Seite 1 von 1

Wording

Verfasst: Mo 15. Feb 2021, 16:41
von NikolaAusR
Cybill schrieb
Über Dr. Taskov ist diese Woche in der Erdinger Zeitung ein Artikel erschienen und die ganzen Sittenwächter des "Wording" haben sich in den sozialen Medien darüber das Maul zerrissen.
Da möglicherweise nicht alle den Artikel kennen, zunächst einmal der Link zum corpus delicti.

https://www.merkur.de/lokales/erding/er ... 60282.html
Der Geschlechtsumwandler
als Titel ist, nach meinem Empfinden, eine durchaus reisserischer Aufmacher
und
Das heißt, er operiert Männer in Frauen um und umgekehrt.
lässt für mich beim Autor keine sonderlich intensive Hintergrundrecherche oder den Willen zum sensiblen Umgang mit den Sorgen und Nöten einer vulnerablen Minderheit erkennen.

Re: Wording

Verfasst: Di 16. Feb 2021, 09:12
von Marlene K.
Ich denke, es ist falsch aus diesem Artikel auf die Haltung von Dr. Taskov zu schließen. Ich kann hier nur auf das Presseerzeugnis und den Redakteur schließen.
Liebe Grüße

Marlene

Re: Wording

Verfasst: Di 16. Feb 2021, 09:33
von Cybill
Vielleicht wäre es ganz hilfreich, wenn bei jedem Erregungsmoment, das sich auf die Wortwahl bezieht, als allererstes mal darauf zu achten, für welche Zielgruppe geschrieben wird.

Die Zenzi aus Erding kann mit der gewohnten Schreibe mehr anfangen als mit der wohlabgewogenen dreifach gesinnungsgereinigten politisch hyperkorrekten dreifach gegenderten Wortwahl der akademischen Wording-Wächter.
😈

Cybill

Re: Wording

Verfasst: Di 16. Feb 2021, 12:55
von Alex_andra
Der Text ist wenig informativ und liest sich eher wie ein Werbetext für eine neu eröffnete ärztliche Praxis, der versucht so zu tun, als würde er einem journalistisch recherchierten Text entsprechen.
Einfach schlecht geschrieben. Auch wenn es der Zensi aus Erding helfen könnte, schafft es eventuell bei Franziska aus München/Pasing Verdruss, da sie sich wieder mit den endlich überwunden geglaubten Vorurteilen (Leben im falschen Körper, aus einem Mann eine Frau machen, Geschlechtsumwandlung) auseinander setzen muss.
Geschimpft wird immer viel, von allen Seiten, und gefragt, ob mensch das jetzt noch sagen dürfe, ob etwas verboten wäre oder werden sollte...
Unabhängig davon verfestigt sich bei mir der Gedanke, dass auch wenn der Artikel gut gemeint sein sollte, er auf alle Fälle nicht gut gemacht ist. Dem Phänomen der geschlechtlichen Inkongruenz oder Dysphorie nähert er sich eigentlich nicht und wollte das wahrscheinlich auch gar nicht.
Was ist also der Mehrwert für Zensi?
Dass sie weiß, dass es jetzt diese Praxis gibt?
Ich glaube, dass es möglich ist, auch respektvoll, vorurteilsfrei, aufklärend für alle zu schreiben, ohne dass sich der Text so ließt, als wäre er einem Soziologie Lehrbuch entnommen oder anders ausgedrückt ohne dreifach gesinnungsgereinigte, politisch hyperkorrekte und dreifach gegendert zu sein, aber dafür sehr wohl wohl abgewogen.

(ki) ---))) (drink) (flo) )..)c
Alex