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BUNDESTAG: Mehr als 1.000 Konversionsversuche

Verfasst: Di 2. Jun 2020, 11:49
von Anne-Mette
Gesundheit/Antwort

Bei der Vorbereitung des Gesetzentwurfs zum Schutz vor sogenannten Konversionsbehandlungen wurde nach Angaben der Bundesregierung eine Expertenkommission berufen. Diese sei fachlich begleitet worden von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH), heißt es in der Antwort (19/19352) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/18464) der AfD-Fraktion.

Nach Schätzungen der BMH würden in Deutschland jährlich mehr als 1.000 Konversionsbehandlungen an Betroffenen versucht. Die Schätzung beruhe auf Erfahrungsberichten. Die erfassten Behandlungen würden nicht nur von Angehörigen medizinischer, psychologischer oder psychotherapeutischer Berufe ausgeführt, sondern auch von freien Trägern, Vereinen, Kirchen und Religionsgemeinschaften.

Re: BUNDESTAG: Mehr als 1.000 Konversionsversuche

Verfasst: Di 2. Jun 2020, 12:02
von Marlene K.
Erschreckend hieran ist für mich, dass auch heute noch 1000 queere Menschen so leiden, dass sie einen solchen durch nichts zu begründenden Schritt zu gehen versuchen. Hier werden die eigenen verbogenen Urteile, die sich auch in vielen queeren oder durch andere Gründe abgewerteten Menschen finden sichtbar. Wie hoch wird die Zahl sein, die sich selber verachten aber keinen Ausweg sehen?

Das macht mich traurig und hilflos.

Re: BUNDESTAG: Mehr als 1.000 Konversionsversuche

Verfasst: Di 2. Jun 2020, 18:00
von Alina 56
Ich dachte, die Konversionsbehandlung sei seit diesem Jahr verboten.

Re: BUNDESTAG: Mehr als 1.000 Konversionsversuche

Verfasst: Mi 3. Jun 2020, 08:31
von Marlene K.
Sie ist, unter Einschränkungen, für Jugendliche verboten... Das Gesetz ist so formuliert, dass es gewünschte Behandlungen von Erwachsenen ohne äußeren Druck nicht verbietet. So soll eine Angreifbarkeit wegen... für mich konstruierter... Grundrechtseinschränkung durch das Gesetz verhindert werden.