Eine Frage
-
Thordis76
- Beiträge: 15
- Registriert: So 29. Mär 2020, 13:39
- Geschlecht: männlich
- Pronomen:
- Wohnort (Name): SHG
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Eine Frage
Hallo!
Bei der Durchsicht der Beiträge zu diesen Thema habe ich zu meiner Frage nichts passendes gefunden. Sollte ich da etwas übersehen haben, dann entschuldigt.
Wie haltet ihr, die ihr mit einer Partnerin zusammenlebt, das mit dem Ausleben eurer weiblichen Seite?
Zur weiteren Erläuterung möchte ich meinen "inneren Konflikt" kurz darstellen. Nach dem glücklichen Outing, habe ich von meiner jetzigen Frau, viel Liebe und Unterstützung beim Ausleben meiner weiblichen Bedürfnisse erhalten. Dennoch habe ich immer mal wieder das Gefühl, dass ich ihr damit auf die Nerven gehen könnte. Daher nutze ich auch die Zeiten, wenn sie nicht zugegen ist, um mein weibliche Seite auszuleben. Jedoch fehlt dabei die Liebe und der Zuspruch meiner Frau.
Die Frage, ob ich meine Frau mit meiner weiblichen Seite nerve, habe ich einige Male zur Sprache gebracht. Sie gab mir zu verstehen, dass sie mich unterstützt und mir sagen würde, wenn sie das Ausleben meiner weiblichen Seite für unpassend hält. Für den Augenblick nach dem Gespräch fühle ich mich grundsätzlich bestärkt. Dennoch bleibt das Gefühl, dass ich nicht den Punkt erreichen möchte, an dem meine Frau mir sagt, dass es ihr zu viel wird oder sie mein Bedürfnis für unpassend hält. Vielleicht verkompliziere ich mir das und sollte einfach glücklich sein? Aber dazu fehlt mir das "Selbstvertrauen".
Für mich wäre es hilfreich, Rückmeldungen von anderen also euch zu bekommen.
Freue mich auf hilfreiche Antworten.
Liebe Grüße, Thordis
Bei der Durchsicht der Beiträge zu diesen Thema habe ich zu meiner Frage nichts passendes gefunden. Sollte ich da etwas übersehen haben, dann entschuldigt.
Wie haltet ihr, die ihr mit einer Partnerin zusammenlebt, das mit dem Ausleben eurer weiblichen Seite?
Zur weiteren Erläuterung möchte ich meinen "inneren Konflikt" kurz darstellen. Nach dem glücklichen Outing, habe ich von meiner jetzigen Frau, viel Liebe und Unterstützung beim Ausleben meiner weiblichen Bedürfnisse erhalten. Dennoch habe ich immer mal wieder das Gefühl, dass ich ihr damit auf die Nerven gehen könnte. Daher nutze ich auch die Zeiten, wenn sie nicht zugegen ist, um mein weibliche Seite auszuleben. Jedoch fehlt dabei die Liebe und der Zuspruch meiner Frau.
Die Frage, ob ich meine Frau mit meiner weiblichen Seite nerve, habe ich einige Male zur Sprache gebracht. Sie gab mir zu verstehen, dass sie mich unterstützt und mir sagen würde, wenn sie das Ausleben meiner weiblichen Seite für unpassend hält. Für den Augenblick nach dem Gespräch fühle ich mich grundsätzlich bestärkt. Dennoch bleibt das Gefühl, dass ich nicht den Punkt erreichen möchte, an dem meine Frau mir sagt, dass es ihr zu viel wird oder sie mein Bedürfnis für unpassend hält. Vielleicht verkompliziere ich mir das und sollte einfach glücklich sein? Aber dazu fehlt mir das "Selbstvertrauen".
Für mich wäre es hilfreich, Rückmeldungen von anderen also euch zu bekommen.
Freue mich auf hilfreiche Antworten.
Liebe Grüße, Thordis
never wanna say my best days are behind me (onelinedrawing)
-
MiriamR
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 417
- Registriert: Do 30. Apr 2020, 13:27
- Geschlecht: MzF
- Pronomen: Sie
- Wohnort (Name): Dortmund
- Hat sich bedankt: 83 Mal
- Danksagung erhalten: 80 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Eine Frage
Hallo Thordis.
Meine Frau unterstützt mich auch in jeder nur erdenklichen Weise. Wofür ich unendlich Dankbar bin, um das hier mal festzuhalten.
Wenn es ihr zuviel wird, sagt sie es. Klar und deutlich. "Ich möchte heute mal mit meinem Mann einkaufen." Oder so ähnlich halt.
Manchmal muß ich dann meinen "Frust" darüber herunterschlucken. Besonders an Tagen, an denen ich mich besonders wohl fühle, als Miriam.
Aber, sie gibt mir so viel Freiraum das ich dann nicht anders kann, als darauf Rücksicht zu nehmen. Auch wenn es mir in dem Moment sehr schwer fällt.
Du siehst, Du bist da nicht allein.
Ich denke, das wir unsere Partnerinnen mitnehmen müssen. Ihnen zuhören und respektieren. Ihnen in Gesprächen Ängste nehmen.
Ohne dem ist es keine Partnerschaft! Sie geben uns soviel Liebe, indem sie uns unterstützen. Wir wären Narren, würden wir das nicht Anerkennen und Schätzen.
weiblichste Grüße
Miriam
Meine Frau unterstützt mich auch in jeder nur erdenklichen Weise. Wofür ich unendlich Dankbar bin, um das hier mal festzuhalten.
Wenn es ihr zuviel wird, sagt sie es. Klar und deutlich. "Ich möchte heute mal mit meinem Mann einkaufen." Oder so ähnlich halt.
Manchmal muß ich dann meinen "Frust" darüber herunterschlucken. Besonders an Tagen, an denen ich mich besonders wohl fühle, als Miriam.
Aber, sie gibt mir so viel Freiraum das ich dann nicht anders kann, als darauf Rücksicht zu nehmen. Auch wenn es mir in dem Moment sehr schwer fällt.
Du siehst, Du bist da nicht allein.
Ich denke, das wir unsere Partnerinnen mitnehmen müssen. Ihnen zuhören und respektieren. Ihnen in Gesprächen Ängste nehmen.
Ohne dem ist es keine Partnerschaft! Sie geben uns soviel Liebe, indem sie uns unterstützen. Wir wären Narren, würden wir das nicht Anerkennen und Schätzen.
weiblichste Grüße
Miriam
Have fun.....always.
-
Engelchen
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3098
- Registriert: Fr 7. Jun 2019, 17:03
- Geschlecht: Weiblich
- Pronomen: Sie
- Wohnort (Name): München
- Hat sich bedankt: 17 Mal
- Danksagung erhalten: 13 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Eine Frage
Grundsätzlich finde ich deine Frage nicht verkehrt.
Andere Meinungen - andere Sichtweisen.
Ich selber kann dir da keine Antworten geben, da ich seit Jahren ein Singledasein führe.
Freue mich aber mit dir das du Rückhalt erfährst - und reden reden reden...
Leben und leben lassen
Schön wäre es wenn du den nochmal bearbeitest und dort die Frage einarbeitest.
Andere Meinungen - andere Sichtweisen.
Ich selber kann dir da keine Antworten geben, da ich seit Jahren ein Singledasein führe.
Freue mich aber mit dir das du Rückhalt erfährst - und reden reden reden...
Leben und leben lassen
Schön wäre es wenn du den nochmal bearbeitest und dort die Frage einarbeitest.
das z.B. statt - Eine FrageThordis76 hat geschrieben: So 21. Jun 2020, 11:52 Wie haltet ihr, die ihr mit einer Partnerin zusammenlebt, das mit dem Ausleben eurer weiblichen Seite?
Liebe geben und offen sein für Neues
-
lilly.fae
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 424
- Registriert: Mo 8. Jun 2020, 09:13
- Geschlecht: Mehr Sie als Er
- Pronomen: Sie,Er,Es,Egal
- Wohnort (Name): Graz
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Eine Frage
Hallo Thordis
Nein Du bist Sicher nicht alleine mit dieser Situation
Unter meiner Standaedkleidung welche im Alltag Unisex ausfällt, aber aus der Damenabteilung stammmt trage ich immer feminine Wäsche. Nur halt ohne Make up und Perücke.
Wenn ich alleine bin weil si zu ihrer Schwester fährt oder Sie bei der Arbeit ist, kann ich Lilly immer ausleben.
Damit kommen wir sehr gut Klar.( Auch wenn ich immer noch meine "Es gibt gar icht genug Lilly für diese Welt)
Lilly
Ich bin ja auch der meinung zuviel "Lilly" ist nie verkehrte, haben wir einen Weg gefunden mit dem beide glücklich sind. Meine liebe Ehefrau, welche mir und meinem zweitenIch (Lilly) treu zur seite steht, haben den sogenannten FR(S)AMSTAG is Leben gerufen. Hier ist ausschließlich Lilliane anwesend. Wenn sie ausernatürlich ihre Freundin haben möchte, schreibt sie mir eine Nachricht.Thordis76 hat geschrieben: So 21. Jun 2020, 11:52
Wie haltet ihr, die ihr mit einer Partnerin zusammenlebt, das mit dem Ausleben eurer weiblichen Seite?
Unter meiner Standaedkleidung welche im Alltag Unisex ausfällt, aber aus der Damenabteilung stammmt trage ich immer feminine Wäsche. Nur halt ohne Make up und Perücke.
Wenn ich alleine bin weil si zu ihrer Schwester fährt oder Sie bei der Arbeit ist, kann ich Lilly immer ausleben.
Damit kommen wir sehr gut Klar.( Auch wenn ich immer noch meine "Es gibt gar icht genug Lilly für diese Welt)
***** Lilliane Fae ****** Kurz : Lilly für Freunde Lillyfee
Ich bin eine liebevolle Frau, die mehr gibt als sie nimmt.....
Falls ihr Tipp und Rechtschreibfehler findet, dürft ihr sie gerne behalten. Ich habe noch genug davon.
Ich bin eine liebevolle Frau, die mehr gibt als sie nimmt.....
Falls ihr Tipp und Rechtschreibfehler findet, dürft ihr sie gerne behalten. Ich habe noch genug davon.
-
matthias55
- Beiträge: 57
- Registriert: Mi 20. Mai 2020, 12:45
- Geschlecht: Mann
- Pronomen: er
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Eine Frage
Mal eine Frage: Ich trage üblicherweise Röcke, Strumpfhosen, habe lackierte Nägel. Für mich ist das eine Erweiterung meiner Rolle als Mann. Was empfindest du nun genau als deine weibliche Seite? Und in der Umkehrung: was ist denn die männliche Seite deiner Frau? Und wie nimmst du diese männliche Seite deiner Frau wahr?Thordis76 hat geschrieben: So 21. Jun 2020, 11:52 Wie haltet ihr, die ihr mit einer Partnerin zusammenlebt, das mit dem Ausleben eurer weiblichen Seite?
Wir legen dabei natürlich die Prämisse zugrunde, dass Männlichkeit und Weiblichkeit bei jeder Person immer einen Mischanteil aufweist.
Gruß
matthias
Kanal Mann und Rock
https://www.youtube.com/channel/UCK0JB5fT8-Pbnf2x66TS1fg/
https://www.instagram.com/mannundrock/
https://www.youtube.com/channel/UCK0JB5fT8-Pbnf2x66TS1fg/
https://www.instagram.com/mannundrock/
-
Annette
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1378
- Registriert: Mo 22. Jun 2020, 17:58
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Luxemburg
- Hat sich bedankt: 90 Mal
- Danksagung erhalten: 290 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Eine Frage
Hallo Thordis,
ich bin ja ganz neu hier, dennoch versuche ich es mal...
Ich kann ganz gut nachvollziehen was du meinst, mein Werdegang ist deinem ziemlich identisch. Geoutet habe ich mich (bei meiner Frau) erst vor 2 Wochen, und das nach sage und schreibe 25 Jahren Geheimniskrämerei. Meine Frau hat unglaublich entgegenkommend reagiert, sie versucht mich zu verstehen und was am Wichtigsten ist: Das Thema Crossdressing wird nicht totgeschwiegen, sondern wir reden darüber und zwar offen miteinander. Natürlich gibt es Bedenken, man weiss ja nicht was die Zukunft bringen mag, und als Ehefrau plötzlich einen Crossdresser an der Seite zu haben dürfte ja wohl etwas schwerwiegender sein. Was die Offenheit meiner Frau berifft, ich bin ihr unendlich dankbar da ich mich vor ihr nicht mehr zu verstecken brauche, allerdings bin ich mir auch bewusst, gerade jetzt den Ball noch etwas flach zu halten (sagt man das so auf deutsch?) Um es bildlich darzustellen, mir wurde sozusagen unerwartet eine Tür geöffnet, und nun liegt es an mir selbst, eben nicht mit dieser Tür ins Haus zu fallen und drinnen alles zu verwüsten. Will heissen: alles laaangsam angehen. Natürlich reift bereits in mir die eine oder andere Idee was entweder mich selbst oder uns als Ehepaar betrifft, aber wie gesagt, gerade jetzt will ich meine Frau nicht damit überfordern. Für sie ist die Sachlage ja völlig neu, sie muss sich erst mal einwöhnen und das braucht halt seine Zeit.
Und überhaupt, denke ich mal, wir können uns glücklich schätzen, solche Partner zu haben, solche die uns nicht als Perverse abstempeln, solche die uns nicht Hals über Kopf verlassen, sondern solche die uns zu verstehen zu versuchen und an unserer Seite verweilen...dafür bin ich dankbar. Und solch liebevolle Partner haben es damit verdient, dass auch auf sie Rücksicht genommen wird. Also, ich werde es langsam angehen lassen, suche das Gespräch und stelle klar, dass ich meine Frau nicht überfordern möchte, auch wenn mir das etwas schwerfällt. Immerhin, nach 25 Jahren Geheimhaltung würde ich es am liebsten ordentlich krachen lassen.
Mit besten Grüssen,
Annett aus Luxemburg
ich bin ja ganz neu hier, dennoch versuche ich es mal...
Ich kann ganz gut nachvollziehen was du meinst, mein Werdegang ist deinem ziemlich identisch. Geoutet habe ich mich (bei meiner Frau) erst vor 2 Wochen, und das nach sage und schreibe 25 Jahren Geheimniskrämerei. Meine Frau hat unglaublich entgegenkommend reagiert, sie versucht mich zu verstehen und was am Wichtigsten ist: Das Thema Crossdressing wird nicht totgeschwiegen, sondern wir reden darüber und zwar offen miteinander. Natürlich gibt es Bedenken, man weiss ja nicht was die Zukunft bringen mag, und als Ehefrau plötzlich einen Crossdresser an der Seite zu haben dürfte ja wohl etwas schwerwiegender sein. Was die Offenheit meiner Frau berifft, ich bin ihr unendlich dankbar da ich mich vor ihr nicht mehr zu verstecken brauche, allerdings bin ich mir auch bewusst, gerade jetzt den Ball noch etwas flach zu halten (sagt man das so auf deutsch?) Um es bildlich darzustellen, mir wurde sozusagen unerwartet eine Tür geöffnet, und nun liegt es an mir selbst, eben nicht mit dieser Tür ins Haus zu fallen und drinnen alles zu verwüsten. Will heissen: alles laaangsam angehen. Natürlich reift bereits in mir die eine oder andere Idee was entweder mich selbst oder uns als Ehepaar betrifft, aber wie gesagt, gerade jetzt will ich meine Frau nicht damit überfordern. Für sie ist die Sachlage ja völlig neu, sie muss sich erst mal einwöhnen und das braucht halt seine Zeit.
Und überhaupt, denke ich mal, wir können uns glücklich schätzen, solche Partner zu haben, solche die uns nicht als Perverse abstempeln, solche die uns nicht Hals über Kopf verlassen, sondern solche die uns zu verstehen zu versuchen und an unserer Seite verweilen...dafür bin ich dankbar. Und solch liebevolle Partner haben es damit verdient, dass auch auf sie Rücksicht genommen wird. Also, ich werde es langsam angehen lassen, suche das Gespräch und stelle klar, dass ich meine Frau nicht überfordern möchte, auch wenn mir das etwas schwerfällt. Immerhin, nach 25 Jahren Geheimhaltung würde ich es am liebsten ordentlich krachen lassen.
Mit besten Grüssen,
Annett aus Luxemburg
-
Alex_andra
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 320
- Registriert: Mi 12. Sep 2018, 12:06
- Geschlecht: mtf
- Pronomen: er/sie
- Wohnort (Name): potsdam
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Eine Frage
Hallo,
ich kenne das Bedürfnis gut, von der einem nahe stehenden Person Absolution erteilt zu bekommen und Bestätigung in meiner etwas brüchigen Selbsteinschätzung zu erhalten, dass ich vollkommen normal sei und nichts dabei ist, dass ich mich weiblich fühle, ja dass es sogar eigentlich viel besser sei, und dass ich auf alle Fälle problemlos so leben kann usw.. Am besten immer wieder, jede Minute neu.
Aber das überfordert alle. So wie ich mich an mein Auftreten, mein Wirken und meine Erscheinung gewöhnen muss und sie manchmal beglückend und dann auch wieder belastend empfinde, so geht es auch meinem Gegenüber.
Manchmal ergibt sich ein Widerspruch zwischen empfundenen nonverbalen Aussagen und dem was verbal kommuniziert wird. Ich kann dann nie entscheiden, ob das nur an meiner Wahrnehmung liegt, oder daran, dass es tatsächlich diesen Widerspruch gibt. Das verunsichert mich sehr.
Aber egal woran es liegt, durch immer wieder nachfragen und thematisieren wird es nicht besser und ich überlaste die andere Person, da sie selbst ihre eigene Wirkung permanent hinter fragen muss. Das geht nicht gut.
Deshalb sehe ich es als wichtig an, positive Erfahrungen zu machen, die nicht an die eine Person gebunden sind. Dadurch verstärkst du dein Selbstbewusstsein und entlastest die andere Person. So kann sie auch mal dein Bedürfnis aus welchen Gründen auch immer unpassend finden, ohne dich deshalb gleich gänzlich in Frage zu stellen.
Zeig ihr, wieviel es dir bedeutet so zu sein und dass es befreiend, beglückend an sich ist und nicht nur deshalb, weil du dann Bestätigung von anderen erhältst.
Wenn ich meine Partnerin permanent loben müsste und ich ihr immer bestätigen müsste, dass sie toll ist ... wäre das auf die Dauer sehr anstrengend.
Lasst euch am besten Zeit und Raum, so etwas wie Normalität zu entwickeln.
ich kenne das Bedürfnis gut, von der einem nahe stehenden Person Absolution erteilt zu bekommen und Bestätigung in meiner etwas brüchigen Selbsteinschätzung zu erhalten, dass ich vollkommen normal sei und nichts dabei ist, dass ich mich weiblich fühle, ja dass es sogar eigentlich viel besser sei, und dass ich auf alle Fälle problemlos so leben kann usw.. Am besten immer wieder, jede Minute neu.
Aber das überfordert alle. So wie ich mich an mein Auftreten, mein Wirken und meine Erscheinung gewöhnen muss und sie manchmal beglückend und dann auch wieder belastend empfinde, so geht es auch meinem Gegenüber.
Manchmal ergibt sich ein Widerspruch zwischen empfundenen nonverbalen Aussagen und dem was verbal kommuniziert wird. Ich kann dann nie entscheiden, ob das nur an meiner Wahrnehmung liegt, oder daran, dass es tatsächlich diesen Widerspruch gibt. Das verunsichert mich sehr.
Aber egal woran es liegt, durch immer wieder nachfragen und thematisieren wird es nicht besser und ich überlaste die andere Person, da sie selbst ihre eigene Wirkung permanent hinter fragen muss. Das geht nicht gut.
Deshalb sehe ich es als wichtig an, positive Erfahrungen zu machen, die nicht an die eine Person gebunden sind. Dadurch verstärkst du dein Selbstbewusstsein und entlastest die andere Person. So kann sie auch mal dein Bedürfnis aus welchen Gründen auch immer unpassend finden, ohne dich deshalb gleich gänzlich in Frage zu stellen.
Zeig ihr, wieviel es dir bedeutet so zu sein und dass es befreiend, beglückend an sich ist und nicht nur deshalb, weil du dann Bestätigung von anderen erhältst.
Wenn ich meine Partnerin permanent loben müsste und ich ihr immer bestätigen müsste, dass sie toll ist ... wäre das auf die Dauer sehr anstrengend.
Lasst euch am besten Zeit und Raum, so etwas wie Normalität zu entwickeln.
-
Rusza
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 168
- Registriert: Do 1. Jul 2021, 00:14
- Geschlecht: divers
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 85 Mal
- Danksagung erhalten: 57 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Eine Frage
Hallo Thordis...Meine langjährige Freundin hat mich in jungen Jahren nur genommen,weil ich ein weicher ,fast mädchenhafter Typ war.
Allerdings wollte sie mir meine Transidentität aberziehen.So wie das auch Freunde und Verwandte versucht haben.Irgenwann konnte meine Freundin
mich nicht mehr ertragen.Ich habe ihr nämlich die Show gestohlen.Sie selbst war eher burschikos und wirkte manchmal recht ungehobelt.Auszuleben gab es für mich nichts.Ich war schon damals eine bekennende Transfrau.Im inneren bin ich 100 Prozent Frau.Darum habe ich mich schon sehr früh geoutet.Da ist es für mich selbstverständlich,das ich mich wie eine Frau kleide.Die Beziehung ist auseinander gegangen.Meine Ex-Freundin lebt jetzt mit einem harten Typen,einem Biker zusammen.Das Gegenteil von mir also.Immerhin unser 16-jähriger Sohn ist bei mir geblieben.Am schlimmsten waren die ersten Jahre für mich,als ich mein Frau sein verbergen mußte.
Viele Grüße,Rusalka
Allerdings wollte sie mir meine Transidentität aberziehen.So wie das auch Freunde und Verwandte versucht haben.Irgenwann konnte meine Freundin
mich nicht mehr ertragen.Ich habe ihr nämlich die Show gestohlen.Sie selbst war eher burschikos und wirkte manchmal recht ungehobelt.Auszuleben gab es für mich nichts.Ich war schon damals eine bekennende Transfrau.Im inneren bin ich 100 Prozent Frau.Darum habe ich mich schon sehr früh geoutet.Da ist es für mich selbstverständlich,das ich mich wie eine Frau kleide.Die Beziehung ist auseinander gegangen.Meine Ex-Freundin lebt jetzt mit einem harten Typen,einem Biker zusammen.Das Gegenteil von mir also.Immerhin unser 16-jähriger Sohn ist bei mir geblieben.Am schlimmsten waren die ersten Jahre für mich,als ich mein Frau sein verbergen mußte.
Viele Grüße,Rusalka
-
Lisa84
- Beiträge: 26
- Registriert: Mi 16. Okt 2019, 12:26
- Pronomen: sie/er
- Wohnort (Name): Koblenz
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Eine Frage
Weil ich gestern Abend eine Erfahrung gemacht habe die genau zu dieser Thematik passt, möchte ich hier auch kurz etwas zu schreiben: Auch ich habe häufig das Gefühl, dass ich es aus Sicht meiner Partnerin manchmal etwas übertreibe und halte mich aus diesem Grund gelegentlich etwas zurück oder spreche viele Dinge die mich im Zusammenhang mit dieser Thematik beschäftigen auch nicht direkt an aus Angst, sie könnte davon überfordert sein.Thordis76 hat geschrieben: So 21. Jun 2020, 11:52 Die Frage, ob ich meine Frau mit meiner weiblichen Seite nerve, habe ich einige Male zur Sprache gebracht. Sie gab mir zu verstehen, dass sie mich unterstützt und mir sagen würde, wenn sie das Ausleben meiner weiblichen Seite für unpassend hält. Für den Augenblick nach dem Gespräch fühle ich mich grundsätzlich bestärkt. Dennoch bleibt das Gefühl, dass ich nicht den Punkt erreichen möchte, an dem meine Frau mir sagt, dass es ihr zu viel wird oder sie mein Bedürfnis für unpassend hält. Vielleicht verkompliziere ich mir das und sollte einfach glücklich sein? Aber dazu fehlt mir das "Selbstvertrauen".
Für mich wäre es hilfreich, Rückmeldungen von anderen also euch zu bekommen.
Freue mich auf hilfreiche Antworten.
Gestern Abend habe ich ein paar Antworten zu einem Thema hier im Forum nochmal nachgelesen und sie fragte mich, was ich denn da lese. Da ich es nicht überstrapazieren wollte, erzählte ich nur beiläufig um was es ging. Später beim Zubettgehen wurde ich gefragt, warum ich solche Dinge eigentlich nicht öfter mit ihr besprechen würde und sie war darüber etwas enttäuscht.
Ähnliche Situationen erleben wir als Paar in anderen Situationen: In den gerade selten vorkommenden Momenten, in denen ich mich aufwendig schminke um bspw. Auszugehen, möchte sie gerne dabei sein und mich aktiv unterstützen. Sie sagt, dass dieser Prozess etwas ist, an dem sie aktiv teilhaben kann und sie ist enttäuscht, wenn sie diese Möglichkeit nicht hat.
Es ist also in jeder Hinsicht wichtig, das gesunde Maß in der Beziehung zu finden und offen darüber zu kommunizieren. In diesen beiden konkreten Fällen habe ich meine Partnerin vermutlich nicht genug eingebunden.
-
Lavendellöwin
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3218
- Registriert: Do 6. Sep 2018, 15:56
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 443 Mal
- Danksagung erhalten: 767 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Eine Frage
Thordis76 hat geschrieben: So 21. Jun 2020, 11:52 Die Frage, ob ich meine Frau mit meiner weiblichen Seite nerve, habe ich einige Male zur Sprache gebracht. Sie gab mir zu verstehen, dass sie mich unterstützt und mir sagen würde, wenn sie das Ausleben meiner weiblichen Seite für unpassend hält. Für den Augenblick nach dem Gespräch fühle ich mich grundsätzlich bestärkt. Dennoch bleibt das Gefühl, dass ich nicht den Punkt erreichen möchte, an dem meine Frau mir sagt, dass es ihr zu viel wird oder sie mein Bedürfnis für unpassend hält.
Hallo Thordis...
ich möchte es dir aus meiner Sicht sagen...
es könnte nervig werden, wenn mich jemand etwas zu oft frägt. Deswegen bin
ich mir ziemlich sicher, das deine Frau es dir mit Bestimmtheit sagen würde wann sie
es für unpassend hält...
hmmm irgendwie liegt die Angst bei dir, wenn du den Punkt nicht erreichen möchtest
ist es doch okay, aber es wäre auch eine Erfahrung, ein neuer Aufbruch, ein neues
Abstecken der Grenzen...das ist sehr wertvoll!
Eine Beziehung braucht meiner Meinung nach etwas woran sie wachsen kann...
es gab Zeiten, da hat mich meine Liebste als ÜberFrau betrachtet, als Konkurenz..
dann habe ich alles etwas runter gefahren und dabei meinen eigenen Stil,
mein Frau sein neu entdeckt. Und das war gut, weil es Natürlichkeit braucht,
das schätzen unsere Mitmenschen...
ich wünsch dir viel Kraft..
Alles Liebe Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
-
Cuddy
- schau
- Beiträge: 66
- Registriert: Fr 25. Jun 2021, 11:14
- Geschlecht: unklar
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Kiel
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Eine Frage
Hallo Thordis,
ich glaube, es ist wichtig Grenzen abzustecken. Und das man unterscheiden sollte zwischen harten und weichen Grenzen. Harte Grenzen sollten also stehts respektiert werden. Das klassische No- Go also.
An den weichen Grenzen darf und sollte von Zeit zu Zeit gekratzt werden. Schließlich können sich Grenzen auch ändern.
Wenn Deine Frau also sagt, sie gibt Dir bescheid, wenn es zu viel wird, verlasse Dich auf ruhig sie. So lernt Ihr beide Eure Grenzen kennen und findet Eure harten und weichen Grenzen für das Thema.
Und bleibt im Dialog. Sprecht miteinander darüber, was es mit Euch und Euren Gefühlen macht. So könnt Ihr einen gemeinsamen Weg finden. Und das wollt Ihr sicher beide.
LG Cuddy
ich glaube, es ist wichtig Grenzen abzustecken. Und das man unterscheiden sollte zwischen harten und weichen Grenzen. Harte Grenzen sollten also stehts respektiert werden. Das klassische No- Go also.
An den weichen Grenzen darf und sollte von Zeit zu Zeit gekratzt werden. Schließlich können sich Grenzen auch ändern.
Wenn Deine Frau also sagt, sie gibt Dir bescheid, wenn es zu viel wird, verlasse Dich auf ruhig sie. So lernt Ihr beide Eure Grenzen kennen und findet Eure harten und weichen Grenzen für das Thema.
Und bleibt im Dialog. Sprecht miteinander darüber, was es mit Euch und Euren Gefühlen macht. So könnt Ihr einen gemeinsamen Weg finden. Und das wollt Ihr sicher beide.
LG Cuddy
-
Senja
- schau
- Beiträge: 71
- Registriert: Di 18. Aug 2020, 08:22
- Geschlecht: Trans-Frau
- Pronomen: Sie
- Wohnort (Name): Esslinger Raum
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Eine Frage
Hallo Thordis,
Ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Meine Frau weiß schon länger von meiner Neigung. Nachdem ich ich in de Familie auch vor den Kindern geouted habe bin ich öfters zuhause in weiblicher Kleidung anzutreffen.
Meine Frau sagt mir manchmal was ihr gefällt und auch oft was mir nicht steht.
Das ist OK und liebevoll.
Jedoch bin ich auch immer im Zwiespalt ob sie mich so akzeptiert oder nur liebevoll erduldet.
Ich denke meine Unsicherheit straht auch auf sie aus. Wie kann ich von ihr ein klares Bekenntnis erwarten solange ich selbst so unsicher bin.
Ich habe gelernt dass es manchmal hilft miteinander zu reden. Und wenn es dafür eine Flasche Lambrusco braucht um die yzungen zu lösen dann ist das auch OK.
Wünsche dir alles Gute.
Liebe Grüße
Senja
Ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen. Meine Frau weiß schon länger von meiner Neigung. Nachdem ich ich in de Familie auch vor den Kindern geouted habe bin ich öfters zuhause in weiblicher Kleidung anzutreffen.
Meine Frau sagt mir manchmal was ihr gefällt und auch oft was mir nicht steht.
Das ist OK und liebevoll.
Jedoch bin ich auch immer im Zwiespalt ob sie mich so akzeptiert oder nur liebevoll erduldet.
Ich denke meine Unsicherheit straht auch auf sie aus. Wie kann ich von ihr ein klares Bekenntnis erwarten solange ich selbst so unsicher bin.
Ich habe gelernt dass es manchmal hilft miteinander zu reden. Und wenn es dafür eine Flasche Lambrusco braucht um die yzungen zu lösen dann ist das auch OK.
Wünsche dir alles Gute.
Liebe Grüße
Senja