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Wir sind schon da... überall
Verfasst: Fr 5. Feb 2021, 09:03
von Marlene K.
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/kuns ... duced=true
-»Wir sind schon da-«
185 lesbische, schwule, bisexuelle, queere, nicht-binäre und trans* Schauspieler*innen outen sich — und fordern mehr Anerkennung in Theater, Film und Fernsehen. Mit der Initiative #actout und einem gemeinsamen Manifest wollen sie eine Debatte anstoßen. Sechs von ihnen sprechen im Interview über Klischeerollen und die immer wiederkehrende Warnung vor dem Coming-out.
Das eine solche Aktion 44 Jahre nach einem rein auf Männer bezogenen ähnlichen Sterntitel immer noch als besonders gewertet wird zeigt wie nötig der Kampf ist...
https://www.altezeitschriften.de/.../42 ... -heft-nr41...
Re: Wir sind schon da... überall
Verfasst: Fr 5. Feb 2021, 09:23
von Ulrike-Marisa
Hallo Marlene,
...bei mir kommt leider beim zweiten Link nur eine Fehlermeldung: Seite existiert nicht.
Gruß, Ulrike-Marisa
Re: Wir sind schon da... überall
Verfasst: Fr 5. Feb 2021, 12:21
von scheue_Sarah
Hallo,
ich hab das Thema eben auf web.de gesehen:
https://web.de/magazine/unterhaltung/st ... n-35507706
Vielleicht geht es da...
Sarah
Re: Wir sind schon da... überall
Verfasst: Sa 6. Feb 2021, 10:01
von Marlene K.
Re: Wir sind schon da... überall
Verfasst: So 7. Feb 2021, 06:46
von Svetlana L
Passend dazu auch auf welt.de
"Dieser Schritt zeigt vielen anderen, was möglich ist" und auf Nollendorfblog
"Der Kampf beginnt erst jetzt". Wenn man sich die Kommentare auf welt.de ansieht, dann interessiert das doch niemanden, dann ist es wenig mutig, weil wir schon schwule Außenminister und Bürgermeister usw. hatten, dann kann doch heuzutage jede_r so lieben wie er_sie will ... Wenn das wirklich so sein sollte, dann frage ich mich aber, warum die Statistiken homosexuellen- und transfeindlicher Gewalttaten Jahr für Jahr nach oben gehen, warum Menschen bis hin zum Suicid getrieben werden, weil sie schwul, lesbisch trans oder sonstwas sind, oder im Fall der Schauspieler_innen Karriereeinbrüche befürchtet werden. Aus meiner Sicht ist dieses Massen-Coming out ein wichtiges Zeichen für die Sichtbarkeit queerer Vielfalt und das wiederum ist ein wichtiger Schritt zu mehr Akzeptanz.
Re: Wir sind schon da... überall
Verfasst: So 7. Feb 2021, 10:23
von Marlene K.
Selbst in der "Szene" ist ja immer öfter zu hören, wie gut es die jungen Menschen es doch heute haben. Ich bin mir aber sicher, dass dies eine sehr auf große Städte und wenige Länder beschränkte Sicht ist. Ich wage sogar zu bezweifeln, dass es selbst in diesen wenigen Flecken der Welt das Erekennen des eigenen Ichs, dass eigentliche Coming Out vor sich selber, wirklich so viel einfacher macht.
Was denkt Ihr?
Liebe Grüße
Marlene
Re: Wir sind schon da... überall
Verfasst: So 7. Feb 2021, 11:05
von Jaddy
Ralf-Marlene hat geschrieben: So 7. Feb 2021, 10:23Selbst in der "Szene" ist ja immer öfter zu hören, wie gut es die jungen Menschen es doch heute haben. Ich bin mir aber sicher, dass dies eine sehr auf große Städte und wenige Länder beschränkte Sicht ist. Ich wage sogar zu bezweifeln, dass es selbst in diesen wenigen Flecken der Welt das Erekennen des eigenen Ichs, dass eigentliche Coming Out vor sich selber, wirklich so viel einfacher macht.
Was denkt Ihr?
Ja, es ist heute viel besser als noch vor 50 Jahren. Oder vor 30. Ich hatte seit meinem GNC coming out um 2001 bisher weder in großen Städten, noch hier auf den Dörfern irgendwelche Probleme.
Aber das heisst ja noch lange nicht, dass es a) wirklich gut ist oder b) ein sich deshalb nicht für noch besser engagieren sollte. Neben den tollen Erfolgsgeschichten lesen wir hier ja immer wieder von Problemen, Ablehnung, Anfeindung durch Familie, etc. Also: Noch längst kein Anlass, sich auszuruhen.
Wäre ich vor 30 Jahren ein bisschen schlauer gewesen - ich kannte ja binäre trans Personen - oder hätte die Infos gehabt, die heute per Internet und Medienpräsenz um Größenordnungen einfacher zu haben sind, wäre ich damals schon genau so losgezogen, wie die Youngsters heute, für die binary und non-binary in all den schönen Ausprägungen von Agender bis trans irgendwas scheinbar eine ganz normale Sache ist. Scheinbar deshalb, weil du völlig recht hast: Für jede einzelne Person ist es trotz Infos etc. immer noch ein schwieriger Schritt, sich von den Konventionen und Erwartungen der eigenen Umgebung zu verabschieden. Ich kriege das im TG Deutschland Discord und auf reddit häufig live mit. Unterschied zu früher ist aber immerhin, dass es heute eine Menge Communities gibt, die ein potenziell auffangen können. Plus ein doch ab und zu hilfreiches professionelles Bertreuungssystem.
Re: Wir sind schon da... überall
Verfasst: Do 18. Feb 2021, 15:16
von Marlene K.
Ich stelle fest, es bewegt sich etwas in der Gesellschaft. Nach #actout im Magazin der SZ kommt das Fanzin 11 Freunde mit der Aktion Liebe darf nicht diskriminiert werden:
https://11freunde.de/artikel/ihrk%C3%B6 ... en/3331896
https://11freunde.de/artikel/liebe-darf ... en/3332570
Gleichzeitig bezweifelt Sandra Kegel
https://de.wikipedia.org/wiki/Sandra_Kegel von der FAZ, dass solche Aktionen wie actout heute noch nötig sind und stellt fest, dass es sich wohl eher um reine PR Aktionen handelt...
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 83459.html
Re: Wir sind schon da... überall
Verfasst: Do 18. Feb 2021, 17:29
von scheue_Sarah
Ich bin mir nicht sicher ob das zu 100% hier hinein passt, ist mir heute beim Frühstück in der Zeitung begegnet:
20210218_101348b.jpg
Sarah
Re: Wir sind schon da... überall
Verfasst: Fr 19. Mär 2021, 09:00
von scheue_Sarah
Elliot Page outete sich Anfang Dezember als Trans-Mann. In einem Interview erklärt der Schauspieler, wie schwer dieser Schritt für ihn war
https://web.de/magazine/unterhaltung/st ... r-35642038