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Partnerschaften (Interview in der Zeit)

Verfasst: Fr 5. Feb 2021, 11:07
von Alex_andra
Durch das Lesen dieses Artikels bzw. des Interviews (https://www.zeit.de/2021/06/gleichberec ... kgo.com%2F)habe ich es geschafft, dass sich, nach einer fast ruhelosen Nacht, ein Knoten in meinem Inneren gelöst hat und ich mir wieder weniger allein auf der Welt vorkomme.
Besonders haben mich Patricias Äußerungen bezüglich ihrer immer wiederkehrender Zweifel bewegt.
Ich habe so oft das Gefühl, dass ich allein mit diesem Gefühl bin und nur ich immer wieder mit mir und meiner Erscheinung hadere oder frustriert bin.
Dass es auch anderen so geht, gibt mir Kraft, so dass ich nicht immer wieder alles in Frage stelle und schlechte Zeiten leichter durchhalten kann.
Durch den Hinweis hier oute ich mich als gelegentliche Zeit Lesende oder als Zeitleserin. Ich bin also aus alten Gewohnheiten immer noch dem bürgerlichen Lager zugehörig, ärgere mich aber immer wieder über die Artikel.
Aber ich bin auch immer noch nicht bei meinem christlichen Weltanschauungsclub ausgetreten. Auch so eine alte Gewohnheit, die gelegentlich Trost und Heimat bietet. Auch wenn es nur in der Opposition dazu ist.
Viel Wirres und auch Wahres dabei, schreibe gerade hier und betreibe nebenbei Homekindergartening.

LG

Re: Partnerschaften (Interview in der Zeit)

Verfasst: Fr 5. Feb 2021, 12:40
von Stina
Liebe Alex!
Alles, was im Leben Kraft und Ruhe bringt, ist in Ordnung! Ob nun die Kirche oder das Lesen eines konservativen Blattes ist doch egal. Alles im Leben ist im Fluss, nix in Stein gemeißelt, das hast du mir mal geschrieben. Daran halte ich mich fest. Auch ich habe Ängste die mich nicht loslassen, die immer wieder kehren, mal stärker, mal schwächer. Wichtig ist, nicht den Draht zu sich selbst zu verlieren, achtsam mit sich umgehen. Nicht so einfach mit Kindern um sich herum, ich weiß das nur zu gut! Aber du bist nicht alleine!! Nicht vergessen😉
Alles Liebe, Stina

Re: Partnerschaften (Interview in der Zeit)

Verfasst: Fr 5. Feb 2021, 17:00
von Alex_andra
Hey,

danke für deine Antwort. Na ja das mit dem Fluss und den Steinen ist ja so eine Sache und langsam höhlt der Tropfen den Stein und irgendwie kommt es auf die Fließgeschwindigkeit an...
Ne, das stimmt schon alles, aber andere zu akzeptieren und es selbst für sich zu können sind oft so unheimlich verschiedene Sachen.
Lange geübter Selbsthass lässt isch eben nicht so einfach ablegen und damit, dass du zu dir stehst ist noch lange nicht gegeben, dass du dich auch magst. Aber ich bin auf einem guten Weg, immer wieder.
Und mein Verhältnis zu konservtiven Blättern und Kirche ist ein stark gebrochenes. Eigetlich spielen beide eine nur marginale Rolle in meinem Leben. Aber ich sie schaffen es es nicht definierbares Urbedürfnis bei mir anzutriggern, das ich dann stillen kann. Wie Weihnachten oder Geburtstage ...

Liebe Grüße