Schweiz „ Änderung des Geschlechtseintrages
Verfasst: Fr 12. Jun 2020, 07:59
TGNS - Transgender Network Switzerland berichtet:
Quelle: https://scontent-dus1-1.xx.fbcdn.net/v/ ... e=5F07BF88
Unter https://www.queer.de/detail.php?article_id=36316 ist weiter zu lesen, Zitat:
Bekommt so, auch in Deutschland, die neue Gesetzentwurf Iniative der Grünen https://www.queer.de/docs/selbstbestimm ... e-2020.pdf zusätzlichen "Rückenwind" und gewinnt an Dynamik?
Viel Kraft bei der Umsetzung eurer Ziele
wünscht euch herzlichst
maexine
"Entschieden: Der Ständerat will eine einfache Änderung des Geschlechtseintrages ermöglichen - aber eben, nicht für alle.
31 Ständerät_innen stimmten für das Gesetz, 7 dagegen und 7 enthielten sich. Für eine Stärkung unserer Rechte stimmten die Grünen, die SP, die Mehrheit der CVP / Mitte (3 Enthaltungen) und die Mehrheit der FDP (1 Nein, 2 Enthaltungen). Die SVP äusserte sich und stimmte trans- und interfeindlich.
Der Ständerat diskutiert gerade jetzt die erleichterte Änderung des Geschlechtseintrages!
Der Kommissionspräsident erklärt explizit, dass die Erklärung auf Selbstbestimmung beruhen wird. Dass also keine Nachweise über die Geschlechtsidentität mehr vorgelegt werden müssen.
Ein paar schlechte Ideen von Ständerät_innen sind bereits da, wo sie hingehören: im Müll. So der Vorschlag, dass auch zukünftig die Änderung schriftlich begründet werden muss, oder dass man nach einem gewissen Alter keinen zweiten Antrag mehr stellen darf."
31 Ständerät_innen stimmten für das Gesetz, 7 dagegen und 7 enthielten sich. Für eine Stärkung unserer Rechte stimmten die Grünen, die SP, die Mehrheit der CVP / Mitte (3 Enthaltungen) und die Mehrheit der FDP (1 Nein, 2 Enthaltungen). Die SVP äusserte sich und stimmte trans- und interfeindlich.
Der Ständerat diskutiert gerade jetzt die erleichterte Änderung des Geschlechtseintrages!
Der Kommissionspräsident erklärt explizit, dass die Erklärung auf Selbstbestimmung beruhen wird. Dass also keine Nachweise über die Geschlechtsidentität mehr vorgelegt werden müssen.
Ein paar schlechte Ideen von Ständerät_innen sind bereits da, wo sie hingehören: im Müll. So der Vorschlag, dass auch zukünftig die Änderung schriftlich begründet werden muss, oder dass man nach einem gewissen Alter keinen zweiten Antrag mehr stellen darf."
Quelle: https://scontent-dus1-1.xx.fbcdn.net/v/ ... e=5F07BF88Unter https://www.queer.de/detail.php?article_id=36316 ist weiter zu lesen, Zitat:
"Während der Nationalrat am Donnerstag in der Schweiz als erste der beiden Kammern des Parlaments für die Ehe für alle stimmte, beriet ebenfalls am Donnerstag der Ständerat als erste Kammer über einen Gesetzentwurf, der Personen die Änderung ihres Geschlechtseintrags in Dokumenten vereinfachen und dabei auf Selbstbestimmung setzen soll..."
"...Durch die Neuregelung werde es trans und intergeschlechtlichen Menschen erleichtert, Dokumente zu erhalten, die ihre gelebte Geschlechtsidentität widerspiegeln. Eine Änderung, die grosse Auswirkungen auf ihren Alltag hat, werden sie doch sonst mit jedem Vorzeigen eines Ausweises, Zeugnisses, etc. gezwungen, sich zu outen..."
"Hoffnung auf Änderungen im Nationalrat - ... Die Organisationen forderten den Nationalrat, also die große Abgeordnetenkammer des Parlaments, an die der Entwurf nun geht, "dringend zur Korrektur auf". "Urteilsfähig sind Minderjährige dann, wenn sie verstehen, was die Änderung des Geschlechtseintrages bedeutet und dies von sich aus wollen. Wenn Eltern künftig diese Änderungen verhindern können, dann werden innerfamiliäre Konflikte unnötig befeuert und die Jugendlichen einem grossen Risiko von Mobbing, Diskriminierung und Suizid ausgesetzt", so Alecs Recher, der als Leitung der Rechtsberatung von Transgender Network Switzerland bereits mehrere hundert Verfahren zur Änderung des Geschlechtseintrags begleitet hat.
"Trans und intergeschlechtliche Minderjährige beschäftigen sich von klein auf mit ihrer Geschlechtsidentität und erleben konstant, was der unpassende Eintrag in ihren Dokumenten macht. Sie sind Expert_innen in dieser Frage und in ihrer Geschlechtsidentität gefestigt", so Recher weiter. Audrey Aegerter, Präsidentin von InterAction Suisse, ergänzt: "Besonders für intergeschlechtliche Minderjährige wäre es brutal, wenn ihre Eltern auch noch über die Änderung des Geschlechtseintrages entscheiden könnten. Denn unser Geschlecht, unsere Körper werden oft von Geburt an pathologisiert und von Ärzt_innen und Eltern komplett fremdbestimmt. Es darf nicht sein, dass uns die Politik nun auch noch die Autonomie über den Geschlechtseintrag wegnimmt!"
"Trans und intergeschlechtliche Minderjährige beschäftigen sich von klein auf mit ihrer Geschlechtsidentität und erleben konstant, was der unpassende Eintrag in ihren Dokumenten macht. Sie sind Expert_innen in dieser Frage und in ihrer Geschlechtsidentität gefestigt", so Recher weiter. Audrey Aegerter, Präsidentin von InterAction Suisse, ergänzt: "Besonders für intergeschlechtliche Minderjährige wäre es brutal, wenn ihre Eltern auch noch über die Änderung des Geschlechtseintrages entscheiden könnten. Denn unser Geschlecht, unsere Körper werden oft von Geburt an pathologisiert und von Ärzt_innen und Eltern komplett fremdbestimmt. Es darf nicht sein, dass uns die Politik nun auch noch die Autonomie über den Geschlechtseintrag wegnimmt!"
Bekommt so, auch in Deutschland, die neue Gesetzentwurf Iniative der Grünen https://www.queer.de/docs/selbstbestimm ... e-2020.pdf zusätzlichen "Rückenwind" und gewinnt an Dynamik?
Viel Kraft bei der Umsetzung eurer Ziele
wünscht euch herzlichst
maexine