Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?
Verfasst: Fr 13. Mär 2020, 23:45
Hallo zusammen!
Wie sehr schränkt euch Corona inzwischen im Alltag ein? Geht ihr noch raus oder verkrümmelt ihr euch drinnen, meidet ihr soziale Kontakte um euch nicht anzustecken, hortet ihr Lebensmittel sind so einige Fragen die inzwischen auftauchen. Wie ist es bei euch in der Region, auf der Arbeit, die Situation beim einkaufen? Wie regelt ihr den Alltag, wenn für eure Kinder keine Betreuung vorhanden ist durch Schule, Kindergarten etc. und ihr auf Arbeit müsst?
Als meine Frau Heute Nachmittag von der Arbeit kam, viel mir erst einmal die Kinnlade runter, was sie von der Arbeit, tanken und einkaufen zu erzählen hatte.
Die grösste Einschränkung betrifft die Arbeit.
In der Firma wo meine Frau in der Personalabteilung arbeitet, werden Folien produziert unter anderem für die Lebensmittelindustrie, ist ab Heute ein Notstandsplan in Kraft getreten.
Die Abteilungen dürfen von Mitarbeitern nicht mehr betreten werden, die nicht in dieser Abteilung arbeiten. Will z. B. jemand bei meiner Frau was wegen seinen
Überstunden wissen, muss er vom Hof aus ans Fenster klopfen, einen Meter zurückgehen und dann sagen was er möchte. Dann muss meine Frau das Fenster wieder schließen,
Gespräche sollen so vermieden werden und erst wenn sie die Antwort hat, darf sie dem Mitarbeiter einen Zettel raus geben. Da aber auch hier der Meter Abstand eingehalten werden soll,
legt sie den Zettel in einen Korb, stellt ihn vor das Fenster in den Hof, Fenster zu, Kollege nimmt Zettel, meine Frau öffnet Fenster, besprüht den Korb mit Sagrotan oder Chlorix und holt ihn dann nach 5 Minuten wieder rein.
Ihre Kollegin hat einen Laptop bekommen und muss absofort von Zuhause aus arbeiten, damit nicht die ganze Abteilung ausfällt, falls Corona zuschlägt. Trifft auch auf die Buchhaltung, Einkauf zu.
Dafür wurde jetzt auch ein Schichtsystem eingeführt. Die Personen die im Büro arbeiten, müssen schon um 7.00 Uhr statt 8.00 bzw. 9.00 Uhr erscheinen, Feierabend wie gewohnt. Homeoffice fängt 4 Stunden
später, also 11.00 Uhr an und hat dann um 19.00 Uhr Feierabend, wenn Vollzeit eingestellt, ansonsten nach der gewohnten Stundenanzahl.
Ich habe aus Jux zu meiner Frau gesagt das Sie einen Kescher von unserem Teich mitnehmen soll, oder die Greifzange, um so den Korb zu umgehen, da der Stiel jeweils mindestens 2,00 m lang ist.
Außerdem hat die Geschäftsführung allen Mitarbeitern verboten das Fitnesssstudio, wird von Firma bezahlt, zu besuchen um eine Ansteckung zu vermeiden.
Mitarbeiter von Fremdfirmen und Lieferanten dürfen das Firmengelände nur noch betreten, wenn sie eine Bescheinigung vom Gesundheitsamt vorlegen können, dass sie Corona frei sind. Ansonsten heißt es draußen auf der Straße stehen bleiben, LKW-Fahrer dürfen dann nicht WC, Dusche benutzen, Bäcker und Getränkelieferant dürfen gar nicht mehr kommen. Stattdessen fährt ein Mitarbeiter vom Lager mit Mundschutz und Gesichtsschutz ausgerüstet zu den beiden, um die Bestellungen abzuholen. Wegen der Arbeit mit den Kunststoffen, bekommen alle Mitarbeiter in der Verwaltung eine Flasche Mineralwasser, in der Produktion, Werkstatt, Lager, Logistik bis zu 6 Flaschen kostenlos vom Arbeitgeber.
Als ich Heute Mittag, wie jeden Freitag, wegen meiner Wundbehandlung beim Doc war, hat er gesagt das es alles unnötige Panikmache sei. Als 2002 der erste Sars Virus ausgebrochen war, starben innerhalb weniger Tage viel mehr Meschen, wie jetzt aktuell durch Covid19 Virus, doch interessiert hat es damals kaum jemanden, obwohl es auch in Deutschland Fälle gab. Stand auch Heute dazu ein Bericht in unserer Tageszeitung mit dem gleichen Inhalt. Es seien an der "normalen" Grippe hier im Kreis mehr Leute erkrankt und entsprechend hoch seien auch die Todesfälle. Genaue Zahlen wurden aber nicht angegeben um unnötige Panik zu vermeiden.
Mein Doc sagte zu mir, dass ich wegen dem MRSA-Keim vom Papier her gesehen zu der Hochrisikogruppe gehöre, die eine Infektion mit Corona nicht überleben werden. Info kam heute vom Gesundheitsamt mit dem Vermerk dass er sofort mitteilen soll wenn sich mein Gesundheitszustand verschlechtert. Egal ob es nur wegen den Schmerzen ist, alles soll er melden. Da mein Körper aber seit 13 Jahren, davon die meiste Zeit ohne große Antibiotika Unterstützung zurecht gekommen ist, sei mein Immunsystem entsprechend gestärkt, denn sonst hätte ich 2015 mit dem 2. Keim schon die Augen zumachen müssen.
Hab meinen Doc gefragt ob ich ihn sofort anrufen soll, wenn mir wegen Geschmacksverstärkern wieder mal ein Furz im Bauch rum rennt und ich deswegen dann längere Sitzungen auf dem WC halte.
Antwort war: "Bloß nicht, Sie kennen ihren Körper am besten und wissen selbst wenn es sich anders verhält wie sonst". Mein Vater verwendet gerne beim kochen diesen Tütenkram, leugnet es aber immer. Wenn ich es nicht mit bekomme das er das Zeug benutzt hat, da er die Verpackung schon verschwinden hat lassen, merke ich es spätestens wenn die Krämpfe im Darm losgehen. Deshalb esse ich oft nur noch die Beilagen oder Fleisch, Fisch, Geflügel, wo ich sicher sein kann das er den Mist nicht verwendet hat. Mein Doc würde mir was an den Kopf werfen, bildlich gesprochen, wenn ich ihn damit nerve nur wegen dem Gesundheitsamt.
Mein Neffe ist nach der Arbeit im Discounter bei mir vorbei gekommen und hat erzählt, dass bereits um 12.00 Uhr der Umsatz von einem ganzen Freitag erreicht war. Das schlimme ist, das 5 Mitarbeiter wegen Grippe und Überbelastung ausgefallen sind, 2 wegen Urlaub über dem Teich und 2 in einer anderen Filiale aushelfen und so auch fehlen. So sind jetzt pro Schicht nur noch zwei Mitarbeiter da, die Kasse machen und auffüllen müssen. Normal machen das Freitag und Samstag 4 - 5 Leute pro Schicht. Die Regale sind leer, die Ware steht im Lager, so das Morgen in der Nacht auf Sonntag die noch gesunden Mitarbeiter zum arbeiten kommen dürfen. Wer fern bleibt, darf sich schon einmal nach einem neuen Arbeitgeber umsehen, laut Vorgesetzten aus der Zentrale.
Auch dürfen Lebensmittel wie Nudeln, Mehl, Zucker, Reiniger, WC-Papier etc. nur noch in haushaltsüblichen Mengen abgegeben werden. Wie gross diese Mengen sind, wird am Montag mitgeteilt.
Wie weit soll dieses Chaos noch gehen, warum setzen so viele Menschen nicht ihren normalen Verstand ein, warum verfallen so viele in Panik, frage ich mich immer öfter persönlich. Aber auch mein Doc, Kunden von uns, meine Familie und einige Bekannten sind der gleichen Meinung. Ein älterer Kunde aus München, mit dem ich heute telefoniert habe, sagte das beim Gau von Tschernobyl nicht so ein Aufstand gemacht wurde. Er sei jetzt froh das er noch Futter für seine Fische bei uns bekommt.
Gruß
Michaela M.
Wie sehr schränkt euch Corona inzwischen im Alltag ein? Geht ihr noch raus oder verkrümmelt ihr euch drinnen, meidet ihr soziale Kontakte um euch nicht anzustecken, hortet ihr Lebensmittel sind so einige Fragen die inzwischen auftauchen. Wie ist es bei euch in der Region, auf der Arbeit, die Situation beim einkaufen? Wie regelt ihr den Alltag, wenn für eure Kinder keine Betreuung vorhanden ist durch Schule, Kindergarten etc. und ihr auf Arbeit müsst?
Als meine Frau Heute Nachmittag von der Arbeit kam, viel mir erst einmal die Kinnlade runter, was sie von der Arbeit, tanken und einkaufen zu erzählen hatte.
Die grösste Einschränkung betrifft die Arbeit.
In der Firma wo meine Frau in der Personalabteilung arbeitet, werden Folien produziert unter anderem für die Lebensmittelindustrie, ist ab Heute ein Notstandsplan in Kraft getreten.
Die Abteilungen dürfen von Mitarbeitern nicht mehr betreten werden, die nicht in dieser Abteilung arbeiten. Will z. B. jemand bei meiner Frau was wegen seinen
Überstunden wissen, muss er vom Hof aus ans Fenster klopfen, einen Meter zurückgehen und dann sagen was er möchte. Dann muss meine Frau das Fenster wieder schließen,
Gespräche sollen so vermieden werden und erst wenn sie die Antwort hat, darf sie dem Mitarbeiter einen Zettel raus geben. Da aber auch hier der Meter Abstand eingehalten werden soll,
legt sie den Zettel in einen Korb, stellt ihn vor das Fenster in den Hof, Fenster zu, Kollege nimmt Zettel, meine Frau öffnet Fenster, besprüht den Korb mit Sagrotan oder Chlorix und holt ihn dann nach 5 Minuten wieder rein.
Ihre Kollegin hat einen Laptop bekommen und muss absofort von Zuhause aus arbeiten, damit nicht die ganze Abteilung ausfällt, falls Corona zuschlägt. Trifft auch auf die Buchhaltung, Einkauf zu.
Dafür wurde jetzt auch ein Schichtsystem eingeführt. Die Personen die im Büro arbeiten, müssen schon um 7.00 Uhr statt 8.00 bzw. 9.00 Uhr erscheinen, Feierabend wie gewohnt. Homeoffice fängt 4 Stunden
später, also 11.00 Uhr an und hat dann um 19.00 Uhr Feierabend, wenn Vollzeit eingestellt, ansonsten nach der gewohnten Stundenanzahl.
Ich habe aus Jux zu meiner Frau gesagt das Sie einen Kescher von unserem Teich mitnehmen soll, oder die Greifzange, um so den Korb zu umgehen, da der Stiel jeweils mindestens 2,00 m lang ist.
Außerdem hat die Geschäftsführung allen Mitarbeitern verboten das Fitnesssstudio, wird von Firma bezahlt, zu besuchen um eine Ansteckung zu vermeiden.
Mitarbeiter von Fremdfirmen und Lieferanten dürfen das Firmengelände nur noch betreten, wenn sie eine Bescheinigung vom Gesundheitsamt vorlegen können, dass sie Corona frei sind. Ansonsten heißt es draußen auf der Straße stehen bleiben, LKW-Fahrer dürfen dann nicht WC, Dusche benutzen, Bäcker und Getränkelieferant dürfen gar nicht mehr kommen. Stattdessen fährt ein Mitarbeiter vom Lager mit Mundschutz und Gesichtsschutz ausgerüstet zu den beiden, um die Bestellungen abzuholen. Wegen der Arbeit mit den Kunststoffen, bekommen alle Mitarbeiter in der Verwaltung eine Flasche Mineralwasser, in der Produktion, Werkstatt, Lager, Logistik bis zu 6 Flaschen kostenlos vom Arbeitgeber.
Als ich Heute Mittag, wie jeden Freitag, wegen meiner Wundbehandlung beim Doc war, hat er gesagt das es alles unnötige Panikmache sei. Als 2002 der erste Sars Virus ausgebrochen war, starben innerhalb weniger Tage viel mehr Meschen, wie jetzt aktuell durch Covid19 Virus, doch interessiert hat es damals kaum jemanden, obwohl es auch in Deutschland Fälle gab. Stand auch Heute dazu ein Bericht in unserer Tageszeitung mit dem gleichen Inhalt. Es seien an der "normalen" Grippe hier im Kreis mehr Leute erkrankt und entsprechend hoch seien auch die Todesfälle. Genaue Zahlen wurden aber nicht angegeben um unnötige Panik zu vermeiden.
Mein Doc sagte zu mir, dass ich wegen dem MRSA-Keim vom Papier her gesehen zu der Hochrisikogruppe gehöre, die eine Infektion mit Corona nicht überleben werden. Info kam heute vom Gesundheitsamt mit dem Vermerk dass er sofort mitteilen soll wenn sich mein Gesundheitszustand verschlechtert. Egal ob es nur wegen den Schmerzen ist, alles soll er melden. Da mein Körper aber seit 13 Jahren, davon die meiste Zeit ohne große Antibiotika Unterstützung zurecht gekommen ist, sei mein Immunsystem entsprechend gestärkt, denn sonst hätte ich 2015 mit dem 2. Keim schon die Augen zumachen müssen.
Hab meinen Doc gefragt ob ich ihn sofort anrufen soll, wenn mir wegen Geschmacksverstärkern wieder mal ein Furz im Bauch rum rennt und ich deswegen dann längere Sitzungen auf dem WC halte.
Antwort war: "Bloß nicht, Sie kennen ihren Körper am besten und wissen selbst wenn es sich anders verhält wie sonst". Mein Vater verwendet gerne beim kochen diesen Tütenkram, leugnet es aber immer. Wenn ich es nicht mit bekomme das er das Zeug benutzt hat, da er die Verpackung schon verschwinden hat lassen, merke ich es spätestens wenn die Krämpfe im Darm losgehen. Deshalb esse ich oft nur noch die Beilagen oder Fleisch, Fisch, Geflügel, wo ich sicher sein kann das er den Mist nicht verwendet hat. Mein Doc würde mir was an den Kopf werfen, bildlich gesprochen, wenn ich ihn damit nerve nur wegen dem Gesundheitsamt.
Mein Neffe ist nach der Arbeit im Discounter bei mir vorbei gekommen und hat erzählt, dass bereits um 12.00 Uhr der Umsatz von einem ganzen Freitag erreicht war. Das schlimme ist, das 5 Mitarbeiter wegen Grippe und Überbelastung ausgefallen sind, 2 wegen Urlaub über dem Teich und 2 in einer anderen Filiale aushelfen und so auch fehlen. So sind jetzt pro Schicht nur noch zwei Mitarbeiter da, die Kasse machen und auffüllen müssen. Normal machen das Freitag und Samstag 4 - 5 Leute pro Schicht. Die Regale sind leer, die Ware steht im Lager, so das Morgen in der Nacht auf Sonntag die noch gesunden Mitarbeiter zum arbeiten kommen dürfen. Wer fern bleibt, darf sich schon einmal nach einem neuen Arbeitgeber umsehen, laut Vorgesetzten aus der Zentrale.
Auch dürfen Lebensmittel wie Nudeln, Mehl, Zucker, Reiniger, WC-Papier etc. nur noch in haushaltsüblichen Mengen abgegeben werden. Wie gross diese Mengen sind, wird am Montag mitgeteilt.
Wie weit soll dieses Chaos noch gehen, warum setzen so viele Menschen nicht ihren normalen Verstand ein, warum verfallen so viele in Panik, frage ich mich immer öfter persönlich. Aber auch mein Doc, Kunden von uns, meine Familie und einige Bekannten sind der gleichen Meinung. Ein älterer Kunde aus München, mit dem ich heute telefoniert habe, sagte das beim Gau von Tschernobyl nicht so ein Aufstand gemacht wurde. Er sei jetzt froh das er noch Futter für seine Fische bei uns bekommt.
Gruß
Michaela M.