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Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: So 14. Feb 2021, 11:19
von Anne-Mette
Moin,
ein Beitrag bei/von Spiegel-Online:
https://www.spiegel.de/kultur/kritik-an ... db2f258322
Gruß
Anne-Mette
Re: Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: So 14. Feb 2021, 11:47
von Marlene K.
...und der Spiegel ist doch ziemlich konservativ...
Re: Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: So 14. Feb 2021, 13:18
von NikolaAusR
Warten wir mal ab.
Neueinträge im Duden werden von der Duden-Redaktion ja immer auch hinsichtlich des Eingans in den allgemeinen Sprachgebrauch validiert.
Falls dieser nicht stattfindet, werden sie dann auch wieder herausgenommen. Trial & Error halt.
Off Topic
Unser Lieblingswort unter denen, die es leider nicht in die Umgangssprache geschafft haben ist 'sitt'.
Es steht, als Pendant des allseits bekannten 'satt' beim Hunger, für 'keinen Durst mehr haben'.

Re: Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: So 14. Feb 2021, 14:17
von Michi
Ralf-Marlene hat geschrieben: So 14. Feb 2021, 11:47
...und der Spiegel ist doch ziemlich konservativ...
.. und Vorurteile liefern bekanntlich die Argumente, die man ohne sie nicht hätte.
Nein, ich bestreite damit keineswegs, dass der Spiegel ziemlich konvervativ ist. Aber das ist im Bezug auf den konkreten Artikel eine Null-Aussage.
Es liegt m.M.n. unzweifelhaft auf der Hand, dass erst durch das feministische Bestreiten dessen, was zuvor gelebte Realität war, nämlich, dass mit dem generischen Maskulinum selbstverständlich auch die Frauen gemeint sind, das Problem entstanden ist, dass Menschen, die weder männlich noch weiblich sind bzw. sich in keine der binären Kategorien einordnen können, in der Sprache unsichtbar geworden sind. Vielmehr wurde dadurch die Binärität einmal mehr zementiert.
Frei nach Marius Jung entsteht durch die unnötige Unterscheidung (hier m/w) die Bildung von Gruppen, und damit die Ausgrenzung von Menschen, die sich keiner der gebildeten Gruppen zugehörig fühlen.
Re: Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: So 14. Feb 2021, 14:48
von Magdalena
Hallo,
Sprache lebt von den Menschen, welche sie benutzten um sich verständlich miteinander auszudrücken. In den Duden und andere Wörterbücher finden immer wieder neue Wörter und Rechtschreiberegeln Einzug. Auf der anderen Seite verschwinden Wörter aus dem Duden, weil sie nicht mehr im Leben der Menschen eine Rolle spielen. So gesehen ist jede Ausgabe des Dudens ein Zeitdokument. Was sich in der Sprache durchsetzt liegt in gewisser Weise an uns selbst, wie wir mit Sprache umgehen. Ich gebe zu, manches ist noch ungewohnt. Nicht alles wird sich durchsetzen, durchsetzen können. Gerade im Schriftverkehr und in Gesprächen sollen sich doch möglichst alle Menschen angesprochen fühlen. Menschen, welche sich aus verschiedenen Gründen noch nicht mit gendergerechter Sprache beschäftigt haben, verstehen so die neuen Begriffe nicht, ich hoffe noch nicht aber bald. Sie fühlen sich nun nicht angesprochen. Es braucht auch Zeit , bis es bei Allen angekommen ist. Es wird aber auch Menschen geben, welche sich gendergerechter Sprache bewusst verweigern.
In vielen Firmen wird versucht gendergerechte Sprache im Schriftverkehr einzuführen. Dabei geht es auch um eine Vereinheitlichung im Auftreten der Firma. Nicht jedem fällt es leicht, Altgewohntes und Vertrautes über Bord zu werfen. Die neuen Bezeichnungen richtig zu verwenden. Gut gemeint, ist nicht immer gut gemacht. Da entstehen auch unbeabsichtigt neue Stillblüten. Manchmal auch Unverständnis, worum geht es in dem Schreiben überhaupt.
Wie sich die Sprache und ihre Schrift in den Jahren verändert hat, erlebe ich immer wieder, wenn mit alte Dokumente meiner Großeltern in die Hände fallen. Da sind einige Begriffe, welche damals Alltagswissen waren. Ich kann damit aber wenig anfangen. Meine Eltern kennen vielleicht noch das eine oder andere Wort und können es mir erklären. Wenn nicht, bin ich auf der Suche, was wurde einst damit bezeichnet. Was aus heutiger Sicht berechtigt als Diskriminierung daherkommt, war zu Zeiten meiner Großeltern oder Urgroßeltern selbstverständlich. Dabei wollten meine Altvorderen keinem etwas schlechtes. Sie kannten es nicht anders. Es resultiert aus der Zeit, in der sie ihr Leben meistern mussten. Und diese Zeit war von einer anderen Sprache und Begrifflichkeit geprägt, als der, in der wir heute leben.
Das Leben, die Lebensumstände haben sich verändert und damit auch die Sprache. Neue Lebensformen sind entstanden, welche in unserer Sprache Einklang finden. Und es sind immer noch die Menschen, welche das Leben gestalten und damit auch die Sprache entwickeln. Dem kann man sich nicht entziehen. Auch einer gendergerechten Sprache am Ende nicht. Über die einzelnen Begriffe, welche sich durchsetzen werden, von der Mehrheit in ihren Sprachgebrauch übernommen werden, wird sicher spannend. Und es beruhigt mich, dass dabei keinen Stillstand gibt. Die Entwicklung der Sprache geht weiter.
Viele liebe Grüße von Magdalena
Re: Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: So 14. Feb 2021, 15:38
von Wally
Die Aufgabe des Duden ist, die deutsche Sprache in ihrem aktuellen, mehrheitlichen Gebrauch zu beschreiben - nicht, sie ideologisch zu verändern und zu formen. Wenn im Duden der "Arzt" neuerdings explizit als "männlich" beschrieben wird, dann ist das schlicht FALSCH: im üblichen Sprachgebrauch umfaßt dieses Wort nun mal beide Geschlechter. Die Aufforderung "Geh zum Arzt!" versteht kein Mensch als Aufforderung, explizit zu einem männlichen Arzt zu gehen und nicht zu einer Ärztin. Umgekehrt wird da auch in Zukunft kein Mensch sagen "Geh zum Arzt oder zur Ärztin!", bloß weil eine fehlerhafte Definition im Duden diesen Sprachkrampf "vorschreibt".
Bei der Redaktion des Duden übernimmt man sich maßlos mit dem Vorhaben, die deutsche Sprache von oben herab zu "verbessern". Die Folge wird lediglich sein, dass der Duden seinen Stellenwert als Standardbeschreibung des Deutschen verliert, weil man sich mit solchen Fehlleistungen disqualifiziert. Auf längere Sicht wird irgendein anderer Verlag mit einem seriöseren Produkt in die Bresche springen und den Duden ablösen.
Herzliche Grüße
Wally
Re: Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: So 14. Feb 2021, 16:50
von conny
Die Änderungen betreffen ja bisher nur die Online-Version. Man darf gespannt sein, wie die Dudenredaktion nach massiver Kritik von Sprachwissenschaftlern und -institutionen weiter verfährt.
Magdalena hat geschrieben: So 14. Feb 2021, 14:48
Und es sind immer noch die Menschen, welche das Leben gestalten und damit auch die Sprache entwickeln. Dem kann man sich nicht entziehen. Auch einer gendergerechten Sprache am Ende nicht. Über die einzelnen Begriffe, welche sich durchsetzen werden, von der Mehrheit in ihren Sprachgebrauch übernommen werden, wird sicher spannend. Und es beruhigt mich, dass dabei keinen Stillstand gibt. Die Entwicklung der Sprache geht weiter.
Das ist richtig, aber hier ist der Duden einer nicht klar vorhersehbaren Entwicklung vorauseilend. Die Wortkreationen sind selbst ansatzweise nicht Teil unseres allgemeinen Sprachgebrauches.
Wally hat geschrieben: So 14. Feb 2021, 15:38
Bei der Redaktion des Duden übernimmt man sich maßlos mit dem Vorhaben, die deutsche Sprache von oben herab zu "verbessern".
So ist es.
Re: Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: So 14. Feb 2021, 17:59
von Magdalena
Hallo,
Conny, ich möchte Deine Worte zitieren.
Das ist richtig, aber hier ist der Duden einer nicht klar vorhersehbaren Entwicklung vorauseilend. Die Wortkreationen sind selbst ansatzweise nicht Teil unseres allgemeinen Sprachgebrauches.
Und ich muss Dir uneingeschränkt zustimmen. Ich kenne von früher den Begriff von vorauseilendem Gehorsam. In etwa ist es dass, was hier gerade passiert. Und dann kommen die seltsamsten Stillblüten , welche sich wie ein Virus verbreiten, zustande. Verstanden wird es dann natürlich auch nicht von allen. Da dürfen wir gespannt sein, wie lange es dann Bestand im Duden hat. Der Duden ist zum Glück nicht in Stein gemeißelt.
viele liebe Grüße von Magdalena
Re: Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: So 14. Feb 2021, 22:36
von Jaddy
Nun, in meinem Umfeld - und das sind beileibe nicht nur gender-sensible oder nicht-cis Menschen - wird "Gästin" zum Beispiel schon lange benutzt. Und vielen ist bewusst, dass ein einziges Wort nicht gleichzeitig männlich
und alle bezeichnen kann. Das ist einfach unpräzise, denn sonst gäbe es keine inzwischen selbstverständlichen Wörter wie Ärztin, Lehrerin, usw. Okay, die sind auch noch nicht allzu alt, denn ganz so lange dürfen Frauen diese Berufe noch gar nicht ausüben. Vielleicht ist die eigentliche Frage ja, welche Epoche einige Sprachveränderungsablehnende konservieren wollen. Es ist aber recht wahrscheinlich, dass sie langsam aber stetig aussterben, und das ist im Sinne einer sprachlichen Anpassung an gesellschaftliche Weiterentwicklung vielleicht auch ganz gut so

Re: Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: So 14. Feb 2021, 23:28
von Michi
Jaddy hat geschrieben: So 14. Feb 2021, 22:36
Vielleicht ist die eigentliche Frage ja, welche Epoche einige Sprachveränderungsablehnende konservieren wollen.
Ich entschuldige mich vorab, dass ich heute mal wieder zu viel Marius Jung gelesen habe, und mir deshalb die Frage herausplatzt, warum gleich wieder die Keule der PC*) geschwungen werden muss? Warum kann man all diese orwellschen Sprachveränderungen scheinbar nur auf eine solche argumentationslose Weise verteidigen? Sprechverbote und Sprachveränderungen ändern doch nichts an den bestehenden Problemen. Sie machen die bestehenden Probleme eher unsichtbar und offiziell nicht mehr zu benennen. Das führt schlimmstenfalls zu zwei sehr unterschiedlichen Sprachen, einer offiziellen und einer privaten Sprache, die die Menschen mehr und mehr von der Gesellschaft entfremden. Deutliche Ansätze kann man bereits bei den sogenannten Querdenkern erleben, und wohin das letztlich führt, habe ich persönlich über Jahre miterlebt. Der Umbruch kam dann 1989.
*) Political Correctnes
Jaddy hat geschrieben: So 14. Feb 2021, 22:36
Es ist aber recht wahrscheinlich, dass sie langsam aber stetig aussterben,
Nun, das Sterben ist der Lauf alles Irdischen, und die zwanghaften Sprachverbesser werden ebenso aussterben. Daher ist diese "Vorhesage" jetzt nicht besonders originell.

Re: Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: Mo 15. Feb 2021, 08:53
von Marlene K.
Ich denke, wir tauschen hier altbekannte Argumente aus ...und beide Seiten haben berechtigte Befürchtungen.
Wenn Michi zum Beispiel schreibt, dass die Differenzierung wie Koch oder Köchin diverse Köche erst recht unsichtbar macht hat Michi ja recht. Ich habe mich aber als Küchenmeister definieren lassen, bin aber Küchenmeisterin... und die ist nun mal kein Küchenmeister und nur die wenigsten in Westdeutschland werden hier an eine Küchenmeiosterin denken. Vielleeicht in Ostdeutschland ein paar mehr, weil hier die offiziellen Lehrbücher wirklich mehr Offenheit gezeigt haben. Aber auch hier, auf dem Gebiet der nicht mehr bestehenden DDR, haben nur Frauen einen Haushaltstag im Monat bekommen und mehr Frauen die unbezahlte Sorgearbeit übernommen. Das sich die Frau Arzt zurückgesetzt gefühlt hat, als sie auf einmal Frau Ärztin war zeugt aber auch nicht von Weiblichkeit...
Die immer wieder aufgestellte Behauptung von einer Sprachpolizei, die offizielle Sparache verordnen will wäre nicht einmal in einer Diktatur möglich und ist damit einfach nur billige Polemik. keine Institution kann sprache von oben befehlen und verändern.
Es bgeht bei dieser Diskussion immer nur um bewusst machen. Es geht darum menschen gegenüber Respekt zu zeigen. ...und ich finde Herr Marlene respektlos... nun, lieber Koch mit dem vorgedachten "Herr" ebenso. Ich bin kein Koch, ich bin Köchin.
Selbstverständlich ist es wichtiger, dass zugrunde liegende Denken zu ändern und Kochende jeden Geschlechts als gleichwertig zu sehen. Aber bis die ja existierenden Pole und alles dazwischen bestehende gleich viel wert geschätzt werden hilft vielleicht ein respektvoller aber auch spielerisch-experimenteller Umgang mit unserer Sprache.
Re: Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: Mo 15. Feb 2021, 11:08
von Ulrike-Marisa
Moin,
...jede Sprache verändert sich und damit auch die Deutsche Sprache. Wo ist das Problem, solange alle verstehen, was gemeint ist, schriftlich wie mündlich. Ich denke, dass sich mit der Zeit eine Beruhigung ergeben wird, was die Gendergerechte Sprache anbelangt. Allen ist es nicht recht zu machen. Die Mehrheit im Sprachgebrauch wird es m.E. nach entscheiden und nicht iegendwelche Sprachwissenschaftler mit dem Duden... Gast - Gästin, hatte ich vorher noch nicht gehört, aber wenn es sich einbürgert, dann ist es so. Niemand sagt mehr zum Bürgersteig Trottoir, wie zu Zeiten meines Vaters in seiner Kindheit in Straßburg. Alles sit im Wandel. Wir werden es erleben...
Grüße, Ulrike-Marisa
Rächtshreipfela gibts bei mia ummesonst...

Re: Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: Do 18. Feb 2021, 12:44
von helgafemin
Ulrike-Marisa hat geschrieben: Mo 15. Feb 2021, 11:08
Niemand sagt mehr zum Bürgersteig Trottoir
Kann das künftig überhaupt noch Bürgersteig heißen oder richtigerweise Bürger*innensteig? Ergeben sich dann nicht weitere "Probleme", denn dürfen diesen Steig dann nur Bürger*innen im rechtlichen Sinn benutzen oder auch alle andere Menschen? Besser bleib ich doch beim bei uns gängigen Gehweg. Müssen Städte wie Mannheim umbenannt werden? Darf die Orchidee Frauenschuh heißen? ... Die Menschen können sich viele Probleme machen
Ehrlich gesagt verstehe ich den ganzen Quatsch nicht.
Grüße Helga
Re: Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: Fr 19. Feb 2021, 21:11
von kaliya
Es gibt Diskussionen, da bleibe ich bewusst außen vor - die Positionen sind zu sehr verkrustet - nichts bewegt sich
Und dann gibt es Diskussionen, deren Sinn mir völlig unverständlich ist - da bin ich prinzipiell nicht mit am Tisch
Und nur vllt einmal in 10 Jahren, dann muss es einfach aus mir raus
So auch in diesem Fall
Dass wir im Sprachgebrauch ein "generisches Maskulinum" (die meisten wissen wahrscheinlich gar nicht, was das bedeutet) pflegen, hat seit Ewigkeiten keinen gestört
Aber jetzt besteht anscheinend der Drang -besser gesagt die Mission- das mal ruckzuck zu ändern
Wir haben ja sonst anscheinend nichts besseres zu tun
Ich möchte einen anderen Blick auf die Diskussion geben
Beruflich habe ich sehr viel mit Asien und vor allem Nordamerika zu tun
Dort hat sich der Blick auf das deutsche Ingenieurs-/Organisationstalent erkennbar eingetrübt
Wir (Deutschland) werden mit dem BER-Versagen wahrgenommen, und aktuell mit dem Impf-Desaster - und noch mit vielen, vielen anderen Problemen, die hierzulande gar nicht in den Köpfen der Leute angekommen sind
als Beipiel: Rückständigkeit im IT-Bereich, wo wir stolz die Länder-Position Nr 134 halten und uns jährlich unseres Erfolges rühmen, hier nicht abgesackt zu sein
Aber stattdessen ist uns jetzt Gender-Sprache wichtig
Wenn dem so ist -und ich will mich hier dem gesellschaftlich Konsens nicht verschliessen-, dann habe ich einen radikalen Vorschlag:
Eliminierung des Maskulinums und Femininums aus dem Sprachgebrauch - alles nur noch Neutrum
das würde als schönen Nebeneffekt den vielen ausländischen Schülern der deutschen Sprache sehr helfen - weg mit den Artikeln
und wenn dann mal "das Frauenschuh" auftaucht, ist doch alles gelöst mit das Frau
So, puh, geht wieder .......
Muss mich jetzt auf das (virtuelle) Männerabend vorbereiten
Re: Kritik an Gender-Sprache »Abenteuerliche Duden-Kreationen«
Verfasst: Fr 19. Feb 2021, 21:23
von Jaddy
kaliya hat geschrieben: Fr 19. Feb 2021, 21:11Wenn dem so ist -und ich will mich hier dem gesellschaftlich Konsens nicht verschliessen-, dann habe ich einen radikalen Vorschlag:
Eliminierung des Maskulinums und Femininums aus dem Sprachgebrauch - alles nur noch Neutrum
Das wäre tatsächlich eine sehr gute Lösung. Also eine neutrale Form, die überhaupt keinen Genderbezug hat. Gibt es übrigens in einigen Regionaldialekten.
det,
's und
d' zum Beispiel. Und es gibt ein paar neue Vorschläge. "y"/"ys", "iks" oder die Variante "ens".
Und genau das muss dann in der materiellen Welt folgen. Alles, was heute noch ganz automatisch gender-exklusiv gedacht und gebaut wird, sollte wo immer möglich unabhängig von Gender für alle gleichermassen erreichbar, sicher und benutzbar sein. Von vorneherein. Und nicht als Anhängsel zum als "normalmenschlich" gesetztem männlichen Standard.