatzgarantie, wenn sie auf einen Abbruch verzichtet.
3) jeder Landkreis, der keine ausreichende Versorgung gewährleistet, trägt im Fall eines Abbruchs die Mehrkosten: Reise, Hotelübernachtungen, Arbeitsausfall, Kinderbetreuung,...
Anne-Mette hat geschrieben: Sa 27. Mär 2021, 17:36
Selbst nach gründlichster Beratung nehmen Menschen manchmal "im letzten Moment" Abstand von einer getroffenen Entscheidung.
LG Elly