Ein Autist ist keine Frau
Verfasst: Do 10. Sep 2020, 14:18
"Sie haben keinen Autismus. Sie sind dafür viel zu emotional."
Manche mögen diesen Satz bereits kennen oder so ähnlich, wenn sie betroffen sind.
Gut, gehen wir mal davon aus, die These stimmt. Ein Autist ist nicht emotional.
Zeigt ein Autist Emotionen, dann ist er ja kein Autist. Zeigt er keine Emotionen, dann ist er ein gefühlskaltes ...
Wenn die Mitmenschen auf ihm rumtrampeln, muss ich das egal sein. Denn zeigt er auch nur die kleinsten Emotionen, dann ist er ja kein Autist.
Frauen sind immer emotional. Also sind Frauen auch keine Autisten. Das ist nachvollziehbar.
Autisten dürfen auch keine Beziehungen eingehen. Die erfordern Emotionen. Ein Autist hat aber keine Emotionen.
Genauso problematisch ist das bekommen von Kindern. Erst recht, wenn es Leibliche sind. Man könnte Angst bekommen, sobald sich das Kind nicht wie gewünscht verhält, könnte es Autist sein.
Sandra hat eine Diagnose aus dem sog. Autismus-Spektrums-Störungsbild.
Früher hat man dabei noch nicht so großartig unterschieden.
Laut ihren Ärzten haben Autismus nur Männer.
Sandra kann also entweder keine Frau sein, wenn die These stimmt oder die Diagnose ist falsch. (Wir gehen mal davon aus, dass sich die Oberärztin der entsprechenden Uniklinik nicht geirrt hat.)
Wer würde denn schon auf die Idee kommen, dass ein Individuum mit von dem betroffenen Chromosom eines mehr (XX) als bei der Betroffenennorm (XY oder X0), ganz andere oder mildere Symptome auftreten?
Kann bei einem XX-Satz dasselbe Symptombild wie bei einem XY-Satz auftreten? Dies müsste aufgrund der X-Inaktivierung, die ich schonmal erklärt habe, ausgeschlossen sein.
Sind Autisten dann trotzdem weiblich? Laut Genotyp ja. Phänotypisch auf den ersten Blick auch. Med. kategorisch aber nicht.
Dem intelligenten Leser fällt auf: Hier stimmt etwas nicht.
Genau dazu sollen sich die Experten jetzt mal äußern, sobald das Karyogramm vorliegt.
Bisher sah die Staatsanwaltschaft keine Gründe gegen mich vorzugehen. Vage Vermutungen ich könnte evtl. eine Kinderschänderin sein, rechtsradikal sein, nationalsozialistisch sein, antisemetisch sein, eine Mörderin sein und, und, und konnten bisher nicht bestätigt werden.
Die Behandlung als unmündig von Personen, die einen freien, klaren Willen bilden können, nur weil sie eine med. Diagnose haben, stellt übrigens eine Diskriminierung da. Diese Beurteilung obliegt einem Vormundschaftsgericht.
Dazu kam es nie. Mit einem nachgewiesenen IQ von 112 ist man nicht unbedingt unfähig einen freien Willen zu bilden.
Manche mögen diesen Satz bereits kennen oder so ähnlich, wenn sie betroffen sind.
Gut, gehen wir mal davon aus, die These stimmt. Ein Autist ist nicht emotional.
Zeigt ein Autist Emotionen, dann ist er ja kein Autist. Zeigt er keine Emotionen, dann ist er ein gefühlskaltes ...
Wenn die Mitmenschen auf ihm rumtrampeln, muss ich das egal sein. Denn zeigt er auch nur die kleinsten Emotionen, dann ist er ja kein Autist.
Frauen sind immer emotional. Also sind Frauen auch keine Autisten. Das ist nachvollziehbar.
Autisten dürfen auch keine Beziehungen eingehen. Die erfordern Emotionen. Ein Autist hat aber keine Emotionen.
Genauso problematisch ist das bekommen von Kindern. Erst recht, wenn es Leibliche sind. Man könnte Angst bekommen, sobald sich das Kind nicht wie gewünscht verhält, könnte es Autist sein.
Sandra hat eine Diagnose aus dem sog. Autismus-Spektrums-Störungsbild.
Früher hat man dabei noch nicht so großartig unterschieden.
Laut ihren Ärzten haben Autismus nur Männer.
Sandra kann also entweder keine Frau sein, wenn die These stimmt oder die Diagnose ist falsch. (Wir gehen mal davon aus, dass sich die Oberärztin der entsprechenden Uniklinik nicht geirrt hat.)
Wer würde denn schon auf die Idee kommen, dass ein Individuum mit von dem betroffenen Chromosom eines mehr (XX) als bei der Betroffenennorm (XY oder X0), ganz andere oder mildere Symptome auftreten?
Kann bei einem XX-Satz dasselbe Symptombild wie bei einem XY-Satz auftreten? Dies müsste aufgrund der X-Inaktivierung, die ich schonmal erklärt habe, ausgeschlossen sein.
Sind Autisten dann trotzdem weiblich? Laut Genotyp ja. Phänotypisch auf den ersten Blick auch. Med. kategorisch aber nicht.
Dem intelligenten Leser fällt auf: Hier stimmt etwas nicht.
Genau dazu sollen sich die Experten jetzt mal äußern, sobald das Karyogramm vorliegt.
Bisher sah die Staatsanwaltschaft keine Gründe gegen mich vorzugehen. Vage Vermutungen ich könnte evtl. eine Kinderschänderin sein, rechtsradikal sein, nationalsozialistisch sein, antisemetisch sein, eine Mörderin sein und, und, und konnten bisher nicht bestätigt werden.
Die Behandlung als unmündig von Personen, die einen freien, klaren Willen bilden können, nur weil sie eine med. Diagnose haben, stellt übrigens eine Diskriminierung da. Diese Beurteilung obliegt einem Vormundschaftsgericht.
Dazu kam es nie. Mit einem nachgewiesenen IQ von 112 ist man nicht unbedingt unfähig einen freien Willen zu bilden.