Transgender und Öffentlichkeit
Verfasst: Di 21. Apr 2020, 10:55
Moin,
ich war mal wieder auf der Suche nach Informationen über das Thema Transgender. da ich ja mich nicht einem Geschlecht fix zuordnen kann, sondern das phasenweise sehr heftig wechselt, hat mich besonders dieser Aspekt interessiert. dabei ist mir etwas sehr deutlich aufgefallen. Wenn es um Informationen über Transgender geht, findet man in den Medien fast ausschließlich Themen zu Transsexualität.
Daraus ziehe ich den Schluss, dass noch immer die Prämisse gilt, dass es eine strenge Zweiteilung der Geschlechter in den Köpfen gibt. Es wird zwar zunehmend akzeptiert, dass es Menschen gibt, die durch einen "Unfall" der Natur in einem "anderen Geschlecht" zur Welt kamen. Wenn sie sich möglichst vollständig in einem Geschlecht leben, gibt es eine recht große Wahrscheinlichkeit, dass sie in der Gesellschaft integriert werden. Das kann und muss zwar noch besser werden, aber die Tendenz ist in diesem Bereich mMn klar.
Aber wo tauchen Menschen auf, die irgendwo zwischen den Geschlechtern leben, entweder androgyn, als Enbys oder wie ich zeitversetzt ? Diese Menschen tauchen in der öffentlichen Darstellung praktisch nie auf. Die heilige Kuh der Dichotomie der Geschlechter wird bisher kaum hinterfragt. Notgedrungen wurde für Intersex das dritte Geschlecht, "divers" eingeführt. Aber das ist auch keine Lösung für Menschen, die sich zwischen den Geschlechtern fühlen.
Mir macht das zu schaffen, denn wie ich den Menschen, die mir nahestehen, erklären, dass es so etwas gibt ? ich bleibe für viele Menschen ein Freak, denn öffentlich gelebt wird nur die Dichotomie.
Ich habe vor geraumer Zeit einen Artikel gefunden, der z.T. zwar relativ wissenschaftlich daher kommt, aber in seiner Folge doch ganz klar zeigt, dass es aus unterschiedlichen bologischen Sichten kaum ein klar definiertes Geschlecht geben kann, sondern die Dimension schon rein körperlich verschwommen ist. Konsequenterweise müsste die psychische Dimension noch weit komplexer sein. Leider werden solche Erkenntnisse noch zu wenig gestreut bzw. die Ergebnisse ernst genommen. M.E. müssten wir diese Aspekte viel mehr in die Öffentlichkeit getragen werden.
Hier noch der Link zum Artikel: https://www.spektrum.de/news/die-neudef ... ts/1335086
ich war mal wieder auf der Suche nach Informationen über das Thema Transgender. da ich ja mich nicht einem Geschlecht fix zuordnen kann, sondern das phasenweise sehr heftig wechselt, hat mich besonders dieser Aspekt interessiert. dabei ist mir etwas sehr deutlich aufgefallen. Wenn es um Informationen über Transgender geht, findet man in den Medien fast ausschließlich Themen zu Transsexualität.
Daraus ziehe ich den Schluss, dass noch immer die Prämisse gilt, dass es eine strenge Zweiteilung der Geschlechter in den Köpfen gibt. Es wird zwar zunehmend akzeptiert, dass es Menschen gibt, die durch einen "Unfall" der Natur in einem "anderen Geschlecht" zur Welt kamen. Wenn sie sich möglichst vollständig in einem Geschlecht leben, gibt es eine recht große Wahrscheinlichkeit, dass sie in der Gesellschaft integriert werden. Das kann und muss zwar noch besser werden, aber die Tendenz ist in diesem Bereich mMn klar.
Aber wo tauchen Menschen auf, die irgendwo zwischen den Geschlechtern leben, entweder androgyn, als Enbys oder wie ich zeitversetzt ? Diese Menschen tauchen in der öffentlichen Darstellung praktisch nie auf. Die heilige Kuh der Dichotomie der Geschlechter wird bisher kaum hinterfragt. Notgedrungen wurde für Intersex das dritte Geschlecht, "divers" eingeführt. Aber das ist auch keine Lösung für Menschen, die sich zwischen den Geschlechtern fühlen.
Mir macht das zu schaffen, denn wie ich den Menschen, die mir nahestehen, erklären, dass es so etwas gibt ? ich bleibe für viele Menschen ein Freak, denn öffentlich gelebt wird nur die Dichotomie.
Ich habe vor geraumer Zeit einen Artikel gefunden, der z.T. zwar relativ wissenschaftlich daher kommt, aber in seiner Folge doch ganz klar zeigt, dass es aus unterschiedlichen bologischen Sichten kaum ein klar definiertes Geschlecht geben kann, sondern die Dimension schon rein körperlich verschwommen ist. Konsequenterweise müsste die psychische Dimension noch weit komplexer sein. Leider werden solche Erkenntnisse noch zu wenig gestreut bzw. die Ergebnisse ernst genommen. M.E. müssten wir diese Aspekte viel mehr in die Öffentlichkeit getragen werden.
Hier noch der Link zum Artikel: https://www.spektrum.de/news/die-neudef ... ts/1335086